Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

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Das Dilemma der griechischen Nationalisten

Drei Sätze aus einem Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung haben in Griechenland einen heftigen, weiter andauernden Streit zwischen der Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras und Oppositionsführer Kyriakos Mitsotakis ausgelöst. Der Konflikt sagt viel über die innenpolitische Lage Griechenlands kurz vor Ende des dritten, vermeintlich letzten griechischen Hilfsprogramms aus, das im August ausläuft. In dem Text, dessen abschließende Passage zum Anlass der Athener Fehde wurde, geht es um die Haltung der griechischen Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND) zum...

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Griechenland und Mazedonien legen Namensstreit bei

Griechenland und Mazedonien haben am Sonntag eine Vereinbarung zur Beilegung des seit gut einem Vierteljahrhundert andauernden Streits um den Namen Mazedonien unterzeichnet. Danach soll die ehemalige jugoslawische Teilrepublik sich künftig Nord-Mazedonien nennen. Als Gegenleistung will Athen den Weg des Landes zur Nato und in die EU nicht länger blockieren. Die Vereinbarung wurde von den Außenministern der beiden Nachbarstaaten in der Grenzregion des Prespa-Sees unterzeichnet. Anwesend waren auch die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn sowie Vertreter der Vereinten Nationen (UN). Die Zeremonie wurde direkt im Fernsehen beider Nachbarstaaten übertragen. „Wir machen einen historischen Schritt“, erklärte der griechische Regierungschef Alexis Tsipras. Ein neues Zeitalter der...

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Griechenlands Regierungschef Tsipras übersteht Misstrauensvotum

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat einen Misstrauensantrag der Opposition im Zusammenhang mit einem Namensstreit mit Mazedonien überstanden. Im Parlament sprachen am Samstagabend 153 Abgeordnete Tsipras ihr Vertrauen aus, 127 stimmen dagegen. Die konservative Partei Neue Demokratie wollte eine Vereinbarung im Namensstreit mit Mazedonien durch ein Misstrauensvotum gegen Tsipras stoppen. Oppositionsführer Kyriakos Mitsotakis warf Tsipras vor, sich im Parlament nicht auf eine klare Mehrheit zu stützen und deswegen kein Mandat für eine Entscheidung in dem seit Jahrzehnten andauernden Streit mit Mazedonien zu haben. Am Dienstag hatte Tsipras den Kompromiss vorgestellt, nach dem sich die ehemalige jugoslawische Teilrepublik nicht mehr Republik Mazedonien sondern künftig...

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Misstrauensantrag gegen Tsipras

Die konservative griechische Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND) hat am Donnerstag ein Misstrauensvotum gegen den griechischen Regierungschef Alexis Tsipras beantragt. Grund sei, dass Tsipras nicht die Mehrheit habe, um einen Kompromiss im Namensstreit zwischen Mazedonien und Griechenland mit dem mazedonischen Regierungschef Zoran Zaev zu unterzeichnen. Dies erklärte ND-Chef Kyriakos Mitsotakis im Parlament. Die Debatte soll nach Auskunft eines Parlamentssprechers um 17.00 Uhr beginnen. Die Regierungskoalition verfügt im Parlament über 154 der insgesamt 300 Sitze. Griechenland und Mazedonien hatten am Dienstag angekündigt, ihren über 25 Jahre dauernden Zwist um den Namen der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik beilegen zu wollen. Mazedonien soll seinen Namen auf Nordmazedonien ändern. Als Gegenleistung will Athen den Weg für den Beitritt des Landes zur Nato und für die Aufnahme...

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„Dieses Abkommen löscht die Geschichte dieses Landes aus“

Mazedoniens Staatspräsident Djordje Iwanow hat dem Kompromiss im Streit um den Staatsnamen seines Landes eine klare Absage erteilt. „Ich werde diese Vereinbarung nicht unterschreiben“, sagte Iwanow am Mittwoch in Skopje. Auch die Opposition in Griechenland und Mazedonien kündigte an, das von den beiden Regierungschefs Alexis Tsipras und Zoran Zaev erzielte Abkommen zu Fall bringen zu wollen. Die beiden Länder hatten am Vortag angekündigt, ihren über 25 Jahre dauernden Zwist um den Namen der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik beilegen zu wollen. Mazedonien soll seinen Namen auf Nord-Mazedonien (Mazedonisch: Severna Makedonija) ändern. Bei Umsetzung der Vereinbarung wird Athen den Weg für den Beitritt Mazedoniens zur Nato und für die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen freimachen. EU, Nato und die Vereinten Nationen (UN) begrüßten die Einigung. ...

