Oliver Zdravkovic

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Indiegames-Rundschau: Cyberpunk, Knetmännchen und Kampfsportkünstler

Die Zeiten, in denen Indie gleichbedeutend mit Mickergrafik und Kleinststudios in den Schlafzimmern ihrer Entwickler war, sind vorbei. Zwar gibt immer noch unzählige solcher Titel und Entwickler. Doch zugleich hat sich auch ein Mittelbau entwickelt, der oftmals aus ehemaligen Entwicklern großer Studios besteht. Die Macher produzieren jetzt grafisch und spielerisch anspruchsvolle Titel, die früher selbstverständlich unter dem Dach eines Publishers entstanden wären. Diese Entwickler sind der Definition gemäß Indies, also unabhängig vom Publisher, doch ihre Spiele machen immer öfter den Großen Konkurrenz - vielleicht sollte man eher von AAA-Indies sprechen. Jüngstes Beispiel: Hellblade Senua's Sacrifice vom ehemaligen Sony-Exklusivpartner Ninja Theory hat alle Produktionsmerkmale eines Hochglanzspiels, ist aber unabhängig entstanden. Wegen seiner - eigentlich gar nicht so kurzen - Spiellänge von "nur" sechs Stunden gibt's das außergewöhnliche Programm übrigens auch zum Indie-kompatiblen halben Preis eines klassischen Vollpreistitels. Die Grenzen verschwimmen - und die Zahl der auffallend aufwendigen Indiegames nimmt zu. Observer Ins Kino kehrt der Blade Runner...





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