Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

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Griechenland kritisiert russische Ausweisung von Diplomaten

Griechenland hat die von Russland angeordnete Ausweisung griechischer Diplomaten als „willkürlich“ und unbegründet verurteilt. Die Reaktion auf die von Athen im Juli verfügte Ausweisung von zwei russischen Diplomaten sei ungerechtfertigt, erklärte das griechische Außenministerium am Freitag. Kein Land in der Welt könne Versuche dulden, „Staatsbedienstete zu bestechen, seine Außenpolitik zu untergraben und sich in seine inneren Angelegenheiten einzumischen“. Das staatliche griechische Fernsehen hatte im vergangenen Monat berichtet, Athen beschuldige Russland, Proteste gegen die Einigung mit Skopje über den neuen Namen Nord-Mazedonien für das Nachbarland zu schüren. Griechenland hatte wegen des Namensstreits den Beitritt Mazedoniens zur Europäischen Union und zur Nato-Militärallianz blockiert. Athen befürchtete,...

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Moskaus Sabotageversuche

Mazedonien ist ein fragiler Staat. Die Gründe dafür liegen in seinem Inneren, insbesondere im schwierigen Verhältnis zwischen der slawischen Mehrheit und der albanischen Minderheit. Aber eines der größten Hindernisse für die Überwindung dieser Schwierigkeiten war seit der Unabhängigkeit Mazedoniens 1991 ein äußerer Faktor: der Streit mit Griechenland, das dem Land seinen Namen nicht zugestehen wollte, weil schon eine nordgriechische Provinz so heißt. Dieser (groteske) Konflikt war ein Grund steter Unruhe, weil er eines der wenigen Ziele, die Albaner und eine Mehrheit der Mazedonier teilen, unerreichbar machte: den Beitritt zur Nato. Russland hat das als Ansatzpunkt für seine auch aus dem postsowjetischen Raum bekannte Taktik zu nutzen versucht, durch Destabilisierung Einfluss zu nehmen. Dass der Streit nun vor einer...

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Nato lädt Mazedonien zu Beitrittsgesprächen ein

Die Nato hat Mazedonien zur Aufnahme von Beitrittsgesprächen eingeladen. „Die Tür der Nato ist und bleibt offen: Wir sind übereingekommen, die Regierung in Skopje einzuladen, Beitrittsgespräche zu beginnen“, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zum Abschluss des Nato-Gipfels in Brüssel. „Wenn alle nationalen Verfahren abgeschlossen sind, um die Namensvereinbarung zu besiegeln, wird das Land der Nato als 30. Mitglied beitreten“. Die Stärke der Armee des Landes, das rund 2,1 Millionen Einwohner hat, wird mit rund 8000 aktiven Soldaten angegeben. Vorbehalte Russlands wurden in der Gipfelerklärung abgebügelt. Entscheidungen über den Erweiterungsprozess seien allein Sache der Nato, heißt es dort. Kein Dritter habe dabei ein Wort mitzureden. Griechenland hatte wegen des Namensstreits den Beitritt Mazedoniens...

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Athen weist russische Diplomaten aus

Griechenland will zwei russische Diplomaten ausweisen, denen Bestechung von Kirchenvertretern und Politikern vorgeworfen wird. Zudem sei die Einreise zweier weiterer russischer Diplomaten unerwünscht, berichtete die Athener Zeitung „Kathimerini“ am Mittwoch weiter. „Es hat Verhaltensweisen gegeben, die geeignete Maßnahmen notwendig machen“, erklärte dazu der griechische Regierungssprecher Dimitris Tzanakopoulos im griechischen Nachrichtensender Skai. Weitere Details nannte er nicht. Die Diplomaten hätten versucht, mit Geld Einfluss auf orthodoxe Bischöfe, auf Bürgermeister und andere Institutionen in Griechenland zu nehmen, so „Kathimerini“. Hauptziel dieser Diplomaten sei gewesen, die Beilegung des Streits zwischen Athen und Skopje um den Namen Mazedoniens zu verhindern,...

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Auf Nordafrika kommt es an

Die Idee ist nicht neu. Vor 14 Jahren schlug der damalige SPD-Innenminister Otto Schily vor, Migranten erst einmal in Nordafrika zu internieren, um sie von der lebensgefährlichen Fahrt über das Mittelmeer abzuhalten. Später unternahm Innenminister Thomas de Maizière (CDU) einen weiteren Anlauf. Aber selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel konnte im vergangenen Jahr bei ihren Gesprächen die tunesische Führung nicht von der Idee überzeugen. Bis heute heißt es in der tunesischen Hauptstadt: Keine Aufnahmelager oder Asylzentren in unserem Land. Die Gegenargumente sind nicht von der Hand zu weisen. Der Zustrom von Tausenden Flüchtlingen und Migranten könnte das kleine und politisch fragile Tunesien überfordern, das mit seinen elf Millionen Einwohnern ähnlich groß ist wie Baden-Württemberg. Das einzige demokratische Hoffnungsland, das den Arabischen Frühling überlebt hat, ist politisch sehr mit sich selbst beschäftigt. ...

