Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

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Die kälteste Kälte: Auf der Internationale Raumstation wurde ein ultrakaltes Quantengas erzeugt

Historische Kälterekorde auf der Erde 74,5 Grad Celsius Ein halbes Jahr nachdem die Amerikaner 1956 am Südpol die Amundsen-Scott- Forschungsstation eingerichtet hatten, sorgten sie für einen Paukenschlag. Im Mai 1957 vermeldeten sie die bis dahin niedrigste gemessene Temperatur: minus 73,6 Grad Celsius. Im September desselben Jahres schoben sie einen weiteren Rekord nach: minus 74,5 Grad Celsius. Der Ort, an dem sich die Station befand, war zwar kalt und einsam, doch der hatte Geschichte. Viereinhalb Jahrzehnte zuvor war dort die Expedition von Roald Amundsen angekommen. Am 14. Dezember 1911 hatte er mit seinem Team den Südpol erreicht. Die ersten Menschen am Pol schlugen ihr Lager auf und nannten es Polheim. Später fand man heraus, dass es zwei Kilometer vom eigentlichen Pol entfernt lag. Auf ihrem Marsch müsste die Gruppe aber über den Südpol gelaufen sein.   67,8 Celsius Ihre Wetterstation machte die ostsibirische Kleinstadt Werchojansk am 5. Februar 1892 weltberühmt, hatten doch die Meteorologen damals auf...

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Missbrauch in der Psychotherapie: Das kranke System des Doktor F.

Wie er da im großen Sessel in seiner kleinen Wohnung in Berlin-Charlottenburg sitzt, im flauschigen roten Bademantel, könnte man ihn für einen freundlichen Opa halten. Doch das ist er nicht, Hermann F. ist ein Großvater des Schreckens, und er gibt es auch zu. "Ich habe lange nachgedacht, warum ich das mit dem Enkelmädchen getan habe. Ich habe viele Wochen gebraucht, um die Wahrheit herauszufinden." Er, der große Psychotherapeut und Arzt, forscht in der eigenen Seele, legt sich sozusagen selbst auf die Couch. Er wollte kein Gespräch mit der ZEIT, sämtliche Anfragen ließ er unbeantwortet. Doch als die Reporter an seiner Tür klingelten, hat er eingewilligt. Freundlich hat er in seine Zweizimmerwohnung gebeten, man solle doch Platz nehmen auf dem Sofa. Die Wohnung wirkt schmucklos – ein Bücherregal, ein kleiner Schreibtisch, ein Fernseher. Er erzählt von der Lungenentzündung, wegen der er Anfang des Jahres ins Krankenhaus musste, mittlerweile gehe es ihm besser. Und er sagt: Schuld empfinde er nicht, das habe er hinter sich gelassen. Scham, das...

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Antenne für Tierbeobachtung erfolgreich an ISS montiert

Mit der erfolgreichen Montage einer Antenne an der Internationalen Raumstationen ISS haben zwei russische Kosmonauten in der Nacht zum Donnerstag ein deutsch-russisches Projekt zur Tierbeobachtung entscheidend vorangebracht. Bei dem mehr als siebenstündigen Einsatz montierten die Raumfahrer Oleg Artemjew und Sergej Prokopjew eine Antenne an der Außenhülle der ISS. Sie ist entscheidend für das sogenannte Icarus-Projekt - ein wissenschaftliches Mammutvorhaben, mit dem die Forscher das Leben auf der Erde ganz neu verstehen wollen. Ziel dieses Projektes ist es, Bewegungen von Tieren auf der Erde besser zu erfassen. Forscher wollen die Tiere mit daumennagelgroßen und nur fünf Gramm schweren Mini-Sendern ausstatten und mit Hilfe der ISS beobachten. Davon erhoffen sie sich Aufschluss etwa über Wanderungen von Zugvögeln, was zum Artenschutz beitragen soll. Zudem soll Icarus in der Zukunft...

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Übergewicht: Bitte nicht gleich füttern!

