Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

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Abspecken nach dem großen Aufbruch

Die Geduld ist bei einigen europäischen Handball-Spitzenklubs nicht besonders ausgeprägt. Gerade mal ein Jahr und ein paar Wochen durfte Ljubomir Vranjes mit vielen Millionen Euro versuchen, aus Telekom Veszprem einen Champions-League-Sieger zu machen – dann entließ der ungarische Vorzeige-Klub den schwedischen Trainer Anfang der vergangenen Woche. Knallhart hatte der Verein Vranjes mitgegeben, was von ihm in seinem zweiten Jahr erwartet werde: das Double aus Pokal und Meisterschaft und die Teilnahme am Final-Four-Turnier in Köln Mitte 2019. Doch frühe Niederlagen beim FC Barcelona und gegen Vardar Skopje ließen das Vertrauen in Vranjes sinken – zumal Veszprem unter ihm in der Vorsaison nicht nur die ungarische Meisterschaft gegen Szeged verpasst hatte, sondern sich im Achtelfinale gegen die dänischen Halbprofis aus Skjern blamiert hatte und in der Champions League ausgeschieden...

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Nord-Mazedonien, nein danke

Es gibt zwei gute Gründe, warum westliche Regierungen wollen, dass Mazedonien der Nato beitritt und sich enger an die EU bindet: Sie wollen russischer Einflussnahme auf dem Balkan entgegenwirken und sie wollen verhindern, dass der Konflikt zwischen Slawen und Albanern im Land wieder aufbricht. Der Ausgang des Referendums über den Namensstreit wird beides nicht befördern, da helfen auch keine Appelle aus Brüssel oder Berlin. Das Quorum von fünfzig Prozent Beteiligung wurde weit verfehlt, also sollten Politiker, die sonst dauernd vom hohen Wert der Demokratie reden, das Parlament in Skopje nicht noch dazu auffordern, das Ergebnis trotzdem zu berücksichtigen. Besonders befremdlich ist, dass nun gerade in Griechenland der Nationalismus in der Region beklagt wird, denn ohne die absurden Ansprüche aus Athen gäbe es den ganzen...

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N.N.-Mazedonien

Es gibt zwei gute Gründe, warum westliche Regierungen wollen, dass Mazedonien der Nato beitritt und sich enger an die EU bindet: Sie wollen russischer Einflussnahme auf dem Balkan entgegenwirken und sie wollen verhindern, dass der Konflikt zwischen Slawen und Albanern im Land wieder aufbricht. Der Ausgang des Referendums über den Namensstreit wird beides nicht befördern, da helfen auch keine Appelle aus Brüssel oder Berlin. Das Quorum von fünfzig Prozent Beteiligung wurde weit verfehlt, also sollten Politiker, die sonst dauernd vom hohen Wert der Demokratie reden, das Parlament in Skopje nicht noch dazu auffordern, das Ergebnis trotzdem zu berücksichtigen. Besonders befremdlich ist, dass nun gerade in Griechenland der Nationalismus in der Region beklagt wird, denn ohne die absurden Ansprüche aus Athen gäbe es den ganzen...

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„Beide Lager können behaupten, dass sie gewonnen haben“

Bei dem „Nato-Referendum“ in Mazedonien hat eine Mehrheit von 90 Prozent der Teilnehmenden für das von der Regierung unterzeichnete Abkommen zur Lösung des „Namensstreits“ mit Griechenland gestimmt – aber zugleich wurde die gesetzlich vorgeschriebene Mindestbeteiligung von 50 Prozent deutlich verfehlt. Kaum mehr als ein Drittel der registrierten Wahlberechtigten hat abgestimmt. Sašo Ordanoski, einer der bekanntesten Publizisten Mazedoniens, erklärt wie es nun weitergeht. Herr Ordanoski, wer hat nun gewonnen – die Befürworter oder die Gegner des Abkommens mit...

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Referendum an niedriger Wahlbeteiligung gescheitert

Die Volksabstimmung in Mazedonien zur Weichenstellung für die Westintegration des kleinen Balkanlandes ist gescheitert. An der Abstimmung hätten sich nur rund 34 Prozent der 1,8 Millionen Wahlberechtigten beteiligt, berichtete die staatliche Wahlkommission am Sonntagabend eine halbe Stunde vor Schließung der Wahllokale in Skopje. Für eine Gültigkeit des Referendums hätten mehr als die Hälfte der Stimmberechtigten teilnehmen müssen. Ein Scheitern hatte sich schon am frühen Nachmittag abgezeichnet. Bei der Entscheidung ging es um die vom Nachbarn Griechenland erzwungene Änderung des Staatsnamens, der in Zukunft Nord-Mazedonien heißen sollte. Athen hatte fast drei Jahrzehnte lang jede Annäherung des Balkanstaates an die Nato und EU blockiert, um Skopje zum Einlenken zu bewegen. Begründet wurde diese Position mit der gleichnamigen nordgriechischen Provinz. Nach einem Ja zum neuen...

