Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

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Blogs | Stützen der Gesellschaft: Die Helden des Flüchtlingssommers als AfD-Schurken

Machn’S a Sondersendung Horst Seehofer Laut Frau Özoguz gibt es keine deutsche Leitkultur jenseits der Sprache. Darüber kann man diskutieren, aber bei mir daheim, auf dem Dorfe Gmund am Tegernsee, da gibt es schon eine Leitkultur. Die Trachtenträgerquote liegt am Wahltag bei über 80% und die Quote für die Partei von Frau Özoguz ist so niedrig, dass sie nach der gerupften CSU, der Millionärspartei FDP und der AfD, versehen mit einem befremdlichen Kandidaten, noch dahinter auf Platz 4 liegt. Nur 0,7% bräuchten die Grünen hier, um die nordwestdeutsche Regionalpartei SPD nach dem Verlust jedes 4. Wählers auch noch zu schlagen. Es gibt bei mir im Wahlkreis keine Leitkultur mehr, bei der die SPD von Frau Özoguz als relevanter Teil zu identifizieren wäre. Die SPD wurde hier geschlachtet und weggeputzt. Und das, obwohl wir hier Übervollbeschäftigung und Reichtum und Bildung haben, und eigentlich überall an der Spitze stehen. So richtig Abgehängte, sei es in Fragen der Kultur oder der Klassen, gibt es hier nicht, oder jedenfalls nicht genug, um das gute AfD-Ergebnis auch nur ansatzweise zu erklären. Man kann der Region viel vorwerfen, aber der Tourismus spielt...

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Nach der Wahl: Wo die AfD noch chancenlos ist

Enttäuschung? Nein, sagt Martin Schiller. Über die 4,9 Prozent ärgert er sich nicht. Und das, obwohl die AfD nirgendwo anders in Deutschland so schwach abgeschnitten hat. Münster ist der einzige Wahlkreis, in dem die Partei unter fünf Prozent blieb – und damit weit unter dem Bundesergebnis und noch weiter unter den Erfolgen, die sie gerade im Osten erreichen konnte. Schiller ist in Münster Direktkandidat der AfD. „Wir waren auch zur vergangenen Landtagswahl die Letzten“, sagt er – und: „Wir werden es bei der nächsten Bundestagswahl 2021 sicher auch wieder sehr schwer haben. Das liegt schlicht an der Struktur Münsters“. Was ist es, das diese so besonders – und die AfD so deutlich hinter den Trend zurückfallen lässt? Die Suche nach einer Erklärung beginnt im Kreuzviertel. „Ein starkes Stück Münster“ nennt Berthold Tillmann den Bezirk, in dem er seit vierzig Jahren...

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Helmut Schmidt und die Entführung der „Landshut“

Wenn Kulturstaatssekretärin Monika Grütters demnächst einen wissenschaftlichen Beirat einberufen will, der ein Ausstellungskonzept für die soeben in Friedrichshafen eingetroffene, zuvor in Brasilien ausrangierte „Landshut“ erarbeiten soll, dann wird sie an Tim Geiger vom Institut für Zeitgeschichte nicht vorbeikommen. Christian Geyer-Hindemith Redakteur im Feuilleton. F.A.Z. Die „Landshut“, diese...

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Norwegen: Das etwas andere Spektakel der Surfer

Norwegen: Das etwas andere Spektakel der Surfer Norwegen Das etwas andere Spektakel der Surfer Von Ganz oben in Norwegen haben Surfer ein kleines Paradies. Abseits der Orte mit blauem Himmel und weißem Sandstrand kämpfen sie hier gegeneinander – und liefern beeindruckende Bilder.

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Politische Stimmung in Ostdeutschland

Wahlparty der AfD: Alexander Gauland, Spitzenkandidat der AfD, mit Beatrix von Storch, stellvertretende Bundesvorsitzende Die beunruhigendsten Gegenwartsdiagnosen kommen stets aus jenem Milieu der liberalen Eliten, denen an der Aufrechterhaltung des Status besonders gelegen sein muss, weil sie am meisten von ihm profitieren. Linke und rechte Apokalyptiker erreichen zwar in Krisenzeiten eine bedrohliche Sogwirkung, werden jedoch durch die auf Mäßigung und Routine abzielenden Mechanismen

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Keine Angst vorm bösen Wolf: Urlaub mit Kindern

