Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

?

Sonntag – Duell möglicher ÖFB

Engländerinnen nach 2:0 gegen Spanien weiter an der TabellenspitzeBreda – Mitfavorit England hat bei der Frauen-EM das Duell mit Spanien am Sonntag 2:0 (1:0) gewonnen und kann für das Viertelfinale planen. Im Dauerregen von Breda erwischte England vor den Augen von ÖFB-Präsident Leo Windtner und Sportdirektor Willi Ruttensteiner, die zwei mögliche Österreich-Gegner in der K.-o.-Phase beobachteten, einen Blitzstart. Nach nur 94 Sekunden traf Fran Kirby zur Führung, Geheimfavorit Spanien konnte gegen tiefstehende Engländerinnen seinen Ballbesitzvorteil nicht in Tore ummünzen.In der Schlussphase hatte England Glück, dass Schiedsrichterin Carina Vitulano nach einem Handspiel im Strafraum der ausgerutschten Ellen White ihren Elfmeterpfiff zurücknahm. Dann sorgte Jodie Taylor (85.) für die Entscheidung.Die Engländerinnen führen vor dem letzten Spieltag in Gruppe D mit sechs Punkten vor Spanien und Portugal (je 3) und Schottland (0). Im Viertelfinale am 30. Juli treffen die Sieger der Gruppen D und C (Österreich) auf den jeweils anderen Gruppenzweiten.Zuvor hatte Portugal mit einem 2:1 (1:0) gegen Schottland seine Viertelfinalchance gewahrt. Carolina Mendes (27.) und Ana...

weiterlesen »


Saisonstart – RB

Der neue Cheftrainer von Fußballmeister Red Bull Salzburg spricht über Erwartungen, Ausbildung, die Champions League, seinen Karriereschub und die "interessante" Adresse ÖsterreichSTANDARD: Am 16. August erscheint das Buch "111 Gründe, Red Bull Salzburg zu lieben". Das wäre etwas ausufernd, aber könnten Sie ein paar Gründe nennen?Rose: Schwierig, denn Liebe ist ein großes Wort. Ich kann nur sagen, dass ich mich nach viereinhalb Jahren sehr mit meinem Verein identifizieren kann. Weil ich weiß, dass nachhaltige Arbeit geleistet wird. In vielen Bereichen, speziell im Nachwuchs. Seitens des Sponsors wird auch einiges abseits des Fußballs getan, man hilft sozial schwachen Menschen.STANDARD: Spricht irgendetwas gegen den fünften Meistertitel in Serie? Ihre Kollegen von den anderen neun Vereinen erklären Salzburg unisono zum Top-Favoriten.Rose: Ich nehme das wahr, es ist kein Problem für mich. Weil wir selbst den Anspruch haben. Dagegen spricht, dass wir 36 Spieltage absolvieren müssen, an denen sehr viel passieren kann. Schon der Auftakt am Samstag in Wolfsberg ist kein Spaziergang.STANDARD: Das Budget wurde gekürzt, dennoch wurden die ersten Pflichtspiele in der Quali...

weiterlesen »


Frauen-Fußball-EM

Belgien verpasst Aufstieg mit Niederlage gegen Oranjes – Mit Norwegen verabschiedet sich der Vizeeuropameister von 2013 ohne Tore und PunkteTilburg/Deventer – Gastgeber Niederlande hat sich nach einem 2:1-Sieg gegen Belgien am Montag souverän für das Viertelfinale der Fußball-Frauen-EM qualifiziert. Dänemark setzte sich im zweiten Spiel der Gruppe A gegen Norwegen mit 1:0 durch und steigt damit ebenfalls in die Runde der letzten acht auf. Norwegen musste sich hingegen punkte- und torlos vom Großereignis verabschieden.Nach vier Top-Vier-Platzierungen in Folge bei Europameisterschaften sind die Norwegerinnen damit bereits in der Gruppenphase ausgeschieden. Die zweifachen EM-Titelträgerinnen (1987 und 1993) und Vizeeuropameisterinnen von 2013 (0:1 im Finale gegen Deutschland) mussten mit einem enttäuschenden Torverhältnis von 0:4 die Heimreise antreten. (APA, 24.7.2017)Frauen-EM in den Niederlanden, 3. Spieltag, Gruppe A, Montag:Norwegen – Dänemark 0:1 (0:1)Tor: 0:1 Veje (5.)Belgien – Niederlande 1:2 (0:1)Tore: 0:1 Spitse (27., Foulelfmeter), 1:1 Wullaert (59.), 1:2 Martens (74.)

