Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

?

Nach de Maizières Forderungen: Die offiziellen Leitkulturthesen kommen als Lightversion

Anzeige Es ist ein Heimspiel für Innenminister Thomas de Maizière (CDU). Gerade hat er erfolgreich eine Debatte zur Leitkultur losgetreten, sie hätte aus seiner Sicht kaum besser verlaufen können. Tagelang stürzten sich Medien und Politiker auf de Maizières plakative Forderungen, wonach man sich in Deutschland zur Begrüßung die Hand gebe und dabei Gesicht zeige. Auch sein zugespitztes Credo „Wir sind nicht Burka“ wurde vom Publikum überwiegend wohlwollend aufgenommen. Endlich sagt es mal einer, so lautete der Tenor. An diesem Dienstag darf der Minister wieder über Leitkultur sprechen, dieses Mal auf dem Podium der Initiative kulturelle Integration am Brandenburger Tor in Berlin. Zwei Wochen nach de Maizières viel beachtetem Beitrag in der „Bild“-Zeitung veröffentlichten die Initiatoren, zu denen neben dem Deutschen Kulturrat unter anderem auch Arbeits- , Innen- und Sozialministerium zählen, „15 Thesen zur kulturellen Integration und zum Zusammenhalt“ in Deutschland. Flankiert wird der Minister an diesem Morgen unter anderem von Kulturstaatsministerin Monika Grütters und der Integrationsbeauftragten Aydan Özuguz. Ein halbes Jahr und vier...

weiterlesen »


NRW: Lindner will mit Laschet auch über die Flüchtlingspolitik sprechen

Anzeige Armin Laschet lässt sich nicht provozieren. Gelassen reagiert der nordrhein-westfälische CDU-Landeschef selbst auf provokanteste Forderungen und Kommentierungen von FDP-Parteichef Christian Lindner. „Es wird gelingen. Es wird eine Regierung in Nordrhein-Westfalen geben“, sagt der 55-jährige Christdemokrat vor Medienvertretern in Düsseldorf. An anderer Stelle fügt er optimistisch hinzu: „Wir glauben, dass wir mit der FDP zu Ergebnissen kommen können.“ Unerschütterliche Ruhe und nachsichtige Geduld gelten nicht als persönlichen Stärken des Aacheners, doch Laschet ist um höchste Disziplin bemüht. Der große Sieg von CDU und FDP bei der Landtagswahl in NRW ist gerade zwei Tage her. Rot-Grün ist nach sieben Jahren abgelöst, eine schwarz-gelbe Mehrheit im Parlament rechnerisch vorhanden. CDU und FDP besitzen mit 91 Stimmen im 199-köpfigen Parlament die knappste denkbare Mehrheit und könnten, wie in der Landesverfassung vorgeschrieben, einen Ministerpräsidenten aus den Reihen der Abgeordneten wählen. Laschet ist Anwärter auf das Amt von Regierungschefin Hannelore Kraft (SPD) und betont, dass es inhaltlich „viele Übereinstimmungen“ mit...

weiterlesen »


Neo Magazin Royal: Hans Meiser fliegt für Verschwörungstheorien aus Böhmermann-Show

Anzeige Hans Meiser dürfte den einen als Nachrichtenmoderator bei RTL bekannt sein und den anderen für seine Auftritte in der ZDF-Show „Neo Magazin Royale“. Dort war er wechselweise „Der kleine Mann“ und die Bundespräsidenten-Parodie „Hans Meiser Steinmeiser“. Einer weitaus kleineren Zielgruppe ist er allerdings auch für die Mitarbeit auf einer verschwörungstheoretischen Website namens “watergate.tv“ bekannt - und fliegt deshalb nun beim ZDF raus. Denn wie die „Bildundtonfabrik“, die das Neo Magazin Royale für das ZDF produziert, auf ihrer Facebook-Seite bekannt gab, trennt man sich von Meiser wegen einer „Internetnebentätigkeit im Verschwörungstheoretikermilieu“. Zwar ist das Statement ironisch geschrieben, die Nachricht dahinter aber eindeutig: Eine weitere Zusammenarbeit wird es nicht geben. Man habe die „unausgesprochene aber klare Vereinbarung, dass Hans Meiser neben dem NEO MAGAZIN ROYALE in keinem zweiten unseriösen Interntformat zu sehen ist.“ Die Produktionsfirma entschuldigte sich für den Fall, dass „Hans Meisers Auftritte in unserer Sendung die Gefühle und Weltanschauungen von Verschwörungstheoretikern verletzt...

