Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

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Anschlag in Istanbul: Für die türkische Regierung sind es Tote zweiter Klasse

Anzeige Auf der Titelseite der Zeitung „Milli Gazete“ prangten groß die Zeilen „Letzte Warnung. Feiert nicht Neujahr!“ Das Blatt ist das Organ der türkischen Islamistenpartei Saadet, in der viele Politiker der heutigen Regierungspartei AKP groß wurden. Einer ihrer Hoffnungsträger war einst der heutige Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. Er verstand aber, dass er breitere Kreise der Gesellschaft ansprechen musste, um die Macht zu bekommen, und gründete die gemäßigtere AKP. Die Warnung des Parteiblatts war Teil einer in den vergangenen Jahren immer intensiveren Kampagne gegen die traditionellen Weihnachts- und Neujahrsfeierlichkeiten in der Türkei. Vor allem Silvester wird zumindest bei säkularen Türken groß gefeiert, nach französischem Vorbild mit Geschenken, viel Musik und und ausgelassenen Feiern. Quelle: dpa/AP Die systematische Stimmungsmache gegen die allzu abendländische gute Laune wird schon seit Jahren von Stadtverwaltungen der Regierungspartei AKP gefördert. Sie weisen darauf hin, dass dies christlich-europäische, nicht türkische Traditionen seien. Dass es also nichts zu feiern gebe. So wurden in den vergangenen Tagen aus...

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Silvesternacht: Kritik an Kölner Polizei wegen Begriff "Nafri"

Anzeige Nach dem Einsatz rund um die Silvesterfeierlichkeiten ist die Kölner Polizei für die Bezeichnung „Nafris“ für Nordafrikaner kritisiert worden. Diesen Begriff benutzte die Polizei während des Einsatzes am Silvesterabend auf Twitter. So sagte der frühere Piratenpolitiker Christopher Lauer der Deutschen Presse-Agentur: „Ich halte diesen Begriff für in hohem Maße entmenschlichend.“ Die Kölner Polizei hatte am Samstagabend getwittert: „Am HBF werden derzeit mehrere Hundert Nafris überprüft.“ Polizeipräsident Jürgen Mathies sagte dazu am Sonntag bei einer Pressekonferenz, nach seiner Einschätzung hätte der Begriff „Nafri“ besser nicht nach außen verwendet werden sollen. Eine Häufung an Straftaten von Personen aus dem nordafrikanischen Raum lasse sich aber nicht bestreiten, und dafür müsse dann polizeiintern auch ein Begriff gefunden werden. Mathies betonte, dass die allermeisten in Deutschland lebenden Nordafrikaner natürlich keine Straftäter seien. Anzeige Lauer, der Piraten-Vorsitzender in Berlin war und zur SPD übertrat, sieht die Verwendung als äußerst problematisch: „Wenn die nun in der Silvesternacht hunderte...

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SPÖ

Minister weist Neuwahldrohungen und Entlastungsideen des Landeshauptmannes zurückSTANDARD: In Ihrem ersten Jahr als Sozialminister sind Sie zum Reibebaum der ÖVP geworden. Hätten Sie gern die Rolle des Minister Unauffällig zurück, den Sie in Ihren früheren Ressorts verkörperten? Stöger: Nein, denn ich habe mit Gegenwind gerechnet. Das Sozialministerium ist ein Schlüsselressort, da geht es um Themen, die Menschen bewegen. Logisch, dass es da manchmal hart auf hart geht. Da darf man nicht persönlich beleidigt sein, am Ende zählt das Ergebnis: Wie kriege ich was für die Leut' hin? STANDARD: Bei der Mindestsicherung haben Sie eben kein Ergebnis in Form einer österreichweit einheitlichen Regelung hingekriegt. Stöger: Aber nicht, weil der Bund versagt hätte, sondern weil einzelne Landesregierungen – jene von Oberösterreich und Niederösterreich – auf Kosten des Ganzen persönliche Konflikte gegen die Regierung führen wollten. Einfach auch deshalb, um in den Medien Schlagzeilen zu machen. STANDARD: Nach all dem, was Sie im monatelangen, fruchtlosen Streit erlebt haben: Was spricht dafür, dass die Arbeit im neuen Jahr in der Koalition funktionieren soll? Stöger:...