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EU bewilligt Beitrittsgespräche mit Albanien und Mazedonien

Die EU-Staaten haben der Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit den Balkanländern Albanien und Mazedonien grundsätzlich zugestimmt. Die Länder müssen aber Reformfortschritte nachweisen, bevor dann Ende kommenden Jahres die ersten Gespräche beginnen könnten, wie Diplomaten am Dienstag nach Verhandlungen der Europaminister in Luxemburg berichteten. Mit der Aufnahme der Beitrittsverhandlungen will die EU die beiden Länder für ihre Reformbemühungen belohnen und sie zu weiteren Fortschritten bewegen. Albanien und Mazedonien hätten „bemerkenswerte Fortschritte“ gemacht, sagte der deutsche Europastaatsminister Michael Roth (SPD). Zudem spielen sicherheitspolitische und wirtschaftliche Interessen der EU eine Rolle. Die Balkanstaaten liegen inmitten der EU und grenzen an...

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Mazedonien will EU-Beitrittsgespräche

Wenige Tage vor dem EU-Gipfel hat der mazedonische Regierungschef Zoran Zaev an die Staats- und Regierungschefs appelliert, grünes Licht für Beitrittsverhandlungen zu geben. „Das wäre die Anerkennung der bisherigen Reformen und gäbe einen Impuls für weitere Reformen“, schrieb der Spitzenpolitiker in einem am Dienstag in Skopje veröffentlichten Brief. Außerdem habe die Umsetzung des Abkommens mit dem Nachbarn Griechenland über die Beilegung des jahrzehntelangen Namensstreits nur so eine Chance. Staatspräsident Djordje Iwanow hatte sich Stunden zuvor geweigert, den am 17. Juni von Mazedonien und Griechenland erzielten und vom mazedonischen Parlament bereits gebilligten Kompromiss im Namensstreit zu unterzeichnen. „Ich akzeptiere die Verfassungsänderung mit dem geänderten Staatsnamen nicht“, schrieb er an das Parlament. ...

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Das Dilemma der griechischen Nationalisten

Drei Sätze aus einem Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung haben in Griechenland einen heftigen, weiter andauernden Streit zwischen der Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras und Oppositionsführer Kyriakos Mitsotakis ausgelöst. Der Konflikt sagt viel über die innenpolitische Lage Griechenlands kurz vor Ende des dritten, vermeintlich letzten griechischen Hilfsprogramms aus, das im August ausläuft. In dem Text, dessen abschließende Passage zum Anlass der Athener Fehde wurde, geht es um die Haltung der griechischen Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND) zum...

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Griechenland und Mazedonien legen Namensstreit bei

Griechenland und Mazedonien haben am Sonntag eine Vereinbarung zur Beilegung des seit gut einem Vierteljahrhundert andauernden Streits um den Namen Mazedonien unterzeichnet. Danach soll die ehemalige jugoslawische Teilrepublik sich künftig Nord-Mazedonien nennen. Als Gegenleistung will Athen den Weg des Landes zur Nato und in die EU nicht länger blockieren. Die Vereinbarung wurde von den Außenministern der beiden Nachbarstaaten in der Grenzregion des Prespa-Sees unterzeichnet. Anwesend waren auch die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn sowie Vertreter der Vereinten Nationen (UN). Die Zeremonie wurde direkt im Fernsehen beider Nachbarstaaten übertragen. „Wir machen einen historischen Schritt“, erklärte der griechische Regierungschef Alexis Tsipras. Ein neues Zeitalter der...

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Griechenlands Regierungschef Tsipras übersteht Misstrauensvotum

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat einen Misstrauensantrag der Opposition im Zusammenhang mit einem Namensstreit mit Mazedonien überstanden. Im Parlament sprachen am Samstagabend 153 Abgeordnete Tsipras ihr Vertrauen aus, 127 stimmen dagegen. Die konservative Partei Neue Demokratie wollte eine Vereinbarung im Namensstreit mit Mazedonien durch ein Misstrauensvotum gegen Tsipras stoppen. Oppositionsführer Kyriakos Mitsotakis warf Tsipras vor, sich im Parlament nicht auf eine klare Mehrheit zu stützen und deswegen kein Mandat für eine Entscheidung in dem seit Jahrzehnten andauernden Streit mit Mazedonien zu haben. Am Dienstag hatte Tsipras den Kompromiss vorgestellt, nach dem sich die ehemalige jugoslawische Teilrepublik nicht mehr Republik Mazedonien sondern künftig...