weiterlesen »


Truppenübungsplatz: Bundeswehrsoldat stirbt bei Schießübung in Bayern

Anzeige Bei einer Schießübung auf dem Truppenübungsplatz im bayerischen Wildflecken ist ein Soldat ums Leben gekommen. Das teilte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Dienstag bei einer Veranstaltung des Reservistenverbands in Berlin mit. „Dieser Unfall verdeutlicht wieder einmal auf tragische Weise, was wir unseren Soldaten im Einsatz und in der Ausbildung für den Einsatz abverlangen.“ Die genauen Umstände des Todes waren zunächst unklar. Nach „Bild“-Informationen werden derzeit die Angehörigen informiert. Von der Leyen kündigte zudem an, das Selbstverständnis der Bundeswehr in einem zweijährigen Verfahren zu durchleuchten. „Wir werden über einen breiten auf zwei Jahre angelegten Prozess von unten nach oben jede Führungsebene befragen, was sie aus ihrer Sicht daran hindert, gute Führung umzusetzen“, kündigte die CDU-Politikerin bei der Veranstaltung an. Von der Leyen will Führungskompetenzen fördern Anzeige Sie kritisierte erneut, dass es „Wehrmachtsdevotionalien“ in Kasernen gibt. Die Bundeswehr stehe nicht in der Tradition der Armee des Nazi-Regimes, bekräftigte sie laut Redemanuskript. Das Konzept der...

weiterlesen »


Borussia Dortmund

Die Beziehung zwischen Borussia Dortmund und Trainer Thomas Tuchel steht vor dem Aus. Lucien Favre soll der Nachfolger werden. Der Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus hat tatsächlich Trümmer hinterlassenDortmund – Temperaturen über 20 Grad, dazu einige Stunden Sonnenschein. Das Wetter in Dortmund am Dienstag konnte mit dem an der Côte d’Azur durchaus mithalten. Von den äußeren Bedingungen wird Lucien Favre einen Wechsel vom Mittelmeer ins Ruhrgebiet allerdings nicht abhängig machen. In erster Linie dürfte den Ex-Trainer von Hertha BSC und Borussia Mönchengladbach die Rückkehr in die Fußballbundesliga reizen.Laut "Bild" ist sich Borussia Dortmund mit dem Coach des französischen Tabellendritten OGC Nizza einig. Der Schweizer wird demnach als Nachfolger von Thomas Tuchel (seit 2015 im Amt) einen Einjahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison erhalten. "Die Bundesliga ist attraktiv, die Stadien sind immer voll", sagte Favre. Die BVB-Gerüchte wollte der 59-Jährige indes nicht kommentieren.Keine LiebeEs ist ein Schmierentheater. Dortmund spielt eigentlich eine starke Saison, kann am Samstag mit einem Heimsieg gegen Werder Bremen die direkte Qualifikation für...

weiterlesen »


Serie A

Vier Spiele bzw. höchstens 18 Tage entscheiden über die Triple-Träume von Juventus Turin. Nachdem man den Matchball in der Serie A am Sonntag vorerst liegenließ, soll der erste von drei Titeln im Cupfinale am Mittwoch (21.00 Uhr) just im Olympiastadion von Rom gegen "Gastgeber" Lazio eingefahren werden. Doch Juves Formkurve könnte besser sein.Zwei Punkte aus den jüngsten drei Ligaspielen, zuletzt am Sonntag eine 1:3-Niederlage bei der AS Roma, die nun auch noch theoretische Chancen auf den Meistertitel hat. Der Favorit heißt freilich dennoch Juventus. Die Personalprobleme beim Champions-League-Finalisten sind überschaubar. Sami Khedira ist weiterhin verletzt, Miralem Pjanic gesperrt.Am Tag vor dem Duell in der Hauptstadt nahmen die Juve-Kicker noch eine Audienz beim Papst wahr, auch mit göttlichem Beistand soll der dritte Cupsieg en suite der Trophäensammlung hinzugefügt werden – das wäre neuer Rekord. Das Duell zwischen dem Serie-A-Leader und dem Tabellenvierten ist zugleich die Neuauflage des Finales von 2015. Damals startete Juventus seine Cup-Serie mit einem 2:1-Sieg nach Verlängerung. (APA, red, 16.5.2017)

weiterlesen »


