Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

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Malaria: "Wir entwickeln für Afrika"

DIE ZEIT: Herr Mordmüller, wenn alles klappt, wollen Sie 400 Schulkinder in Gabun gegen Malaria impfen. Wo und wie finden Sie Ihre Probanden? Benjamin Mordmüller: Wenn alle Genehmigungen vorliegen, eigentlich ganz einfach: Von unserem Forschungszentrum in Lambarene aus bewegen wir uns die Straße entlang, 50 Kilometer in beide Richtungen. Wir sprechen mit Bürgermeistern, Eltern, Lehrern, machen Infoveranstaltungen ... Wer Interesse hat, kommt zu uns. ZEIT: Und bekommt dafür ein Honorar? Mordmüller: Nein, Geld gibt es keins. Dafür zwei Jahre lang regelmäßig medizinische Checks. Und natürlich Schutz gegen Malaria. Wir hoffen, dass dies bei mindestens drei Vierteln der Geimpften klappt – und das für ein Jahr oder länger. ZEIT: Der Impfstoff, den Sie am Tübinger Tropeninstitut entwickelt haben, verspricht aber sogar einen "bis zu 100-prozentigen Impfschutz". <!-- ...

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Trump nach Charlottesville: "Rassismus ist böse"

Anzeige US-Präsident Donald Trump hat zwei Tage nach dem Aufmarsch von Rechtsextremen in der Stadt Charlottesville die „rassistische“ Gewalt verurteilt. „Rassismus ist böse“, sagte Trump am Montag in Washington. „Und alle, die in seinem Namen Gewalt ausüben, sind Kriminelle und Verbrecher.“ Dies gelte für den Ku-Klux-Klan, Neonazis sowie Anhänger des Prinzips einer weißen Vorherrschaft. Sie stünden allem entgegen, was Amerikaner wertschätzen. Der US-Präsident hatte sich in seiner ersten Stellungnahme zu den Ausschreitungen nicht deutlich positioniert. Er verurteilte die „Gewalt auf vielen Seiten“ und stellte damit die Rechtsextremen auf eine Stufe mit den antirassistischen Gegendemonstranten. Weil er klare Schuldzuweisungen vermied, war er von zahlreichen Republikanern und Demokraten in den USA kritisiert worden. Darauf verteidigte das Weiße Haus Trumps vorherige Aussage. „Natürlich“ habe der Präsident in seinen Bemerkungen über Neonazis, Nationalisten, die an die Überlegenheit von Weißen glauben, und alle extremistischen Gruppen gesprochen, hieß es in einer Mitteilung am Sonntag. Er habe „sehr stark“ gesagt, dass er alle...

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Rechtsextremismus: Auch in Deutschland hat der Ku-Klux-Klan eine Geschichte

Anzeige Der Ku-Klux-Klan (KKK) gehört zu den Organisationen, die am Samstag am Aufmarsch von Neonazis und anderen Rassisten in Charlottesville (US-Bundesstaat Virginia) teilgenommen haben. Nach dem offiziellen Ende der Demonstration raste ein Mann mit seinem Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten und tötete eine 32-jährige Frau. In Amerika ist nach dieser Tat die Debatte über Rassismus und Rechtsextremismus neu angefacht. Weniger bekannt ist, dass es auch in Deutschland Menschen gibt, die sich zum Ku-Klux-Klan bekennen. Immer wieder gibt es Gruppen, die rassistische und antisemitische Hetze betreiben und sich dabei den Symbolen der Organisation, weiße Kutten und brennendes Kreuz, bedienen. Die Wurzeln des Ku-Klux-Klans hierzulande reichen zurück bis in die 1920er-Jahre. Damals soll ein Ableger bis zu 1000 Mitglieder gehabt haben. 1933, nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, wurde dieser jedoch aufgelöst. Anzeige In Westdeutschland entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg neue Ableger des Klans, die aber organisatorisch nichts mit dem Vorbild aus Amerika zu tun hatten. Wohl Ende der 1970er-Jahre gründete ein Sergeant der...