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Referendum droht wegen geringer Beteiligung zu scheitern

Trotz massiver Werbung durch zahlreiche westliche Politiker haben die Bürger Mazedoniens sich bei dem Referendum zurückgehalten, das die Weichen für die Zukunft des kleinen Balkanstaates stellen soll. Bis 15 Uhr hätten nur 22,5 Prozent der 1,8 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, berichtete die staatliche Wahlkommission in Skopje. Damit die Volksabstimmung überhaupt gültig ist, müssten aber mehr als die Hälfte der Wähler teilnehmen. Die Wahllokale schließen um 19 Uhr. Parlament kann trotzdem entscheiden Im Zentrum steht die Umbenennung Mazedoniens in Nord-Mazedonien. Das hatte der Nachbar Griechenland wegen seiner gleichnamigen Nordprovinz erzwungen. Als Druckmittel hatte Athen fast drei Jahrzehnte lang jede Annäherung Mazedoniens an die Nato und die EU blockiert. Ein Ja bei der Abstimmung würde den Weg frei machen für einen schnellen Beitritt des Balkanstaates zur...

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Die Angst vor Russland im Nacken

Der 30. September 2018 ist ein historischer Tag in der Geschichte Mazedoniens. An diesem Sonntag stimmen die Mazedonier darüber ab, ob sie einer Lösung des seit Jahrzehnten schwelenden Namensstreits mit Griechenland zustimmen. Gewinnt die mazedonische Regierung das Referendum, werden die Türen für einen Nato-Beitritt des Balkanstaates geöffnet. Vertrauliche Protokolle der mazedonischen Staatsführung, die FAZ.NET vorliegen, dokumentieren, wie schwierig schon der bisherige Weg zu einer Lösung war. Am 31. Januar 2018 traf sich die politische Führung Mazedoniens zu einer wichtigen Sitzung. Laut dem als...

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Slawen unter Palmen

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Sei ein Frosch!

Der amerikanische Verteidigungsminister James Mattis hat die Mazedonier dazu aufgerufen, bei dem „Nato-Referendum“, das am 30. September in dem Balkanstaat abgehalten wird, für einen Beitritt ihres Landes zu der von Washington geführten Militärallianz zu stimmen. Das nahende Referendum sei für Mazedonien „die wichtigste Wahl in der Geschichte“, sagte Mattis bei einer Pressekonferenz mit dem mazedonischen Regierungschef Zoran Zaev sowie Verteidigungsministerin Radmila Šekerinska in Skopje. Mazedoniens Bevölkerung sei am 30. September dazu aufgerufen, über ihre Zukunft zu entscheiden, und habe dafür die Unterstützung der Vereinigten Staaten, sagte Mattis. ...

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Mattis warnt Russland vor Einmischung in Mazedonien

Kurz vor dem mazedonischen Referendum über eine Nato- und EU-Mitgliedschaft hat der amerikanische Verteidigungsminister Jim Mattis Russland vor einer Einmischung gewarnt. „Wir wollen nicht, dass Russland dort das tut, was es in so vielen anderen Ländern versucht hat“, sagte Mattis am Montag bei einem Besuch in dem Balkanland. Es gebe keine Zweifel, dass Russland umfangreiche Kampagnen fahre und dafür Geld transferiert habe. Diese Einmischung beunruhige ihn. Russland wies die Anschuldigungen der amerikanischen Regierung zurück. Die Vereinigten Staaten vermuten, dass die Regierung in Moskau versucht, mit Hilfe pro-russischer Gruppen das Referendum zu untergraben und Desinformationen zu verbreiten. Auch EU-Politiker sind besorgt. Am 8. September hatte Kanzlerin Angela Merkel deshalb Skopje besucht, um dem Land die europäische Solidarität zu versichern und für ein Ja beim Referendum zu werben. Außenminister Heiko Maas...