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Vor Silvester – Salzburg und Linz siegen, KAC

Titelverteidiger setzte sich zu Hause gegen Znojmo durch – Black Wings gewannen in Innsbruck klar – KAC verlor Freiluftspiel in BudapestWien – Titelverteidiger Salzburg und die Black Wings Linz starten in der Erste Bank Eishockey Liga gleichauf zwölf Punkte hinter Tabellenführer Vienna Capitals ins neue Jahr. Die Salzburger gewannen am Freitag zu Hause gegen Znojmo dank starker Schlussphase 4:2, die Linzer siegten in Innsbruck problemlos 5:1. Die Capitals hatten sich bereits am Donnerstag 4:1 gegen Dornbirn durchgesetzt. Für den KAC endete zum Jahresabschluss im Freiluftspiel gegen Fehervar mit dem 2:5 eine lange Siegesserie. Der VSV feierte einen 8:2-Kantersieg gegen Schlusslicht Ljubljana. Die achtplatzierten Villacher machten dadurch Boden auf die vor ihnen liegenden Verlierer Znojmo, Innsbruck und Klagenfurt gut. Die Graz 99ers unterlagen beim Tabellenvierten Bozen knapp 1:2 und rutschten hinter Fehervar auf Rang zehn zurück. Die Black Wings Linz hatten gegen harmlose Innsbrucker leichtes Spiel. Tore von Da Silva im ersten sowie von zweimal Lebler und Schofield im zweiten Drittel brachten sie auf die Siegerstraße. Im Schlussabschnitt erhöhte Broda sogar noch auf...

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Eishockey-Liga – Playoff

Bereits qualifizierte Capitals gegen Fehervar souverän – Nächster Rückschlag für KACWien – Die Black Wings Linz und Titelverteidiger Red Bull Salzburg haben sich am Sonntag vorzeitig das Ticket für die Platzierungsrunde und damit für die Play-offs der Erste Bank Eishockey-Liga (EBEL) gesichert. Die zweitplatzierten Oberösterreicher feierten gegen Znojmo einen 7:2-Heimsieg und sind damit sechs Runden vor dem Ende des Grunddurchgangs nicht mehr aus den Top-6 zu verdrängen. Gleiches gilt für die auf Rang drei liegenden "Bullen" nach einem 2:1 in der Verlängerung in Bozen. Der überlegene Tabellenführer Vienna Capitals, der schon zuvor für die Platzierungsrunde qualifiziert war, setzte sich in Wien gegen Fehervar mit 3:0 durch. Für den KAC gab es mit dem 1:5 in Innsbruck nach der Niederlage am Freitag im Freiluftspiel in Ungarn einen weiteren Rückschlag. Erzrivale VSV gewann nach Overtime in Dornbirn 3:2, und die Graz 99ers besiegten vor Heimpublikum das abgeschlagene Schlusslicht Olimpija Ljubljana 5:0. In Linz sorgten die Gastgeber relativ schnelle für klare Verhältnisse. Drei Tore in den ersten elf Minuten und eine 6:2-Führung nach dem Mitteldrittel ebneten...

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"Extrem gewalttätig": 1100 Afrikaner wollen EU-Grenzzäune stürmen

Anzeige Mehr als tausend Migranten aus dem südlichen Afrika haben in der Nacht zum Neujahrstag versucht, über den Absperrzaun in die spanische Exklave Ceuta in Marokko zu gelangen. Die spanischen Behörden teilten mit, dass dabei 50 Mitglieder der marokkanischen Sicherheitskräfte und fünf spanische Polizisten verletzt wurden. Letztlich gelang es keinem der Migranten, die sechs Meter hohen Grenzzäune zu überwinden. Das Vorgehen der Migranten wurde von den Behörden in Ceuta als „extrem gewalttätig“ beschrieben. Sie hätten Metallstäbe, Drahtscheren und Steine eingesetzt, einer der verletzten Beamten habe ein Auge eingebüßt. Rund hundert Migranten gelang es demnach, auf den ersten von zwei Absperrzäunen zu klettern. Fernsehaufnahmen zeigten, wie ein Mann im Morgengrauen von dem ersten Zaun herunterklettert und sich im Zwischenraum zum zweiten Zaun hinlegt. Dann wird ihm von einem spanischen Polizisten eine Flasche Wasser gereicht, bevor er auf die marokkanische Seite des Zauns zurückgebracht wird. Quelle: dpa/EFE Anzeige Am 9. Dezember war es 400 Migranten gelungen, auf das Gebiet von Ceuta vorzudringen. Immer wieder versuchen...

