Oliver Zdravkovic

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Arbeitsunfähigkeit: "Es ist wichtig, zu trauern"

Krebs stellt Menschen vor existenzielle Herausforderungen: Zunächst geht es ums Überleben, später aber auch oft darum, mit einer neuen Situation zufrieden zu sein – etwa wenn jemand seine Arbeit als erfüllend erlebt hat und sie nach der Krankheit nicht mehr ausüben kann. Alexander Wünsch, Psychoonkologe und Leiter der psychosozialen Krebsberatungsstelle an der Universitätklinik Freiburg, unterstützt Patienten in dieser Lage, seelisch stabil zu bleiben. ZEIT Doctor: Warum schlägt es vielen Patienten so auf die Seele, wenn sie ihrem Beruf nicht mehr oder nur eingeschränkt nachgehen können? Alexander Wünsch: Es gibt auch Betroffene, die heilfroh sind, dass sie nicht mehr arbeiten müssen. Aber wir leben in einer Gesellschaft, in der wir unseren Selbstwert oft über Produktivität definieren. Am besten jedes Jahr noch drei Prozent mehr, schneller, effektiver: Diese Haltung prägt unser Arbeitsleben und unser Körperbild. Ein Patient, der nicht mehr so leistungsfähig ist, sich aber immer daran misst, wie es vorher war, hat es schwer. Alexander Wünsch hilft...





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