Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

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Mutiges Votum für Prokop

Noch in Kroatien hatte es Unterstützung für Christian Prokop gegeben, trotz einer verkorksten Europameisterschaft, trotz vermeintlicher Spannungen zwischen dem Bundestrainer und der Nationalmannschaft. Bob Hanning aber, der Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB), behauptete damals trotzig, dass Prokop nicht zur Disposition stehe. Nun, nach einer angeblich intensiven Aufarbeitung des Geschehens, darf Prokop tatsächlich bleiben. Das wurde am späten Montagnachmittag in Hannover bekannt gegeben, nach einer außerordentlichen Sitzung des DHB-Präsidiums. Es sprach dem 39 Jahre alten Prokop also das Vertrauen aus – mit ihm werden somit die nächsten Großereignisse in Angriff genommen. ...

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DHB hält überraschend an Prokop fest

Der Deutsche Handballbund (DHB) hält nach einer wochenlangen Hängepartie überraschend an Bundestrainer Christian Prokop fest. Trotz des desolaten EM-Auftritts in Kroatien soll der 39-Jährige die DHB-Auswahl auch in die Heim-WM im Januar 2019 führen, wie DHB-Präsident Andreas Michelmann am Montag in Hannover sagte. „Es hat eine deutliche Entwicklung beim Trainer gegeben. Was uns dazu veranlasst hat, ihm zu glauben, dass er diesen Weg auch weiter gehen kann“, sagte Michelmann. Zuvor hatte sich die DHB-Spitze rund zwei Stunden lang in einem Hotel am Flughafen beraten und die Gründe für die schwache EM aufgearbeitet. Mit dieser Entscheidung hatte allein schon angesichts der langen EM-Analyse kaum jemand gerechnet. Noch am Wochenende hatte Bundesliga-Boss Uwe Schwenker von anhaltenden „atmosphärischen Störungen“ zwischen Prokop und der Mannschaft gesprochen. Dass sich diese...

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Österreicher beantragen Perso per App

Während Deutschland noch darüber diskutiert, wie den Bürgern lange Schlangen auf dem Amt erspart werden können, wird das Nachbarland Österreich schon aktiv: Hier sollen sich die Menschen demnächst einen Ausweis über das Smartphone beschaffen können. Michaela Seiser Wirtschaftskorrespondentin für Österreich und Ungarn mit Sitz in Wien. F.A.Z. Damit will die Koalition aus ÖVP und...

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Wenig Aufbruch, viel Stillstand

Wer sich Prishtina mit dem Flugzeug nähert, kann sie sehen: zwei große Kohlekraftwerke, die der kosovarischen Hauptstadt einen wenig schmeichelhaften Superlativ bescheren. An vielen Tagen im Jahr ist die Luftverschmutzung nirgendwo in Europa schlimmer als hier. „Vergiftet uns nicht“, steht auf Protestplakaten frustrierter Bürger, die Angst um ihre Gesundheit haben. Kosovos Regierung reagierte zuletzt mit vereinzelten Fahrverboten für Autos. Doch so lange keine besseren Filter in die Kraftwerke gebaut werden und der Großteil der Menschen im Kosovo nicht aufhört, aus Mangel an preiswerten Alternativen auch daheim mit Kohle zu heizen, dürfte sich nicht viel ändern. „Ja, unser Land steht weiterhin vor großen Herausforderungen“, sagt Ministerpräsident Ramush Haradinaj im...

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Gegen die leere Wand

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Da ist noch eine Rechnung offen

Die FPÖ, seit Dezember in Österreich als Juniorpartnerin der ÖVP in der Regierung, setzt sich mit ihrem Versuch, rechtsextreme Berührungspunkte in der Vergangenheit aufzuarbeiten, offenbar erheblichen innerparteilichen Spannungen aus. Bekundet wird Zustimmung, hinter vorgehaltener Hand werden aber auch Zweifel geäußert, ob man nicht das Geschäft des politischen Gegners betreibe. Gemischt waren auch die Reaktionen aus Burschenschaften, aus denen die rechte Partei viele ihrer Funktionäre rekrutiert. Dort verwahrte man sich dagegen, allgemein die eigenen Archive für wissenschaftliche Untersuchungen zu öffnen. Als Privatvereine sei man der Partei nicht verpflichtet und könne von ihr nicht verpflichtet werden. ...

