Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

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Spotify reicht Antrag auf Börsengang in New York ein

Der weltgrößte Musikstreaming-Dienst Spotify macht mit seinem lange erwarteten Börsengang ernst. Das schwedische Unternehmen will seine Aktien unter dem Kürzel „SPOT“ an der New York Stock Exchange listen lassen, wie aus einem am Mittwoch bei der amerikanischen Börsenaufsicht eingereichten Antrag hervorgeht. Damit nimmt einer der größten Tech-Börsengänge der letzten Jahre konkrete Formen an. Nach Einschätzung von Analysten könnte es die Firma mit zuletzt über 70 Millionen zahlenden Abonnenten auf einen Börsenwert von rund 20 Milliarden Dollar bringen. Details des Börsengangs lässt der Wertpapierprospekt jedoch offen. Beim Emissionserlös ist lediglich ein Betrag von einer Milliarde Dollar als Platzhalter angegeben. Auch wann genau die Anteilsscheine notiert werden sollen, ist noch unklar. ...

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Spionage: Oppositionspolitiker fordern Aufklärung über Hackerangriff

Oppositionspolitiker haben nach dem Hackerangriff auf das bislang als sicher geltende Datennetzwerk des Bundes und der Sicherheitsbehörden eine rasche Aufklärung gefordert. Es müsse unter anderem geklärt werden, "welche Daten konkret abgeflossen sind und ob im Zuge des Angriffs eine Sicherheitslücke verwendet wurde, die deutschen Behörden bekannt war", sagte Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz. Zuvor war ein "Angriff auf die Informationstechnik und Netze des Bundes" bekannt geworden, die das Bundesinnenministerium bestätigte. Hacker, wahrscheinlich aus Russland, hatten möglicherweise bis zu einem Jahr lang Zugriff auf Daten der Regierung. Im Auswärtigen Amt gebe es einen Vorfall, meldeten Süddeutsche Zeitung und dpa. Dabei sollen laut dpa auch Daten gestohlen worden sein. Zum Ausmaß des Angriffs wollte das Innenministerium keine Angaben machen. Mutmaßlich steckt hinter dem Hack dieselbe Gruppe, die 2015 einen Angriff auf das Netzwerk des Deutschen Bundestags durchgeführt hatte. "Wenn nach den bisherigen verheerenden Angriffen auf den Bundestag und andere nun auch das sehr viel besser geschützte...

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Ohne Denkverbote: Islamdebatte entkrampfen

Die Koffer sind ausgepackt, die Klamotten gewaschen, jetzt kann sich Armina Omerika auf das Sommersemester vorbereiten. Die Juniorprofessorin für Ideengeschichte des Islam ist zurück aus Zürich, wo sie als Gastprofessorin bei den Islamwissenschaftlern Geschichte und Glauben des Islams gelehrt hat. Demnächst wird sie im Juridicum auf dem Campus Bockenheim der Frankfurter Universität, wo das Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam logiert, eine Vorlesung über die Geschichte der islamischen Theologieschulen halten. Denn die Vorstellung von der absoluten Transzendenz Gottes habe sich erst im neunten Jahrhundert herausgebildet. Dazu bietet sie ein Seminar über die entsprechenden Primärquellen an und ein zweites über die Geschichte des Islam auf dem Balkan. ...

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Eine besondere Verbindung

Es war der Antrittsbesuch von Sebastian Kurz im Kreml, sein erster als österreichischer Bundeskanzler. Prompt gab es Positives zu vermelden. Zu Beginn des Gesprächs mit Präsident Wladimir Putin, als die Presse getreu den Moskauer Gepflogenheiten noch kurz im Raum war, lobten beide erfreuliche Entwicklungen in den Wirtschaftsbeziehungen. So ging es nach der Begegnung in einer Pressekonferenz weiter. Beide lobten das Projekt Nord Stream 2, das eine zweite Gaspipeline am Ostseegrund zwischen Russland und Deutschland vorsieht. Die deutsche Bundesregierung treibt das Projekt gegen den Widerstand vieler Partner voran. Zu den Kritikern, die eine wachsende Abhängigkeit von Moskau und um die Rolle von Staaten wie der Ukraine fürchten, zählt Kurz nicht. Schon, weil der österreichische Konzern OMV beteiligt ist. Man sehe Nord Stream 2 „sehr positiv“, sagte der Kanzler. Putin behauptete, das Projekt sei „entpolitisiert“ und „rein wirtschaftlich“. Auch ging es in dem Gespräch darum, wie Österreich besser an...

