Oliver Zdravkovic

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Mauer gegen Flüchtlingslärm: "Dort bin ich dann sehr, sehr erschrocken"

Anzeige Die Regie des Fünfeinhalb-Minuten-Films ist so einfach wie wirkungsvoll: Zunächst werden Bilder von der Berliner Mauer aus dem Jahr 1989 gezeigt. „Höhe: ca. 3,75 Meter“ ist als Untertitel zu lesen. Demonstranten rufen „Die Mauer muss weg!“ Dann der harte Schnitt nach München, Neuperlach Süd, im November 2016. Die Kamera nimmt eine massige Lärmschutzwand aus aufeinandergestapelten, mit Steinen befüllten Drahtkörben in den Blick: „Höhe 4 Meter“ ist zu lesen. Das ist sie, die „Refugees Wall – Die Flüchtlingsmauer“, wie Lokalpolitiker Guido Bucholtz (parteilos) seinen Film genannt hat. Weil der Streifen schnell übers Internet verbreitet wurde, steht München jetzt plötzlich am Pranger. Ausgerechnet die Stadt, die im September 2015 weltweit Schlagzeilen gemacht hat, weil ihre Bürger am Hauptbahnhof die ankommenden Flüchtlingszüge herzlich willkommen geheißen haben und damit das Bild eines mitfühlenden Deutschlands gezeichnet haben, schottet sich nun ab – so wird es zumindest in dem Drohnenvideo suggeriert. Denn die Mauer von München steht zwischen einer neu gebauten Flüchtlingsunterkunft und den schmucken Einfamilienhäusern...





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