Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

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Mozilla: Firefox Quantum wird mit Version 58 noch schneller

Mit der Version 57 alias Quantum hat Mozilla vor rund zwei Monaten einen deutlich beschleunigten Firefox-Browser veröffentlicht. Die nun verfügbare Version 58 führt diese Arbeiten zur Beschleunigung in einigen Teilbereichen weiter. Das gilt vor allem für das noch relativ neue Webassembly-Format (Wasm). Wie die Entwicklerin Lin Clark schreibt, sei der Browser nun in der Lage, den Code üblicherweise schneller zu kompilieren, als dieser heruntergeladen wird. Besserer Compiler und Bytecode Cache Möglich machen das Umbauarbeiten am Compiler für Wasm. Dieser nutzt nun einerseits einen zweiteiligen Ansatz aus grundlegendem sowie optimierendem Compiler. Andererseits wird für Wasm auch ein Streaming-Compiler verwendet, das heißt, dass der Code direkt kompiliert wird, sobald erste Pakete den Browser erreichen. Es muss also explizit nicht darauf gewartet werden, dass eine entsprechende Datei vollständig heruntergeladen wird, bevor diese kompiliert werden kann. Darüber hinaus nutzt der Wasm-Compiler dem Quantum-Ansatz folgend mehrere parallele Threads. Künftig soll der vom Compiler generierte Maschinencode auch im HTTP-Cache gespeichert werden. Das Kompilieren des Codes soll...

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Soziales Netzwerk: Facebook sorgt sich um seine Auswirkungen auf die Demokratie

Im Firmenblog von Facebook äußert sich Samidh Chakrabarti unter anderem zur Rolle des Netzwerks im Jahr 2016 bei den Präsidentschaftswahlen. Der für Civic Engangement zuständige Produktmanager schreibt, dass Facebook zu spät auf Initiativen aus Russland reagiert habe, bei denen rund 126 Millionen Amerikaner mit 80.000 mehr oder weniger gezielt irreführenden Beiträgen in Kontakt gekommen seien. Samidh Chakrabarti äußert sich aber auch ganz grundsätzlich dazu, welche Rolle Facebook in einer Demokratie haben könnte. "Ich wünschte, ich könnte garantieren, dass die positiven Dinge die negativen überwiegen, aber ich kann es nicht", sagt Chakrabarti. Probleme sieht er unter anderem bei der Verbreitung von Falschmeldungen sowie durch die Auswirkungen von Echokammern. Besondere Sorge bereitet ihm aber ein Punkt, der öffentlich bislang nur wenig diskutiert wird: Die Reaktion von Politikern auf das, was sie über Facebook in Bezug auf die öffentliche Meinung wahrnehmen. Chakrabarti nennt als Beispiel, dass Frauen zwar in der allgemeinen Bevölkerung die Mehrheit bildeten, sie in politischen Dialogen auf Facebook aber klar unterrepräsentiert seien. Das könnte zu...

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Fake News: Murdoch fordert von Facebook Sendegebühr für Medien

Der australische Zeitungsverleger Rupert Murdoch fordert eine Art Leistungsschutzrecht für große IT-Konzerne wie Facebook und Google. "Wenn Facebook 'vertrauenswürdige' Verlage anerkennen will, sollte es ihnen eine ähnliche Gebühr bezahlen, wie sie bei Kabel-Unternehmen üblich ist", teilte Murdochs Unternehmen Newscorp am Montag mit. Die Verlage verbesserten offensichtlich den Wert und die Integrität von Facebook durch ihre Nachrichten, würden für diese Dienste aber nicht angemessen entlohnt, schrieb Murdoch. Zu dessen Unternehmen gehören unter anderem die Londoner Tageszeitung Times, die britische Boulevardzeitung Sun, das Wall Street Journal sowie der amerikanische Kabelsender Fox News. Murdochs Vorschlag erinnert an die Debatte um das Leistungsschutzrecht in Deutschland und Europa. Hierbei drängen Verlage die Politik dazu, die Nutzung von sämtlichen Verlagsinhalten im Internet lizenzpflichtig zu machen. Die Verleger wollen dadurch an den hohen Einnahmen von Suchmaschinen wie Google oder sozialen Netzwerken wie Facebook beteiligt werden. Diese Einnahmen sollen erforderlich sein, um Qualitätsjournalismus garantieren zu können. Doch Murdochs Vergleich mit den...