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Bahn will doch keine Namen historischer Personen auf ICE-Zügen

Die Deutsche Bahn will ihre neuen ICE4-Züge nach Kritik nun doch nicht nach historischen Persönlichkeiten benennen. Das sagte ein Bahnsprecher am Mittwoch. Im vergangenen Herbst hatte es empörte Reaktionen gegeben, weil einer der Züge den Namen Anne Franks tragen sollte. Das jüdische Mädchen, dessen Tagebuch später weltberühmt wurde, war 1944 in Konzentrationslager verschleppt worden, sie starb 1945 im Alter von 15 Jahren in Bergen-Belsen. Ihre Tagebücher werden heute auf der ganzen Welt gelesen. „Wir müssen einräumen, dass wir das Thema leider falsch eingeschätzt und damit Gefühle verletzt haben“, sagte der Bahnsprecher. Die Verstrickung von Reichsbahn und NS-Staat sei ein „dunkles Kapitel in der Geschichte der Eisenbahn“. Statt nach Personen sollen die Züge demnach nach deutschen Regionen, Flüssen oder Bergen benannt werden. Ein ICE4, der schon vor dem vergangenen...

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APT28: Behörden untersuchen Angriff auf Regierungsnetzwerk

Deutsche Behörden untersuchen einen Angriff auf das besonders geschützte Netzwerk des Bundes, den sogenannten Informationsverbund Berlin-Bonn, mit dem Bundesministerien unabhängig vom Internet vernetzt werden. Ein Sprecher des Innenministerium sagte Golem.de: "Wir können bestätigen, dass derzeit durch das BSI und die Nachrichtendienste ein IT-Sicherheitsvorfall untersucht wird, der die Informationstechnik und Netze des Bundes betrifft." Der Angriff soll bereits vor seiner Entdeckung im Dezember längere Zeit gelaufen sein. Sicherheitskreise vermuten dahinter nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) die Gruppe APT28, die gemeinhin dem russischen Militärgeheimdienst GRU zugerechnet wird. Wie genau der Angriff vonstatten ging, ist derzeit noch unbekannt. Besonders betroffen sind nach derzeitiger Kenntnislage das Auswärtige Amt und das Bundesministerium der Verteidigung. Traditionell setzt APT28 stark auf sogenannte Spear-Phishing-E-Mails, um Malware oder Trojaner zu verbreiten. Auch Watering-Hole-Angriffe, bei denen Webseiten mit Malware infiziert werden, um ein bestimmtes Ziel zu infizieren, sind im Repertoire der Gruppe. Wie weit kamen die...

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T-Mobile US: Telekom-Tochter kündigt landesweites 5G-Netz an

Nokia und T-Mobile US bauen in den USA ein nationales 5G-Netz, das verschiedene Frequenzbänder unterstützt (Multiband). Das gab der finnische Mobilfunkausrüster bekannt. Dabei kommt die 5G-Ausrüstung von Nokia zum Einsatz. Zudem wird Nokia das bestehende LTE-Netz von T-Mobile weiter ausbauen und einen neuen Funkzugang, Radio Access Network (RAN), für 4G- und 5G-Kunden bereitstellen. Der Aufbau des Netzes wird im zweiten Quartal 2018 starten und soll erst im Laufe des Jahres 2020 abgeschlossen sein. Bis Ende dieses Jahres soll aber bereits das 5G-RAN auf Basis der Airscale-Produkte von Nokia fertiggestellt werden. Das Netz nutzt sowohl Funkfrequenzen im Bereich von 600 MHz wie auch 28 GHz mmWave. Es bietet laut Nokia Datenübertragungsraten von mehreren Gigabit pro Sekunde und soll eine sehr niedrige Latenz aufweisen. Begonnen werde in dicht besiedelten Gegenden, etwa in Dallas. T-Mobile will Kunden zu Hause, am Arbeitsplatz und unterwegs mit den Breitbanddiensten versorgen. Nokia-Chef Rajeev Suri sagte: "Wir freuen uns, mit T-Mobile an diesem nationalen Rollout von 5G zu arbeiten. Nokias 5G-Lösung umfasst unsere New-Radio-Lösung für hohe Datenkapazität,...

