Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

?

Juve

Argentinier traf in Derby in 92. Minute zum 1:1Turin – Juventus Turin hat die erste Heimniederlage seit August 2015 in letzter Minute vermieden. Italiens vor dem sechsten Titel in Folge stehender Serienmeister musste sich im Stadtderby gegen Torino am Samstagabend mit einem 1:1 begnügen. Der Ausgleich für Juventus fiel erst in der 92. Minute durch den eingewechselten Gonzalo Higuain.Adem Ljajic hatte die Gäste in der 52. Minute in Führung gebracht, Torino musste nur fünf Minuten später eine Gelb-Rote Karte hinnehmen. Bei Juventus saß Gianluigi Buffon nur auf der Bank. Die bis dato letzte Heimniederlage hat die Alte Dame in der Liga gegen Udinese einstecken müssen. In der Serie A war der Club zuletzt 33 Mal in Serie als Gewinner vom Spielfeld gegangen.Trotz des Unentschiedens hat Juventus drei Runden vor Saisonende weiter beste Aussichten auf die Titelverteidigung. Als Tabellenführer hat der Champions-League-Halbfinalist immer noch acht Punkte Vorsprung auf Napoli, das sich nach einem 3:1 über Cagliari vorerst auf Rang zwei verbesserte. Die AS Roma kann am Sonntag aber wieder an den Süditalienern vorbeiziehen. (APA, 6.5.2017)

weiterlesen »


Traum ausgeträumt

Nach neun Siegen in Serie 0:1-Niederlage bei West Ham – Leader Chelsea kann am Montag davon ziehenLondon – Chelsea ist dem englischen Fußball-Meistertitel am Freitag deutlich näher gekommen – und das ohne zu spielen. Die Londoner liegen nach der 0:1-Niederlage von Verfolger Tottenham bei West Ham United zum Rundenauftakt weiter vier Punkte voran und können jetzt deutlich gelassener ins Montag-Heimspiel gegen Abstiegskandidat Middlesbrough gehen. Danach stehen nur noch drei Partien auf dem Programm.Manuel Lanzini (65.) besiegelte vor 56.992 Zuschauern im London Stadium im Derby Tottenhams erste Niederlage nach neun Siegen hintereinander. Bei den unterlegenen "Spurs", die einige Male an Goalie Adrian scheiterten, saß Kevin Wimmer auf der Bank. Tottenhams Chancen auf den ersten Meistertitel seit 1961 sind damit drastisch gesunken. West Ham verbesserte sich vorerst auf Rang neun, was zugleich den Klassenerhalt für die Mannschaft von Teammanager Slaven Bilic bedeutet.City schiebt sich auf Platz dreiManchester City bleibt immerhin im Rennen um die direkte Champions-League-Qualifikation. Die Mannschaft von Teammanager Pep Guardiola, die die Saison ohne Titel beenden wird,...

weiterlesen »


Die Hand Gottes

Fußball-Legende heuerte als Übungsleiter in Arabischen Emiraten anDubai – Argentiniens Fußball-Legende Diego Maradona ist neuer Trainer bei Al-Fudschaira SC in den Vereinigten Arabischen Emiraten. "Ich wollte euch sagen, dass ich neuer Trainer bei Al-Fudschaira SC bin, in der zweiten Liga der Vereinigten Arabischen Emirate", schrieb der 56-Jährige am Sonntagabend auf Facebook. Auch Maradonas neuer Club veröffentlichte auf Twitter ein Foto vom Argentinier.Der Weltmeister von 1986 hatte bereits von Juli 2011 an für gut ein Jahr den Club Al-Wasl in Dubai trainiert, war dort allerdings vorzeitig entlassen worden. In seiner Trainerkarriere konnte Maradona bisher nicht an seine Erfolge als Spieler anknüpfen. Die knapp zweijährige Amtszeit als Nationalcoach Argentiniens endete bei der WM 2010 nach dem Viertelfinal-Aus gegen Deutschland. Zuletzt hatte Maradona eine neue Aufgabe beim Weltverband (FIFA) übernommen. (APA, 7.5.2017)

weiterlesen »