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Die goldene Antwort auf ein Ärgernis

Acht Goldmedaillen hatten deutsche Sportler in Sotschi gewonnen. In Pyeongchang vier Jahre später ist die erste Wettkampfwoche noch nicht einmal vorbei, und es ist schon eine mehr. Die deutschen Rennrodler, vor vier Jahren für die Hälfte der Olympiasiege verantwortlich, gewannen am späten Donnerstagabend zum dritten Mal Gold in Südkorea. Es ist die neunte Goldmedaille der deutschen Olympiamannschaft in sechs Tagen. Es war wieder eisig kalt am Alpensia Sliding Centre, aber ein paar Nordamerikaner feierten eine Party wie an den Stränden Floridas und Mexikos zum „Spring...

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Joachim Herrmann will eng mit der FPÖ zusammenarbeiten

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat beim Antrittsbesuch seines neuen österreichischen Amtskollegen Herbert Kickl (FPÖ) eine enge Zusammenarbeit angekündigt. Beide Politiker sprachen nach einem Treffen am Donnerstag von vielen Gemeinsamkeiten in Fragen der Asyl- und Sicherheitspolitik. „Bayern ist in Sachen Sicherheit ein wesentlicher Partner“, erklärte Kickl von der rechtspopulistischen FPÖ. Sie verständigten sich auf gemeinsame grenzüberschreitende Ziele der Zusammenarbeit: Grenzkontrollen: Beide Minister sprachen sich für eine weitere Verlängerung der Kontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze aus. Der Schutz der EU-Außengrenzen sei derzeit noch nicht ausreichend, erklärten Herrmann und Kickl nach ihrem Treffen. An der deutsch-österreichischen Grenze solle der Verkehr daher für ein weiteres halbes Jahr kontrolliert werden. „Es wäre...

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Goldenes Rodel-Finale

Cheftrainer Norbert Loch ging in die Knie, zeigte die Fäuste und ließ zwei Urschreie heraus. Als die Rodel-Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt am Donnerstag ins Ziel des Olympic Sliding Centres in Pyeongchang gerauscht waren und das deutsche Quartett zum olympischen Gold im Teamwettbewerb geführt hatten, entlud sich beim 55-Jährigen die ganze Anspannung der vergangenen Wochen und Monate. „Der Schrei kam aus Freude. Mit so einer starken Mannschaft heute aufzutreten und das so runterzufahren, das war sensationell“, sagte Loch. Natalie Geisenberger, Johannes Ludwig und Wendl/Arlt wiederholten den Olympiasieg bei der damaligen Premiere in Sotschi 2014 und sorgten nun auch in Südkorea für einen goldenen Abschluss. „Wir genießen den Moment, wir haben etwas geschafft, was uns sehr wichtig war und wofür wir vier Jahre sehr hart gearbeitet haben“, meinte Geisenberger. Arlt...

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Deutsche Rodler holen nächstes Gold

Zwei Urschreie von Cheftrainer Norbert Loch hallten durch den Olympic Sliding Centre in Pyeongchang, als die Rodel-Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt ins Ziel gerauscht waren und das deutsche Quartett zum olympischen Gold im Teamwettbewerb geführt hatten. Natalie Geisenberger, Johannes Ludwig und Wendl/Arlt wiederholten am Donnerstag den Olympiasieg bei der damaligen Premiere in Sotschi 2014 und sorgten nun auch in Südkorea für einen goldenen Abschluss. „Es ist sensationell, was wir erreicht haben. Das ist viel mehr als wir erwartet haben“, sagte Loch, der stolz mit den Fingern die Sechs anzeigte. Für die deutschen Rodler war der Teamerfolg die sechste Medaille der Wettbewerbe in Südkorea. „Wir haben uns akribisch vorbereitet. Vier Jahre ist eine lange Zeit. Wenn es zum Schluss aufgeht, muss man es rauslassen“, begründete der Cheftrainer in der ARD seine befreienden...

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„Es gibt nur ein Mazedonien!“

Der deutsche Fußballspieler Rudi Völler und der russische Schriftsteller Nikolai Gogol waren Meister ihres Fachs, doch wenn sie hier mutmaßlich erstmals in einem Atemzug genannt werden, liegt das nicht an ihrer Könnerschaft im Umgang mit Worten oder Bällen. Vielmehr müssen sie zur Klärung eines Sachverhalts herhalten, der erstens etwas kompliziert und zweitens scheinbar derart abseitig ist, dass viele Leser diesen Text vermutlich gar nicht weiterläsen, wenn sie jetzt nicht doch gern wüssten, was Völler und Gogol gemeinsam haben. Zuerst Völler. Ältere Leserinnen...

