Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

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Präsidentschaftswahl

ÖVP-Klubobmann: "Er hat meine persönliche Präferenz" – "Halte beide Kandidaten für geeignet" – "Fehler", Mitterlehner nicht vorab über seine Meinung informiert zu habenWien – ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka steht zu seiner Aussage, wonach er persönlich FPÖ-Kandidat Norbert Hofer bei der Bundespräsidentschaftswahl präferiere. Sein Fehler in der ÖVP-internen Debatte sei gewesen, dass er Parteichef Reinhold Mitterlehner nicht vorab informiert habe, dass er seine Meinung öffentlich machen werde, sagte Lopatka im Streitgespräch mit Peter Pilz (Grüne) im TV-Sender "oe24.tv". Die nach seiner Aussagen ausgebrochene Diskussion und der Konflikt mit Parteichef Reinhold Mitterlehner – der sich für Alexander Van der Bellen ausgesprochen hatte – sei "nicht angenehm" gewesen, sagte Lopatka am Mittwochabend. Daher sei es "umso wichtiger" gewesen, "dass wir uns sofort zusammengesetzt haben", sprach er die Aussprache mit seinem Parteichef vom Montag an. Dabei habe ihm Mitterlehner seine Position dargelegt, und er die seine. "Mitterlehner hat mir gesagt, es ist indiskutabel, dass ich ihn vorher nicht informiert habe" – und er habe diesen Fehler eingeräumt. Er glaube, dass...

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Kampf gegen IS: Die Bomben liegen im Kühlschrank und im Kinderzimmer

Anzeige Khader und Maher wollten nur kurz ihr Haus in Baschika inspizieren. Seit die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ihren Heimatort besetzt hat, haben sie das Familienanwesen nicht mehr gesehen. Aber nun ist Baschika befreit, und Khader und Maher wollen nicht länger warten. Voller Freude erreichen die beiden Schwäger die Villa am äußersten Stadtrand. Als sie das Tor öffnen, lösen sie eine Sprengfalle aus. „Die Körperteile der beiden Männer mussten wir in über 150 Meter Entfernung zusammensammeln“, erzählt Scheich Baedri, und der Schmerz ist ihm anzusehen. „Hätten sie mir nur Bescheid gegeben, dann wäre das Unglück nicht passiert.“ Der jesidisch-kurdische Baedri arbeitet als Freiwilliger beim Minenräumkommando der Peschmerga. Die Truppen der autonomen Kurdenregion im Nordirak hatten Baschika Anfang November im Zuge der Mossul-Offensive vom IS zurückerobert. IS hinterlässt in Baschika mindestens 2500 Bomben und Minen Anzeige „Jeden Tag kommen Zivilisten in die Stadt zurück, um nach ihren Häusern zu sehen“, berichtet Baedri, der 22 Jahre in Deutschland lebte und seit 2014 in seiner Heimat gegen den IS kämpft. „Nur diese Leute...

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CDU-Kanzlerin bei der Basis: Eine Flüchtlings-Obergrenze wird es mit Merkel nicht geben

Anzeige Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bei einer Regionalkonferenz der CDU in Münster erneut gegen eine Obergrenze in der Flüchtlingsfrage ausgesprochen. „Ich halte dieses Instrument aus verschiedenen Gründen nicht für richtig. Es ist ein Unterschied, ob Frieden ist in Syrien oder im Irak. In einem Jahr gibt es ganz wenige Flüchtlinge, im nächsten Jahr mehr“, sagte Merkel in der Halle Münsterland. Die Schwesterpartei CSU fordert eine Obergrenze in der Flüchtlingsfrage von 200.000 pro Jahr. Merkel sprach sich vor rund 1000 CDU-Mitgliedern erneut für Partnerschaften mit den Ländern an den EU-Außengrenzen aus, um illegale Einwanderung zu unterbinden. Merkels Flüchtlingspolitik war eines der Hauptthemen der Delegierten aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen. Die CDU-Vorsitzende bekam überwiegend Beifall für ihre Äußerungen. Mehrere Flüchtlinge aus den Krisenregionen im Nahen Osten, erst seit kurzem CDU-Mitglied, bedankten sich bei Merkel für ihren Einsatz. Widerstand in Kreisverbänden Anzeige Doch auch in der eigenen Partei muss Merkel mit ihrer Migrationspolitik immer wieder gegen Widerstände kämpfen. Die Aufnahme von...

