Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

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Geplante Obsoleszenz: Frankreichs Justiz prüft Vorwürfe gegen Epson

Die Staatsanwaltschaft des Pariser Vororts Nanterre hat Vorermittlungen wegen Täuschung und "geplanter Obsoleszenz" eingeleitet, wie die Nachrichtenagentur AFP meldet. Mit diesem Begriff sind Strategien gemeint, um die Lebensdauer von Produkten absichtlich zu verkürzen und somit mehr zu verkaufen. In Frankreich steht dies seit 2015 unter Strafe. Ist die Druckerpatrone voll oder leer? Die Untersuchung der Staatsanwaltschaft zu Epson geht auf eine Anzeige der Organisation Halte à l'Obsolescence Programmée (HOP) zurück. Sie wirft dem Hersteller unter anderem vor, dass Epson-Drucker Patronen als leer anzeigten und den Druck blockierten, obwohl noch Tinte vorhanden sei. HOP sieht die Untersuchungen positiv. "Epson weist die Behauptung vollständig zurück, dass seine Produkte programmiert seien, nach einer gewissen Zeit nicht mehr zu funktionieren", teilte das japanische Unternehmen auf Anfrage mit. Es lege großen Wert auf Qualität, und seine Produkte seien unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Nutzer gestaltet. In Frankreich kann die absichtliche Verkürzung der Lebenszeit von Produkten mit zwei Jahren Gefängnis geahndet werden, zudem sind Geldstrafen von bis zu...

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Mentougou Line S1 in Peking: China startet sein drittes Magnetbahnsystem

In Mentougou, einem Stadtbezirk Pekings, wird am 30. Dezember 2017 das dritte Magnetschwebebahnsystem Chinas in Betrieb genommen. Das ist gerade noch im angekündigten Zeitplan. Dazu werden zwei weitere herkömmliche, schienengebundene U-Bahnen eröffnet. Netzspinnen mit den neuen Linien sind bereits seit einigen Tagen in Peking zu sehen. Insgesamt wächst das Netz von 574 auf 608 Kilometer, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtet. Die Magnetbahn gehört zum Netz der Beijing Subway. Sie ist als System für mittlere bis niedrige Geschwindigkeiten vor allem für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gedacht. Außerdem handelt es sich um das weltweit erste System, das U- und S-Bahnen ähnelt. Neben einer Geschwindigkeit von rund 80 km/h arbeitet eine Zuggarnitur mit sechs Wagen im regulären Betrieb, kann somit erstmals große Menschenmengen in einer Stadt bewegen. Mehr als 1.000 Personen passen in einen Zug. Dem nahe kommt allenfalls der deutsche Transrapid, der seit über zehn Jahren in Schanghai als Shanghai Maglev den Flughafen mit der Innenstadt verbindet. Der Transrapid ist allerdings ein Hochgeschwindigkeitszug, der im Regelbetrieb deutlich schneller als...

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Wahlkampfhilfe: "Finden Sie Ihre Wähler auf Facebook"

Dass Facebook als Komunikations- und Werbeplattform für Politiker und Parteien wichtig ist, ist nicht neu. Mit seinen weltweit inzwischen über zwei Milliarden Nutzern bietet das Netzwerk zielgenauen Zugang zu allen relevanten Wählergruppen in fast allen Ländern der Erde. Doch das ist nicht alles, was Facebook anbietet. Recherchen von Bloomberg zufolge verkauft das Unternehmen aktive Wahlkampfhilfe über die Facebook-Plattform an Politiker und Parteien jeder politischen Ausrichtung, und zwar weltweit. Denjenigen, die genug Geld in die Hand nehmen, bietet Facebook maßgeschneiderte Unterstützung dabei, die wichtigsten Wählergruppen mit ihren politischen Botschaften zu erreichen. Dazu gehörten demnach neben der AfD in Deutschland auch die nationalistische Partei des indischen Premierministers Narendra Modi, die schottischen Nationalisten (SNP) und sogar der philippinische Staatspräsident Rodrigo Duterte. Der Despot als guter Kunde Duterte gilt international als eher gewissenloser Politiker. Direkt nach seinem Wahlsieg 2016 hatte er öffentlich zur Ermordung von Drogensüchtigen, Drogenhändlern und Kriminellen aufgerufen und sich selbst damit gebrüstet, persönlich...