Es gibt Dinge, mit denen kann man nicht früh genug beginnen. Mit der Bekämpfung von Übergewicht etwa. Denn schon im Kindesalter wird häufig die Grundlage dafür gelegt, wie dick ein Mensch später werden wird. Amerikanische Forscher haben nun gezeigt, dass es sinnvoll ist, schon bei Säuglingen darauf zu achten, wann und wie oft sie gefüttert werden. Z+Wählen Sie Ihren Zugang und lesen Sie direkt weiter. Sie sind bereits Digital-Abonnent? Hier anmelden

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Schlaganfälle: Wenn nach dem Schlaganfall die Depression kommt

Drei Tage hat Burkhard Bruchhaus extreme Kopfschmerzen. Er ignoriert sie. Schließlich ist er gerade mit seiner Frau im Ski-Urlaub. Vermutlich ist es der Stress, der gerade von ihm abfällt. Bruchhaus arbeitet als Vertriebsleiter für ein metallverarbeitendes Unternehmen. 60-Stunden-Wochen sind bei ihm keine Seltenheit. Dann passiert es: Morgens um 10 Uhr fällt Bruchhaus auf dem Weg zum Lift einfach um. Er liegt am Boden, sieht seine Frau, die sich neben ihn kniet, jemand zieht ihm die Skier aus. Der 38-Jährige bekommt das alles mit, ist bei vollem Bewusstsein, kann sich jedoch nicht bewegen. Schmerzen hat er keine, aber sein Körper gehorcht ihm nicht mehr. Dann kommt der Notarzt und Bruchhaus wird mit dem Hubschrauber nach Innsbruck ins Krankenhaus transportiert. Diagnose: Schlaganfall. Ausgelöst werden Schlaganfälle meist durch ein Blutgerinnsel, das im Gehirn ein Gefäß verstopft und damit die Sauerstoffversorgung verhindert. Solche Gerinnsel können im Gehirn selbst entstehen oder sie wandern aus einem anderen Teil des Körpers über den Blutkreislauf ins Gehirn. Je länger eine Durchblutungsstörung im Gehirn...

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Blasenentzündung: Warum führt Sex manchmal zur Blasenentzündung?

Mit dem ersten Sex kam auch die erste Blasenentzündung. Seitdem ist es für eine unserer Hörerinnen die Regel: Nachdem sie mit dem Partner geschlafen hat, muss sie bangen, Stunden später ständig zur Toilette zu müssen und unter Schmerzen zu pinkeln. Auch andere Frauen berichten davon: Es kommen dann nur ein paar Tropfen Urin, die trüb sind und merkwürdig riechen. Ursache dafür sind Bakterien. Aber weshalb führt Sex in manchen Fällen zu einer Blasenentzündung? Und warum sind Frauen häufiger als Männer davon betroffen?   Im Sommer-Special von Ist das normal? beantwortet die Sexualtherapeutin Melanie Büttner eine viel gestellte Sexfrage, klärt einen Mythos auf oder geht auf Hörer ein, die sich per Sprachnachricht bei uns gemeldet haben. Das Ganze wird moderiert von ZEIT-ONLINE-Redakteurin Alina Schadwinkel und dem stellvertretenden Ressortleiter für Wissen und Digital, Sven Stockrahm. Literatur und weitere Informationen finden Sie hier: Wie einer Harnwegsinfektion bei Erwachsenen vorzubeugen ist, wie Arzt oder Ärztin sie diagnostizieren und behandeln sollten, steht in der Leitlinie der Deutschen...

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Migranten auf dem Arbeitsmarkt: Rational diskriminieren

Migranten haben in Deutschland ein großes Risiko, auf dem Arbeitsmarkt keinen Erfolg zu haben. Das liegt zum Teil an fehlenden Bildungsabschlüssen oder mangelnden Sprachkenntnissen. Der Rest aber geht auf das Konto von Diskriminierung, also Schlechterbehandlung ohne reale ökonomische Gründe wie eben einer zu geringen Qualifikation für einen bestimmten Job. Dass ethnische Diskriminierung stattfindet, gilt in der Forschung als ausgemacht. Unklar ist aber nach wie vor, warum Arbeitgeber diskriminieren. Diese Forschungslücke hat verschiedene Gründe: Zum einen ist Diskriminierung sehr schwer messbar. Mit einfachen Umfragen unter Arbeitgebern („Diskriminieren Sie ausländische Bewerber, weil Sie etwas gegen Ausländer haben?“) wird man hier nicht weiterkommen. Zum anderen ist der eigentliche Grund von Diskriminierung kaum feststellbar, weil da meist vieles zusammenkommt: ethnische Herkunft, Religion, und äußere Merkmale, die man in der angelsächsischen Forschung als „race“ bezeichnet. ...