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„Ein historischer Moment für den Balkan“

Der Streit schien absurd, die Folgen jedoch waren ernst: Seit fast drei Jahrzehnten hat Griechenland die Westintegration des Balkanstaates Mazedonien verhindert. Begründung: Der Name Mazedonien beziehe sich auf Alexander den Großen, und der sei nun einmal ein Repräsentant der antiken hellenischen Kultur gewesen. Die slawischen Bewohner des sich heute widerrechtlich so bezeichnenden Staates Mazedonien, einer ehemaligen Republik Jugoslawiens, hätte daher nicht das Recht, diesen Namen zu tragen. Schließlich seien Slawen erst im sechsten Jahrhundert nach Christus auf den Balkan gekommen, also fast ein Jahrtausend...

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Tsipras verkündet Einigung mit Mazedonien

Nach jahrelangem Streit haben sich die Regierungschefs Mazedoniens und Griechenlands, Zoran Zaev und Alexis Tsipras, auf einen Kompromiss für den Namen der früheren jugoslawischen Teilrepublik verständigt. „Wir haben uns geeinigt. Ich bin glücklich“, sagte Tsipras am Dienstag im griechischen Staatsfernsehen (ERT). Vorangegangen waren mehrmonatige Verhandlungen zwischen beiden Staaten Südosteuropas unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen (UN). Wichtigster Punkt des Projektplans (Roadmap) zur Beilegung des Streits ist nach den Worten von Tsipras, dass der nördliche Nachbar Griechenlands seine Verfassung ändert und den Namen Mazedonien „mit einer zusätzlichen geografischen Bezeichnung“ annimmt. Griechische Medien berichteten, der neue Name solle „Republik Nord Mazedonien“ sein. ...

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Kein Happy End für Klein

Dominik Klein stand enttäuscht auf dem Parkett der Kölner Lanxess Arena und sah mit seinen Teamkollegen vom HBC Nantes dem neuen Champions-League-Sieger Montpellier HB wehmütig bei der ausgelassenen Jubel-Party zu. Der Handball-Weltmeister von 2007 verpasste zum Abschluss seiner Karriere durch eine 27:32 (13:16)-Endspielniederlage seinen vierten Triumph in der Königsklasse. Klein, der 2007, 2010 und 2012 jeweils mit dem deutschen Rekordmeister THW Kiel in der Champions League triumphiert hatte, tritt mit insgesamt 26 nationalen und internationalen Titeln aber dennoch als einer der erfolgreichsten deutschen Spieler von der großen Handball-Bühne ab. „Wir müssen die Emotionen mitnehmen“, hatte Klein nach dem überraschend klaren 32:28-Halbfinalsieg gegen Topfavorit Paris St. Germain gesagt. Doch im Finale konnte der 34-Jährige, der drei Tore erzielte, kaum Akzente setzen....

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Deutsches Debakel in der Champions League

Zum zweiten Mal hintereinander wird das Finalturnier der Handball-Champions-League ohne deutsche Vereine stattfinden. Mit der SG Flensburg-Handewitt und dem THW Kiel scheiterten am Sonntag die beiden letzten Bundesligisten im Viertelfinale. Die Flensburger waren nach dem 28:28 im Hinspiel beim 17:29 (9:14) beim französischen Club Montpellier AHB chancenlos. Der THW gewann zwar das Rückspiel bei Vardar Skopje 28:27 (13:13), doch das 28:29 aus der ersten Begegnung bedeutete wegen der Auswärtstorregel das Aus. Die Mannschaft von SG-Trainer Maik Machulla zeigte in Südfrankreich eine desaströse Leistung. In der Offensive und in der Defensive lief bei den Norddeutschen kaum etwas zusammen. „Bei so einem Ergebnis müssen wir nicht nach Ausreden suchen“, sagte der Flensburger Routinier Holger Glandorf bei Sky: „Da sind wir ganz alleine dran Schuld.“ Den Kielern nutzte auch eine engagierte kämpferische Leistung beim...

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EU will Beitrittsgespräche mit Albanien und Mazedonien

Die EU-Kommission hat die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit den Balkanländern Albanien und Mazedonien empfohlen. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini erklärte den Schritt am Dienstag mit den jüngsten Reformfortschritten beider Länder. EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn sprach von grundsätzlich vielversprechenden Entwicklungen. Beide Länder hätten in den vergangenen Monaten getan viel getan, sagte Hahn. „Und das sollte anerkannt werden.“ Nun liege es an den Mitgliedstaaten, ob sie der Empfehlung folgen wollten. Dort gibt es derzeit vielfach Widerstand gegen weitere Erweiterungen. Allerdings ziehen sich Beitrittsgespräche über viele Jahre. Sie bieten auch keine Garantie, EU-Mitglied zu werden. Mit den Balkanländern Montenegro und Serbien laufen bereits Gespräche. Bosnien-Hercegovina und Kosovo gelten...