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Motorsport: Bernie Ecclestone will die Formel 1 elektrifizieren

Für Ex-Weltmeister Niki Lauda sind Rennen mit Elektroautos wie "Sex mit Socken". Auch manche seiner Nachfahren wie etwa Sebastian Vettel würden große Motoren mit vielen Zylindern den aktuellen Hybridantrieben vorziehen. Nun hat Bernie Ecclestone, ehemals Boss der Formel 1, überraschend vorgeschlagen, die Königsklasse des Motorsports mit Elektromotoren auszustatten. Derzeit berät die Formel 1 über ein neues Motorenreglement, das 2021 in Kraft treten soll. Ecclestone hat einen Bruch mit Verbrennungsmotoren vorgeschlagen: Die Formel 1 solle elektrisch und damit zu einer "Super-Formel.E" werden. "Können wir das nicht machen?", zitiert die britische Tageszeitung The Guardian Ecclestone. Die Hersteller sollten wie bisher eigene Autos bauen - anders in der Formel E, wo die Teams nur den Antrieb selbst bauen dürfen. "Das Einzige, was man vermissen würde, wäre der Lärm, und ich glaube nicht, dass die Leute nicht auf etwas kommen werden, um mehr oder weniger das alte F1-Geräusch zu erzeugen." Als die Fans sauer waren, dass die Formel-1-Boliden nach der Einführung der Hybridantriebe deutlich leiser wurden, hatte Ecclestone gefordert, die Fahrzeuge wieder lauter zu...

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Spielebranche: Crytek-Chef Cevat Yerli zieht sich zurück

Das Frankfurter Entwicklerstudio Crytek verliert seinen langjährigen Chef: Cevat Yerli (39) zieht sich von dem Posten zurück. Seine Aufgaben übernehmen seine älteren Brüder Avni und Faruk, die Crytek 1999 zusammen mit Cevat in Coburg gegründet und zu einem der wichtigsten deutschen Spieleproduzenten gemacht haben. Vor allem aber genießt Crytek weltweit einen Ruf als Hersteller der Cryengine, auf der unter anderem Kingdom Come Deliverance basiert. In einer Pressemitteilung nennen Crytek und Yerli keinen Grund für den Wechsel an der Spitze. "Ich freue mich darauf, Crytek weiterhin als Großaktionär zu unterstützen und bin sehr gespannt, was das Morgen bringt", schreibt Cevat Yerli. Crytek hat gerade das Actionspiel Hunt Showdown im Early Access auf Steam veröffentlicht. In den vergangenen Jahren hatte die Firma aber auch mit Problemen zu kämpfen. Wiederholt gab es Berichte über nicht oder mit Verspätung ausbezahlte Gehälter für die Mitarbeiter. 2015 hatte Amazon dem Unternehmen mit Millionen geholfen, indem es das Recht gekauft hatte, die Cryengine unter dem Namen Lumberyard als eigene Engine (Fork) weiterzuentwickeln. Erst kürzlich wurde bekannt, dass...

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Tennis: Nadal muss passen – vielleicht bis zur Sandplatzsaison

Viel größer hätten die Gegensätze an diesem Tag nicht sein können. In Acapulco, an Mexikos sonnensicherer pazifischer Küste, saß Rafael Nadal neben dem mitfühlenden Turnierdirektor der „Abierto Mexicano“ und erklärte wenige Stunden vor seinem geplanten ersten Auftritt, er habe sich am Tag zuvor im letzten Training verletzt und könne leider nicht spielen. An einer anderen Küste, ungewöhnlich kalt und beschneit, nahm Roger Federer in Monte Carlo wieder zwei Trophäen entgegen, diesmal die Auszeichnungen der Laureus-Stiftung für den Sportler des Jahres 2017 und den Mann mit dem besten Comeback. Wann die Wege der beiden wieder zueinanderführen werden, ist im Moment völlig offen. In Acapulco erklärte Nadal, er habe alles versucht, um in bester Form antreten zu können, aber im Training habe er einen Schmerz im rechten Oberschenkel gespürt, ähnlich dem Schmerz, der ihn im...

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Syrien: Syrische Armee setzt Bombardierung von Ostghuta fort

Das vom Syrischen Zivilschutz ("Weißhelme") zur Verfügung gestellte Foto zeigt einen Mann, der in einem Wagen des Zivilschutzes sitzt, nachdem er bei einem Luftangriff auf das Gebiet in Ostghuta verletzt wurde. © Uncredited/Syrian Civil Defense White Helmets/AP/dpa Die syrische Armee hat nach einer fünfstündigen Feuerpause am Vormittag ihre Angriffe auf die Rebellen-Enklave Ostghuta fortgesetzt. Am Nachmittag sei die Region erneut bombardiert worden, teilte die der Opposition nahestehende Syrische Beobachtergruppe für Menschenrechte mit. Von unabhängiger Stelle kann dies nicht überprüft werden. Die Armee des syrischen Machthabers Baschar al-Assad bombardiert die Vororte von Damaskus seit mehreren Wochen, Unterstützung bekommt sie dabei von Russland. Eine vom UN-Sicherheitsrat beschlossene Waffenruhe für ganz Syrien wird seit dem Wochenende immer wieder gebrochen, genauso wie die von Russland vorgeschlagene Feuerpause, die seit Dienstag täglich von 9 bis...