Transfermarkt – Bald 37

Bundesliga-Urgestein verlässt WAC mit SaisonendeWolfsberg – Joachim Standfest verlässt den WAC nach dem Saisonende. Das bestätigte der Steirer gegenüber laola1.at. Er spiele in den Plänen von Trainer Heimo Pfeifenberger keine Rolle mehr, sagte der bald 37-Jährige. Ob er seine Karriere fortsetzt, ließ Standfest offen.Der Rechtsverteidiger hält derzeit bei 505 Einsätzen in der Bundesliga, ist damit die Nummer eins unter den aktiven Kickern und die Nummer fünf in der ewigen Rangliste. Außerdem brachte er es auf 34 Länderspiele. (APA, 16.5.2017)

weiterlesen »


Eishockey-WM 2017

Schweiz nach 3:1 gegen Tschechien Gruppen-Zweiter hinter Kanada – Tre Kronor feiert im letzten Gruppenspiel gegen die Slowakei einen 4:2-ErfolgParis/Köln – Die USA haben sich bei der Eishockey-WM am Dienstag mit einem 5:3-Erfolg über Russland in Köln den ersten Platz in der Vorrundengruppe A gesichert. Mit sechs Siegen und einer Niederlage haben die USA einen Punkt mehr auf dem Konto als der Rekord-Champion. Sie treffen im Viertelfinale auf den Vierten der Gruppe B, der erst nach den Abendpartien feststand (20.15 Uhr).In Gruppe B schloss die Schweiz dank eines 3:1 gegen Tschechien in Paris auf dem zweiten Rang hinter Titelverteidiger Kanada ab. Die Eidgenossen messen sich in der Runde der letzten acht am Donnerstag erneut in Paris mit Schweden.Die USA hatten ihr erstes WM-Match gegen Deutschland verloren, gaben in der Folge aber keinen Punkt mehr ab. Mit einem starken Mitteldrittel (3:2) glichen die Amerikaner gegen Russland den Rückstand aus. Im Schlussabschnitt schoss Anders Lee die USA in Überzahl erstmals in Führung (53.), Brock Nelson setzte 22 Sekunden vor dem Ende ins leere Tor den Schlusspunkt.Schweden hat in Köln im letzten Gruppenspiel gegen die Slowakei einen...

weiterlesen »


Eishockey-Liga – Neue EBEL

Modus unverändert – Meister steht spätestens am 22. April 2018 festWien – Die neue Saison der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) startet am 8. September. Das gab die Liga am Donnerstag bekannt. Bis 4. März stehen in Grunddurchgang und Zwischenrunde insgesamt 54 Runden auf dem Programm, danach beginnen die Play-offs. Der Meister wird spätestens am 22. April 2018 gekürt.Der Spielmodus bleibt unverändert: Auch in der kommenden Spielzeit besteht der Grunddurchgang aus 44 Runden, die letzte geht am 28. Jänner 2018 über die Bühne. Die Top-6 nach 264 Partien qualifizieren sich vorzeitig fürs Play-off und spielen anschließend in der Pick Round in einer Hin- und Rückrunde das Pick- und Heimrecht für das Viertelfinale aus.Die Vereine auf den Rängen sieben bis zwölf kämpfen in der Qualification Round in einer Hin-und Rückrunde um die letzten beiden Play-off-Tickets. Die Zwischenrunde startet am 2. Februar und geht bis 4. März. Für die vier am schlechtesten platzierten Clubs endet danach die Meisterschaft.Nach 324 absolvierten Spielen starten am 9. März 2018 die Play-offs, die sowohl im Viertelfinale, Halbfinale und im Finale "best of seven" entschieden werden....

weiterlesen »