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„Parker Solar Probe“ gestartet: Die Nasa schickt Kundschafter zur Sonne

Die amerikanische Raumsonde „Parker Solar Probe“ ist zur ihrer Reise in Richtung Sonne aufgebrochen. Pünktlich um 9.31 Uhr deutscher Zeit (3.31 Uhr Ortszeit) hob sie an Bord einer „Delta IV Heavy“-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im amerikanischen Bundesstaat Florida ab. Der Start war bereits für Samstagvormittag vorgesehen, musste aber wegen schlechter Wetterbedingungen kurzfristig abgebrochen werden. Derzeit befindet sich die Oberstufe der Delta-Rakete mit der 700 Kilogramm schweren Sonde auf dem Flug in die vorgesehene Erdumlaufbahn. Von dort aus wird „Parker Solar Probe“ weiter ins Zentrum unseres Sonnensystems reisen. Mit Hilfe der Schwerkraft der Venus gelangt die Sonde nach und nach in die Nähe unserer Sonnen, die von der Erde rund 150 Millionen Kilometer entfernt ist. Auf Tuchfühlung mit der Sonne Bis auf rund 6,2 Millionen Kilometer wird sich die...

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Missbrauch in der Psychotherapie: Helfer als Täter

An einem Septembermorgen, direkt nach der Therapiesitzung, kam Monika Kässners* Therapeut mit seinem Auto von der regennassen Straße ab, rammte einen Baum, flog meterweit mit dem Wagen durch die Luft, starb augenblicklich und beendete damit das zerstörerische Verhältnis, das er seiner Patientin aufgezwungen hatte. Sein Tod ließ sie allein und vor allem verwirrt zurück. Kässner hatte die Therapie bei dem angesehenen Arzt und Psychotherapeuten wegen ihrer Magenbeschwerden begonnen, für die es keine körperliche Ursache zu geben schien. Von Anfang an stimmte mit der Therapie etwas nicht: In der dritten Stunde fing der Therapeut an, Kässner zu duzen. Später nahm er sie in den Arm und streichelte sie, er rief zum Namenstag bei ihr an, um zu gratulieren. Und es wurde noch schlimmer: Er küsste sie und fasste ihr mit der Hand in die Hose, in den Schritt. Das sei Teil der Therapie, sagte er, sie müsse lernen, sich zu öffnen. Nach seinem Tod schämte sich Kässner. Mit ihrem Mann oder ihren Kindern wollte sie nicht über das sprechen, was passiert war. Hilfe fand sie schließlich bei einer Psychotherapeutin....

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Zeitumstellung: Sommerzeit – abschaffen oder nicht?

Es ist ein Thema, zu dem viele gerne ihre Meinung sagen. Schon mehr als eine Million Europäer haben online bei der Sommerzeitumfrage der EU-Kommission mitgemacht. Soll Schluss sein mit der nervigen Uhrzeitumstellung zweimal im Jahr? Oder alles bleiben wie es ist? Oder stellen wir am besten für immer auf Sommerzeit um? Das Meinungsbild in Europa fragt die EU-Kommission noch bis zum 16. August ab. Aber wofür soll man eigentlich sein? Jakob Simmank und Dagny Lüdemann aus dem Wissen-Ressort von ZEIT ONLINE sind sich schon mal nicht einig. Lasst die Uhren ticken! Das ist gesünder Jakob Simmank argumentiert für die Abschaffung der Sommerzeit. Das Deprimierendste an der Umstellung der Uhrzeit ist vielleicht der Sonntag im März, an dem die Zeiger oder Digitalanzeigen von zwei auf drei nach vorne gestellt werden. Wer am Abend vorher noch etwas länger wach war, etwas getrunken hat oder feiern war, erlebt dann den müdesten Sonntag des Jahres. Weil wir, wenn wir zur gleichen Zeit aufstehen müssen, an diesem Sonntag nämlich auch noch eine Stunde weniger Schlaf bekommen. Beides doof. Und vor allem nicht wiedergutzumachen durch die...

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Dokumentation auf Arte: Schwarze Löcher als amerikanisches Phänomen?