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Sport in Kuba: Ringen um ein besseres Leben

Mehr als 150 Mädchen und Jungen reisen einmal jährlich ins kubanische Chicharrones in der Nähe von Santiago de Cuba, um bei den Ringmeisterschaften anzutreten. Vor Hunderten Zuschauern werden die besten Talente entdeckt. Ringen zählt wie Boxen und Leichtathletik zu den Erfolgssportarten Kubas. Olympiasieger und Weltmeister wie Teófilo Stevenson oder Félix Savón hat das Land bereits hervorgebracht. Damit das auch in Zukunft so sein wird, lockt Kubas Regierung junge Sportlerinnen und Sportler früh mit Förderprogrammen.

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Deutschland droht den digitalen Anschluss zu verlieren

Um seine Stellung als führende Industrienation zu halten, muss Deutschland schon in der Grundschule mit der Vermittlung digitaler Grundkompetenzen beginnen und eine nationale Strategie für Künstliche Intelligenz erarbeiten. Das fordert die Expertenkommission Forschung und Innovation (Efi), die Bundeskanzlerin Merkel an diesem Mittwoch ihr elftes Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands überreichte. Efi-Mitglied Uschi Backes-Gellner warnte dabei vor „digitalen Analphabetentum“. Georg Giersberg Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Der...

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Coreboot: Purism integriert Heads-Firmware für Laptop-TPMs

Die von Hersteller Purism verkauften Laptops verwenden als Firmware das freie Coreboot als Ersatz für ein proprietäres BIOS oder UEFI. Neue Geräte von Purism werden künftig standardmäßig mit einem TPM-Chip (Trusted Platform Module) ausgeliefert und die Coreboot-Firmware macht von dem eigens integrierten TPM-Chip ebenfalls Gebrauch. Dazu wird die Firmware-Komponente Heads integriert, die von Sicherheitsforscher Trammel Hudson stammt, der auch an dem Linuxboot-Projekt mitwirkt. Heads misst laut der Ankündigung mit Hilfe der TPM-Register den Bootprozess, was sicherstellen soll, dass Angreifer die Boot-Firmware oder -Konfiguration nicht manipuliert haben. Hat die Überprüfung von Heads festgestellt, dass keine Manipulationen vorliegen, wird das TPM als Schlüsselsafe für die Festplatten-Entschlüsselung genutzt. Zeitbasierte Einmal-Passwörter dank Heads Auch der kryptografische LUKS-Header für die Festplattenverschlüsselung lässt sich zum Beispiel an ein TPM PCR (Platform Configuration Register) binden. Zudem ist es möglich, zeitbasierte Einmal-Passwörter (Time-based One-time Password, TOTP) zu generieren. Diese vom System beim Booten erzeugten...

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Autosaw: Roboter helfen beim Möbelbauen

CNC-Fräsen, Lasercutter, 3D-Drucker: Selbermachen mit Maschinenhilfe gibt es schon länger. Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat Roboter in einen neuen Bereich des Heimwerkens eingeführt: in die Tischlerei. Autosaw heißt das System, mit dem die Forscher des Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) des MIT es Laien ermöglichen wollen, Möbel selbst zu bauen, ohne dabei die Finger zu gefährden. Zur Auswahl stehen diverse Möbel, darunter Tische und Stühle, die von einem Schreiner entworfen wurden. Der Nutzer wählt das entsprechende Design aus. Im CAD-System Onshape kann er das Möbelstück noch verändern, etwa seine Größe, und die Form an die räumlichen Gegebenheiten oder die Stabilität an den Zweck anpassen. Das fertige Design wird dann an die Roboter übergeben, die das Holz zurechtschneiden. Dafür setzen die Forscher um Jeffrey Lipton keinen Roboterarm aus der Industrie ein, sondern kleine, handelsübliche Roboter, die sie für diesen Zweck modifiziert haben: Zwei kleine Youbots von Kuka heben Bretter und lassen diese von einer Kreissäge zuschneiden. Ein Roomba-Kehrroboter des US-Herstellers iRobot wurde mit einer...

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