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Lohn: Wieder Streiks im Weihnachtsgeschäft bei Amazon

An den drei Amazon-Standorten Koblenz, Leipzig und Graben bei Augsburg wird heute gestreikt. Das gab das Unternehmen am 22. Dezember 2017 bekannt. Die Gewerkschaft Verdi hat zu der Arbeitsniederlegung aufgerufen. Lagerarbeiter bei Amazon Bad Hersfeld streiken zudem zwischen Weihnachten und Neujahr an mehreren Tagen. Nach Weihnachten ist die Zeit des Umtauschs von Geschenken und des Einlösens von Gutscheinen. Hier träten Beschäftigte in den beiden Versandzentren in Bad Hersfeld vom 27. bis 30. Dezember in den Streik, sagte Verdi-Streikleiterin Mechthild Middeke. Amazon-Sprecher Stephan Eichenseher sagte Golem.de: "Amazon ist gut vorbereitet, und selbst Unwägbarkeiten wie schlechtes Wetter sind bereits einkalkuliert. Die Gewerkschaft Verdi hat an mehreren Amazon-Logistikstandorten zum Streik aufgerufen. Der Streik hat keinen Einfluss auf die Einhaltung unseres Kundenversprechens, denn die überwältigende Mehrheit unserer Mitarbeiter arbeitet normal." Tatsächlich sind pro Standort immer einige hundert Lagerarbeiter an den Streiks beteiligt. Im September 2017 nahmen an einem Streik an vier Standorten laut Verdi-Sprecherin Franziska Brandstädter etwa 1.300 Arbeiter...

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Dienste, Programme und Unternehmen: Was 2017 eingestellt und geschlossen wurde

Das Jahr 2017 geht zu Ende und mit ihm diverse Projekte, Unternehmen und Produkte in der IT-Branche. Nicht nur die Jamaika-Koalition scheiterte und Deutschlands ehemals zweitgrößte Fluglinie meldete Insolvenz an, auch viele kleinere Projekte wurden vorzeitig beendet oder vor der Marktreife eingestellt. Golem.de gibt einen Überblick über Fehlschläge des Jahres 2017. Lily Camera wird nicht gebaut Kaum hat das Jahr begonnen, scheitert bereits das erste vielversprechende Unternehmen. Die Selfie-Kameradrohne Lily Camera des Startups Lily Robotics galt als recht erfolgreiches Projekt. Es sollte eine linsenförmige Flugdrohne mit vier Rotoren werden, die in die Luft geworfen werden, ihre Nutzer anschließend verfolgen und Fotos schießen können sollte. Das Gerät wird allerdings nicht einmal fertig entwickelt. Am 12. Januar muss das Unternehmen seinen 60.000 Vorbestellern das Aus des Projektes verkünden. Der Grund: Die Firmengründer Antoine Balaresque und Henry Bradlow haben keinen weiteren Investor gefunden. Die Ware wird nicht ausgeliefert. Allerdings erhalten die mehr als 60.000 Erstkunden wenigstens ihr eingezahltes Geld zurück - 500 Euro pro Exemplar. Zum Jahresende...

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Elektromobilität: Shenzhen elektrifiziert den Personennahverkehr

Leb wohl, Dieselbus: Die südchinesische Stadt Shenzhen stellt die städtischen Busse auf Elektroantrieb um. Shenzhen ist damit sie erste Stadt der Welt, die nur nur noch elektrische Busse einsetzt. Sie betreibt weltweit die größte Flotte von Elektrobussen. Im Dezember hat die Stadt noch einmal 1.000 Busse mit Elektroantrieb angeschafft. Sie werden die gleiche Anzahl Dieselbusse ersetzen. Es sind die letzten Busse mit Verbrennungsantrieb, die die Nachbarstadt von Hongkong stilllegt. Damit fahren alle 16.000 Busse der Stadt elektrisch. Die Elektrifizierung ist abgeschlossen Shenzhen hatte den Umstieg vor einigen Jahren beschlossen. Die ersten 200 Elektrobusse wurden 2011 in Betrieb genommen. 2015, da waren 3.600 E-Busse unterwegs, beschloss die Stadtregierung den kompletten Umstieg auf die sauberen Busse innerhalb von drei Jahren. Mit der Anschaffung der 1.000 Busse ist das Ziel zum Jahreswechsel 2017/18 erreicht. Der Großteil der Busse stammt von BYD. Der Autohersteller ist in Shenzhen ansässig. Shenzhen liegt in der südchinesischen Provinz Guangdong und grenzt direkt an Hongkong. Dort leben rund elf Millionen Menschen. Durch die Elektrifizierung der Busse sollen in...