weiterlesen »


Keeper – Brasiliens WM

Waldir Peres erlag mit 66 einem HerzinfarktRio de Janeiro – Brasiliens WM-Tormann von 1982, Waldir Peres, ist im Alter von 66 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Das teilte der brasilianische Fußballverband mit. Der frühere Spieler des FC Sao Paulo absolvierte 617 Ligaspiele und war bei den WM-Endrunden 1974, 1978 und 1982 dabei. 1982, als Brasilien in der Zwischenrunde am späteren Weltmeister und Gastgeber Italien scheiterte, als Stammtorwart. (APA, 24.7.2017)

weiterlesen »


LASK

LASK-Coach Glasner: "Win-Win-Situation für beide Parteien"Linz/Ingolstadt – Abwehrspieler Paulo Otavio ist vom LASK zum deutschen Fußball-Bundesliga-Absteiger FC Ingolstadt gewechselt. Der Brasilianer unterschrieb bei den Deutschen einen Vierjahresvertrag, wie die Oberösterreicher am Montag mitteilten. Laut Medienberichten bezahlte Ingolstadt etwa 1,5 Millionen Euro für den Linksverteidiger."Wir sehen diesen Abgang als Win-Win-Situation für beide Parteien. Paulo kann sich nun bei einem ambitionierten Verein in der zweiten deutschen Liga behaupten. Mit seiner Dynamik und seinen fußballerischen Fähigkeiten hilft er jedem Team weiter", meinte LASK-Coach Oliver Glasner. (APA, 24.7.2017)

weiterlesen »


Mercedes kehrt Rennserie DTM den Rücken

Mercedes kehrt der deutschen Rennserie DTM in anderthalb Jahren den Rücken und will danach in der vollelektrischen Formel E durchstarten. Das teilte der deutsche Autobauer am Montagabend in einer Presseerklärung mit. Mit dieser neuen Aufstellung werde Mercedes-Benz in Serien an beiden Enden des Motorsportspektrums antreten, hieß es. Am Formel-1-Programm der Silberpfeile soll sich durch die Neuausrichtung des Motorsportprogramms demnach nichts ändern. „Die Jahre in der DTM werden immer ein großer Teil unserer Motorsport-Geschichte bleiben", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Für die deutsche Rennserie ist das Aus von Mercedes ein harter Schlag. Die Formel E kann sich dagegen über den Einstieg eines weiteren deutschen Autobauers freuen. Nach Audi kündete jüngst auch BMW seinen...

weiterlesen »


Fahrbericht Alfa Romeo Giulia 2.9 V6 Bi-Turbo Quadrifoglio AT 8

Dem unsichtbaren Einfluss der Ideen und Idole sind keine Grenzen gesetzt. So gab es zwischen Alfa Romeo und BMW schon vor fünfzig Jahren ein geheimnisvolles Kraftfeld, in dem sich bayerische und italienische Momente des „Auf geht’s“ und die Mächte des „Veloce“ miteinander verbandelten. Das begann mit der ersten Giulia von Alfa, setzte sich fort mit den BMW der 02er-Serie und später mit der Dreier-Reihe und den M3-Raketen, und es erlebt jetzt in der aus den Träumen der Vergangenheit realisierten Giulia die schönste

weiterlesen »


Menschenmassen: Plötzlich Chaos

In Gruppen scheint gutes Benehmen plötzlich außer Kraft gesetzt. Wo eben noch Ruhe herrschte, wird wenig später geschubst, gedrängelt, gepöbelt. Anstatt Ordnung zu wahren, kämpfen Einzelne für den eigenen Vorteil – weil sie sich übergangen fühlen, etwas zu verpassen fürchten oder verängstigt sind. Nachweislich treffen Individuen in Gruppen extremere Entscheidungen, als sie es allein tun würden. Chaos droht. Mithilfe von Modellen wollen Wissenschaftler das verhindern. Forscher arbeiten seit Jahren an immer genaueren Vorhersagen darüber, wie Massen sich verhalten: Welchen Weg nehmen Einzelne, welche Rolle spielt die Größe der Menge und welche die Dichte? Auch wollen die Wissenschaftler herausfinden, mit welchen Ansagen, Leitsystemen und Hindernissen sich Menschen davon abhalten lassen, zu drängeln, bis es gefährlich wird. Und wie sie sich selbst in Ausnahmesituationen unterbewusst kontrollieren lassen. Lange Zeit galt dabei: Fußgänger sind wie sich anziehende oder abstoßende Teilchen, die in vorhersehbare Richtungen strömen, und damit berechenbar. Die grundlegende Idee solch mathematischer,...