Ein paar Förster und Jäger haben dichtgehalten und außerdem nicht geschossen. Im Sommer 1996 war das, da wurde in der Lausitz zuerst ein Wolf gesehen, zwei Jahre darauf ein Paar. Die Förster der Muskauer Heide entschieden, das geheim zu halten und die Ansiedlung zuzulassen. Im Sommer 2000 ist es da: das erste deutsche Wolfsrudel seit über einhundert Jahren. Heute leben etwa 70 in Deutschland. Die meisten in Brandenburg und Sachsen, neun in Niedersachsen. Ein einziges in Bayern, seit August erst, und schon redet der Agrarminister Helmut Brunner von einem Problem und fordert Abschussquoten. Die Angst vor den Wölfen hat Tradition. Rund 150 Jahre lang war Deutschland wolfsfrei, nicht zufällig, die stolzen Tiere wurden ausgerottet. In Westfalen steht ein Denkmal für den Gastwirt, der im...

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Ein mögliches Jamaika-Bündnis könnte gut funktionieren, aber teuer werden

Am Tag danach fehlt vielen Grünen und Liberalen angeblich noch die Phantasie für ein Viererbündnis mit den Unionsparteien. Doch fordern die Wähler diese Phantasie ein. Wenn rechnerisch nur zwei Konstellationen denkbar sind – die Fortsetzung der abgestraften großen Koalition und das unerprobte schwarz-gelb-grüne „Jamaika“-Territorium – ist das ein Hinweis auf Wählerwünsche. Da die SPD sich den Tort, in einer vierten Merkel-Regierung pulverisiert zu werden, verständlicherweise nicht antun will, sind Mut und Verhandlungsgeschick von Liberalen und Grünen gefragt. Beide sitzen quasi in der Regierungsfalle; Neuwahlen wären für sie ein unkalkulierbares Risiko, schließlich hat die FDP um den Wiedereinzug in den Bundestag gebangt und über den Grünen hing die Möglichkeit des Rauswurfs. ...

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Merkels Antworten zur Flüchtlingsfrage reichen nicht aus und schaden der CDU

Der nächste Bundestag bildet die Stimmung der Deutschen viel besser ab als der vorherige. Deshalb darf der Wähler hoffen, dass zwischen den Parteien endlich wieder politisch gestritten wird. Die Zeit von Angela Merkels parteiübergreifender Konsenspolitik scheint abgelaufen. Der vierte Wahlsieg der Bundeskanzlerin fühlt sich an wie eine Niederlage, weil die Union mehr Stimmen einbüßte, als die AfD gewann. Seitdem Merkel im Kanzleramt sitzt, betreibt sie die Sozialdemokratisierung der CDU. Nach der erfolgreichen Schrumpfung der SPD geht diese Taktik nicht mehr auf, weil die...

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Sportuhr oder Smartwatch? Sie haben es an der Hand

Sportuhren, Smartwatches und Fitness-Tracker drängen ans Handgelenk. Der Markt für die elektronischen Armbänder wächst nach den Prognosen des Marktforschungsunternehmens IDC in diesem Jahr um 20 Prozent. Man rechnet mit 125 Millionen verkauften Geräten in aller Welt. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Gerätegattungen sind jedoch immens. Ein simples Fitness-Armband chinesischer Provenienz ist schon von 20 Euro an erhältlich und arbeitet als elektronischer Schrittzähler oder zur Erfassung des Schlafs. Wer mit wenig Aufwand einen kleinen Motivationsschub für mehr Bewegung sucht, liegt hier richtig, darf aber nicht viel erwarten. ...

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Women against Trump

Quelle: Frankfurter Allgemeine Magazin Veröffentlicht: 25.09.2017 15:12 Uhr

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Nachwahl in Alabama: Showdown der Hardliner

Luther Strange will in der kommenden Woche die republikanische Vorwahl in Alabama gewinnen. Er ist ein Kandidat ganz nach Donald Trumps Geschmack. Dessen Wahl zum Präsidenten nannte Strange ein „biblisches Wunder“. Zurzeit sitzt er vorläufig auf dem frei gewordenen Senatssessel von Justizminister Jeff Sessions. Dass der Platzverwalter Strange im Dezember allerdings auch gegen den Demokraten Doug Jones antritt, ist gar nicht mehr sicher. Denn im ersten Wahlgang hatte der ehemalige Oberste Richter von Alabama Roy Moore die Nase vorn – zwischen ihm und Luther Strange kommt es nun zu einer parteiinternen Vorwahl. Hinter Moores Erfolg steht die amerikanische Rechte. Steve Bannon, der ehemalige Chefstratege von Donald Trump, will in Alabama seinem Wunschkandidaten zum Sieg verhelfen. Luther Strange, der Favorit von Donald Trump, ist ein konservativer Hardliner, der nun also von noch weiter...

