Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

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Fifa 18 Angespielt: Besser dribbeln und schöner bewegen

Ist die ungewöhnliche Art zu laufen eines der Erfolgsgeheimnisse von Cristiano Ronaldo? Diese Frage haben wir uns bei der Präsentation des von Grund auf neuen Animationssystems von Fifa 18 gestellt, das Entwickler EA Sports am Beispiel des portugiesischen Superstars vorgestellt hat. Wir fanden die vorgeführten Materialien faszinierend: Noch viel besser als in einer klassischen Zeitlupe können wir anhand des "CR7"-Drahtgittermodells erkennen, wie anders sich Ronaldo im Vergleich zu einem Standardspieler bewegt - etwa, was die Haltung der Arme und des Rumpfs angeht. Die Daten wurden per Motion Capture direkt bei Ronaldo erfasst, jedes Detail war erkennbar. Fifa 18 (Bild: Electonic Arts) Eigentlich ging es bei der Präsentation aber gar nicht darum, etwas über einzelne Athleten zu erfahren, so erfolgreich sie auch sein mögen. Stattdessen wollte EA Sports...

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Warnung vor Eskalation: Gabriel fürchtet, dass die Katar-Krise zu einem Krieg führt

Anzeige Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat davor gewarnt, dass die Isolation des Emirats Katar durch Saudi-Arabien und seine Verbündeten zu einem Krieg am Golf führen könnte. Es bestehe die Gefahr, dass aus dieser Auseinandersetzung ein Krieg werden könnte, sagte Gabriel der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Die Härte des Umgangs zwischen Brudernationen und Nachbarstaaten sei „dramatisch“. Nun müsse man versuchen, eine weitere Eskalation zu verhindern, sagte Gabriel. Nach den Gesprächen mit seinen Amtskollegen aus Saudi-Arabien, Katar, der Türkei, des Iran und Kuwaits wisse er, wie ernst die Lage sei, sagte der Außenminister. „Aber ich glaube, dass es auch gute Chancen gibt, voranzukommen.“ Gabriel lobte die „sehr kluge und besonnene Haltung“ von US-Außenminister Rex Tillerson, die viel zur Beruhigung des Konflikts beitrage. „Seine klaren Stellungnahmen sind sehr hilfreich.“ US-Präsident Donald Trump erwähnte er mit keinem Wort. Anzeige Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Ägypten hatten Anfang der Woche die diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und eine umfassende...

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Großbritannien: Theresa Mays unbegreiflicher Missgriff

Holen wir einmal tief Atem und beginnen, quer zum allgemeinen Meinungstrend, mit den guten Nachrichten der Unterhauswahl aus dieser Woche: Großbritannien ist von zwei Geißeln befreit worden, die seit Monaten, wenn nicht Jahren das politische Gespräch belastet hatten. Wissen Sie noch – Schottland?

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Endspiel in Irland

Am Sonntag bestreitet Österreich gegen Irland eine Art Endspiel. Im Fall einer Niederlage wäre die Teilnahme an der WM in Russland wohl nur mehr ein HirngespinstWien/Dublin – Samstagvormittag flog das österreichische Fußballteam nicht ins Ungewisse, sondern nach Dublin. Am Sonntag wird ab 18 Uhr im Aviva Stadium gegen Irland gespielt, die Ausgangslage ist klar, ein Sieg vonnöten. Sofern man an der WM 2018 in Russland teilhaben möchte, Wunsch und Sehnsucht sind vorhanden. Andererseits sind die vier Zähler Rückstand in der Qualifikationsgruppe D auf Serbien und Irland Fakt, eine Niederlage wäre nicht zuletzt fürs Reisebüro fatal.In diesem bitteren Falle würde Teamchef Marcel Koller zur Disposition stehen. Das weiß er, im Vorfeld wollte er sich mit seiner Zukunft überhaupt nicht befassen, der Schweizer lässt Spekulationen erst nach der Arbeit zu. ÖFB-Präsident Leo Windtner spricht von einem "Endspiel", als "Gottesurteil über den Teamchef" sieht er die Partie aber nicht.Jene, die in erster Linie zur Urteilsfindung beitragen, sind die Spieler. Sie haben sich zehn Tage lang in Stegersbach und Wien intensiv vorbereitet, jedes Kadermitglied, 23 an der Zahl, lobte die...