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Protektionismus: Trump-Regierung verhängt Einfuhrzölle auf Solarzellen

Zölle auf Produkte aus Asien: Auf Initiative von Unternehmen erhebt die US-Regierung Einfuhrzölle auf Solarzellen und Waschmaschinen. Kritiker halten das für falsch. Nach einem Dokument der International Trade Commission (ITC) werden auf importierte Solarzellen in den kommenden vier Jahren "Schutzzölle" erhoben. Diese betragen im ersten Jahr 30 Prozent und sinken in den folgenden Jahren um jeweils fünf Prozent. Ein Teil an Importen, die ersten 2,5 GW, sind ausgenommen. Nach Erreichen dieser Grenze werden die Zölle erhoben. Zwei Solarzellenhersteller wollten die Zölle Von 2012 bis 2016 habe sich die Kapazität an Solarmodulen in den USA "mehr als verdreifacht". Grund dafür seien die künstlich niedrig gehaltenen Preise der in China hergestellten Solarzellen, heißt es in dem Dokument. Die Initiative für die Einfuhrzölle stammt von den Solarzellenherstellern Suniva und Solarworld America, die US-Tochter des deutschen Unternehmens Solarworld. Ziel der Maßnahme ist, Arbeitsplätze in den USA zu sichern. Das Gegenteil könnte allerdings der Fall sein: Der Branchenverband Solar Energy Industries of America (SEIA) befürchtet, dass durch die Entscheidung...

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Gegen FCC: US-Bundesstaat Montana verlangt Netzneutralität für Behörden

Trotz einer anderslautenden Entscheidung der US-Regulierungsbehörde FCC sollen Provider im Bundesstaat Montana bei staatlichen Aufträgen weiterhin die Netzneutralität beachten. Der demokratische Gouverneur Steve Bullock habe dazu eine entsprechende Verordnung unterzeichnet, teilte sein Büro am 22. Januar 2018 in der Hauptstadt Helena mit. Der Verordnung zufolge soll bei Verträgen mit Providern auf freies und offenes Internet geachtet werden. Auf Verträge der Breitbandanbieter mit Privatkunden wirkt sich dies jedoch nicht aus. Die FCC hatte Mitte Dezember 2017 die bisherigen Vorgaben zur Netzneutralität abgeschafft. Demnach dürfen Internetprovider selbst umstrittene Praktiken wie Blockade, Drosselung sowie bezahlte oder unbezahlte Priorisierung von Datenverkehr vornehmen, solange sie dies in transparenter Weise bekanntgeben. Demokraten gegen Republikaner "Als die FCC die Netzneutralität abschaffte, sagte sie, die Verbraucher hätten die Wahl. Der Bundesstaat Montana ist einer der größten Nutzer von Internetdiensten in unserem Staat. Heute machen wir unsere Entscheidung klar: Wir wollen Netzneutralität", sagte Bullock. Er rief andere Gouverneure und...

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Newsletter-Dienst: Mailchimp verrät E-Mail-Adressen von Newsletter-Abonnenten

Der Newsletterdienst Mailchimp hat ein Datenschutzproblem behoben, das Webseitenbetreibern ermöglicht hat, E-Mail-Adressen von Abonnenten einzusehen. Eine massenhafte Ausnutzung des Problems ist jedoch unwahrscheinlich. Das Problem wurde bereits im vergangenen Jahr vom Hacker Terence Eden an Mailchimp gemeldet und soll aktuell nicht mehr auftreten. Graham Cluley hatte zunächst über den Vorfall berichtet. Eden hatte auf seiner Webseite eindeutige Referrer von Mailchimp bemerkt, die jeweils nur einzelne Zugriffe verzeichnet hatten. Ein Klick auf den Link führte dann zum Mailchimp-Newsletter der jeweiligen Nutzer. Am Ende der Seite war ein Link vorhanden, mit dem Nutzer ihre Mail-Präferenzen einstellen konnten. Wer auf "Unsubscribe" klickte, bekam dann die vollständige Mail-Adresse des jeweiligen Abonnenten. Wer auf das "Update E-Mail-Adress"-Feld klickte, bekam hingegen nur eine verschleierte Mailadresse zu sehen. Mailchimp hat das Problem behoben Mailchimp hat das Problem nach Angaben von Edwards am 18. Januar behoben. Die einfachste Lösung dürfte sein, einfach keine Referrer mitzuschicken. Mailchimp will die eigenen Sicherheitsprozesse überarbeiten, um künftig...