Schulautonomie

Das Schulautonomiepaket ist noch in Schwebe. Sofern es Verhandlungspartner vonseiten der Regierung gebe, werde weiterverhandelt, sagt Gewerkschafter Paul KimbergerDie Lehrergewerkschaft hält es sich weiterhin offen, ob sie der Bildungsreform zustimmen wird. Es seien nach wie vor zwei Punkte nicht ausreichend geklärt, sagt Lehrergewerkschafter Paul Kimberger zum STANDARD.Offen sei eine klare Regelung zur Klassenschülerhöchstzahl sowie zur Freiwilligkeit bei der Schulclusterbildung, so Kimberger. Ob diese Punkte für die Gewerkschaft ausreichend geklärt und das Paket somit abgeschlossen werden kann, ist laut dem Gewerkschafter derzeit fraglich. Es sei noch nicht klar, wie es auf politischer Ebene weitergehen werde und ob es überhaupt noch Verhandlungspartner auf Regierungsseite dafür gebe.StrukturpaketDie grundsätzliche Skepsis gegenüber dem Schulautonomiepaket bleibe aber bestehen. Für die Gewerkschaft sei es ein Strukturpaket, pädagogische Autonomie finde sich darin nicht. "Und in den zentralen Ballungsräumen ist diese Skepsis noch größer", sagt Kimberger und zeigt Verständnis für die Forderung nach einem kompletten Neustart, den Stephan Maresch von der Wiener...

weiterlesen »


Vorgezogene Wahlen

Bürgermeisteramt will er erst nach Parteivorsitz abgebenDie vorgezogenen Nationalratswahlen haben auch direkte Auswirkungen auf die Zukunft von Michael Häupl (SPÖ). Der Wiener Bürgermeister hatte angekündigt, sich drei Monate nach den Wahlen zurückzuziehen. An diesem Plan hält er vorerst fest, auch wenn damit sein Rückzug früher als geplant über die Bühne geht. "Ich bleibe bei dem, was ich meinen Freunden und öffentlich gesagt habe", meinte er am Dienstag.Wobei Häupl ergänzte, dass er das Amt des Bürgermeisters noch länger innehaben werde. Denn zunächst werde Anfang 2018 ein Sonderlandesparteitag stattfinden, "an dem ich nicht mehr antrete als Wiener SPÖ-Vorsitzender", sagte Häupl. Ob dieser drei oder vier Monate nach der Nationalratswahl stattfinde, sei unerheblich. Erst danach werde er das Bürgermeisteramt zur Verfügung stellen – zeitnah zum Rückzug als Landesparteichef. "Ich habe als Landesparteivorsitzender damals eineinhalb Jahre gewartet, um Bürgermeister zu werden", sagte Häupl. "So lange werde ich meinen Nachfolger nicht warten lassen."Die Festlegung Häupls setzt den linken Parteiflügel in der zerstrittenen Wiener Partei gehörig unter Druck....

weiterlesen »


Regierung

Parteien fixieren 15. Oktober als Wahltermin – Kurz drängt Kern Justizminister Brandstetter als Vizekanzler aufFür die SPÖ war es ein Kampf, der nicht zu gewinnen war. Ein Spitzenpolitiker nach dem anderen erklärte Dienstagfrüh vor dem Ministerrat, warum es unabdingbar sei, dass der neue ÖVP-Chef Sebastian Kurz auch im Vizekanzleramt die Nachfolge von Reinhold Mitterlehner antrete.Wenn Kurz "kneife", zeige das nur, dass dessen Angebot, sich bis zur Wahl im Herbst noch der Sacharbeit zu widmen, nicht ernst gemeint sei, gab Klubchef Andreas Schieder vor der Regierungssitzung das rote Wording vor. Für Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) wäre Justizminister Wolfgang Brandstetter überhaupt eine "Mogelpackung". Das müsse man der Bevölkerung auch sagen – und er wiederholte seine Botschaft vor der wartenden Journalistenschar noch mehrmals.UnbeeindrucktDer Außenminister ließ sich davon freilich nicht beeindrucken. Er schlug in der Sitzung Brandstetter als neuen Vizekanzler vor, der bisherige Staatssekretär Harald Mahrer soll aufrücken und die Agenden als Wirtschafts- und Wissenschaftsminister übernehmen – sein Staatssekretariatsposten wird eingespart. Für Kurz ist...

weiterlesen »