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Übel

Betreuer schlägt bei aufgeheizter Stimmung griechischen Spieler zu Boden – Auseinandersetzung auch auf den Rängen in ZenicaZenica – Eine Frustreaktion Edin Dzeko nach dem 0:0 im WM-Qualifikationsspiel Bosniens gegen Griechenland hat am Freitagabend in Zenica eine Massenrauferei ausgelöst. Der Stürmer der Gastgeber ging auf den Griechen Kostas Manolas los und packte seinen Teamkollegen bei der AS Roma am Hals. Was folgte, war ein Handgemenge mit Spielern und Betreuern von beiden Seiten.Der bosnische Co-Trainer Stephan Gilli schlug dabei Griechenlands Ersatzspieler Giannis Gianniotas mit der rechten Faust ins Gesicht. Dieser ging daraufhin zu Boden und verlor allem Anschein nach zwei Zähne. "Das ist eine Schande. Wir führen keinen Krieg, wir spielen Fußball", sagte Manolas. "Das ging schon von Anfang an so, als sie unsere Nationalhymne verunglimpft haben."Bosnische Anhänger hatten diese mit lautstarken Pfiffen quittiert und die Stimmung aufgeheizt. Während der Begegnung lieferten sich griechische Fans darüber hinaus Auseinandersetzungen mit der Polizei. Beide Verbände müssen mit empfindlichen Strafen rechnen.Sportlich verpassten die Bosnier durch das Remis den...

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WM-Qualifikation

Neo-Kapitän Kane verhinderte in letzter Minute ersten schottischen Sieg gegen den Erzrivalen seit 1999 – Dänemark und Nordirland siegenGlasgow – England und Schottland haben sich am Samstag in einem in der Schlussphase an Spannung nicht zu überbietenden Prestigeduell in der WM-Qualifikation 2:2 getrennt. Der erstmals als Kapitän aufgebotene Harry Kane rettete den "Three Lions" in Glasgow dabei in der 93. Minute noch einen Punktgewinn. Minuten zuvor hatte Leigh Griffiths die Partie mit zwei herrlichen Freistoßtoren (87., 90.) vermeintlich zugunsten der Gastgeber umgedreht.Die Engländer (14 Zähler), für die im Hampden Park auch der eingewechselte Alex Oxlade-Chamberlain (70.) traf, können mit dem Remis im 114. Aufeinandertreffen der beiden Teams deutlich besser leben. Sie sind nach vier Siegen und zwei Remis auch nach dem sechsten Spiel ungeschlagener Tabellenführer der Gruppe F. Schottland hat als Vierter weiter sechs Punkte Rückstand auf den Rivalen, die Chancen auf die Qualifikation stehen schlecht.Die favorisierte Truppe von Teamchef Gareth Southgate übernahm nach der Anfangsviertelstunde das Kommando. Die Schotten igelten sich in der eigenen Hälfte ein,...