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Silvester: Gruppenbildung wie aus dem Nichts

Anzeige In Köln hatte sich die Polizei mit einem imposanten Aufgebot auf mögliche Gefahren vorbereitet – und wurde doch überrascht. 1500 Beamte des Landes Nordrhein-Westfalen und zusätzliche Bundespolizisten im Bahnhofsbereich waren an Silvester 2016 im Einsatz, so viele wie noch nie. Trotzdem forderte Kölns Polizeipräsident Jürgen Mathies kurzfristig mehr als 200 zusätzliche Beamte an, weil sich zwischen 21 und 22 Uhr unversehens eine neue Lage entwickelte. In dieser Zeit erreichten an die tausend Personen nordafrikanischer Herkunft aus verschiedenen Richtungen den Hauptbahnhof. Sie fielen durch eine „aggressive Grundstimmung“ auf, und es sei mit Straftaten zu rechnen gewesen, wie Mathies am Sonntagnachmittag in einer ersten Bilanz vor der Presse betonte. Bundespolizei-Sprecher Wolfgang Wurm präzisierte: „Wir hatten Gruppen, die vergleichbar aggressiv waren wie 2015.“ „Fahndungsrelevante Klientel“ Die jungen Männer wurden zum hinteren Bahnhofsausgang geleitet, draußen eingekesselt und mussten ihre Personalien angeben. Weitere 300 Personen wurden auf der anderen Rheinseite am Bahnhof Köln-Deutz aus einem Zug geholt und überprüft. Etwa 99...

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Zahlen mit Karte klappt in Österreich stundenlang nicht

Mit einem stundenlangen Ausfall aller Kartenlesegeräte hat das neue Jahr in Österreich begonnen. Beim Tanken oder in Restaurants war Bargeld Trumpf. Wegen technischer Probleme war das Zahlen mit Geldkarten in der gesamten Alpenrepublik bis zum frühen Sonntagnachmittag nur eingeschränkt möglich, wie der Schweizer Zahlungs-Abwickler Six Payment Services mitteilte. In Österreich gibt es etwa 50.000 solcher Bezahlterminals. Mittlerweile funktionieren sie aber wieder, berichtet die österreichische Zeitung „Der Standard“. Mehr zum Thema Die besten Aktien aus Rhein-Main 2016 „Der Euro kann sich dauerhaft als unsere Währung halten“ Einen...

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Filesharing: Teammitglied von The Pirate Bay findet Streaming egoistisch

Ein Mitglied des Teams von The Pirate Bay hat in einem Interview mit dem Onlinemagazin Torrentfreak seine Sicht der Mediennutzung dargelegt. Spud17 erklärte: "Ich persönlich sehe Streaming als eine egoistische Handlung, aber wenn Sie Torrent nutzen, sind Sie dabei, mit anderen zu teilen und bei einem Akt des zivilen Ungehorsam zu helfen." The Pirate Bay, eine Sammlung von Magnetlinks zu Torrent-Dateien meist illegaler Kopien von Filmen und Fernsehserien, ist wieder die meistbesuchte Plattform seiner Art. Trotz der zunehmenden Beliebtheit von legalen Streamingangeboten bleibe The Pirate Bay in absehbarer Zukunft aktiv und "bis das nächste große Ding erfunden wird, werden Torrent-Sites immer populärer werden, wie auch Streaming-Sites", sagte Spud17. Streaming habe seinen Platz bei der Verbreitung von illegalen Aufnahmen von Live-Veranstaltungen, doch bei Torrents gehe es ums Teilen mit anderen. Es gebe weiter genügend Beispiele für die Gier der Filmindustrie, gegen die man rebellieren müsse. Der Sender BBC habe die Serie Planet Earth 2 vor der Ausstrahlung der letzten Episode zuerst als Blu-ray/DVD-Boxset herausgebracht und sich dann über die illegale Verbreitung...