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Ralf Kleber: Amazon plant Ladengeschäfte in Deutschland

Amazon will auch in Deutschland Ladengeschäfte betreiben. Das sagte der Chef von Amazon Deutschland, Ralf Kleber, der Berliner Morgenpost. "Das ist keine Frage des Ob, sondern des Wann. Kunden lieben Vielfalt online und im klassischen Handel. Letzterer steht in Deutschland immer noch für 90 bis 95 Prozent des Handelsumsatzes. Und wir werden uns nie dem verschließen, was der Kunde will." Genaue Planungen nannte er jedoch nicht. Kleber hatte zuvor erklärt, dass bei Projekten wie dem neuen Lebensmittellieferdienst Amazon Fresh letztlich fünf bis sieben Jahre Testphase nötig seien, bis man wisse, ob sie so ankommen. Kleber: "Uns war das Grundproblem klar: So essentiell für den Menschen Nahrungsaufnahme ist, so gut weiß er auch, wo er sie bekommt. Niemand verhungert, wenn Amazon keine Lebensmittel verkauft, und niemand braucht einen weiteren Supermarkt. Deshalb musst du etwas finden, das der Kunde spannend, wertschöpfend oder bequem genug findet, um es auszuprobieren. Und damit experimentieren wir jetzt." Der Konzern müsse nun Maschinen darauf trainieren, den Reifegrad von Obst und Gemüse genau beurteilen zu können. Kaufland stellt seinen Online-Lieferservice für...

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Chipkarten-Hersteller: Thales übernimmt Gemalto

Der französische Rüstungskonzern Thales hat sich bei der Übernahmeschlacht um den niederländischen Chipkarten-Hersteller Gemalto mit einem fast fünf Milliarden Euro schweren Angebot durchgesetzt. Gemalto nahm die Kaufofferte über 51 Euro je Aktie an und entschied sich damit gegen den IT-Dienstleister Atos, wie Thales und Gemalto am Sonntag gemeinsam mitteilten. Gemalto hat Angebot von Atos abgelehnt Das Atos-Angebot in Höhe von 46 Euro je Aktie hatte Gemalto zuletzt bereits abgelehnt. Thales bot mit 4,8 Milliarden Euro eine halbe Milliarde Euro mehr. Durch den Zusammenschluss soll ein führendes Unternehmen in der Cyber-Sicherheit entstehen. Gemalto hat 15.000 Mitarbeiter und ist vor allem für seine Produkte und Dienstleistungen rund um Bank- und andere Chipkarten bekannt. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei 3,1 Milliarden Euro. Thales ist ein weit verzweigter Rüstungskonzern mit weltweit 64.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 14,9 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Übernahme soll im zweiten Halbjahr 2018 abgeschlossen sein Die Thales-Offerte im Wert von 51 Euro je Aktie entspreche einem Aufschlag von 57 Prozent zum Schlusskurs am 8. Dezember, hieß es. Ihr...

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Uber vs. Waymo: Uber spionierte Konkurrenten aus

Spionage, Überwachung Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen: Ein ehemaliger Mitarbeiter von Uber hat vor Gericht unlautere und illegale Geschäftspraktiken des Fahrdienstes enthüllt. Ubers Gründer und Ex-Chef Travis Kalanick soll über diese Aktivitäten Bescheid gewusst haben. Die Geschäftspraktiken beschreibt Richard Jacobs, der bei Uber im Bereich Sicherheit gearbeitet hatte, in einem 37-seitigen Brief an Ubers Justiziarin Angela Padilla. Der Brief ist ein Beweismittel im Gerichtsverfahren von Waymo gegen Uber wegen Technologiediebstahls. SSG suchte nach vertraulichen Geschäftsdaten In dem Brief beschreibt Jacobs die Aktivitäten einer Uber-Abteilung, der Strategic Services Group (SSG). Deren Ziel war, Informationen über Konkurrenten zu sammeln sowie an vertrauliche Geschäftsdaten zu gelangen. Dazu hätten die SSG-Mitarbeiter fragwürdige Methoden angewandt: So hätten sie unter falscher Identität Zugang zu Plattformen anderer Fahrvermittlungsdienste verschafft, Gespräche abgehört und unrechtmäßig aufgezeichnet. Außerdem verfolgten und überwachten sie leitende Mitarbeiter konkurrierender Unternehmen sowie Politiker. Über deren Aktivitäten berichteten sie...