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Nationalteam

Österreichs Fußballteam ist mit großer Zuversicht in Irland eingetroffen. Koller bastelt noch an der Startelf für SonntagDublin – Das Abschlusstraining im Aviva Stadium wurde am späten Samstagnachmittag unfallfrei absolviert, in Dublin schien sogar die Sonne, der Atlantik hatte eine Brise geschickt, ein faires Skispringen wäre unmöglich gewesen.Die schmucke, architektonisch durchaus interessante Hütte wird am Sonntag bei Anpfiff der WM-Qualifikationspartie um 18 Uhr voll sei , die meisten Zuschauer werden grün gekleidet erscheinen, der gewöhnlich irische Fußballfan gilt als engagiert aber auch fair. Der Nationalismus wirkt nicht widerlich, der Hang zum Bier ist legendär. Die österreichischen Fußballer werden sich von der Stimmung und Kulisse kaum schrecken lassen, sie sind große Bühnen gewöhnt. Ausgenommen jene, die in der heimischen Liga dienen und zweimal pro Saison in die Lavanttalarena müssen.Der Optimismus ist groß, laut Teamchef Marcel Koller ist er nicht aufgesetzt, er kommt von innen, aus der Tiefe des Herzens. Die Zuversicht habe Gründe, die Vorbereitung sei nahezu perfekt gewesen. Es ist Kollers 50. Spiel, ihn tangiert dieses Jubiläum kaum. ...

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Formel 1 in Montreal: Mercedes schlägt gegen Ferrari zurück

Mit einer seiner legendären Hammer-Runden hat sich Kanada-Experte Lewis Hamilton nach seinem Leistungseinbruch von Monaco eindrucksvoll im WM-Duell mit Sebastian Vettel zurückgemeldet. Auf seiner Paradestrecke in Montréal raste der 32 Jahre alte Brite am Samstag zu seiner 65. Pole Position und zog damit mit der Formel-1-Legende Ayrton Senna in der ewigen Bestenliste gleich. „Das war eine sexy Runde“, sagte Hamilton lachend. „Das war ein enger Kampf mit Ferrari. Ich habe gepusht.“ Mehr zum Thema Niki Lauda: „Wir erleben ein ganz großes Duell“ Formel 1: Auf den Spott über Ferrari folgt Staunen „Der Fahrer muss wieder Heldenstatus gewinnen“ Bei seiner sechsten Kanada-Pole...

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„Der Fahrer muss wieder Heldenstatus gewinnen“

Der Schutz Ihrer personenbezogenen Daten ist für uns von höchster Bedeutung. Im Folgenden erläutern wir unsere Datenschutzpraxis bei der Nutzung unserer elektronischen Medien. Die Internetauftritte (FAZ.NET, FAZjob.NET, FAZSchule.NET und weitere Unterrubriken, nachfolgend das „Portal“) sowie die mobilen Applikationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (zusammen auch das „digitale Angebot“) werden von der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH (F.A.Z.) betrieben. Bei der Nutzung des digitalen Angebotes erhebt die F.A.Z. (im Folgenden auch „wir“) an unterschiedlichen Stellen von Ihnen personenbezogene Daten. Die erhobenen Daten werden von uns streng vertraulich behandelt und ausschließlich für den jeweils Ihnen mitgeteilten Zweck genutzt. Aufgrund der diversen Wahlmöglichkeiten bestimmen Sie, welche Daten von Ihnen bereitgestellt werden, und wie diese von uns genutzt werden können. Selbstverständlich werden Ihre Daten im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften insbesondere des Bundesdatenschutzgesetzes und des Telemediengesetzes erhoben und verarbeitet. Im Folgenden stellen wir Ihnen dar, welche...

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Black-Hawk-Aufrüstung – Turbulenzen um Black-Hawk

Das Bundesheer lässt seine neun Black-Hawk-Helikopter modernisieren – von einem US-Anbieter. Rund um den Auftrag sind Turbulenzen entstanden. Das Ministerium beruhigtWien – Er fliegt bis zu 360 Stundenkilometer schnell, bis zu 6000 Meter hoch, jedes seiner zwei Triebwerke ist 1940 PS stark. Transportieren kann er maximal 25 Personen oder vier Tonnen Nutzlast, und seine Reichweite beträgt 500 Kilometer. Jetzt, 15 Jahre nach seiner Anschaffung für das österreichische Bundesheer, ist er in die Jahre gekommen: der Black Hawk (S-70). 2002 hat das Verteidigungsministerium neun Stück dieser Mehrzweckhubschrauber angeschafft – nun gilt es, sie auf den neuesten technischen Stand zu bringen.Genau das hat Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) am 1. Juni in die Wege geleitet. An diesem Tag wurde ein Auf- und Umrüstungsvertrag für die schwarzen Falken ("black hawks") unterschrieben – und zwar mit der privaten US-Luftfahrtgesellschaft Global Aviation Solutions (GAS) aus Alabama. Auftragswert: 48 Millionen Euro, dafür werden die vom US-Unternehmen Sikorsky hergestellten Helikopter aufgerüstet. Da wird etwa das Wetterradar upgedatet, die Bildschirme werden ersetzt,...

