Oliver Zdravkovic

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Amtszeiten der Bundeskanzler: Die Geschichte ist gegen Merkel

Mit Müh und Not rettete sich der alte Kanzler Konrad Adenauer noch einmal in eine neue Koalition – was viele Beobachter ja auch heute über Angela Merkel sagen. Wie das endet? Vielleicht hilft tatsächlich ein Blick in die Geschichte. Nach den großen Verlusten in den Bundestagswahlen vom 17. September 1961 schien Adenauer politisch so gut wie erledigt zu sein. Dennoch konnte er sich während der folgenden, denkbar dramatischen Koalitionsverhandlungen noch einmal behaupten. Gerissen spielte er eine Garde jüngerer Unionspolitiker an die Wand. Verteidigungsminister Franz Josef Strauß, Wirtschaftsminister Ludwig Erhard und Bundestagspräsident Eugen Gerstenmaier hatten sich Hoffnungen auf das Kanzleramt gemacht, weil die FDP zwar mit der Union koalieren wollte, jedoch frei nach dem Motto "Adenauer muss weg" um Stimmen geworben hatte. Am Ende fiel FDP-Chef Erich Mende zwar um, ging aber persönlich (wie jetzt Andrea Nahles) nicht ins Kabinett. Philipp Gassert ist Professor für Zeitgeschichte an der Universität Mannheim. Adenauers Erfolg war von kurzer Dauer. Seine letzte Amtszeit wurde zur Qual, überschattet...





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