Serie A

Palermo steigt ab, ÖFB-Nachwuchskicker Jakupovic debütierte für EmpoliMailand – AS Roma hat auch dank eines Doppelpacks von Edin Dzeko Rang zwei in der italienischen Fußball-Serie A zurückerobert. Die Truppe von Luciano Spalletti siegte am Sonntag zum Abschluss der 35. Runde beim AC Milan 4:1 (2:0) und verdrängte damit SSC Napoli wieder von Rang zwei. Hauptstadtrivale Lazio feierte ein 7:3-Torfestival gegen Sampdoria Genua, Palermo muss den Gang in die Serie B antreten.Dzeko traf doppelt (8., 28.) und hält aktuell bei 27 Ligatoren. Stephan El Shaarawy (78.) und Daniele de Rossi (87./Foulelfmeter) erzielten die weiteren Roma-Tore. Mario Pasalic traf für Milan (76.). Die Roma hat damit drei Runden vor Saisonende sieben Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Juventus Turin, die Bianconeri können am kommenden Sonntag im direkten Duell zum sechsten Mal in Serie Meister werden.Der Tabellenvierte Lazio präsentierte sich zuhause neuerlich im Torrausch. Die von Simone Inzaghi trainierte Mannschaft gewann ihre jüngsten zwei Heimspiele mit 6:2 (gegen Palermo) und am Sonntag mit 7:3. Dazwischen schlug Lazio im Römer Derby im Stadio Olimpico auch noch AS Roma mit 3:1.Am unteren...

weiterlesen »


Klar – WM

Schweiz verspielte 4:0-Führung, siegte im Penaltyschießen – Aufsteiger Slowenien und Italien mit knappen NiederlagenKöln/Paris – Mitfavorit Schweden und Tschechien haben bei der Eishockey-WM ihre ersten Siege gefeiert. Einen Tag nach dem 1:2 n.P. gegen Russland setzte sich das Dreikronenteam am Samstag in Köln gegen WM-Gastgeber Deutschland mit 7:2 durch. Tschechien deklassierte in Paris Weißrussland 6:1. Die Schweiz mühte sich nach 4:0-Führung gegen Slowenien zu einem 5:4 nach Penaltyschießen.Deutschland, am Eröffnungstag 2:1-Überraschungssieger gegen die USA, forderte auch Schweden zwei Drittel lang. Patrick Hager (17.) und Philip Gogulla (26./PP) machten zweimal einen Vorsprung der Schweden wett, doch Linus Omark (36.) und Jonas Brodin (40.) sorgten gegen Ende des Mitteldrittels für die Vorentscheidung zugunsten des neunfachen Weltmeisters. Im Schlussdrittel machten Gabriel Landeskog (50.) und William Nylander (51., 52.) den deutlichen Sieg perfekt.Auch Tschechien reagierte kaum 24 Stunden nach der Auftaktniederlage gegen Weltmeister Kanada mit einem Torfestival. Die Tschechen dominierten die Partie der Gruppe B gegen Weißrussland klar und ließen bei 45 eigenen...

weiterlesen »


Eishockey-WM 2017

Franzosen überraschen mit 5:1-Sieg und erstem WM-Erfolg – Russland furios – Schweiz und Lettland siegten in AbendspielenKöln/Paris – Rekord-Weltmeister Russland hat sich mit einem 10:1 (2:0,3:1,5:0) gegen Italien bei der Eishockey-WM für das Match am Montag gegen Gastgeber Deutschland warm geschossen. Am Sonntag spielte sich das Team von Trainer Oleg Snarok in Gruppe A vor knapp 11.000 Zuschauern in Köln gegen den Aufsteiger in einen Rausch.Die NHL-Stürmer Artemi Panarin und Wladislaw Namestnikow sowie KHL-Profi Sergej Andronow trafen jeweils doppelt. Zum Auftakt am Freitag hatte Russland gegen Schweden im Penaltyschießen mit 2:1 gewonnen. Deutschland hatte am Samstag gegen die Skandinavier klar mit 2:7 verloren.Zudem rehabilitierte sich das US-Team mit einem 7:2 (3:1,3:1,1:0) gegen Dänemark für die Auftaktpleite am Freitag gegen Deutschland (1:2). Am Abend gewann Lettland überraschend mit einem 3:1 (1:0,1:0,1:1) gegen Ex-Weltmeister Slowakei auch sein zweites WM-Match klar.In der Gruppe B in Paris rettete Co-Ausrichter Frankreich sein Auftaktwochenende mit seinem ersten WM-Sieg überhaupt gegen Finnland. Einen Tag nach dem 2:3 gegen Norwegen gewann die...