Schwarze Löcher – das weiß jeder, der sich auch nur am Rande mit dem Themenspektrum des Weltalls beschäftigt hat – sind der Quotengarant der Astrophysik. Sie sind so etwas wie der kleinste gemeinsame Nenner aller Freunde des Universums. Wer sich nicht für Schwarze Löcher begeistern kann, der wird sich auch kaum für andere Aspekte des Kosmos interessieren. Für Arte wird diese Überlegung sicher eine Rolle für die Entscheidung gespielt haben, diesen kosmischen Extremphänomenen am heutigen Samstagabend fast zwei Stunden Sendezeit zu widmen. „Black Hole Apocalypse“ ist der Originaltitel der Anfang dieses Jahres erstmalig in den Vereinigten Staaten ausgestrahlten PBS-Nova-Produktion des Filmproduzenten Rushmore DeNooyer – Arte übersetzt diesen Titel etwas zurückhaltender als „Geheimnisvolle Schwarze Löcher“. ...

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Kongo: Neuer Ebola-Ausbruch in der Region Kivu

Viele Viren haben ein natürliches Reservoir, sie vervielfältigen sich also in bestimmten Tieren. Diese infizieren sich, sterben aber nicht an der Infektion. Beim Ebola-Virus sind das Reservoir wahrscheinlich Fledermäuse und Flughunde. Das Virus kann übertragen werden, wenn Menschen in Kontakt mit infizierten Tieren kommen. Üblicherweise überträgt sich das Virus von Menschenaffen – insbesondere dann, wenn das Virus unter ihnen ausbricht und tote Tiere beispielsweise von Jägern abtransportiert oder gegessen werden. Oder wenn Menschen sogenanntes "bushmeat", das Fleisch von wilden Tieren, zubereiten. Möglicherweise kann das Virus auch indirekt übertragen werden, wenn ein Mensch eine Mango isst, auf die ein Flughund oder eine Fledermaus das Virus übertragen hat. So scheint es zumindest beim Ausbruch 2014/2015 gewesen zu sein. Forscher des Robert Koch-Instituts zeichneten mit Hilfe von Befragungen,...

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Kongo: Ebola, schon wieder

Neun mal brach das Ebola-Virus seit seiner Entdeckung 1976 in der Demokratischen Republik Kongo aus, neun mal waren die Folgen überschaubar. Erst am 24. Juli dieses Jahres hatte die kongolesische Regierung nach rascher und gut koordinierter Hilfe einen Ausbruch für vorüber erklärt. Doch nun ist das tödliche Virus wieder da. Zwischen Mai und Juli hatten sich in der Region Équateur 54 Menschen infiziert, 33 starben, in 17 Fällen nachweislich an der Viruserkrankung. Bei dem aktuellen Ausbruch in der Provinz Nord-Kivu sind schon jetzt mehr Menschen gestorben als damals: 37 seien wahrscheinlich den Folgen der Virusinfektion erlegen, teilte der Gesundheitsminister Oly Ilunga mit, weitere 54 Verdachtsfälle würden untersucht. Wieder handelt es sich um den Zaire-Typ und damit jenen Ebola-Stamm, welcher die katastrophale Epidemie in Westafrika 2014 verursacht hatte. Er gilt als besonders gefährlich. Droht der Welt also eine neue Epidemie? Oder wird sich die Katastrophe auch dieses Mal verhindern lassen, weil die Verantwortlichen von vorherigen Ausbrüchen gelernt haben? Fakten zu Ebola ...

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Perseiden: Wenn sich die Sterne schneuzen

Quelle: F.A.Z. Veröffentlicht: 10.08.2018 14:02 Uhr

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Mission Horizons: Experimente auf der ISS liefern erste Ergebnisse

Zwei Monate nach Ankunft von Alexander Gerst auf der Internationalen Raumstation haben die ersten Experimente seiner Mission „Horizons“ erste Ergebnisse geliefert. So schickte das Fluoreszenzmikroskop „Flumias“ Bilder von lebenden Zellen aus dem All zur Erde. Das Instrument ist in einer Demonstrationsversion auf der ISS in Betrieb. Ziel von „Flumias“ist es, Bilder lebender Zellen in hoher Auflösung und in Echtzeit auf der ISS zu erstellen. „Flumias“ war laut DLR vom 3. Juli an zehn Tage lang auf der Raumstation in Betrieb. In dieser Zeit erzeugte die Anlage schon 1,2 Terabyte an Daten. „Flumias“ nahm sowohl Testbilder von auf einer Oberfläche fixierten toten Zellen als auch von lebenden Zellen auf. Ziel der Experimente war es, den Einfluss der Schwerelosigkeit auf das Zellskelett zu erforschen. ...

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© 2012 bis 4012 Oliver Zdravkovic • Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS). Wohnort: Österreich, Wien.