Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

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Puls 4 – Rot-grüne Einigkeit, rot-pinker Zwist im TV

Kern und Lunacek begegneten einander weitgehend freundlichWien – Weitgehend freundlich sind sich SPÖ-Chef Christian Kern und Grünen-Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek beim TV-Duell Montagabend auf "Puls 4" begegnet. Lunacek sagte ihre Unterstützung für eine Mietrechts-Reform zu, der Kanzler kann sich wiederum gemeinsame Vorstöße in der Asylpolitik, wie die Wiedereinführung des Botschafts-Asyls, vorstellen.Während Lunacek vergangene Woche mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ordentlich zusammengekracht war, verlief die Konfrontation mit Kern wie erwartet deutlich entspannter. So räumten die beiden auch unumwunden ein, dass man bei vielen Themen auf ähnlicher Linie sei, etwa was die Mieten betrifft. Kern will ja noch vor der Wahl ein Mietrechtspaket durchbringen, mit dem Ziel, die Mieten zu senken. "Da sind wir gerne bereit mitzugehen", erklärte Lunacek – im Gegensatz zur FPÖ, wie sie nicht vergaß zu erwähnen.Botschafts-AsylEin gemeinsames Projekt ist offenbar auch in der Asylpolitik denkbar, nämlich die Wiedereinführung des Botschafts-Asyls. Dies wäre eine Möglichkeit, einen legalen Fluchtweg zu schaffen, erklärte Lunacek. Man habe einen Sieben-Punkte-Plan...

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TV-Tagebuch

Zwei Wahlkampf-Duelle auf Puls 4Man ist es nicht mehr gewohnt: zwei Menschen, die sich im Wahlkampf und im Fernsehstudio gegenüberstehen, und trotzdem wirklich miteinander reden. Ganz normal. So mit Fragen und Antworten. Ohne Häme, ohne persönliche Untergriffe. Dieses seltene Schauspiel konnte man am Montagabend bei Corinna Milborn auf Puls 4 beobachten.Ulrike Lunacek, Spitzenkandidatin der Grünen, und SPÖ-Kanzler Christian Kern diskutierten Sachfragen wie Migration, Integration, Klimawandel und Freihandelsabkommen, und rutschten trotz unterschiedlicher Positionen nie ins Destruktive ab. Auch wenn Lunacek ihre Enttäuschung darüber, dass Kern "die Tür zur FPÖ aufgemacht" hat, oft wiederholte. "Sie macht das richtig gut", meinte Kern lachend, weil sie nicht von diesem Punkt abrückte. Nachdem Kern Grenzkontrollen predigte, konnte Lunacek ihm sogar ein Ja zu einer gemeinsamen Initiative abringen: Sollte man eine Regierung verhandeln, will man wieder legale Fluchtwege für jene, die Asyl brauchen, über Botschaften schaffen. Auch die Geschenke, ein Korb mit fair gehandelten Produkten für Kern, eine blumige Fahrradklingel für Lunacek, sowie die Bücher Stille Machtergreifung...

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Brexit-Vision: Johnson versetzt Rivalin May einen empfindlichen Schlag

Anzeige Fast hätte sie es geschafft. Ihr gewagter Plan wäre beinah aufgegangen. Es sah ganz danach aus, dass die britische Premierministerin Theresa May kurz davor war, Boris Johnson unschädlich zu machen. Ihr Widersacher und Außenminister, um den es in letzter Zeit so auffällig still geworden war, stehe kurz vor seiner Entlassung, hieß es. Der einst beliebteste Entertainer der britischen Politik schien zahm und langweilig geworden zu sein. Die große Boris-Show war vorbei. Doch der Schein – wie in letzter Zeit häufig in der so unberechenbar gewordenen britischen Politik – trog. Johnson ist mitnichten bereit, das Scheinwerferlicht zu verlassen. Im Gegenteil: Nach langen Monaten der Zurückhaltung, in denen Johnson von May zunehmend ignoriert und ins Abseits geschoben wurde, meldet sich der Außenminister in typisch undiplomatischer Manier und mit dem ihm eigenen Hang zum Drama zurück. Anzeige In einem 4000 Worte langen Opus hat Johnson seine genauso optimistische wie aggressive Vision des Brexit im „Telegraph“ dargelegt. Seine Einlassungen kommen nicht nur ohne jede Vorwarnung, sondern auch kurz vor Mays groß angekündigter Brexit-Rede am...