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1:1

Vier Minuten nach dem Führungstreffer von Jano aus einem Freistoß traf Malicsek zum Ausgleich. Erster Punkt für Canadi mit Rapid, Hütteldorfer aber nurmehr SiebenterMattersburg – Rapid hat den angepeilten Befreiungsschlag auch in Mattersburg verpasst. Die Wiener mussten sich am Mittwoch beim Schlusslicht im Pappelstadion mit einem 1:1 begnügen und rutschten nach der 17. Bundesliga-Runde bereits auf Rang sieben zurück. Die Burgenländer konnten mit dem Punktgewinn besser leben, sie verkürzten den Rückstand auf den Vorletzten St. Pölten auf drei Punkte. Die Rapidler hatten im Krisenduell ein Chancenplus, verpassten aber auch im vierten Pflichtspiel unter Neo-Trainer Damir Canadi nach drei Niederlagen einen Sieg. "Joker" Philipp Malicsek (76.) bewahrte die ab der 87. Minute nach Gelb-Roter Karte für Thomas Schrammel in Unterzahl agierenden Gäste aber immerhin vor der fünften Pflichtspielniederlage in Folge. Jano (72./Freistoß) hatte zuvor für die Mattersburger getroffen, sie haben damit schon zwölf ihrer 16 Saisontore nach Standardsituationen erzielt. Canadi setzte in seinem vierten Pflichtspiel als Rapid-Trainer zum dritten Mal auf eine Dreierkette. Am Feld standen...

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Primera Division

Klarer Real-Sieg im Cup gegen Drittdivisionär Leonesa auch im RückspielMadrid – Enzo Zidane, der älteste Sohn des Real-Madrid-Trainers Zinedine Zidane, hat am Mittwoch im spanischen Cup sein Debüt für die "Königlichen" in einem Pflichtspiel absolviert. Der 21-jährige Mittelfeldspieler durfte sich auch gleich über einen Treffer freuen. In der Pause eingewechselt, steuerte er zum 6:1-Erfolg gegen den Drittdivisionär Leonesa das 4:1 (63.) bei. Real, das nicht die erste Garnitur aufgeboten hatte, steht nach dem 7:1 im Hinspiel mit 13:2 im Achtelfinale. Der Österreicher Philipp Lienhart war bei Real nicht im Kader. (APA, 30.11.2016)

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0:4

Wolfsberger gewinnen 4:0 beim SKN und schwingen sich damit auf Platz fünf. Hellquist mit einem DoppelpackSt. Pölten – Der Wolfsberger AC hat sich mit einem klaren Sieg auf Platz fünf der Fußball-Bundesliga vorgearbeitet. In der 17. Runde setzten sich die Kärntner am Mittwochabend beim SKN St. Pölten mit 4:0 (1:0) durch und machten damit zwei Plätze gut. Nach zwei Niederlagen am Stück durfte das konterstarke Team von Trainer Heimo Pfeifenberger wieder über drei Punkte jubeln. Stürmer Mihret Topcagic brachte seine Mannschaft in der 43. Minute aus einem Konter in Führung, Daniel Drescher (55.) köpfelte nach der Pause zum 2:0 ein. Der eingewechselte Philip Hellquist (79., 80.) sorgte mit seinen ersten Aktionen im Spiel für die Entscheidung. Die St. Pöltener, denen vorne die nötige Durchschlagskraft fehlte, kassierten nach drei Runden mit zwei Siegen und einem Remis erstmals wieder eine Niederlage. In einer ersten Hälfte mit wenigen Höhepunkten hatte zunächst Topcagic (19.) nach Sanogo-Flanke die beste Gelegenheit. Sein zentral platzierter Kopfball bereitete SKN-Torhüter Thomas Vollnhofer aber keine Probleme. St. Pölten hatte leichte Vorteile in Sachen Ballbesitz...