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Wie die Ukraine an den Brotfrieden erinnert

Ziemlich genau vor hundert Jahren, am 9. Februar 1918, schlossen die Ukraine und die Mittelmächte Deutschland und Österreich den ersten Friedensvertrag des Ersten Weltkriegs: den Brotfrieden. Die diplomatischen Delegationen kamen in der heute zu Weißrussland gehörenden Stadt Brest-Litowsk zur Vertragsunterzeichnung zusammen. Mit dem Friedensschluss erkannten die Mittelmächte die Unabhängigkeit der Volksrepublik Ukraine an, die sich im Januar 1918 vom revolutionären Russland gelöst hatte. Damit gab es seit dem 17. Jahrhundert zum ersten Mal wieder einen unabhängigen ukrainischen Staat. Im Gegenzug für die Anerkennung sollten das Deutsche Reich und Österreich für ihre hungernden Bevölkerungen Getreidelieferungen aus der Ukraine bekommen – daher der Name Brotfrieden. Gleichzeitig wollten die Mittelmächte die militärische Situation im Osten mit solchen Friedensschlüssen...

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Österreichs Vizekanzler: Kosovo ist ein Teil Serbiens

Der österreichische Vizekanzler Heinz-Christian Strache hat entgegen der bisherigen Politik seines Landes Serbien im Konflikt mit dem Kosovo unterstützt. „Kosovo ist ohne Zweifel ein Teil Serbiens“, sagte der Vorsitzende der FPÖ als Juniorpartner in der Regierung der Belgrader Regierungszeitung „Politika“. „Die Anerkennung des Kosovos vonseiten Österreichs haben wir heftig kritisiert, aber diese Tatsache kann man jetzt nicht mehr ändern.“ Demgegenüber will die EU den Beitrittskandidaten Serbien dazu bringen, das fast nur noch von Albanern bewohnte und seit zehn Jahren unabhängige Kosovo als selbständigen Nachbarstaat zu betrachten. Auch wenn Brüssel nicht die formale diplomatische Anerkennung verlangt, so muss Serbien vor seinem für 2025 geplanten EU-Beitritt einen „rechtsverbindlichen Vertrag“ schließen, damit der jüngste Staat Europas in alle internationalen...

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Lauda erhält Zuschlag für Fluglinie Niki

Die insolvente Air-Berlin-Tochter Niki geht nach dem Willen des österreichischen Gläubigerausschusses in die Hände von Airline-Gründer Niki Lauda. Das habe der Ausschuss einstimmig beschlossen, teilten der deutsche Insolvenzverwalter Lucas Flöther und die österreichische Masseverwalterin Ulla Reisch am Dienstagmorgen in einer gemeinsamen Presseerklärung in Wien mit. „Es wird von einer kurzfristigen insolvenzrechtlichen Genehmigung der Transaktion in Österreich und in Deutschland ausgegangen“, hieß es. Der Ausschuss hatte rund 15 Stunden beraten. Damit ist der im ersten Insolvenzverfahren in Deutschland angepeilte Deal mit dem britisch-spanischen IAG-Konzern hinfällig. Piloten drohen mit Kündigung Details zum Angebot von Lauda wurden nicht mitgeteilt. Die IAG hatte mit ihrer...

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Unter Aufsicht

Manfried Rauchensteiner ist ein Historiker, der schon viele monumentale Werke verfasst hat. In seiner jüngsten großen Monographie entwickelt er einen Erzählbogen vom Kriegsende 1918 bis zur jüngsten Zeit mit völlig österreich-untypischer Gegenwarts-Geschichtsschreibung. Dabei wird deutlich, wie der Kleinstaat wiederholt kritisch beäugt und bevormundet wurde. „Deutschösterreich“ erklärte sich 1918 zum Bestand der „Deutschen Republik“, was jedoch der am 10. September 1919 von Staatskanzler Renner in Saint-Germain-en-Laye unterzeichnete „schmerzliche Frieden“ unterband. Als Tirol und Salzburg 1921 auf Bundesländerebene den Anschluss an Bayern wollten, untersagten das die Entente-Mächte unter Androhung der Einstellung von Lebensmittellieferungen in das hungernde Land. Die Genfer Völkerbundanleihe zur Sanierung des Staatshaushalts von 1922 sah unter einem...

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© 2012 bis 4012 Oliver Zdravkovic • Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS). Wohnort: Österreich, Wien.