Oliver Zdravkovic

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Migrationspolitik: Gut integriert? Bei Abschiebungen ist das egal

Warum können abgelehnte Asylbewerber auch nach jahrelanger Duldung noch abgeschoben werden? Eine Duldung ist kein Aufenthaltstitel. Menschen mit diesem Status sind zur Ausreise verpflichtet; allerdings setzen die Behörden vorübergehend die Abschiebung aus. Maximal wird diese Bescheinigung für sechs Monate ausgestellt; der Antrag kann allerdings mehrmals hintereinander bewilligt werden. Gründe für eine Duldung sind vielfältig. Dazu kann etwa die Krankheit eines Familienmitglieds zählen oder ein fehlender Reisepass. Auch die Aufnahme einer Ausbildung kann zu einem Duldungsstatus führen. Anzeige Entfallen diese Gründe und läuft die Duldung aus, muss die Person mit ihrer Abschiebung rechnen – auch wenn diese lange Zeit nicht vollzogen wurde. In der Praxis halten sich viele ausreisepflichtige Migranten über Jahre in Deutschland auf. Sei es, weil ihre Duldung immer wieder verlängert wird, sei es, weil sie nach einiger Zeit einen Aufenthaltstitel bekommen – oder weil sie untertauchen. Spielt die Integration eine Rolle bei der Entscheidung über eine Abschiebung? Grundsätzlich nicht. Der Fall der in Deutschland geborenen Nepalesin zeigt, dass selbst ein...





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