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0:2

Die Außenseiter setzen sich bei Sturm mit 2:0 durch und holen die Grazer von der TabellenspitzeGraz – Sturm Graz ist nach der 17. Runde nicht mehr Spitzenreiter der Fußball-Bundesliga. Die Steirer verloren am Mittwochabend zu Hause gegen Admira Wacker Mödling 0:2 (0:0). Gäste-Matchwinner war wie schon zuletzt beim 1:0-Sieg am Sonntag bei Meister Salzburg Christoph Monschein, der in der 77. Minute nach Pass von Thomas Ebner sein fünftes Saisontor erzielte. Maximilian Sax (88.) traf zum Endstand. Damit liegt Sturm nun drei Punkte hinter dem SCR Altach, der bereits am Dienstagabend einen 1:0-Heimsieg über die SV Ried gefeiert hatte. Seit der 5. Runde (20./21. August) hatten die Grazer, die zuletzt am Sonntag einen 2:1-Sieg bei Rapid gefeiert hatten, die Tabellenführung inne. Altach lag schon nach der dritten und vierten Runde an der Spitze, jedoch noch nie in der Club-Geschichte zu so einem fortgeschrittenen Zeitpunkt der Meisterschaft. Am Samstag kann nun in Altach der Herbstmeistertitel perfekt gemacht werden. Die Admira verbesserte sich indes mit dem dritten Liga-Sieg en suite einen Punkt vor Rapid an die sechste Stelle. Einfallslos Nach einer Schweigeminute für die...

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Bundesliga live

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Bundesliga

Das Team von Oscar Garcia gewinnt in Wien mit 3:1 und schiebt sich in der Tabelle auf Platz drei. Martschinko-Eigentor bringt die Gäste auf SchieneWien – Es ist nicht so, dass im Spitzenspiel der 17. Bundesligarunde neunzig Minuten lang gar nichts passiert wäre. Da gab es bei Austria gegen Red Bull Salzburg vor nur 4885 (viertausendachthundertundfünfundachtzig!) Zusehern im Happel-Stadion zum Beispiel die 47. Minute. Salzburgs Samassekou schickte Berisha nicht auf die Reise, sondern in den Strafraum, Berisha brachte den Ball vermeintlich ungefährlich zur Mitte, doch Austrias Mittelfeldspieler Martschinko rutschte weg und drosch den Ball aus einer Entfernung von fünf Metern unhaltbar ins eigene Tor. Es war auch nicht so, dass vorher gar nichts passiert wäre. Die Austria war von Trainer Thorsten Fink recht gut eingestellt worden, Salzburg tat sich zumindest eine geraume Zeitlang relativ schwer. So hatte die erste Spielhälfte kaum Höhepunkte zu bieten, die beste Chance hüben vergab Friesenbichler, der per Kopf an Salzburg-Goalie Walke scheiterte (19.), die beste Chance drüben vergab Miranda, dessen Kopfball knapp das Austria-Tor verfehlte (21.). Und natürlich ist auch...