weiterlesen »


Möbel-Kollaborationen: Aus Botswana in die Welt

Gaborone, die 300.000-Einwohner-Hauptstadt Botswanas, ist nicht gerade das, was man unter einer Design-Metropole versteht. Ein paar Hochhäuser, die üblichen Shoppingmalls und gesichtslosen Konferenz-Hotels, umgeben von einer Landschaft, die zum Augenreiben schön ist, dünn besiedelt mit Menschen, dafür umso dichter mit wilden Tieren. Und doch entstehen hier Kreationen der ganz großen Designer wie Patricia Urquiola, Luca Nichetto und dem schwedischen Trio Claesson Koivisto Rune. Wie das möglich ist? Durch Peter Mabeo. Nachdem der Fünfundvierzigjährige aus Gaborone zehn Jahre lang selbst maßgefertigte Möbel für lokale Kunden entworfen hatte, gelang es ihm, einige der gefragtesten Namen der Gestalterszene in seinen Schreiner- und Schnitz-Workshop zu lotsen und für seine Idee zu begeistern: „Ich wollte mehr machen, als ein Business aufbauen, das nur nacheifert, was aus dem Ausland nach Botswana durchsickert“, sagt der Autodidakt....

weiterlesen »


Biotechunternehmen will mit personalisiertem Impfstoff Krebs bekämpfen

MAINZ, 24. Juli. Noch hat Biontech kein einziges Medikament auf den Markt gebracht – und dennoch ruhen viele Augen auf den Forschern des Mainzer Biotechunternehmens. Das verwundert nicht, denn bei Biontech versucht man nichts Geringeres, als die bisherige Krebstherapie neu zu erfinden – mit einer Art personalisierter Impfung. Erst vor wenigen Tagen ist Biontech dieser Idee wieder ein Stück näher gekommen; das Wissenschaftsmagazin „Nature“ veröffentlichte die Ergebnisse einer klinischen Studie, in der dieser Krebsimpfstoff erstmals an Menschen getestet wurde: 8 der 13 behandelten Patienten waren auch nach 23

weiterlesen »


Kartellskandal: Daimler kam offenbar VW mit Selbstanzeige zuvor

To view this video please enable JavaScript, and consider upgrading to a web browser that supports HTML5 video

weiterlesen »


Polen: Auswärtiges Amt hofft auf endgültiges Aus für umstrittene Justizreform

Anzeige Polens Präsident Andrzej Duda hat gegen die umstrittene Justizreform der nationalkonservativen Regierung sein Veto eingelegt. Das Gerichtswesen müsse dringend reformiert werden, dies dürfe aber nicht zu Ängsten vor einer oppressiven Regierung führen, sagte das Staatsoberhaupt bei einer überraschend einberufenen Pressekonferenz in Warschau. „Die Änderungen müssen so erfolgen, dass Gesellschaft und Staat nicht gespalten werden“, sagte er. Der Präsident, selbst promovierter Jurist, fügte hinzu, dass binnen zwei Monaten Entwürfe für die Reform des Obersten Gerichts und des über die Unabhängigkeit der Justiz wachenden Landesrichterrats (KRS) vorgelegt werden sollten. Damit hielt Duda die beiden Reformen der mit absoluter Mehrheit regierenden Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) auf, denen zum Inkrafttreten nur noch die Unterschrift des Präsidenten fehlte. Dazu hatten ihn neben hochrangigen Justizvertretern im In- und Ausland auch Zehntausende seit Tagen gegen die Reformen protestierende Polen aufgefordert. Sie sahen die Gewaltenteilung in dem Land bedroht. Anzeige Das Auswärtige Amt hofft nach Dudas Entscheidung darauf, dass das...

weiterlesen »


