Oliver Zdravkovic

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Schwangerschaftsabbruch: Kristina Hänel darf nicht informieren – wir schon

Wenn an diesem Freitag das Landgericht Gießen bereits ein Urteil fällt, wird es in vielen Medien wieder heißen, die Allgemeinmedizinerin Kristina Hänel sei verurteilt worden, weil sie auf der Internetseite ihrer Praxis bewirbt, dass sie Schwangerschaftsabbrüche vornimmt. Dabei ist Werbung nun wirklich das falsche Wort für das, was die Gießener Ärztin Hänel tut, und wofür das Amtsgericht Gießen sie im November vergangenen Jahres zu einer Geldstrafe in Höhe von 6.000 Euro verurteilt hatte. Das offenbart ein Blick auf ihre Internetseite: Dort gibt es unter dem Reiter "Spektrum" lediglich einen Hinweis darauf, dass Hänel Schwangerschaftsabbrüche anbietet. Wer ihn anklickt, kann sich Informationen zusenden lassen. Vormals konnte man sich die Broschüre dazu auch direkt herunterladen. Trotzdem gilt: "Die Angeklagte hat sich (...) des Vergehens der Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft gemäß § 219a StGB strafbar gemacht", heißt es im Urteil des Gießener Amtsgerichts vom November 2017. § 219a Strafgesetzbuch verbietet, dass Ärztinnen und Ärzte zu ihrem "Vermögensvorteil" Informationen über...





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