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Trump kritisiert UN: "Wegen Missmanagement nicht ihr volles Potenzial entfaltet"

Anzeige US-Präsident Donald Trump hat die Vereinten Nationen am Montag zu mehr Effizienz aufgerufen. Bei einer US-Veranstaltung am UN-Sitz in New York sagte Trump, die Organisation mit ihren 193 Mitgliedsländern müsse dringend ihre Bürokratie verschlanken und die Kosten senken. Er sicherte gleichzeitig zu, die USA wollten Partner bei diesen Reformen sein. „In den vergangenen Jahren haben die Vereinten Nationen wegen Bürokratie und Missmanagement nicht ihr volles Potenzial entfaltet“, sagte Trump. „Wir sehen nicht die Ergebnisse, die zu diesen Investitionen passen.“ Der US-Präsident drängte die UN, sich stärker auf die Menschen zu konzentrieren und weniger auf die Bürokratie. Er deutete an, die USA zahlten weit mehr als nur ihren fairen Anteil, um die Arbeitsfähigkeit der Vereinten Nationen zu erhalten. Lob für Reformpläne Anzeige Aber Trump lobte auch die ersten Reformbemühungen und drohte nicht mit einem Entzug der Unterstützung seines Landes. Die USA haben die 193 UN-Mitglieder zur Unterschrift unter eine Erklärung für Reformen aufgerufen. Bislang haben mehr als 120 Länder unterschrieben. Trump hatte die UN im Wahlkampf als schwach...

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Binnen 100 Tagen: Schulz verspricht "kompletten Neustart in der Pflege"

Anzeige SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz ist in der Renten- und Mietpolitik auf Konfrontationskurs zu Kanzlerin Angela Merkel und zur Union gegangen. Die Regierungschefin sehe beim Thema Renten keinen Handlungsbedarf und fahre in der Mietpolitik einen völlig falschen Kurs, sagte er am Montagabend in der ARD-Sendung „Wahlarena“ in Lübeck. „Wir wollen eine Solidarrente, die mindestens zehn Prozent oberhalb der Grundsicherung liegt.“ Außerdem wolle die SPD die in dieser Wahlperiode eingeführte Mietpreisbremse verschärfen. Schulz versprach, im Fall eines Wahlsiegs in den ersten 100 Tagen als Kanzler die Musterfeststellungsklage auf den Weg zu bringen und so die Verbraucherrechte zu stärken. Auch einen „Neustart in der Pflege“ werde eine von ihm geführte Bundesregierung in den ersten 100 Tagen anpacken. Schulz will Mitglieder abstimmen lassen Wahlkampfendspurt bei den Parteien. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz kündigte nun an, im Falle von Koalitionsverhandlungen, die Mitglieder darüber abstimmen zu lassen. Quelle: N24/ Matthias Heinrich Schulz betonte, in der Rentenpolitik gebe es entscheidende Unterschiede zwischen ihm und der...

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Sitz des Polizeipräsidenten: Einbruch in Berliner Polizeipräsidium

Anzeige In der Nacht zu Montag sind Unbekannte in das Berliner Polizeipräsidium am Platz der Luftbrücke in Tempelhof eingebrochen und haben sich Zugang zur Polizeihistorischen Sammlung verschafft. Nach Informationen der WELT wurden dabei Militaria erbeutet. Dieser Vorgang sei verheimlicht worden, weil der Vorgang zu peinlich sei. Laut den Informationen seien über dem Hof Gitter herausgesägt worden. Der Vorgang sorge intern auch deshalb für Kopfschütteln, weil die Einbrecher nur wenige Schritte weiter hätten gehen müssen, um in die Büros des Polizeilichen Staatsschutzes zu gelangen. Wachschutz als unzureichend kritisiert Anzeige Beamte bemängeln seit langem, dass der Wachschutz sowohl im Präsidium am Platz der Luftbrücke als auch im fußläufig gelegenen LKA unzureichend sei. Ein ranghoher Beamte sagte, „wenn jemand hier einen Anschlag plant, rennt er durch, und keiner der dort Angestellten wäre fähig, es zu verhindern.“ Ein Sprecher der Berliner Polizei bestätigte der WELT auf Anfrage, dass in den Morgenstunden des Montag ein Einbruch in das Präsidium bemerkt wurde. Zu Einzelheiten wollte der Beamte zunächst keine Angaben...