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Angeklagte gestehen Angriff auf Fußballprofi Kevin Großkreutz

Im Prozess um eine nächtliche Prügelattacke auf Fußballprofi Kevin Großkreutz  haben die beiden Angeklagten Schläge und Tritte gegen den Weltmeister zugegeben. Sie bereuten ihre Tat, erklärten am Dienstag die Verteidiger der 17 und 18 Jahre alten Männer am Amtsgericht Stuttgart. Die beiden einschlägig vorbestraften Verdächtigen hatten die Tat zunächst bestritten und müssen sich in den nächsten Wochen wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Großkreutz war bei einer Party-Tour in Stuttgart Ende Februar in eine Schlägerei verwickelt worden. Laut Staatsanwaltschaft musste sich der heute 29 Jahre alte Fußballer wegen einer Kopfverletzung im Krankenhaus behandeln lassen. Die beiden Angeklagten gaben zu, ihn geschlagen und getreten zu haben. Alle Beteiligten seien deutlich alkoholisiert gewesen. Wider Erwarten war Großkreutz aus gesundheitlichen Gründen am Dienstag...

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Warum die AfD in Ostsachsen so stark ist

Die „Mut zu Deutschland“-Handzettel liegen noch auf dem Verkaufstresen, im Zeitungsständer daneben verkünden die Schlagzeilen die Nachricht des Tages: „Der Rechts-Rumms!“ titelt die „Bild“-Zeitung. Die AfD ist deutschlandweit drittstärkste Partei geworden, aber in Oppach in der Oberlausitz ist sie aus dem Stand auf Platz 1 geschnellt. 46 Prozent! Fast jeder zweite Einwohner hat hier sein Kreuz bei der AfD gemacht. Auch die umliegenden Kleinstädte und Dörfer verzeichnen fast alle AfD-Ergebnisse jenseits der 40 Prozent, hier und in den beiden Nachbarwahlkreisen hat die Partei drei Direktmandate geholt. Die CDU kommt nicht mal mehr auf halb so viele Stimmen, dabei war sie fast drei Jahrzehnte lang hier der Platzhirsch und ist nun zum ersten Mal überhaupt auf Platz zwei verbannt, sogar sachsenweit liegt die AfD bei den Zweitstimmen vorn und wurde mit 0,1 Prozent vor der Union stärkste Kraft. ...

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Ijoma Mangolds Autobiographie „Das deutsche Krokodil“: Wem gehörst denn du?

Mit dem Trauma ist es so eine Sache: Allzu leicht wird heute jemandem eines angedichtet. Aber andererseits möchte man bloß nicht derjenige sein, der ein tatsächliches Trauma unterschätzt, am wenigsten ein eigenes. Ijoma Mangold spricht in seinem Buch diesen Umstand offensiv kritisch an: Jeder suche sich heute ein Trauma, das ihn unverwechselbar mache. Womöglich aber sei das „Seelenkitsch“, uns eingeredet von Analytikern. Jan Wiele Redakteur im Feuilleton. F.A.Z. ...

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Kommentar: Ein Menetekel für Merkel – und Seehofer

Der Abend, an dem die große Koalition unterging, wartete mit einigen Überraschungen auf, aber auch mit einem Déjà-vu-Erlebnis: Schulz ließ, wie weiland Schröder, in der sogenannten Elefanten-Runde die im Wahlkampf noch völlig weggesperrte Sau raus, während Merkel die Verwandlung des SPD-Vorsitzenden aus einem Dr. Jekyll in einen Mister Hyde und das miserable Ergebnis ihrer eigenen Partei wieder mit einem Lächeln überging. 2005 half Schröders Auftritt Merkel dabei, das Amt der CDU-Vorsitzenden zu behalten und ins Kanzleramt zu kommen. Nun hängt ihr Verbleiben an der Spitze der Regierung nach der Flucht der SPD in die Opposition davon ab, ob sie ein Viererbündnis zustande bringt, das es im Bund noch nie gab, weil es an eine politische Quadratur des Kreises grenzt. Schon FDP und Grüne liegen in Fragen der Migration und...

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© 2012 bis 4012 Oliver Zdravkovic • Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS). Wohnort: Österreich, Wien.