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Merkel für weitere EU-Annäherung des westlichen Balkans

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich auch angesichts stärkerer Einflussversuche Russlands und Chinas für eine weitere Annäherung des westlichen Balkans an die EU ausgesprochen. Deutschland unterstütze die EU-Perspektive für sechs Balkan-Staaten, machte Merkel nach einem Gespräch mit dem Ministerpräsidenten Mazedoniens, Zoran Zaev, am Mittwoch in Berlin deutlich. Innerhalb der Europäischen Union gibt es Bestrebungen, Beitrittsperspektiven für Mazedonien zu eröffnen. Merkel wies auf nötige weitere Reformen etwa im Rechtssystem hin. Zugleich sollten EU-Hilfen etwa für den Ausbau von Verkehrswegen schneller umgesetzt werden. Auf ein Datum für einen möglichen EU-Beitritt legte sich Merkel nicht fest. Im Vordergrund stehe die Erfüllung der Bedingungen. Zaev, der seit Juni 2017 im Amt ist, sagte, es gebe "keine Alternative" zur vollständigen Mitgliedschaft seines Landes in...

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„Es gibt nur ein Mazedonien!“

Der deutsche Fußballspieler Rudi Völler und der russische Schriftsteller Nikolai Gogol waren Meister ihres Fachs, doch wenn sie hier mutmaßlich erstmals in einem Atemzug genannt werden, liegt das nicht an ihrer Könnerschaft im Umgang mit Worten oder Bällen. Vielmehr müssen sie zur Klärung eines Sachverhalts herhalten, der erstens etwas kompliziert und zweitens scheinbar derart abseitig ist, dass viele Leser diesen Text vermutlich gar nicht weiterläsen, wenn sie jetzt nicht doch gern wüssten, was Völler und Gogol gemeinsam haben. Zuerst Völler. Ältere Leserinnen...

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Mazedonien benennt Flughafen und Autobahn um

Weitere Entspannung im Streit der Regierungen in Athen und Skopje um den Namen des nördlichen Nachbarlandes Griechenlands, der früheren jugoslawischen Republik Mazedonien: Das Athener Außenministerium hat am Dienstagabend die Umbenennung des Flughafens der mazedonischen Hauptstadt Skopje und der Nord-Süd-Autobahn in dem Land begrüßt. Der Name des Airports wurde von „Alexander der Große“ in „Internationaler Flughafen von Skopje“, der Name der Autobahn von „Alexander der Mazedonier“ in „Straße der Freundschaft“ geändert. Dies sei ein positiver Schritt, erklärte das griechische Außenministerium. „Wir hoffen, dass das ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen unseren Staaten und Völkern einleiten wird.“ Wenige Stunden zuvor hatte der mazedonische...

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Trumps Fans aus Mazedonien

Dass Donald Trump wenig Wert auf Faktentreue legt, beweist er bei jedem Auftritt im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf. Etliche seiner Aussagen halten dem Fakten-Check nicht stand. Doch das schadet ihm offenbar nicht. Auch was seine Fans im Internet angeht, hängt einiges in der Luft: Ein Viertel von Trumps Twitter-Gefolgschaft besteht aus Fake-Accounts; es gibt sogar Trump-Bots, die vorspiegeln, für Latinos zu sprechen. Unterstützung erhält Trump auch vom Balkan. Wie der „Guardian“ recherchierte, sind in der mazedonischen Stadt Veles 150 Domain-Adressen von Pro-Trump-Websites registriert, wie etwa „The Political Insider“ oder „USA Today Politics“. Benannt nach bekannten Zeitungstiteln wie „Business Insider“ respektive „USA Today“, verbreiten sie Lügengeschichten wie „Hillary’s Illegal Email Just Killed Its First American Spy“. „The Political...

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Albanien gewinnt nach Abbruch gegen Mazedonien

Die albanische Fußball-Nationalmannschaft hat das am Montag wegen eines Unwetters abgebrochene WM-Qualifikationsspiel gegen Mazedonien gewonnen. Die Partie wurde am Dienstag in der 76. Minute beim Stand von 1:1 fortgesetzt. Bekim Balaj erzielte das entscheidende 2:1 in der 89. Minute. Tags zuvor hatte zunächst Armando Sadiku die Gastgeber in Shkodra in Führung gebracht (9. Minute), ehe Ezgjan Alioski der Ausgleich für Mazedonien gelang (51.). Eine Viertelstunde vor Schluss musste das Spiel wegen heftiger Regenfälle abgebrochen werden. Die Uefa entschied noch am Abend, dass das Spiel an diesem Dienstag fortgesetzt werden würde. ...

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