Oliver Zdravkovic

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Künstliche Befruchtung: "Die Regeln sind patientenfeindlich"

DIE ZEIT: Herr Taupitz, Ihr Gutachten liest sich wie ein Ruf nach Freiheit. Als wären Ärzte und Patienten Gefangene einer rückständigen Politik. Ist das nicht übertrieben? Jochen Taupitz: Das ist kein Ruf nach Freiheit, sondern nach Vernunft. Wir möchten mit unserer Stellungnahme erreichen, dass deutsche Paare endlich auf dem Stand des aktuellen medizinischen Wissens behandelt werden dürfen. Dass dies seit vielen Jahren nicht möglich ist und die Politik daran nichts ändert, ist im Grunde ein Skandal. ZEIT: Scharfe Worte auf einem sensiblen Feld. Taupitz: Das geltende Embryonenschutzgesetz stammt aus dem Jahr 1990, der Anfangszeit der Fortpflanzungsmedizin. Eigentlich war es schon wenig später überholungsbedürftig. Dennoch gilt es weitgehend unverändert bis heute – mit negativen Folgen für die betroffenen Paare und deren Kinder. Viele Praktiken sind verboten oder stark eingeschränkt aufgrund von Befürchtungen, die sich mittlerweile als haltlos...





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