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ÖFB-Cup

Torhüter Dau hält drei Elfer in PenaltyschießenWimpassing – Viertligist SV Wimpassing hat zum Auftakt der 2. ÖFB-Cup-Runde am Montag Erste-Liga-Club Blau Weiß Linz in einem Krimi aus dem Bewerb geworfen. Die Burgenländer führten nach 13 Minuten 2:0, kassierten im Finish der regulären Spielzeit den Ausgleich und mussten ihrerseits 10 Minuten vor Ende der Verlängerung egalisieren, um ins Elfmeterschießen zu kommen. Dort siegte man 3:2 (3:3 n.V., 2:2, 2:1).Amel Sistek (5.) und Frank Egharevba (13.) hatten die frühe Führung für den aktuellen Dritten der Burgenlandliga herausgeschossen, die stark dezimierten und über weite Strecken ungefährlichen Oberösterreicher kamen durch Felix Huspek (30.) vorerst nur zum Anschlusstreffer. Das 2:2 durch Patrick Schagerl (80.) kam etwas überraschend, Wimpassing hätte durchaus höher führen können. So scheiterte Spielertrainer und Ex-Austria-Wien-Kicker Eldar Topic bei einem Foulelfmeter an BW-Goalie Ammar Helac (32.), Sistek traf kurz vor der Pause die Latte (45.), und ein Schuss des ehemaligen Admiraners Egharevba strich nur knapp über das Gehäuse der Gäste (59.).ElferkillerDie gingen in der Verlängerung – nach Gelb-Rot...

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Höhepunkt: How to Orgasmus

Auch ohne Orgasmus kann Sex gut sein. Doch ganz ehrlich: Zu kommen, ist schon ein ziemlich grandioses Gefühl. Männer haben es da leichter als Frauen, sagt selbst die Wissenschaft. Doch was passiert beim Orgasmus im Körper? Können wir beeinflussen, wie intensiv der Höhepunkt ist? Und kann man lernen, öfter zu kommen? Alles Fragen, die ZEIT-ONLINE-Wissenschaftsredakteurin Alina Schadwinkel der Sexualtherapeutin Melanie Büttner stellt. Denn sie kennt die Antworten. Auf welche Studien Büttner sich stützt und welche Internetseiten sowie Literatur zu empfehlen sind, lesen Sie hier: Was ein Orgasmus eigentlich ist, hat der Neurowissenschaftler Adam Safron erforscht (Socioaffective neuroscience psychology: 2003). Weiter erklärt es John Bancroft ausführlich in seinem Werk Human Sexuality and its Problems ab Seite 84. Wie Frauen lernen können zu kommen – und ihre Partner/innen alles richtig zu machen: Dafür gibt es unter anderem die kostenpflichtige Website omgyes.com mit Erklärtexten, Grafiken und Videos.Wie oft Frauen einen Orgasmus haben und welche Faktoren die Häufigkeit beeinflussen – das haben die...

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Ice Lake: Intel plant CPUs mit 10+ nm vom Tablet bis zum Supercomputer

Intel hat den Codename-Decoder um einige Informationen zu Ice Lake erweitert. Das berichtet Computerbase mit Verweis auf die dort für Hersteller hinterlegten Design-Richtlinien. OEMs können so bereits an Platinen und Endgeräten arbeiten, die später mit den neuen Chips bestückt werden. Allen Ice Lake gemein sind die 10+ genannten Produktionsverfahren, also Intels zweite 10-nm-Generation nach den für Detachables gedachten Cannon Lake. Ice Lake für alle Marktsegmente (Bild: Intel) Aktueller Stand der Technik sind die 8th Gen für Ultrabooks (Kaby Lake Refresh), die 7th Gen für Desktops (Kaby Lake S) und Notebooks (Kaby Lake H) sowie die Core X für Highend-Systeme (Skylake-X) und die Xeon Scalable Processors für Server (Skylake-SP). Sie werden in einem 14-nm-Verfahren gefertigt, in wenigen Wochen folgt mit Coffee Lake (CFL-H sowie CFL-S) der Nachfolger für SKL-H und SKL-S mit sechs statt vier Kernen und 14++ Fertigungstechnik. Mit Ice Lake wird Intel offenbar ab 2018 alle Marktsegmente bedienen: Der Codename-Decoder listet daher die ICL-Y für Detachables, die ICL-U für Ultrabooks, die ICL-H für Notebooks, die ICL-S...