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Mattis warnt Russland vor Sabotage des Mazedonien-Referendums

Kurz vor dem mazedonischen Referendum über eine Nato- und EU-Mitgliedschaft hat der amerikanische Verteidigungsminister Jim Mattis Russland vor einer Einmischung gewarnt. „Wir wollen nicht, dass Russland dort das tut, was es in so vielen anderen Ländern versucht hat“, sagte Mattis am Montag bei einem Besuch in dem Balkanland. Es gebe keine Zweifel, dass Russland umfangreiche Kampagnen fahre und dafür Geld transferiert habe. Diese Einmischung beunruhige ihn. Russland wies die Anschuldigungen der amerikanischen Regierung zurück. Die Vereinigten Staaten vermuten, dass die Regierung in Moskau versucht, mit Hilfe pro-russischer Gruppen das Referendum zu untergraben und Desinformationen zu verbreiten. Auch EU-Politiker sind besorgt. Am 8. September hatte Kanzlerin Angela Merkel deshalb Skopje besucht, um dem Land die europäische Solidarität zu versichern und für ein Ja beim Referendum zu werben. Außenminister Heiko Maas...

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Tsipras verspricht Griechen wieder steigenden Lebensstandard

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat für die kommenden Monate und Jahre höhere Löhne und Renten sowie niedrigere Steuern versprochen. Allerdings müssten die Reformen fortgesetzt werden. Alle Maßnahmen zur Anhebung des Lebensstandards würden im Einklang mit den Gläubigern angegangen. „Wir sind entschlossen, das (mit den Gläubigern) Vereinbarte einzuhalten“, sagte Tsipras am Samstagabend bei einer Rede zur Eröffnung einer Handelsmesse in Thessaloniki. Die Gewerkschaften riefen dennoch zu Protesten gegen Arbeitslosigkeit und Sparpolitik auf. Überschattet wurde die Eröffnung der Messe durch eine gewalttätige Demonstration von Nationalisten, die gegen den zwischen Athen und Skopje erzielten Kompromiss im Streit um den Namen Mazedoniens protestierten. Tsipras hob in seiner Rede hervor, dass die griechische Wirtschaft dieses Jahr voraussichtlich um 2,5 Prozent wachsen...

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Griechenland kritisiert russische Ausweisung von Diplomaten

Griechenland hat die von Russland angeordnete Ausweisung griechischer Diplomaten als „willkürlich“ und unbegründet verurteilt. Die Reaktion auf die von Athen im Juli verfügte Ausweisung von zwei russischen Diplomaten sei ungerechtfertigt, erklärte das griechische Außenministerium am Freitag. Kein Land in der Welt könne Versuche dulden, „Staatsbedienstete zu bestechen, seine Außenpolitik zu untergraben und sich in seine inneren Angelegenheiten einzumischen“. Das staatliche griechische Fernsehen hatte im vergangenen Monat berichtet, Athen beschuldige Russland, Proteste gegen die Einigung mit Skopje über den neuen Namen Nord-Mazedonien für das Nachbarland zu schüren. Griechenland hatte wegen des Namensstreits den Beitritt Mazedoniens zur Europäischen Union und zur Nato-Militärallianz blockiert. Athen befürchtete,...

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Moskaus Sabotageversuche

Mazedonien ist ein fragiler Staat. Die Gründe dafür liegen in seinem Inneren, insbesondere im schwierigen Verhältnis zwischen der slawischen Mehrheit und der albanischen Minderheit. Aber eines der größten Hindernisse für die Überwindung dieser Schwierigkeiten war seit der Unabhängigkeit Mazedoniens 1991 ein äußerer Faktor: der Streit mit Griechenland, das dem Land seinen Namen nicht zugestehen wollte, weil schon eine nordgriechische Provinz so heißt. Dieser (groteske) Konflikt war ein Grund steter Unruhe, weil er eines der wenigen Ziele, die Albaner und eine Mehrheit der Mazedonier teilen, unerreichbar machte: den Beitritt zur Nato. Russland hat das als Ansatzpunkt für seine auch aus dem postsowjetischen Raum bekannte Taktik zu nutzen versucht, durch Destabilisierung Einfluss zu nehmen. Dass der Streit nun vor einer...

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Nato lädt Mazedonien zu Beitrittsgesprächen ein

Die Nato hat Mazedonien zur Aufnahme von Beitrittsgesprächen eingeladen. „Die Tür der Nato ist und bleibt offen: Wir sind übereingekommen, die Regierung in Skopje einzuladen, Beitrittsgespräche zu beginnen“, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zum Abschluss des Nato-Gipfels in Brüssel. „Wenn alle nationalen Verfahren abgeschlossen sind, um die Namensvereinbarung zu besiegeln, wird das Land der Nato als 30. Mitglied beitreten“. Die Stärke der Armee des Landes, das rund 2,1 Millionen Einwohner hat, wird mit rund 8000 aktiven Soldaten angegeben. Vorbehalte Russlands wurden in der Gipfelerklärung abgebügelt. Entscheidungen über den Erweiterungsprozess seien allein Sache der Nato, heißt es dort. Kein Dritter habe dabei ein Wort mitzureden. Griechenland hatte wegen des Namensstreits den Beitritt Mazedoniens...

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