Oliver Zdravkovic

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Debatte um Islamgesetz: Jens Spahn geht jetzt auf Moschee-Erkundungstour

Anzeige An seinem 37. Geburtstag sitzt Jens Spahn in einer Hinterhofmoschee in Berlin-Wedding und wartet darauf, dass es losgeht. Er musste einen unscheinbaren Weg zwischen Möbeldiscounter und Supermarkt nehmen, vier Stockwerke in einem gelbgetünchten Nachkriegsbau nach oben steigen und seine schwarzen Lederschuhe in weiße Überzieher aus Folie stecken. Das CDU-Präsidiumsmitglied nimmt an einer Veranstaltung der Deutschen Welle teil, um sich mit Berliner Muslimen über eine deutsche Form des Islams zu unterhalten. Der Ort ist pikant, taucht die Moschee in den Berichten des Berliner Verfassungsschutzes doch als islamistisches Zentrum auf. Doch die Auseinandersetzung, die Spahn sucht, findet hier nicht öffentlich statt. Mit seinem geschickt im Vorwahlkampf lancierten Vorschlag eines Islamgesetzes hat sich Spahn keine leichte Aufgabe gestellt. Er hat unter anderem eine Deutschprüfung für Imame, ein Moscheeregister und einen Stopp ausländischer Geldflüsse gefordert. Vor allem aber hat Spahn sich dafür stark gemacht, mit Muslimen ins Gespräch über einen deutschen Islam zu kommen. Nun, da auch die Muslime reden wollen, wird klar: So einfach wird das nicht....





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