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Östlich von Paris: Auto fährt in Pizzeria

Anzeige Ein Autofahrer ist am Montagabend in eine Pizzeria östlich von Paris gerast. Die Polizei erklärte, ein acht Jahre altes Mädchen sei getötet worden. Mindestens fünf weitere Menschen wurden verletzt. Der Fahrer erfasste die Menschen auf dem Bürgersteig vor dem Restaurant in der Kleinstadt Sept-Sorts. Er wurde festgenommen. Bisher gehen die Ermittler nicht von einem terroristischen Anschlag aus, es handele sich aber offenbar um eine "vorsätzliche Tat". Aus Polizeikreisen verlautete, noch sei unklar, ob der Fahrer bewusst auf die Restaurantgäste zugehalten habe. Erst in der vergangenen Woche hatte ein Algerier sein Auto in eine Gruppe französischer Soldaten gesteuert. Ein Anschlag mit einem Lastwagen kostete vor gut einem Jahr in Nizza 86 Menschen ums Leben. Beim Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche mit einem Lastwagen wurden im Dezember 2016 elf Menschen getötet.

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Derby-Vorfälle

Geschäftsführer Peschek: "Wir nehmen diese Strafe somit zur Kenntnis"Wien – Der Senat 1 der Österreichischen Fußball-Bundesliga hat am Montag die Vorkommnisse beim 322. Wiener Derby behandelt. Das Gremium sprach gegen den SK Rapid als Heimmannschaft eine Strafe in der Höhe von 30.000 Euro aus. Aus dem Rapid-Fansektor auf der Südtribüne waren vor acht Tagen zahlreiche Gegenstände auf das Feld geworfen worden, der Schiedsrichter unterbrach die Partie in der 87. Minute."Wir haben uns entschieden, diese Strafe trotz des hohen Betrages zu akzeptieren. Fakt ist, dass wir das Werfen von Gegenständen wie bereits mehrfach kommuniziert ablehnen und nehmen diese Strafe somit zur Kenntnis", kommentierte Rapid-Geschäftsführer Christoph Peschek die Entscheidung laut einer Club-Aussendung. Der Senat 1 setzte sich am Montag ebenfalls mit der Roten Karte gegen Rapid-Mittelfeldspieler Thomas Murg gegen Admira Wacker (1:3) am Sonntag auseinander und verhängte eine Ein-Spiel-Sperre plus ein weiteres Spiel bedingt auf sechs Monate. (APA, 14.8.2017)

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Erste Liga – Rieds meldet sich mit 4:1

Drei Fröschl-Tore ebneten Weg – Erste Saisonniederlage für Daxbachers InnsbruckerRied im Innkreis – Thomas Fröschl hat die SV Ried gegen Wacker Innsbruck mit einer Galavorstellung im Alleingang auf die Siegerstraße gebracht. Der 28-Jährige erzielte in der sechsten Runde der Fußball-Erste-Liga beim 4:1-Erfolg seines Teams drei Treffer für die Innviertler (15.,33.,54.). Seifedin Chabbi (66.) bzw. Christoph Freitag für die Gäste erzielten die weiteren Tore (48.).Ried hält bei zehn Punkten und ist neuer Dritter. Innsbruck (8), das nach zuletzt zwei Siegen die erste Saisonniederlage hinnehmen musste, liegt mit einem Spiel weniger auf Rang vier.Das Team von Karl Daxbacher erwischte den besseren Start und fand die besseren Chancen vor. Sowohl Zlatko Dedic als auch Martin Harrer vergaben jedoch aus aussichtsreichen Positionen (4.,14.). Deutlich effizienter erwiesen sich die Gastgeber. Thomas Fröschl brachte den Bundesliga-Absteiger mit dem ersten Schuss aufs Tor in Führung (15.), nachdem ihn Ilkay Durmus ideal in Szene gesetzt hatte.Im Gegensatz zu den beiden Siegen in der vergangenen Woche fand Innsbruck nicht mehr ins Spiel zurück. Marko Stankovic und Seifedin Chabbi...