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Grover: Conrad bietet Elektronikgeräte zum Mieten an

Der Elektronikhändler Conrad hat ein Mietsystem in seinem Onlineshop eingeführt. Kunden können Geräte auswählen, die ausgeliehen werden können und nicht gekauft werden müssen. Wie bei Media Markt wird die Leihe über den Dienst Grover abgewickelt. Smartphones, Kameras etc. mieten statt kaufen Zu den verfügbaren Mietgeräten gehören zum Start des Dienstes Smartphones, Kameras, Spielekonsolen und Computer. Die Waren können monatsweise geliehen und jederzeit an Grover zurückgeschickt werden. Erreicht ein Produkt durch die gezahlten Mietbeiträge den ursprünglich ausgewiesenen Verkaufspreis, geht das Produkt in den Besitz des Kunden über. Allerdings müssen weitere drei Monatsmieten und ein symbolischer Euro gezahlt werden - Mieter zahlen am Ende also mehr, als wenn sie das Produkt gleich gekauft hätten. Mietzahlungen nur teilweise auf den Kaufpreis anrechenbar Auch vor Mietende können sich Kunden dazu entscheiden, das ausgeliehene Produkt zu kaufen. Dann werden die bisher getätigten Mietzahlungen auf den Kaufpreis angerechnet, allerdings nur zu 30 Prozent. Auch hier sollten sich Kunden also genau überlegen, ob sie sich das Gerät nicht gleich kaufen - zumal...

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Lohn: Streik bei Amazon an zwei Standorten

Die Beschäftigten an den beiden Amazon-Standorten Rheinberg und Werne in Nordrhein-Westfalen haben für zwei Tage zum Streik aufgerufen. Das gab die Gewerkschaft Verdi am 13. Dezember 2017 bekannt. "Nachdem am Montag bereits in Rheinberg gestreikt wurde, soll damit das Weihnachtsgeschäft des Versandhändlers weiter gestört werden", erklärte Verdi. Durch die eintägige Streikunterbrechung und den nun folgenden zweitägigen Streik zeigten die streikenden Beschäftigten zudem erneut ihre Flexibilität im Arbeitskampf. Ein Amazon-Sprecher sagte Golem.de: "Die Gewerkschaft Verdi hat an den Logistikstandorten von Amazon in Rheinberg und Werne heute Morgen während der Frühschicht zum Streik aufgerufen. Der Streik hat keinen Einfluss auf die Einhaltung unseres Kundenversprechens, denn die überwältigende Mehrheit unserer Mitarbeiter arbeitet normal." Hintergrund ist, dass Verdi den Betrieb nicht lahmlegen sondern nur einschränken kann. Amazon: Wir haben eine offene Unternehmenskultur Seit dem Frühjahr 2013 kämpfen Beschäftigte bei Amazon Deutschland für bessere Arbeitsbedingungen und eine höhere Bezahlung. Amazon verweigert von Anfang an hartnäckig Gespräche mit...

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Produktfälschungen: Hunderte Milliarden Euro Umsatz weltweit mit falscher Ware

Amazon wird es verschmerzen: Der deutsche Schuhhersteller Birkenstock wird den Internetkonzern nur noch bis zum Jahresende direkt beliefern. Der Grund sind Medienberichten zufolge Produktfälschungen. Amazon kontrolliere zu wenig, was auf seiner Plattform angeboten werde, heißt es. Das schade der Marke. Birkenstock kann das verkraften, denn den Großteil seines Umsatzes macht das Unternehmen aus Neuwied gar nicht übers Netz, sondern in Läden und Kaufhäusern. Und über andere Onlinehändler werden seine Sandalen auch künftig auf Amazon erhältlich sein. Doch der Vorwurf, der Onlinehändler dulde den Verkauf von Fälschungen, ist schwerwiegend. Allein ist Birkenstock mit diesem Gefühl nicht. Im November unterzeichneten über hundert Markenunternehmen einen Brief, in dem sie beklagten, dass "sie im Kampf gegen Produktfälschungen alleingelassen werden". Unterschrieben haben unter anderem: Adidas, Basf Bayer, Puma, Lego, Philipps, HP, Apple, Dr. Oetker, Triumph, Miele, Weleda - Unternehmen aus allen Branchen. Adressat des Briefes war Jean-Claude Juncker, Chef der EU Kommission. Die Unternehmen forderten die Kommission auf, etwas gegen die Fälschungen zu unternehmen. Ihre...

