Oliver Zdravkovic

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Deutsche Wiedervereinigung: Warum "Reparationen" im Vertrag nicht auftauchen

Anzeige Oftmals ist das, was Verträge unerwähnt lassen, wichtiger als das, was sie sagen. So ist es mit dem Dokument, das als Zwei-plus-vier-Abkommen in die Geschichte einging. Es war kein Friedensvertrag im klassischen Sinne, sondern nannte sich „Die internationale Regelung der deutschen Einheit“, auf Englisch „Treaty on the final Settlement with respect to Germany“. Sparsamer konnte man mit Worten nicht umgehen. Das aber hatte gute Gründe, vor allem die Abneigung der am Zwei-plus-vier-Prozess Beteiligten, Verhandlungen ins Uferlose auszudehnen, während in der realen Welt jeden Tag neue, krisenhafte Tatsachen entstanden und überdies niemand wissen konnte, wie lange die Sowjetunion eine verhandlungsgeneigte Regierung haben würde. Nach dem 9. November 1989, als die Mauer fiel, die Landkarten Europas zwischen Oder und Maas neu gezeichnet wurden und der Eiserne Vorhang nicht mehr feindliche Welten trennte, sondern ein rostender Überrest des Zweiten Weltkriegs wurde, gab es nicht wenige Staaten – darunter Israel, Italien und Polen –, die Ansprüche anmeldeten, bei der finalen Antwort auf die alte deutsche Frage beteiligt zu sein. Davon ist in dem...





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