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Silvester

Kardinal nimmt Muslimen Wunsch nach islamischem Europa nicht übel und ruft in seiner Silvesteransprache zu mehr Hoffnung aufWien – Kardinal Christoph Schönborn erklärt, er nehme den Muslimen den Wunsch nach einem islamischen Europa nicht übel. Auch er wünsche sich, "dass der Nahe Osten wieder christlich wird, wie er es einmal war", oder auch Nordafrika, so Schönborn in der "Kronen Zeitung". "So kann ich den Muslimen nicht verargen, wenn sie sich wünschen, dass Europa islamisch wird." Gefragt, ob er nicht Angst habe, dass der Stephansdom einmal zu einer Moschee werden könnte, sagte Schönborn: "Natürlich wünsche ich mir, dass der Stephansdom ein lebendiges christliches Gotteshaus, ein Ort des Gebetes, bleibt und nicht nur eine Touristenattraktion für fünf Millionen Touristen im Jahr. Aber wir haben in Wien schon jetzt zweihundert islamische Gebetsstätten. Dass Religionen miteinander in Konkurrenz stehen, das ist so alt wie die Welt." Vorwürfe an Christen, nicht Muslime Angst vor einer Islamisierung Europas zu haben, sei "unsinnig, wenn man nicht selber etwas dazu beiträgt, dass Europa christlich bleibt. Wenn in Holland eine Kirche nach der anderen verkauft wird,...

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Attentat in Istanbul: Das "Reina" war für mich der liberalste Ort der Türkei

Anzeige Meine ganze Familie war gekommen. Auch meine damals 75-jährige Mutter, die gar nicht genug bekommen konnte von der Party. „Was denn, es fängt doch gerade erst an“, protestierte sie, als wir gegen drei Uhr gingen. Wir feierten das Abitur meiner Tochter. Dieser Abend im Jahr 2010 war für meine Tochter der Höhepunkt unserer Zeit in der Türkei, wo ich über viele Jahre als Korrespondent tätig war. Wenige Wochen vorher hatte ich eine türkische Kollegin gefragt, was denn der beste Ort für die Feier wäre. Das „Reina“ natürlich, war die Antwort. Wir feierten also damals exakt an dem Ort, der nun in der Silvesternacht von einem brutalen Attentat getroffen wurde. Es ist der Klub der Legenden. Es ist ein magischer Ort. Quelle: Getty Images/Getty Images Europe Anzeige Man muss nach Norden fahren, um ins „Reina“ zu kommen. Man muss den Stau überwinden, den es in Istanbul auch mitternachts noch gibt. Man muss in den Stadtteil Ortaköy fahren, bis zur Bosporus-Brücke, die sich hier in die Nacht spannt. Hier funkelt Istanbul westlich, stylish, modern. Alle kennen die Songs auswendig Hier reiht sich Klub an Klub, Bar an Bar. Mit dem...

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US-Rechtsradikale: Der König der Verschwörungstheoretiker dient Donald Trump

Anzeige Was hat sich Donald Trump nicht über Journalisten der „Mainstream-Medien“ beschwert: Lügner seien sie, hinterlistig und falsch. Anfang Dezember 2015 erlebte er ein Interview ganz nach seinen Vorstellungen. Das Gespräch war kein hartes Frage-Antwort-Pingpong, sondern eine Plauderei unter Gleichgesinnten, die sich mögen und schätzen. Der Moderator begrüßte Trump mit einer Lobeshymne und verkündete: „90 Prozent meines Publikums unterstützt dich.“ Der Milliardär, damals noch nicht mal Kandidat der Republikaner, bedankte sich artig und verbündete sich im Geiste mit dem Journalisten. Trump bekräftigte seine unsinnige Aussage, Tausende Muslime in New Jersey hätten beim Kollaps der Zwillingstürme des World Trade Center am 11. September 2001 gejubelt. Im Schulterschluss mit dem Gastgeber lehnte er die von breiter Öffentlichkeit geforderte Entschuldigung für die Behauptung ab: „Menschen wie du und ich können das nicht so leicht machen.“ Eingerahmt wurde die Verbrüderung von einer Werbung für „Brain Force PLUS“, ein Mittel gegen „toxische Waffen in der Nahrungs- und Wasserversorgung, die uns dick, krank und dumm machen“. Gegner halten...