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Mexikos Ex-Präsident: Der Fox-Channel, den Trump garantiert nicht mag

Anzeige Damit es auch „Einstein“ versteht, hat sich Vicente Fox (74) diesmal besonders gut vorbereitet: Aus dem Darknet habe er sich geheime Informationen heruntergeladen, sagt er. Diese sollen beweisen, dass die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Milliarden-Grenzmauer zwischen den USA und Mexiko zu überwinden sei, erklärt der ehemalige mexikanische Staatschef (2000 bis 2006) spöttisch. Und dann zieht Fox aus einem Briefumschlag eine Zeichnung, die eine Leiter für 25 US-Dollar zeigt. „Einstein“, so nennt Fox den amerikanischen Präsidenten verächtlich, weil dieser seiner Meinung nach nur über eine überschaubare Auffassungsgabe verfüge. Der Clip, aus dem die Szene stammt, haben sich innerhalb von wenigen Tagen bereits mehrere hunderttausende Menschen angeschaut. Es ist die neueste Attacke von Vicente Fox in der Dauerfehde gegen Trump. Und gespickt ist die Video-Botschaft, die im Stil eine Fernsehansprache eines mexikanischen Staatsoberhauptes gedreht ist, mit giftigen Botschaften aber auch versöhnlichen Vorschlägen. „Mexiko wird diese verfickte Mauer nicht bezahlen“ hat Fox gleich zu Beginn auf ein zweiseitig handbemaltes Plakat...

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Trump und Comey: "Der Pate", Teil VI

Anzeige Nach der Veröffentlichung jenes siebenseitigen Dokuments, auf dem der ehemalige FBI-Direktor James Comey von seinen verschiedenen Begegnungen mit Donald Trump berichtet, reagierten mehrere Frauen auf Twitter mit dem Ausruf: Offenbar handelt es sich bei Comey um eine Frau! Nun spricht der Augenschein gegen diese gewagte These. Comey ist ein Lulatsch mit breiten Schultern und Schaufelbaggerhänden, und anders als bei seinem berühmtesten Vorgänger, nämlich J. Edgar Hoover, existieren keine Hinweise, dass der Kerl das Hobby pflegt, privat in Frauenkleidern herumzulaufen. Aber bedenken wir die Schilderung von seinem Abendessen mit dem Präsidenten: James Comey berichtet, der Präsident habe ihn um die Mittagszeit angerufen und zum Abendessen eingeladen. Comey rechnete fest damit, dass dort mehrere Leute erscheinen würden, aber es waren nur zwei Menschen da – er und Donald Trump. Zwei Stewards von der Kriegsmarine bedienten, sie betraten den Raum nur, um Essen und Trinken zu servieren. Und dann wurde es prompt ungemütlich. Zunächst fragte Trump Comey, ob er seinen Job behalten wolle, es gebe schließlich viele Leute, die auf diesen Job scharf seien. Dann...