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Spectre: Neuer Microcode für Haswell und Broadwell ist fast fertig

Intel hat die Überarbeitung der eigenen Microcode-Updates für Prozessoren der Haswell- und Broadwell-Serien fast abgeschlossen und will diese in den kommenden Tagen von OEM-Partnern testen lassen, wie das Unternehmen im eigenen Blog mitteilt. Zuvor hatten die Updates zur Mitigation der Sicherheitslücke Spectre 2 häufigere Neustarts von gepatchten Rechnern verursacht, außerdem gab es nach Angaben von Intel weiteres "unerwartetes Verhalten". Intel schreibt in einem Blogpost, man habe die "Wurzel" der Probleme gefunden, ohne auf Details einzugehen. Im Laufe der Woche noch solle es neue Informationen über eine erneute Veröffentlichung der Updates geben. Es ist nicht zu erwarten, dass Intel mit dem Update die Sicherheitslücke Spectre in der zweiten Variante komplett schließt. Denn zum einen sind wohl auch Modifikationen im Betriebssystem notwendig. Konkurrenz zu Googles Return Trampolines Zum anderen würde nur eine vollständige Abschaltung des Branch-Target-Buffers vollständige Sicherheit bringen. Dies wäre jedoch mit drastischen Leistungseinbußen verbunden, wie uns einer der beteiligten Sicherheitsforscher, Daniel Gruß, im Interview sagte. Intel wird also...

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Crypto-Bibliothek: OpenSSL bekommt Patch-Dienstag und wird transparenter

Das OpenSSL-Team hat eine Zusammenfassung eines seiner persönlichen Treffen veröffentlicht. Demnach haben sich die Beteiligten für einige Neuerungen in der Projektorganisation entschieden. Die für Administratoren wohl wichtigste Neuerung ist, dass Sicherheitsupdates künftig immer an einem Dienstag erscheinen sollen. Ausnahmen davon soll es nur in besonders dringenden Fällen geben. "Wir halten es nicht für notwendig, dass Menschen bereit sein müssen, ihr Wochenende zu opfern, jedes Mal, wenn eine Sicherheitslücke mit CVE-Nummer veröffentlicht wird", heißt es dazu als Begründung. Die Vorankündigung zu solchen Updates soll außerdem immer eine Woche vorher veröffentlicht werden. Damit sollten Admins genug Zeit zur Vorbereitung und ein stressfreies Wochenende haben. Öffentliche Projektdebatten Das Team hat sich außerdem dazu entschieden, mit OpenSSL-Project eine neue Mailingliste einzurichten. Diese soll für alle Interessierten öffentlich einsehbar und auch abonnierbar sein. Berechtigt zum Senden von Nachrichten seien dort aber nur Beitragende zu dem Projekt sowie die Mitglieder des OpenSSL Management Committee (OMC). So sollen interne Debatten und...

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Raumfahrt: Weltraummüll-Räumkommando mit Laserkanonen

Die Science-Fiction hat längst Mittel gegen Weltraumschrott. Mit der Laserkanone draufballern und weg ist er. Das soll einmal Realität werden, aber ohne Filmtricks wird die Sache deutlich komplizierter. Es ist gar nicht so einfach, ein Stück Schrott komplett zu verdampfen, erst recht, wenn es Hunderte Kilometer weit entfernt ist. Zum Glück ist das aber auch gar nicht nötig. Konzepte für die Bekämpfung von Weltraumschrott mit Lasern gibt es schon lange. Das Ziel ist aber nicht, den Schrott zu verdampfen. Diese Idee wurde von der Nasa untersucht und verworfen, weil sie Laser mit mehreren Hundert Megawatt Leistung erfordern würde. Es reicht völlig, ihn aus dem Weg zu räumen, möglichst in eine so tiefe Umlaufbahn, dass er in der Erdatmosphäre verglüht. Vorgeschlagen wurden schon Laserkanonen für die ISS, genauso wie Bodenstationen, die Schrott in 1.000 km Höhe beschießen sollen. Chinesische Wissenschaftler haben in einer aktuellen Veröffentlichung untersucht, was nötig wäre, um den Weltraumschrott in den am stärksten belasteten Orbits vom Weltraum aus zu bekämpfen. Nur niedrige Orbits bleiben von allein sauber Natürlich stellt Weltraumschrott für die...