weiterlesen »


Neos

Graz-Gemeinderat folgt auf Uwe Trummer – Wachstum als ParteizielGraz – Die Neos haben am Samstag den TU-Studenten und Grazer Gemeinderat Niko Swatek zu ihrem neuen Landessprecher in der Steiermark gewählt. "Unser Ziel ist es (...), als Organisation zu wachsen und dabei in der gesamten Steiermark Fuß zu fassen", erklärte Swatek in einer Aussendung. Swateks Vorgänger an der Parteispitze, Uwe Trummer, war nicht mehr angetreten, bleibt aber Gemeinderat in Feldbach.Der 26-jährige Swatek ist Student der technischen Physik. Politisch trat er 2015 als österreichweiter Spitzenkandidat bei den ÖH-Wahlen für die Junos-Studierenden in Erscheinung. Bei der Grazer Gemeinderatswahl schaffte er mit den Neos den Einzug.Erfreut über die Wahl Swateks zeigte sich Parteichef Matthias Strolz. "Niko bringt viel Elan und politischen Sachverstand mit." Die Steiermark sei für die Partei eine wichtige Säule. Der Erfolg bei der Graz-Wahl solle nun auf Landesebene fortgesetzt werden, so Strolz. (APA, 6.5.2017)

weiterlesen »


Nach der Frankreich-Wahl: Vor diesen sieben Baustellen steht nun Emmanuel Macron

1. Das Land einen: Bei dieser Präsidentschaftswahl zeigte sich Frankreich so gespalten wie selten. Mehr als 40 Prozent der Wähler gaben in der ersten Runde am 23. April populistischen Parteien am rechten und linken Rand ihre Stimme. Das Misstrauen in die politische Klasse ist enorm hoch. Anzeige 2. Mehr Wirtschaftswachstum und Jobs: Frankreich leidet seit Jahren unter schwachem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit, viele Franzosen sehen das als die größten Probleme des Landes an. 2016 wuchs die Wirtschaft nur um 1,1 Prozent, für dieses Jahr werden zwischen 1,3 und 1,5 Prozent erwartet. Mehr als 3,5 Millionen Menschen sind arbeitslos. Die Quote liegt bei rund zehn Prozent und ist damit fast doppelt so hoch wie in Deutschland. 3. Haushaltsdisziplin: Seit zehn Jahren hält Frankreich die Drei-Prozent-Defizitgrenze nicht ein. 2016 lag die Neuverschuldung bei 3,4 Prozent. Brüssel hat Paris wiederholt Aufschub bei den Haushaltsvorgaben eingeräumt. Das Defizitziel soll nun dieses Jahr erreicht werden, es gibt aber große Zweifel, ob dies noch möglich ist. 4. Reformen: Anzeige Nach den zögerlichen Reformen von Staatschef François Hollande sehen...

weiterlesen »


Emmanuel Macron: Der Mann, der Frankreich aus den Angeln hob

Emmanuel Macron steht in der Schlange vor der Zugbar des TGV 6674 und niemand erkennt ihn. Junge Frauen drängeln sich an ihm vorbei, Geschäftsleute, eine ältere Dame. Keiner beachtet Emmanuel Macron, an diesem 24. September 2016. Der damals 38-Jährige ist wenige Tage zuvor als Wirtschaftsminister zurückgetreten. Jetzt steht er an für ein Bier und eine Tüte Chips.

weiterlesen »