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Amazon: 432 Milliarden mit falscher Ware

Amazon wird es verschmerzen: Der deutsche Schuhhersteller Birkenstock wird den Internetkonzern nur noch bis zum Jahresende direkt beliefern. Der Grund sind Medienberichten zufolge Produktfälschungen. Amazon kontrolliere zu wenig, was auf seiner Plattform angeboten werde, heißt es. Das schade der Marke. Birkenstock kann das verkraften, denn den Großteil seines Umsatzes macht das Unternehmen aus Neuwied gar nicht übers Netz, sondern in Läden und Kaufhäusern. Und über andere Onlinehändler werden seine Sandalen auch künftig auf Amazon erhältlich sein. Doch der Vorwurf, der Onlinehändler dulde den Verkauf von Fälschungen, ist schwerwiegend. Allein ist Birkenstock mit diesem Gefühl nicht. Im November unterzeichneten über hundert Markenunternehmen einen Brief, in dem sie beklagten, dass "sie im Kampf gegen Produktfälschungen alleingelassen werden". Unterschrieben haben unter anderem: Adidas, Basf Bayer, Puma, Lego, Philipps, HP, Apple, Dr. Oetker, Triumph, Miele, Weleda - Unternehmen aus allen Branchen. Adressat des Briefes war Jean-Claude Juncker, Chef der EU Kommission. Die Unternehmen forderten die Kommission auf, etwas gegen die Fälschungen zu unternehmen. Ihre...

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Atos: Gemalto bekommt 4,3-Milliarden-Euro-Angebot

Atos will den Chipkarten-Hersteller Gemalto für rund 4,3 Milliarden Euro übernehmen. Das teilte der französische IT-Dienstleister mit. Das Angebot bezeichnete Gemalto als unaufgefordert, beziehungsweise feindlich. Atos habe nach eigenen Angaben bereits am 28. November ein Kaufangebot an das Gemalto-Management gerichtet, es sei aber ein freundliches Angebot. Der Kaufpreis ist ein Aufschlag von 42 Prozent auf den letzten Aktienkurs. Durch den Zusammenschluss würde ein führendes Unternehmen für Cyber-Sicherheit und digitale Dienstleistungen entstehen, betonte Atos. Der Verwaltungsrat von Gemalto erklärte, einen Kaufvorschlag für alle Aktien von Atos erhalten zu haben. Im November sei ein Angebot vorgelegt worden, das bis zum 15. Dezember gültig war. Gemalto habe Atos informiert, die Offerte zu prüfen und rechtzeitig zu antworten. Dieser Prüfungsprozess laufe weiter. Es gebe keine Gewissheit darüber, ob der Verwaltungsrat den Aktionären den Verkauf empfehlen würde. Gemalto lasse sich von der Deutschen Bank und J.P. Morgan beraten und habe die Anwälte Allen Overy engagiert. Atos hat rund 100.000 Beschäftigte in 72 Ländern. Geschäftsfelder sind...

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Corning: 3M verkauft seine Glasfaserproduktion

Corning kauft den Bereich Glasfaser- und Kupferkabel- sowie Steckerproduktion für 900 Millionen US-Dollar von 3M. Das gaben die Konzerne bekannt. Die Sparte Communications Markets von 3M in Austin im US-Bundestaat Texas erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 400 Millionen US-Dollar. Rund 500 Beschäftigte von 3M wechseln zu Corning. Die Übernahme soll im kommenden Jahr abgeschlossen werden, nachdem die Behörden zugestimmt und die Beschäftigtenvertretungen gehört wurden. Corning ist ein führender Hersteller für Spezialglas und Keramik. Mit 165 Jahren Erfahrung umfassen die Produkte Glassubstrate für Smartphones, Tablets, Notebooks, keramische Substrate und Filter für Systeme zur mobilen Abgasüberwachung, Glasfaser, Kabel, Hardware und Gerätetechnik für Telekommunikationsnetze, optische Biosensoren für die Arzneimittelforschung sowie weiteres Spezialglas für Industrien, darunter Halbleiterherstellung, Luftfahrt, Rüstung, Astronomie und Meteorologie. "Nach Abschluss einer gründlichen strategischen Überprüfung glauben wir, dass dieses Geschäft bei Corning gut aufgehoben sein wird", sagte Ashish Khandpur, Executive Vice President der Electronics Energy Business...

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