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DFB-Pokal – Schalke mit Mühe weiter – Margreitter

Tedesco verzichtete gegen BFC Dynamo auf Höwedes und Naldo – St. Pauli ausgeschiedenBerlin/Duisburg – Schalke 04 hat beim ersten Pflichtspiel von Coach Domenico Tedesco ein Cup-Aus beim Fußball-Regionalligisten BFC Dynamo mit Mühe verhindert. Der Bundesliga-Vertreter setzte sich am Montag 2:0 bei den Berlinern durch und zog damit in die zweite Runde ein. Jewgeni Konopljanka (78./90.+1) erzielte beide Treffer. Georg Margreitter verhalf dem 1. FC Nürnberg zu einem 2:1 gegen den MSV Duisburg.ÖFB-Stürmer Guido Burgstaller war bei den Schalkern bis zur 72. Minute auf dem Feld, Alessandro Schöpf fehlte verletzungsbedingt. Bei dem Viertligisten aus Berlin, bei dem der Ex-Rapidler Angelo Vier als Sportdirektor fungiert, hielt der österreichische Goalie Bernhard Hendl seinen Kasten lange sauber, ehe der Ukrainer Konopljanka zweimal einnetzte. Schalke war ohne die Verteidiger Benedikt Höwedes und Naldo in der deutschen Hauptstadt angetreten. Auch DFB-Teamspieler Leon Goretzka wurde erst im zweiten Durchgang eingewechselt.KrawallSchon vor dem Duell gegen Schalke waren am Montag rund 80 Dynamo-Fans im Berliner Stadteil Treptow vorläufig festgenommen worden. Sie hätten sich in...

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Nationalratswahl

Runde zwei bei den ORF-Sommergesprächen: Gast war am Montag Grünen-Chefin Ingrid Felipe. Die Grüne Bundessprecherin übte scharfe Kritik an der Flüchtlingspolitik der Regierung vor zwei Jahren. "Ich hätte danach getrachtet, mit Deutschland, mit Griechenland und Brüssel zu kooperieren und nicht dort gegen die EU-Verteilung zu stimmen", sagte Felipe Montagabend.Die Art und Weise, wie die Balkanroute geschlossen wurde, sei falsch gewesen. Klar sei auch: So zu tun, als ob die Probleme gelöst sein, wenn man die Grenzen schließe, sei eine Illusion. Die Bundesregierung hätte viel früher anfangen müssen, die Fluchtursachen zu bekämpfen. Darüber hinaus brauche es faire Handelsabkommen mit Afrika und legale Fluchtwege, legte die Grünen-Chefin die Positionen ihrer Partei dar."Fossiles Denken beenden"Zu den internen Problemen der Grünen sagte Felipe, es sei schon mutig gewesen, die Partei in dieser Phase zu übernehmen. "Es sind schwierige Zeiten, aber es gilt auch in schwierigen Zeiten zu zeigen, dass man krisenfest ist". Felipe versprach eine "Aufholjagd".Moderator Tarek Leitner, der heuer die Sommergespräche mit den Parteivorsitzenden führt, klapperte auch grüne...

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Fahrbericht Land Rover Discovery 2.0 SD 4 HSE LUXURY

Erfolg treibt manchmal seltsame Blüten. Weil Land Rover vor Kraft kaum noch waten kann, lassen sich die Briten alle paar Monate ein neues Modell einfallen. Der Versuch einer Sortierung führt zu Range Rover für die Reichen und Land Rover für den Landadel, beide nicht mehr so recht an der Erfüllung matschiger Aufgaben interessiert und zusätzlich durch Sportvarianten auf flinke Abwege vom Markenkern gebracht. Die neueste Verführung heißt Velar, sieht hinreißend aus und passt überhaupt nicht ins Portfolio. Kaufen werden

