Oliver Zdravkovic

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Aufstrebender Osten: Für Orbán ist die Zeit der westlichen Dominanz zu Ende

Anzeige Während Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs neuer Präsident Emmanuel Macron in Berlin Hoffnungszeichen setzten für eine dynamischere EU, beschwor Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán fast zeitgleich im chinesischen Fernsehen ein entgegengesetztes Bild – eines arroganten Westens im Niedergang, der vom Osten überholt wird. Er entwarf das Szenario einer gespaltenen Zukunft. Dabei ging es nicht nur wie bislang um ein „Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten“, sondern eines verschiedener Welten. Hier die Achse Deutschland-Frankreich und eine Vertiefung der europäischen Integration, dort Ostmitteleuropa und eine Hinwendung zu nationalen Wirtschaftsmodellen mit strategischen Partnern außerhalb der EU. Orbán war am Donnerstag mit einer umfangreichen Delegation nach Peking gereist, um bis einschließlich Dienstag kommender Woche an einem Forum über den Ausbau der Neuen Seidenstraße teilzunehmen. Mit dem Projekt will Peking die an der alten Handelsroute gelegenen Länder von China nach Europa besser verbinden. Ebenfalls angereist waren Russlands Präsident Wladimir Putin, der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan und der...





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