Tote Immigranten in Lastwagen: Zehn Todesopfer bei Flüchtlingsdrama in Texas

Anzeige Nach dem Fund eines Sattelschleppers mit einer Gruppe zusammengepferchter und völlig dehydrierter Immigranten in Texas ist die Zahl der Todesopfer auf zehn gestiegen. Eine weitere Person sei ihren lebensbedrohlichen Verletzungen erlegen, teilten die Behörden am Montag mit. Es werde befürchtet, dass es noch mehr Tote geben könnte, denn mehrere der Einwanderer schwebten nach Hitzeschlägen in Lebensgefahr. Polizei und Feuerwehr hatten in der Nacht zu Sonntag in San Antonio im Laderaum eines Lastwagens in brütender Hitze acht Tote und 30 weitere Menschen gefunden, die dehydriert waren oder einen Hitzeschlag erlitten hatten. Zwei der Personen starben später im Krankenhaus. Der Wagen war auf einem Supermarkt-Parkplatz abgestellt worden. Ein Mitarbeiter des Geschäfts hatte die Polizei über den Lastwagen informiert. Der 60-jährige Fahrer wurde festgenommen und erschien am Montag vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft warf ihm illegalen Menschenhandel vor. Anzeige US-Heimatschutzminister John Kelly sagte, der Tod der Menschen verdeutliche die Brutalität von Schleppern. Diese schenkten menschlichem Leben keine Beachtung und „suchen nur nach...

weiterlesen »


Brief aus dem Gefängnis: Türkei-Korrespondent müsste man jetzt sein…

Anzeige Türkei-Korrespondent müsste man jetzt sein. Womöglich müsste man den nach dem „Gerechtigkeitsmarsch“ des Oppositionsführers Kemal Kilicdaroglu und der Verfassungsabstimmung wohlverdienten Urlaub abbrechen, aber das wäre es wert. Man dürfte, ja müsste die Zeitung oder den Sender vollklatschen mit Berichten, Analysen und Kommentaren. Man müsste erläutern, warum es der türkischen Wirtschaft nicht halb so gut geht, wie die teils aufgeblähte, teils erschummelte amtliche Wachstumszahl von fünf Prozent vielleicht vermuten lässt. Zugleich müsste man erörtern, welche der Maßnahmen, die nun im Raum stehen, sachdienlich sind (Antwort: fast alle, dazu das Thema Kredite) und welche nicht (Antwort: Abbruch der Beitrittsverhandlungen mit der EU, denn das ist genau das, was die türkische Staatsführung möchte: ein Ende der als lästig und – zu Recht – verlogen empfundenen Verhandlungen, das man aber aus Rücksicht auf internationale Investoren nicht selber herbeiführen will). Türkei „verlässt den Boden europäischer Werte“ Außenminister Sigmar Gabriel äußerte sich zu den aktuellen deutsch-türkischen Beziehungen. Wie soll man in...

weiterlesen »


"Cumhuriyet"-Prozess in Istanbul: "Hier steht Journalismus vor Gericht!"

Anzeige „Das ist der größte Saal im Haus, was sollen sie sonst noch tun?“, fragt der Wachmann. Der Flur zur 27. Großen Strafkammer im Justizpalast Caglayan ist mit Stahlgittern abgesperrt. Nach 267 Tagen steht die erste Verhandlung für 17 „Cumhuriyet“-Mitarbeiter, -Autoren, -Zeichner, -Funktionäre, elf von ihnen in Haft, an. Ein seltsamer Anblick. Auf der einen Seite der Absperrung Sicherheitsbeamten und Polizisten, auf der anderen Hunderte aufgewühlte Menschen, die ihre Personalausweise hochhalten. Die Angeklagten, die sich auf freiem Fuß befinden, und die Angehörigen der Inhaftierten weisen sich den Beamten gegenüber aus und rufen. Ihre Stimmen beben, weil sie die Auflehnung von neun Monaten in sich tragen, die sie nun schon fern von ihren Lieben sind. In ihren Roben bahnen sich die Anwälte der Verteidigung den Weg durch die Menge. Gleich sind sie an der Reihe. Die Journalisten halten den Wachleuten unterdessen vergebens ihre Presseausweise hin: „Wir müssen rein!“ Selbst jene, die für die „Cumhuriyet“ Bericht erstatten, haben Mühe, sich Gehör zu verschaffen. Namen fliegen durch die Luft: Reporter ohne Grenzen, Internationales...

weiterlesen »


© 2012 bis 4012 Oliver Zdravkovic • Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS). Wohnort: Österreich, Wien.