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Analog-Abschaltung: Private Sender bezweifeln Machbarkeit von DAB+

Die privaten Sender halten das digitale Radio DAB+ für falsch konzipiert. "Bei dem Übertragungsweg DAB+ kritisieren wir neben der fehlenden Akzeptanz der Konsumenten, dass die technische Struktur ausschließlich nach den landesweiten und bundesweiten Bedürfnissen der ARD aufgebaut wird", sagte Klaus Schunk, Vorsitzender des Fachbereichs Radio und Audiodienste im VPRT (Verband Privater Rundfunk und Telemedien), am 30. November 2016. "Der Start des Ausschreibungsprozesses für den zweiten bundesweiten DAB+-Multiplex ist für Dezember 2016 geplant. An dessen Ende wird in der ersten Jahreshälfte 2017 die Auswahl eines zukünftigen Plattformbetreibers stehen. Dieser wird dann seine Planungen bekanntgeben", sagte eine Sprecherin der Medienanstalten Golem.de. ARD verdrängt andere Eine Abbildung der vielfältigen lokalen und regionalen Angebote der privaten Anbieter bleibe de facto unberücksichtigt. "In diesem Thema wird Technik zunehmend zum Selbstzweck, und Inhalte dienen und folgen nur noch der Technik. Das ist ein verhängnisvoller publizistischer Irrweg", erklärte Schunk. Das Analogradio soll abgeschaltet und durch DAB+ ersetzt werden. Während das Deutschlandradio die...

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Bundespräsidentschaft – OSZE-Wahlbeobachter bei Hofburg

Harald Jepsen, Leiter des OSZE-Beobachterteams, über seinen Auftrag, die Reputation Österreichs und nicht korrekt produzierte WahlunterlagenSTANDARD: Die OSZE hat ein vierköpfiges Team zur Beobachtung der Bundespräsidentenwahl am 4. Dezember entsandt. Was können so wenige Personen beobachten? Jepsen: Es gibt verschiedene Arten von Wahlbeobachtungsmissionen. In diesem Fall ist es nur eine einfache, grundsätzliche Beobachtung. Es werden Experten geschickt, mit dem Mandat, einen Blick auf die Vorgänge und Prozesse zu werfen. Dabei geht es um die Handhabung der Briefwahl und der Wahlkarten. Außerdem sind wir nicht zum ersten Mal Beobachter einer Wahl in Österreich. Wir sind das dritte Mal hier. Und es gab schon in der Vergangenheit Berichte mit Empfehlungen. Einige davon sind noch offen oder wurden nicht umgesetzt. STANDARD: In einem Bericht hieß es, die "Verteilung, Retournierung und Aufbewahrung der Wahlkarten" sei strenger zu gestalten, "um den Missbrauch eines derzeit zu einem erheblichen Ausmaß auf Vertrauen beruhenden Systems zu verhindern". Hat Österreich seit damals nicht dazugelernt? Jepsen: Ich werde jetzt keine Schlüsse ziehen. Was wir tun, ist, einen Bericht...

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Russland: So tobt die Propagandaschlacht auf dem Balkan

Anzeige Das EU-Parlament hat in diesem Monat eine Resolution gegen den „russischen Desinformations- und Propagandakrieg“ verabschiedet, die Kommission wird zu Gegenmaßnahmen aufgefordert. Denn Moskau führt seit Jahren eine Medienoffensive auf dem Balkan, für Russland ist die Region wichtig. So sind fast alle Länder der Region entweder EU-Mitglieder oder Beitrittskandidaten. Viele Staaten der Region wie Griechenland, Mazedonien, Bulgarien oder Serbien pflegen aber auch ein traditionell freundschaftliches Verhältnis zum größten Land der Erde. Die Basis dafür sind die gemeinsame orthodoxe Religion oder die Zugehörigkeit zur großen slawischen Völkerfamilie. Die zentralen Mittel in dieser russischen Propagandaschlacht sind die Nachrichtenagentur „Sputnik“, die auch in serbischer Sprache sendet, sowie der TV-Sender RT (früher Russia Today). Da die Dienste kostenlos angeboten werden und die Kassen in der Region immer leer sind, stoßen die „Sputnik“-Geschichten auf große Resonanz. Daneben werden russlandfreundliche Parteien unterstützt und kulturelle Verbände mit russischen Beziehungen gefördert. Türkei schafft es, ihre Meinung ungefiltert zu...