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Linke-Parteitag: Was die Linke von der Politik des "komischen Schulz" hält

Anzeige So richtig Freude kommt unter den Linken bei ihrem Bundesparteitag in Hannover auf, wenn es kompromisslos wird. Der Parteivorsitzende Bernd Riexinger, der „die Bundestagswahl zu einer Abstimmung über die Rente“ und einer „Kampfansage an mächtige Teile des Kapitals“ machen will, erntet die größte Zustimmung, als er verspricht: „Mit uns wird es keinen Verzicht auf die Vermögenssteuer geben.“ Vorher hatte er schon Auslandseinsätze, Privatisierungen und Hartz-IV-Sanktionen ausgeschlossen. Auch seine Attacke auf die SPD kommt bei den Delegierten gut an. Der Sozialdemokrat Martin Schulz habe bei Millionen Menschen Hoffnungen geweckt „und sie dann jämmerlich enttäuscht“. Die SPD habe „leichtfertig ihr bisschen Mut über Bord geworfen anstatt die Segel zu hissen“. Ähnlich sieht es der KPD-DKP-PDS-Veteran Wolfgang Gehrcke. Er rät den Genossen, sich ein Beispiel am Wahlkampf des Labour-Chefs Jeremy Corbyn zu nehmen und „nicht am komischen Schulz“. Bei Corbyn habe „im Zentrum des Wahlkampfes die Verstaatlichung der Schlüsselindustrien“ gestanden. Das freut der Linken Herz. Wer Sachzwänge erwähnt, wird ausgebuht Anzeige ...

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Merkel in Südamerika: Das Argument mit der Nazi-Vergangenheit zieht nicht mehr

Anzeige Irgendetwas stimmt nicht. Sie ist zu groß. Größer zumindest, als sie eigentlich ist. Angela Merkel steht im prunkvollen Audienzsaal der Casa Rosada, dem Präsidentenpalast der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Links neben Merkels Pult befindet sich das des argentinischen Staatspräsidenten Mauricio Macri. Ist Macri nicht eigentlich größer als die Bundeskanzlerin? Zumindest hatte das bei seinem Besuch in Berlin vor etwa einem Jahr so gewirkt. Nun blickt er zu ihr hoch. Der Grund ist einfach – und doch nicht banal. Die Argentinier haben ihren Gast aufs Podest gestellt. Ein kleines rotes, das sich dezent hinter dem Pult verbirgt, das aber gleichwohl die Kanzlerin über ihren Gastgeber erhebt. Anzeige In Berlin gibt es das nicht. Nie stellt sich die Kanzlerin im Kanzleramt auf einen Schemel, noch werden Gäste, seien sie noch so wichtig, künstlich größer gemacht. In Berlin gilt: Du bist, was du bist. In Buenos Aires gilt: Du bist, was du scheinst – oder wozu du gemacht wirst. Es ist ein Prinzip, das in der Welt eher die Regel als die Ausnahme ist. Merkels Furcht: Deutschlands Fähigkeiten werden überschätzt Länger als sonst war...

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Anwältin Ates: "Muslime müssen mehr gegen Extremismus im Islam tun"

Anzeige Die Berliner Anwältin Seyran Ates hat die Mehrheit der friedlichen Muslime aufgerufen, mehr gegen die Radikalisierung im Islam zu unternehmen. Was diese derzeit täten, reiche „definitiv nicht“, sagte sie der Zeitung „B.Z. am Sonntag“. „Die schweigende Mehrheit der friedlichen Muslime muss endlich Verantwortung tragen und dem etwas entgegensetzen.“ Muslime dürften nicht vorgeben, der Islamismus habe nichts mit dem Islam zu tun. „Selbstverständlich hat es etwas mit dem Islam zu tun, wenn Menschen Allahu Akbar rufen, während sie andere Menschen köpfen.“ Ates, die vor allem als Frauenrechtlerin und Friedensaktivistin bekannt wurde, will am Freitag in Berlin die erste liberale Moschee Deutschlands eröffnen. Dort sollen Frauen und Männer gleichberechtigt beten und predigen. Anzeige Die aus der Türkei stammende Autorin hatte im Mai einen Mietvertrag in der evangelischen Johanniskirche im Stadtteil Moabit unterzeichnet. Die Ibn Rushd-Goethe-Moschee wird in der dritten Etage eines Anbaus der Kirche untergebracht sein. Ihren Vorstoß gegen extremistische Tendenzen im Islam begründete Ates in dem Interview damit, „dass...

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