Wahlparty für Macron: "Unser Obama

Anzeige „Eine neue Ära“ für Frankreich kündigte der Moderator David Pujadas wenige Sekunden vor 20 Uhr an. In jedem Fall werde das Amt des Präsidenten jemand ausüben, der dies zuvor noch nicht getan habe. Als die Studiografik dann um Punkt 20 Uhr auf die beiden Kandidaten zoomte, währte die Spannung nur noch sehr kurz: Dann schob sich die computeranimierte Figur Emmanuel Macrons in den Vordergrund – und neben dem Avatar leuchtete die beachtliche Zahl von 65,9 Prozent der Stimmen auf. Fast drei Prozentpunkte mehr, als die letzten Umfragen vorausgesagt hatten. Vor den Großleinwänden im Innenhof des Louvre, wo sich die Macron-Anhänger versammelt hatten, brandete Jubel auf, ein blau-weiß-rotes Fahnenmeer schwappte in den Pariser Maiabendhimmel. Macron selbst befand sich in diesem Moment noch in seinem Wahlkampfhauptquartier. Der Jubel war kurz und heftig, aber nicht übermäßig überschwänglich. Im Vergleich zur Wahl François Hollandes vor fünf Jahren war die Stimmung beinah gedämpft. Fast schien die Erleichterung zu überwiegen, nach einem für die Franzosen nervenaufreibenden Wahlkampf, der die tiefen Risse offen gelegt hatte, die durch die...

weiterlesen »


Frankreichs neue Première Dame: Macrons Ehefrau holt sich Tipps bei Carla Bruni

Anzeige Emmanuel und Brigitte Macron werden als wohl ungewöhnlichstes Präsidentenpaar der französischen Geschichte in den Elysée-Palast einziehen. Nicht nur ist die Ehefrau des frisch gewählten Staatschefs 25 Jahre älter als ihr Mann – sie war zu Schulzeiten auch seine Lehrerin. Kein Wunder, dass die Beziehung der beiden nicht nur in Frankreich für Schlagzeilen gesorgt hat. Mit 64 Jahren wird Brigitte Macron, Spitzname „Bibi“, nun die Première Dame ihres Landes. Eine Rolle, der die frühere Französisch- und Theaterlehrerin augenscheinlich entgegen gefiebert hat. Von der früheren Première Dame Carla Bruni-Sarkozy hat sie schon Tipps für die Imagepflege als Bewohnerin des Präsidentenpalastes erbeten. Und Emmanuel Macron hat angekündigt, einen eigenen Status für die Première Dame zu schaffen, um ihre Rolle klar zu definieren. Ähnlich wie einst Nicolas Sarkozy und das Ex-Topmodel Bruni sind Emmanuel und Brigitte Macron ein Glücksfall für die Klatschpresse. „Paris Match“, das bekannteste aller französischen People-Magazine, bringt das Paar regelmäßig auf die Titelseite, unter anderem im Badeanzug beim Sommerurlaub. Anzeige ...

weiterlesen »


Niederlage für Le Pen: "Marine musste sich gegen alle stellen"

Anzeige Als um Punkt 20 Uhr das Gesicht des Siegers auf Leinwand erscheint, ein altes, französisches Ritual, gibt es Buhrufe, Proteste, Krach und auch ein paar Tränen im „Chalet du Lac“. Dann stimmen die Anhänger des Front National die Marseillaise an: „Marchons, marchons...“. Ausgerechnet. Das erinnert nämlich stark an den Namen der Bewegung En Marche des Gegners und Siegers Emmanuel Macron. Und kommt nun aus den Mündern derer, die glauben, der neue Präsident werden Frankreich geradewegs ins Verderben führen. Front-National-Kandidatin Marine Le Pen hatte gehofft, zumindest über die 40-Prozent-Grenze zu kommen; doch selbst das hat nicht geklappt. Sie ahnte, dass sie verlieren würde: Le Pen hat keinen großen Platz in Paris absperren, kein Podium aufbauen, keine Musikanlagen für das große Feiern installieren lassen. In das „Chalet du Lac“, das sie für die Wahlparty gemietet hat, passen gerade mal 1400 Menschen rein. Die meisten davon sind Journalisten, Kamerateams aus aller Welt. Die anderen sehen aus, als hätten sie sich für die Konfirmation schick gemacht. Einige französische Medien sind aus Protest ferngeblieben, um gegen das...

weiterlesen »