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Florenz: Der Kampf um Europa in der Wiege der Renaissance

Anzeige Wenn „Dibba“ kommt, gehen die Scheinwerfer an. Fotografen, Kameraleute, Fans drängeln, und Ordnungskräfte versuchen, ein Spalier zu bilden. Aber „Dibba“ schiebt sie weg. „Das mach ich selbst“, sagt er, denn er will ja das Bad in der Menge, die Menschen umarmen, sie belohnen für das lange Warten an diesem kalten Novemberabend in Florenz. Er stellt seinen Trolley unterhalb der Bühne auf der Piazza Strozzi ab, lächelt charmant und sagt zufrieden: „Wo gibt es das schon: ein Parlamentarier, den die Leute umarmen wollen?“ Anzeige In Florenz wollen sie das an diesem Abend. Sie wollen „Dibba“ umarmen, diesen Mann, der eigentlich Alessandro Di Battista heißt und die Nummer zwei der Fünf-Sterne-Bewegung von Beppe Grillo ist. Sie wollen den Führungsmann der radikalen Protestpartei herzen, die so unwiderstehlich nach der Macht strebt. Und das ausgerechnet hier, in der Heimat des italienischen Premiers Matteo Renzi, wo der Regierungschef seinen brillanten Aufstieg hinlegte, zum Italo-Obama wurde und seine Vision eines Landes ohne Vetternwirtschaft, ohne verkrustete Eliten und mit neuer wirtschaftlicher Kraft entfaltete. ...

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Verdacht Kriegsverbrechen: Mordermittlungen gegen deutschen Dschihad-Rückkehrer

Anzeige Der Bremer Harry S. hielt sich monatelang bei der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak auf. Der Salafist absolvierte ein paramilitärisches Ausbildungslager, trat in einem Propagandavideo auf und war nach eigenen Angaben auch bei Morden der Islamisten anwesend. Selbst für den IS gekämpft oder gemordet haben will Harry S. aber nicht. Er distanzierte sich mehrfach von den Gräueltaten der Miliz. Das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg hatte den Syrien-Rückkehrer im Juli wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Am Mittwoch hat die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe nach Informationen der „Welt“ ein neues Ermittlungsverfahren gegen Harry S. eingeleitet. „Wir ermitteln seit heute wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, wegen Mordes und der Begehung von Kriegsverbrechen“, bestätigte eine Sprecherin der Karlsruher Behörde auf Nachfrage. Hintergrund für die neuen Ermittlungen ist eine Videoaufnahme aus Syrien, über die das ZDF und die „Washington Post“ im Oktober berichtet hatten. Darin zu sehen ist Harry S., der mit anderen...

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Satirepartei: "Unsere politischen Mitbewerber sind Schwachköpfe"

Anzeige Während die Mitglieder des Bezirksparlaments noch fleißig abstimmen, ist Riza Cörtlen an diesem Montag längst zum gemütlichen Teil des Abends übergegangen. Der Politiker der Satiretruppe „Die Partei“ lud Freunde und Parteigenossen auf eine Currywurst ein. Häppchen für Häppchen wandern Teile der etwa 1050 Euro Aufwandsentschädigung, die er als Fraktionsvorsitzender monatlich erhält, über die Theke. Mit den fröhlichen Worten „Bedankt euch beim Steuerzahler“ reicht er die Pappschalen weiter. Im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg spielt sich gerade Historisches ab. „Die Partei“, 2004 vom damaligen „Titanic“-Chefredakteur Martin Sonneborn und Redakteuren der Satirezeitschrift gegründet, stellt vier von 55 Abgeordneten und hat damit zum ersten Mal in einem deutschen Parlament eine Fraktion gebildet. In der ersten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) vor einem Monat war die Kandidatin der Grünen in zwei Wahlgängen durchgefallen. Daraufhin wurde die Sitzung abgebrochen. Auch die Besetzung der Stadträte ruhte daraufhin. Unhaltbar, fand die Partei „Die Partei“ das und berief eine außerordentliche Sitzung ein, „damit...

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