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Misstrauensantrag gegen Tsipras

Die konservative griechische Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND) hat am Donnerstag ein Misstrauensvotum gegen den griechischen Regierungschef Alexis Tsipras beantragt. Grund sei, dass Tsipras nicht die Mehrheit habe, um einen Kompromiss im Namensstreit zwischen Mazedonien und Griechenland mit dem mazedonischen Regierungschef Zoran Zaev zu unterzeichnen. Dies erklärte ND-Chef Kyriakos Mitsotakis im Parlament. Die Debatte soll nach Auskunft eines Parlamentssprechers um 17.00 Uhr beginnen. Die Regierungskoalition verfügt im Parlament über 154 der insgesamt 300 Sitze. Griechenland und Mazedonien hatten am Dienstag angekündigt, ihren über 25 Jahre dauernden Zwist um den Namen der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik beilegen zu wollen. Mazedonien soll seinen Namen auf Nordmazedonien ändern. Als Gegenleistung will Athen den Weg für den Beitritt des Landes zur Nato und für die Aufnahme...

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„Dieses Abkommen löscht die Geschichte dieses Landes aus“

Mazedoniens Staatspräsident Djordje Iwanow hat dem Kompromiss im Streit um den Staatsnamen seines Landes eine klare Absage erteilt. „Ich werde diese Vereinbarung nicht unterschreiben“, sagte Iwanow am Mittwoch in Skopje. Auch die Opposition in Griechenland und Mazedonien kündigte an, das von den beiden Regierungschefs Alexis Tsipras und Zoran Zaev erzielte Abkommen zu Fall bringen zu wollen. Die beiden Länder hatten am Vortag angekündigt, ihren über 25 Jahre dauernden Zwist um den Namen der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik beilegen zu wollen. Mazedonien soll seinen Namen auf Nord-Mazedonien (Mazedonisch: Severna Makedonija) ändern. Bei Umsetzung der Vereinbarung wird Athen den Weg für den Beitritt Mazedoniens zur Nato und für die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen freimachen. EU, Nato und die Vereinten Nationen (UN) begrüßten die Einigung. ...

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„Ein historischer Moment für den Balkan“

Der Streit schien absurd, die Folgen jedoch waren ernst: Seit fast drei Jahrzehnten hat Griechenland die Westintegration des Balkanstaates Mazedonien verhindert. Begründung: Der Name Mazedonien beziehe sich auf Alexander den Großen, und der sei nun einmal ein Repräsentant der antiken hellenischen Kultur gewesen. Die slawischen Bewohner des sich heute widerrechtlich so bezeichnenden Staates Mazedonien, einer ehemaligen Republik Jugoslawiens, hätte daher nicht das Recht, diesen Namen zu tragen. Schließlich seien Slawen erst im sechsten Jahrhundert nach Christus auf den Balkan gekommen, also fast ein Jahrtausend...

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Tsipras verkündet Einigung mit Mazedonien

Nach jahrelangem Streit haben sich die Regierungschefs Mazedoniens und Griechenlands, Zoran Zaev und Alexis Tsipras, auf einen Kompromiss für den Namen der früheren jugoslawischen Teilrepublik verständigt. „Wir haben uns geeinigt. Ich bin glücklich“, sagte Tsipras am Dienstag im griechischen Staatsfernsehen (ERT). Vorangegangen waren mehrmonatige Verhandlungen zwischen beiden Staaten Südosteuropas unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen (UN). Wichtigster Punkt des Projektplans (Roadmap) zur Beilegung des Streits ist nach den Worten von Tsipras, dass der nördliche Nachbar Griechenlands seine Verfassung ändert und den Namen Mazedonien „mit einer zusätzlichen geografischen Bezeichnung“ annimmt. Griechische Medien berichteten, der neue Name solle „Republik Nord Mazedonien“ sein. ...

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Kein Happy End für Klein

Dominik Klein stand enttäuscht auf dem Parkett der Kölner Lanxess Arena und sah mit seinen Teamkollegen vom HBC Nantes dem neuen Champions-League-Sieger Montpellier HB wehmütig bei der ausgelassenen Jubel-Party zu. Der Handball-Weltmeister von 2007 verpasste zum Abschluss seiner Karriere durch eine 27:32 (13:16)-Endspielniederlage seinen vierten Triumph in der Königsklasse. Klein, der 2007, 2010 und 2012 jeweils mit dem deutschen Rekordmeister THW Kiel in der Champions League triumphiert hatte, tritt mit insgesamt 26 nationalen und internationalen Titeln aber dennoch als einer der erfolgreichsten deutschen Spieler von der großen Handball-Bühne ab. „Wir müssen die Emotionen mitnehmen“, hatte Klein nach dem überraschend klaren 32:28-Halbfinalsieg gegen Topfavorit Paris St. Germain gesagt. Doch im Finale konnte der 34-Jährige, der drei Tore erzielte, kaum Akzente setzen....

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