Schleswig-Holstein: Alle Wahlziele verfehlt – perfekte Klatsche für die SPD

Anzeige Es war ein sonniger Wahltag in Schleswig-Holstein. Immerhin. Laues Lüftchen an der Förde, 18 Grad. Eine wahre Erholung nach dem Wetter, das den Frühlingswahlkampf im deutschen Norden geprägt hatte. „Scheißkalt“ sei es gewesen, hatte Torsten Albig, der Ministerpräsident und Titelverteidiger von der SPD, im Endspurt derb geflucht und keinen Hehl daraus gemacht, dass die vergangenen Wochen für ihn eher Last gewesen sind als Lust. Ein Trend, der sich, anders als beim Wetter, am Wahltag fortsetzte. Es wurde ein kalter Frühlingsabend für die Sozialdemokraten. Es ist ja längst üblich geworden bei größeren Wahlen, dass die Meinungsforscher auch am Wahlwochenende noch „im Feld“ sind, wie es so schön heißt. Bis zum letzten Moment werden die Menschen von diversen Instituten nach ihrer Stimmung, nach ihren Wahlabsichten befragt, die Zahlen zusammengetragen und gewichtet. Die Trends, die so entstehen, geistern dann am Wahltag durch die Parteizentralen, summen durch die Parlamentsgebäude und summieren sich spätestens im Laufe des Nachmittags zu Trends. Man ahnte also schon etwas. Anzeige Es war dann trotzdem ein Schock. Wie...

weiterlesen »


Schleswig-Holstein-Wahl: Frauke Petrys Demontage hat der Nord-AfD geschadet

Anzeige Von einem inhaltlichen Statement war natürlich nicht zu sprechen, als Frauke Petry am Donnerstag ihre Teilnahme beim AfD-Wahlkampfabschluss in Lübeck kurzfristig absagte. Die Chefin der Bundespartei ist hochschwanger, da kann man Krankmeldungen keine politische Aussagekraft zumessen. Bloß metaphorisch lässt sich der Vorgang jetzt angesichts des dürftigen AfD-Ergebnisses in Schleswig-Holstein deuten: Fehlt Petry, schwächelt die Partei. Dass die AfD tatsächlich schwächelt, gab ihr schleswig-holsteinischer Spitzenkandidat Jörg Nobis am Wahlabend offen zu: „Mein Motivationsziel waren sieben bis acht Prozent“, sagte der 41-Jährige. Dieses Ziel hat die Partei nicht erreicht, und das dürfte mit Petry zu tun haben. Nämlich damit, dass ihre Position in der AfD geschwächt worden ist. Quelle: dpa infocom Gerade im Norden muss dies als Nachteil für die Partei gelten. Denn in Schleswig-Holstein hat die AfD ein größeres Wählerpotenzial nur im Hamburger Speckgürtel und in den Städten an der Ostküste. Dort sorgt sich eine verunsicherte Mittelschicht um die Einhaltung der Gesetze und die Zukunft des Euro, hat aber mit Deutschnationalem wenig am...

weiterlesen »


Schleswig-Holstein: Habecks Distanz zum grünen Moralismus bringt den Erfolg

Anzeige Den Grünen geht es derzeit nicht so gut. Deshalb konnten sie ihr Ergebnis in Schleswig-Holstein als Erfolg feiern. Der hat einen Namen: Robert Habeck. „Supi“ nannte der Umwelt- und Landwirtschaftsminister den Wahlausgang. Der sei „das Ende vom Abgesang auf die Grünen“, fügte Habeck hinzu. Weil Habeck damit zum Hoffnungsträger seiner Partei wird, soll er in der kommenden Woche den absturzgefährdeten Parteifreunden in Nordrhein-Westfalen beim Wahlkampfendspurt helfen. Doch zweifelhaft ist, dass Habeck nun in der Bundespartei Karriere macht. Zwar wurde dort bereits vor dieser Landtagswahl diskutiert, ob der 47-Jährige ins Spitzenduo für die Bundestagswahl gehört hätte, statt des Parteichefs Cem Özdemir. Aber dieser Zug ist für Habeck abgefahren: Urwahl-Ergebnisse sind bei den Grünen heilig, und zum Spitzenkandidaten im Bund könnte Habeck gar nicht werden, weil er nicht für den Bundestag kandidiert. Allenfalls Impulse dürfte er dort geben, durch seinen Politikstil, der die Grünen vom Image des Sauertöpfischen befreit und im Norden gegen den Bundestrend gewirkt hat. Es ist ein Stil der Selbstdistanz, des Vorbehaltes. Anzeige Ein...

weiterlesen »


© 2012 bis 4012 Oliver Zdravkovic • Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS). Wohnort: Österreich, Wien.