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Galaxy S8 und Note 8: Bixby-Button lässt sich teilweise deaktivieren

Ein Update für Bixby ermöglicht es Nutzern von Samsungs Galaxy S8 und Galaxy Note 8, die Funktion des Bixby-Schalters am linken Rand des Gerätes zu verändern. Dank der Aktualisierung lässt sich ausschalten, dass sich bei einmaligem Druck der Übersichtsbildschirm des Assistenten öffnet. Bisher konnten Besitzer der beiden Smartphone-Modelle den Schalter nicht konfigurieren. Ein einmaliger Druck ruft den Übersichtsbildschirm von Bixby auf, ein längerer Druck direkt die Spracheingabe. Bixby-Bildschirm wird aus Versehen aufgerufen Während der Nutzung der Smartphones passiert es recht häufig, dass aus Versehen der Bixby-Schalter gedrückt wird - unter anderem beim Herausziehen des Smartphones aus der Hosentasche. Dann müssen Nutzer erst wieder in den Startbildschirm zurück, bevor sie ihr Smartphone wieder verwenden können. Das nervt. In den Einstellungen von Bixby lässt sich nach der Aktualisierung in den Einstellungen die Taste konfigurieren. Ganz unten im Einstellungsmenü können wir bei unserem Galaxy Note 8 die Option "Nichts öffnen" aktivieren, die so allerdings nicht stimmt: Zwar öffnet sich der Bixby-Bildschirm nicht mehr nach einem kurzen Druck, ein...

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"Goldene Visa": Zypern verdient Milliarden mit EU-Pässen für Superreiche

Anzeige Die Inselrepublik Zypern soll einem Zeitungsbericht zufolge mit dem Verkauf von EU-Pässen an reiche Investoren unter anderem aus Russland und der Ukraine Milliarden verdient haben. Seit 2013 habe die Regierung in Nikosia mit dem Verkauf der „Goldenen Visa“ an Superreiche mehr als vier Milliarden Euro eingenommen, berichtete der britische „Guardian“. Das Blatt beruft sich auf vertrauliche Unterlagen, die es nach eigenen Angaben einsehen konnte. Darin seien Hunderte Namen aufgelistet, unter ihnen ein ehemaliges Mitglied des russischen Parlaments und die Gründer einer bedeutenden ukrainischen Bank. Einige der Superreichen stünden unter Korruptionsverdacht. Zypern war wegen Problemen in seinem überdimensionierten Bankensektor im Jahr 2013 nur mithilfe der Euro-Partner und des Internationalen Währungsfonds (IWF) vor der Pleite bewahrt worden. Dabei flossen etwa sieben Milliarden Euro. Anleger mussten zudem mit einer Zwangsabgabe zur Rettung beitragen, außerdem wurden dem Land strikte Spar- und Reformmaßnahmen auferlegt. Im Jahr 2016 endete das Hilfsprogramm. Anzeige Die zyprische Regierung bestätigte, dass der EU-Staat die...

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Emmy-Auftritt: Was der Spicer-Auftritt über die amerikanische Politik aussagt

Anzeige Wir leben in Zeiten, die im ICE-Tempo dahinflitzen, deswegen ist es möglich, dass niemand sich mehr an „Comical Ali“ erinnert – den Propagandaminister des Baath-Regimes im Irak, Mohammed al-Sahaf. Seine Fernsehauftritte während des Krieges 2003 wurden legendär: Während amerikanische Soldaten längst in Bagdad eindrangen, verkündete er mit überschnappender Stimme, die Amerikaner begingen angesichts der Überlegenheit der irakischen Truppen massenweise Selbstmord. Und während hinter ihm deutlich sichtbar amerikanische Panzer durchs Bild fuhren, erklärte „Comical Ali“: „Es gibt keine amerikanischen Ungläubigen in Bagdad. Niemals! Wir gewinnen diesen Krieg.“ Nach dem Sturz des Regimes verschwand „Comical Ali“ in der Obskurität; mittlerweile soll er mit seiner Familie in den Vereinigten Arabischen Emiraten leben. Sean Spicer – gnadenlos verhöhnt Unterdessen rächte sich Hegels Weltgeist an den Amerikanern: Er verpasste ihnen Donald Trump als Präsidenten. Dessen Pressesprecher aber wurde Sean Spicer, ein kleiner, wahrscheinlich im Privatleben eher gutmütiger Mensch mit Mondgesicht. Nach der Amtseinführung von Donald Trump – die...