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Telekom-Chef: Regulierung soll an schlechtem Glasfaserausbau schuld sein

Der Chef der Deutschen Telekom macht die Regulierung für den schlechten Glasfaserausbau zu privaten Haushalten in Deutschland verantwortlich. "Die Deutsche Telekom wird seit 20 Jahren reguliert - und jetzt beschweren sich die Leute, dass wir nicht genug in die Infrastruktur investierten", kritisierte Timotheus Höttges auf der Internetkonferenz DLD in München. Bisher hob Höttges immer die im Vergleich zu kleineren Konkurrenten hohen Investitionen der Telekom hervor. Der ursprüngliche Plan, dass auch andere Marktteilnehmer investieren würden, sei nicht aufgegangen. Solange es für sie günstiger sei, auf die Infrastruktur der Telekom zurückzugreifen, als eigene Netze aufzubauen, investierten diese nicht. Laut Experten ist jedoch nicht die Regulierung die Ursache für den geringen Ausbau in Deutschland. Andere Staaten seien hier viel weiter als Deutschland, weil dort kommunale Betriebe das Netz errichteten und im Open Access verschiedenen Anbietern gegen Entgelt die Nutzung erlaubten. Das ergab eine Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung vom Mai 2017. In Estland hatten bereits 73 Prozent, in...

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Microsoft: Großer Widerstand gegen US-Zugriff auf weltweite Cloud-Daten

Mehr als 30 externe Stellungnahmen hat der Oberste Gerichtshof der USA in einem brisanten Fall erhalten, den die Regierung in Washington an ihn herangetragen hat. Sie möchte durchsetzen, dass die US-Justiz global mit einer nationalen Richteranordnung auf Nutzerdaten von US-Firmen in der Cloud zugreifen darf - auch dann, wenn die Server im Ausland stehen. Laut der überwältigenden Mehrheit der Eingaben an den Supreme Court befindet sich die US-Regierung mit dem Ansinnen aber komplett auf der falschen Spur und brächte damit neben dem Datenschutz das internationale Rechtssystem ins Wanken. Vor einem globalen "Freifahrtschein" für alle nationalen Gerichtsbarkeiten warnen etwa die US-Aktivisten vom Electronic Privacy Information Center (EPIC) mit Unterstützung renommierter IT-Sicherheitsexperten wie Ross Anderson, Whitfield Diffie oder Bruce Schneier. Sollte der Oberste Gerichtshof die Meinung der US-Regierung teilen, "könnte jedes Land überall auf der Welt gespeicherte Daten abfragen, einschließlich in den Vereinigten Staaten". Dafür reiche allein eine nationale richterliche Entscheidung aus. Verfahren läuft seit 2013 Es gebe jedoch keinen Grund, das international...

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Rocketlab: Billigrakete startet erfolgreich in Neuseeland

In der Nacht zum Sonntag ist zum zweiten Mal eine Electron-Rakete der neuseeländischen Firma Rocketlab gestartet. Acht Monate nach dem misslungenen Startversuch im Mai 2017 setzte die Rakete zwei Lemur-2 Cubesats für Spire und einen Dove Satelliten für Planet in einem 300 x 500 km hohen elliptischen Orbit aus. Ursprünglich sollte der Start schon im Dezember stattfinden, aber in der Sommerhitze stieg die Temperatur des flüssigen Sauerstoffs in der Rakete stärker als erwartet, was zum Abbruch führte. Mehr als einen Monat später glückte nun der zweite Start der Mission "Still Testing", nachdem am Samstag davor noch ein Boot im Sperrgebiet von Rocketlabs privatem Weltraumbahnhof Mahia den Start verhindert hatte. Anders als beim problemgeplagten ersten Flug verliefen alle Flugphasen reibungslos. Die erste Stufe flog ohne Rotation, vollkommen stabil, und auch die Stufentrennung verlief ohne momentanen Verlust der Lagekontrolle. Mit einem Startgewicht von nur zehn Tonnen ist die Electron eine der kleinsten aktiven Raketen für Satellitenstarts. Anstatt der drei Cubesats, die beim Flug "Still Testing" gestartet wurden, kann die Rakete auch etwa 200 kg schwere Nutzlasten...