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Das Jahr 2017: Das sind die fünf größten Baustellen der EU

Anzeige Europa steuert mit einem denkbar schwachen Führungspersonal in ein entscheidendes Jahr. Angesichts der anstehenden Wahlen – etwa in Deutschland, den Niederlanden und Frankreich – werden sich viele Staats- und Regierungschefs mehr mit sich selbst befassen als mit europäischen Problemen. Dabei mangelt es in der Europäischen Union nicht an dringlichen Aufgaben. Die „Welt“ benennt die wichtigsten EU-Baustellen für das kommende Jahr. Schaffung der Verteidigungsunion Quelle: REUTERS Militärisch gesehen sei ein Hühnerhaufen eine „geschlossene Kampfformation“ im Vergleich mit Europa, scherzt EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker immer wieder. Das soll sich nun ändern. Die Europäische Union hat nach dem Brexit-Schock das alte Projekt einer Verteidigungsunion wieder aufgegriffen. Geplant sind erste Schritte auf einem langen Weg, an dessen Ende eine europäischen Armee stehen könnte. Konkret wird EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini bis Mitte dieses Jahres Pläne präsentieren, wie existierende, aber bislang nicht eingesetzte Kampftruppen schlagfertiger werden können. In der Rüstungspolitik sollen die EU-Staaten, wie schon sehr of...

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Scheinidentitäten: Ermittlungen wegen Sozialbetrugs durch Asylbewerber

Anzeige Eine Braunschweiger Sonderkommission ermittelt in mehr als 300 Fällen von Sozialbetrug durch Asylbewerber. Die Polizei geht von einem Gesamtschaden von mehreren Millionen Euro aus. Das berichtet der Fernsehsender NDR in seinem Regionalmagazin „Hallo Niedersachsen“. Die Menschen hätten sich in der Landesaufnahmebehörde Braunschweig mehrfach registrieren lassen und so in unterschiedlichen Kommunen parallel Zuwendungen erhalten. Im Schnitt hätten sich die mutmaßlichen Betrüger drei bis vier Identitäten zugelegt. Es soll sich vorwiegend um männliche Flüchtlinge aus schwarzafrikanischen Ländern handeln. Weil in der zweiten Jahreshälfte 2015 in der Behörde und den Außenstellen 40.000 Flüchtlinge ankamen, waren die Mitarbeiter damals nicht in der Lage, jeden einzelnen Flüchtling mit Fingerabdrücken zu registrieren. Darum nahmen sie nur die Personalien auf und machten Fotos, was einige Bewerber offenbar ausgenutzt hatten und mehrfach auftauchten. Dass es sich um eine kriminelle Masche handelt, war den Mitarbeitern der Behörde aufgefallen, als ihnen die Gesichter der Menschen bekannt vorkamen. Sie informierten die Polizei, und der Betrug flog auf....

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Silvesternacht in Köln: "Wir hatten Gruppen, die vergleichbar aggressiv waren wie 2015"

Anzeige Die Polizei führt die weitgehend friedliche Silvesternacht in Köln auf ihren umfassenden Einsatz zurück. Das sagten Vertreter von Landes- und Bundespolizei auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker. 1700 Landespolizisten und der Bundespolizei waren in einem noch nie da gewesenen Aufgebot unterwegs, um eine Eskalation wie im vergangenen Jahr zu verhindern. Dies sei „weitgehend gelungen“, sagte der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies. Dass die Nacht ohne dramatische Zwischenfälle verlaufen sei, habe auch daran gelegen, dass die Polizei am späten Abend mehrere Hundert Männer in den Blick genommen habe, die am Hauptbahnhof und am Deutzer Bahnhof unterwegs waren. Sie seien mit „Grundaggressivität“ in Gruppen aufgetreten. Darum forderte die Polizei 200 zusätzliche Beamte an. Die Bundespolizei habe zwischen 21 und 23 Uhr 650 Männer überprüft, davon seien fast alle Nordafrikaner gewesen, sagte Mathies. Kritik aus den sozialen Netzwerken an „Racial Profiling“, mit dem die Polizei vermehrt Menschen nicht deutscher Herkunft kontrolliert habe, wies er zurück: „Es ging darum, zu verhindern, dass...

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