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Nach Gabriel-Äußerungen: "Deutschland kann im Nordkorea-Konflikt eine wichtige Rolle spielen"

Anzeige DIE WELT: Außenminister Sigmar Gabriel hat vorgeschlagen, Nordkorea bräuchte „eine andere Sicherheitsgarantie als die Atombombe“. Welche soll das sein? Bernt Berger: Die Idee der Sicherheitsgarantien von Gabriel ist gut, aber nicht neu. Sie war auch schon Teil der Sechsparteiengespräche 2007. Das Problem lag darin, dass die Garantien zwar von den USA versprochen, aber nie umgesetzt wurden. Die Bush-Regierung hatte es nicht geschafft, sie durch den US-Kongress zu bekommen. Den Nordkoreanern ging es nur darum, dass die Amerikaner ihnen gesetzlich verbindlich zusagen, sie nicht anzugreifen. DIE WELT: Wie wahrscheinlich sind dann Sicherheitsgarantien heute? Anzeige Berger: Kurzfristig sind die Pläne Gabriels kaum umzusetzen. Nordkorea befindet sich seit über 60 Jahren im Krieg mit Südkorea – das sind die Dimensionen mit denen wir wohl umgehen müssen. Nachdem die Sicherheitsgarantien in den 2000er-Jahren nicht zustande kamen, ist Nordkorea seit 2014 umgeschwenkt auf die Bombe als Schutz der eigenen Existenz. Damit will das Regime einen neuen Status quo schaffen, um mit der USA auf Augenhöhe zu verhandeln. Die Sicherheitsgarantien von damals...

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Brandenburg: Illegal eingereiste Migranten aus Schleuser-Lkw verschwunden

Anzeige Zwei Tage nach der Entdeckung von 50 illegal eingereisten Ausländern in einem Lastwagen in Brandenburg sind 48 von ihnen wieder untergetaucht. Die Menschen seien aus der Erstaufnahmestelle in Eisenhüttenstadt verschwunden, sagte der Leiter der Einrichtung, Frank Nürnberger, am Montag im Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Bei einer Zimmerkontrolle seien nur ein Erwachsener und ein Minderjähriger angetroffen worden. „Die Zimmer sind leer“, sagte Nürnberger. Wann genau die Männer, Frauen und Kinder verschwanden ist unklar, wie Nürnberger ergänzte. Es gebe ungesicherte Informationen, wonach Menschen in Autos mit Bielefelder Kennzeichen eingestiegen seien. Als denkbare Erklärung nannte Nürnberger, dass sie von Verwandten, die bereits in Deutschland seien, abgeholt wurden. Man wolle nun abwarten, ob sich die Flüchtlinge bei einer anderen Erstaufnahmeeinrichtung meldeten. Brandenburgs Innenministerium in Potsdam bestätigte, dass ihr Verschwinden am Vormittag bemerkt wurde. Man werde nun erst einmal abwarten, hieß es auch von dort. Nur zwei Flüchtlinge aufgefunden Anzeige Zwei von den 50 irakischen Flüchtlingen sind laut Nürnberger in...

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Kieler Jamaika-Bündnis: Schon ein unvorsichtiger Satz kann eine Krise auslösen

Anzeige Es reicht in diesen Tagen manchmal schon ein unvorsichtiger Satz, eine winzige Zeitungsmeldung, um das schwarz-gelb-grüne Kieler Regierungsbündnis für einen Moment in den Krisenmodus zu versetzen. Ministerpräsident Daniel Günther, christdemokratischer Vorsteher der bundesweit einzigen Jamaika-Koalition, hat das gerade zu spüren bekommen. Günther hatte sich bei einer Wahlkampfveranstaltung seiner Partei in Lübeck dazu hinreißen lassen, einen Vergleich zwischen den beiden kleineren Bündnispartnern anzustellen. Es sei, so der Regierungschef mit Blick auf die ersten drei Monate seiner Jamaika-Koalition, beim Thema Innere Sicherheit „manchmal leichter sich mit den Grünen zu einigen als mit der FDP“. Diese Einschätzung, die am nächsten Tag allerdings ohne die Eingrenzung auf die Innere Sicherheit im Lokalteil der „Lübecker Nachrichten“ zitiert wurde, fand in Windeseile ihren Weg ins Kieler Regierungsviertel und erhitzte dort die Gemüter. Günther, der sich an die entsprechende Passage seiner Rede nicht einmal erinnern konnte, wird künftig also noch vorsichtiger formulieren müssen. Es geht ihm derzeit häufig so wie den Eltern eines...

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© 2012 bis 4012 Oliver Zdravkovic • Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS). Wohnort: Österreich, Wien.