EU-Politik

EU-Abgeordneter begrüßt "Befreiungsschlag" in ÖVP, Kritik von anderen FraktionenDer Wechsel an der ÖVP-Spitze und vor allem die Machtfülle, mit der Außenminister Sebastian Kurz von seiner Partei ausgestattet wurde, sorgten in den Reihen der österreichischen EU-Abgeordneten im Parlament in Straßburg für ablehnende Reaktionen. "Aus europapolitischer Sicht gehe es völlig in die falsche Richtung", eröffnete die Grüne Ulrike Lunacek den Reigen der Kritik. Dass der neue ÖVP-Chef Applaus vom ungarischen Premier Viktor Orbán bekomme, passe ins Bild. Für die SP-Abgeordneten mokierte sich Delegationschefin Evelyn Regner darüber, dass Kurz sich für Europa als Freihandelszone, nicht für soziale Rechte ausspreche. Der FPÖ-Abgeordnete Harald Vilimsky kritisiert, dass dieser "in fast absolutistischer Weise" über Abgeordnetenlisten der ÖVP bestimmen könne. Kurz habe "den perfekt geplanten Vatermord" hingelegt.EU-Wahlen 2019 Ganz anders Othmar Karas, der Delegationsleiter der Abgeordneten der Volkspartei, der mit dem Außenminister in der Vergangenheit immer wieder öffentlich den Konflikt ausgetragen hat. Kurz sei von vielen in seiner Partei als "Befreiungsschlag" erlebt...

weiterlesen »


Bedingungen

Einige Bedingungen, die der neue ÖVP-Chef stellt – von den Vorzugsstimmen bis zum "Reißverschlusssystem" –, stehen längst als Parteilinie festWar das alles nur die große Show, wurde bloß die PR-Nebelmaschine angeworfen? Hinter den effektvoll inszenierten, sieben ultimativen Bedingungen an seine Partei, die ihm unumschränkte Durchgriffsrechte sichern sowie die Länderorganisationen und Bünde entmachten sollte, steht zum Teil Altbekanntes. Etliches von dem, das Kurz seiner Partei an Reformen abverlangt habe, sei im Parteistatut bereits weitgehend umgesetzt, ätzen die Autoren der vom SPÖ-Parlamentsklub online betriebenen "Kontrast-Blog".Bei näherer Hinsicht und nach Studium des aktuellen Parteistatuts der ÖVP tauchen ohne Zweifel einige der von Kurz gestellten Bedingungen als bereits beschlossene Fakten auf.Nicht nur beim, wie bereits berichtet, verpflichtenden "Reißverschlusssystem", wie es Kurz verlangt. Künftig müsse etwa die Kandidatenliste nach dem Reißverschlusssystem – abwechselnd Frauen und Männer – organisiert werden. Selbiges hatte die ÖVP bereits am 12. Mai 2015 – noch unter Parteichef Reinhold Mitterlehner – auf ihrem 37. Außerordentlichen...

weiterlesen »


ÖVP-Länder

Aus den Bundesländern kommen jetzt auch mahnende Worte. "Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben", sagt der steirische ÖVP-Chef Hermann Schützenhöfer.Bei aller Euphorie um Sebastian Kurz, die seine Partei erfasst hat, will der steirische ÖVP-Obmann Hermann Schützenhöfer doch auch ein wenig auf die Bremse steigen. "Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben", sagte Schützenhöfer am Dienstag. Denn auch wenn große Aufbruchsstimmung in der ÖVP herrsche, dürfe nicht "das alte Dilemma" der ÖVP vergessen werden, wonach "alle paar Jahre Köpfe ausgetauscht worden sind".Da kam etwa "Django" Reinhold Mitterlehner, alle schauten begeistert auf die Meinungsumfragen, und dann habe sich die Partei weiter unten in den Werten wiedergefunden. Er kenne seine Partei, sagte Schützenhöfer, "in keiner Partei ist himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt so eng beieinander wie bei uns".Jetzt jedenfalls seien "gute Zeiten" angebrochen, und die steirische ÖVP habe sie in ihren höchsten Landesgremien einstimmig festgehalten: Die steirische Partei stehe geschlossen hinter Kurz als neuem ÖVP-Chef und Spitzenkandidaten für die Nationalratswahl – und vor allem auch hinter dessen sieben...

weiterlesen »


© 2012 bis 4012 Oliver Zdravkovic • Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS). Wohnort: Österreich, Wien.