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Moralpsychologie: Was im Kopf von Terroristen vor sich geht

Anfangs war Agustin Ibañez mulmig, als er mit seinen zwei Kollegen im Verhörraum des kolumbianischen Gefängnisses saß. Auf dem Stuhl auf der anderen Seite des Tisches nahmen nacheinander die schlimmsten Verbrecher des Landes Platz – ohne Handschellen. Einer nach dem anderen füllte Papiere aus und beantwortete die Fragen, die Ibañez stellte. Doch dies war kein Verhör. Ibañez, Neurowissenschaftler am National Scientific and Technical Research Council von Argentinien, erforscht, ob Terroristen sich von anderen Menschen unterscheiden. In der Art und Weise, wie sie denken und fühlen. Um das zu verstehen, muss man nah ran an Menschen, mit denen man eigentlich nicht gern zu tun haben will. 

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Nach Charlottesville: Jetzt findet Donald Trump deutliche Worte gegen rechte Gewalt

Anzeige US-Präsident Donald Trump hat zwei Tage nach dem Aufmarsch von Rechtsextremen in der Stadt Charlottesville die „rassistische“ Gewalt verurteilt. Rassismus sei „böse“, sagte Trump am Montag in Washington. „Und alle, die in seinem Namen Gewalt ausüben, sind Kriminelle und Verbrecher.“ Dies gelte für den Ku-Klux-Klan, Neonazis sowie Anhänger des Prinzips einer weißen Vorherrschaft. Sie stünden allem entgegen, was Amerikaner wertschätzen. Der US-Präsident hatte sich in seiner ersten Stellungnahme zu den Ausschreitungen nicht deutlich positioniert. Er verurteilte die „Gewalt auf vielen Seiten“ und stellte damit die Rechtsextremen auf eine Stufe mit den antirassistischen Gegendemonstranten. Weil er klare Schuldzuweisungen vermied, war er von zahlreichen Republikanern und Demokraten in den USA kritisiert worden. Darauf verteidigte das Weiße Haus Trumps vorherige Aussage. „Natürlich“ habe der Präsident in seinen Bemerkungen über Neonazis, Nationalisten, die an die Überlegenheit von Weißen glauben, und alle extremistischen Gruppen gesprochen, hieß es in einer Mitteilung am Sonntag. Er habe „sehr stark“ gesagt, dass er alle...

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Nukleare Abschreckung: Der Kalte Krieg war vielleicht besser als sein Ruf

Die Sorge, dass der Konflikt zwischen Nordkorea und den USA bald mit atomaren Waffen ausgetragen werden könnte, wächst. Droht das seit dem Zweiten Weltkrieg bewährte Mittel der Abschreckung dieses Mal zu scheitern? Ein Blick zurück in den Kalten Krieg zeigt, dass nach 1945 die Angst vor einem Krieg mit Nuklearwaffen und damit einem möglichen Ende der Welt den langen Frieden bescherte. Die damaligen Machthaber handelten aber halbwegs rational. Deshalb wagte niemand, einen Atomkrieg mit unabsehbaren Folgen zu beginnen. Der Kalte Krieg war insofern besser als sein Ruf.

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Nach dem Anschlag: Warum Charlottesville eine Wende für die Alt-Right-Bewegung markiert