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Knappe Mehrheit: SPD stimmt für Koalitionsverhandlungen mit Union

Fast vier Monate nach der Bundestagswahl steht der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen zur Regierungsbildung nichts mehr im Wege. Ein Sonderparteitag der SPD in Bonn stimmte am Sonntag mit 362 Ja-Stimmen bei 279 Nein-Stimmen dafür, dass die Sozialdemokraten zusammen mit CDU und CSU über die Bildung einer neuen Regierung verhandeln. Das entspricht einem Anteil von 56 Prozent der abgegebenen 642 Stimmen. Grundlage der Gespräche ist ein 28-seitiges Sondierungspapier, das am 12. Januar 2018 beschlossen worden war. Die Koalitionsverhandlungen könnten bereits am Montag mit Vorgesprächen beginnen. "Wir werden verhandeln, bis es quietscht", kündigte Bundestagsfraktionschefin Andrea Nahles an. In der rund fünfstündigen Debatte hatten vor allem Vertreter der Parteispitze für die Koalitionsverhandlungen plädiert und vor Neuwahlen gewarnt. SPD-Chef Martin Schulz verwies in seinem Schlussappell vor der Abstimmung darauf, diese Situation nach der Niederlage bei der Bundestagswahl nicht angestrebt zu haben. Das Scheitern der Jamaika-Sondierungen zwischen Union, FPD und Grünen habe die Situation jedoch verändert. Wenn die Partei in der Regierung etwas Gutes bewirken könne,...

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NetzDG: Streit mit EU über 100-Prozent-Löschquote in Deutschland

Die Bundesregierung und die EU-Kommission streiten über die Auswirkungen des sogenannten Netzwerkdurchsetzungsgesetzes (NetzDG) auf die Meinungsfreiheit im Internet. Während EU-Kommissarin Vera Jouravá sich im Nachrichtenmagazin Der Spiegel gegen Löschquoten von 100 Prozent ausspricht, zeigte sich die Bundesregierung dem Handelsblatt zufolge "verwundert über den mangelnden Informationsgrad der Kommission über Inhalte des NetzDG". Die EU-Kommission hatte am vergangenen Freitag eine Studie vorgelegt, wonach die sozialen Netzwerke Facebook, Twitter und Youtube zuletzt rund 70 Prozent aller beanstandeten Inhalte auf Grundlage ihrer freiwilligen Selbstverpflichtung aus dem Netz entfernt haben. Im Detail zeigt die Studie jedoch (PDF), dass Deutschland im Erhebungszeitraum November/Dezember 2017 mit 100 Prozent die höchste Löschquote in Europa aufwies. Das heißt: Schon vor dem Inkrafttreten des NetzDG am 1. Januar 2018 haben die drei US-Anbieter von sich aus davor gesorgt, rechtswidrige Hasskommentare vollständig aus dem Netz zu entfernen. Studienergebnis nicht repräsentativ Dabei gingen die Netzwerke hierzulande deutlich effektiver vor als in anderen EU-Staaten. So...

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DLD-Konferenz: Gabriel warnt vor digitalem Schlachtfeld Europa

Der geschäftsführende Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat Europa aufgefordert, im globalen Technologiewettstreit das Feld nicht den USA und China zu überlassen. "Werden wir zu tatenlosen Zuschauern im neuen Kalten Krieg um Technologie werden? Oder kann Europa mit besseren Antworten aufwarten?", fragte Gabriel am Samstag zum Auftakt der Innovationskonferenz DLD in München. Derzeit setzten sich global zwei Modelle durch: Die libertäre Weltsicht des Silicon Valley mit seinen großen IT-Konzernen - und das chinesische System, in dem globale Digital Champions unter dem Schutz eines autoritären Staates aufgebaut würden. Dem Westen drohen Nachteile durch technische Rückständigkeit "Es gibt das zunehmende Gefühl, dass die technologische Entwicklung den Westen mit seinen offenen Gesellschaften und Märkten erstmals global benachteiligen kann, statt ihm einen Vorsprung zu verschaffen", warnte Gabriel. Und das passiere zu einer Zeit, in der die liberale Weltordnung bereits zunehmend strapaziert werde. Gabriel hob besonders Chinas Pläne hervor, zum Jahr 2025 zehn globale Tech-Spitzenunternehmen zu haben. "Bisher haben durchschnittliche europäische Verbraucher keine...

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