Anzeige Sie trafen sich unter den Bäumen des Stadtparks. Gleich neben der bronzenen Statue des Bürgerkriegsgenerals Robert E. Lee. Einige waren Mitglieder des Ku-Klux-Klans, andere Neonazis, wieder andere lose Anhänger der Alt-Right-Bewegung. Dreimal schon in diesem Jahr hatten sie sich dort getroffen, stets mit demselben Ziel: Sie wollten verhindern, dass die Stadt die Statue des Generals – eine Ikone der Südstaaten – entfernt. Bei ihrem vierten Treffen geriet die Lage außer Kontrolle. Der Park war zu einer Art Kommandozentrale der amerikanischen Rechten geworden. Er liegt im Herzen der Kleinstadt Charlottesville – und ist nun als der Ort bekannt, an dem die Proteste des zurückliegenden Wochenendes ihren Ausgang nahmen. Hunderte zogen durch die Straßen, skandierten Nazi-Parolen und hoben die Hand zum Hitlergruß. An die Reiterplastik dürfte wohl kaum einer von ihnen gedacht haben. Es ging längst nicht mehr nur darum, ein altes Südstaatensymbol zu retten – es ging darum zu zeigen, wie stark man inzwischen ist. Der Aufmarsch in Charlottesville war die bisher größte Machtdemonstration der Ultrarechten. Sie haben Amerika vor Augen geführt, dass sie...

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Leitfaden: GEW hilft Lehrern, Abschiebungen von Schülern zu verhindern

Anzeige Der Flieger für die Abschiebung nach Italien sollte gegen Mittag abheben. Zu spät also, um die betroffenen Flüchtlinge schon am Vorabend abzuholen: Ein Festhalten über Nacht wäre Freiheitsentzug. Die Polizei klingelte daher zeitig morgens in der Reutlinger Asylunterkunft des 20-jährigen Gambiers Foday, doch der junge Mann war schon unterwegs in die Schule. Daher holten ihn die Beamten notgedrungen dort ab. Der Vorfall vom Mai 2016 ist das bisher einzige Mal, dass in Baden-Württemberg eine Person von der Polizei direkt aus einer Schule zur Abschiebung gebracht wurde. Anders als jüngst an einer Nürnberger Berufsschule, wo die Abholung eines jungen Afghanen Tumulte auslöste, gab es in Reutlingen auch keine unschönen Szenen. Der Gambier war ohne Widerstand gefolgt, als ihn die Rektorin auf dem Weg zum Deutschunterricht abfing. Auf Bitte der Polizei hatte die Schulleiterin es übernommen, den jungen Mann abseits der Klasse über sein Schicksal zu informieren. Große Aufregung unter Mitschülern und Lehrern gab es dennoch, als sie später von dem Zugriff erfuhren. Und indirekt hat der Fall jetzt auch zu einer heftigen Kontroverse zwischen der...

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Konzentrationslager in Ostpolen: "Bei der ganzen Sache mit den Juden hat man sich gar nichts dabei gedacht"

Anzeige „Immer den Bahngleisen nach, so finden Sie Konzentrationslager meistens am besten“, sagt der Ortskundige mit einem bitteren Lächeln, als wir ihn nach dem Weg zum Lager Sobibor fragen. Sobibor, neben Belzec und Treblinka eines der drei zur sofortigen Ermordung von Juden bestimmten Todeslager der Nazis, ist schwer zu finden. Zwei Waldwege führen dorthin. Nur einer von beiden ist mit einem 20 Zentimeter großen Schild „Muzeum Sobibor“ ausgewiesen. Der andere führt parallel zu den Gleisen, auf denen die Todeszüge fuhren, immer tiefer hinein in den Wald. In den hintersten Winkel Ostpolens, ins Jiddischland, in die Landschaft der ehemaligen Schtetl, dorthin, wo ostjüdische Kultur blühte wie nirgends sonst. Damals im 18. und vor allem 19. Jahrhundert, als in Lublin die größte Rabbinerschule der Welt florierte, der Landstrich, in dem die meisten der mehr als drei Millionen polnischen Juden so lange in Frieden lebten. Dort hinten, ganz kurz vor der Grenze am Dreiländereck zwischen Polen, Weißrussland und der Ukraine, im schwarzgrünen Tannenwald liegt: Sobibor. Über 200.000 Juden wurden dort – versteckt hinter Bäumen und umgeben von einem...

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© 2012 bis 4012 Oliver Zdravkovic • Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS). Wohnort: Österreich, Wien.