Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

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Organspende: Ihr wollt spenden? Dann tut es auch

Es sind dramatische Zahlen: Seit zwei Jahrzehnten gab es nicht mehr so wenige Organspenden in Deutschland wie im abgelaufenen Jahr (Eurotransplant: 2018, PDF). Und der Abwärtstrend hält an. Mehr als 10.000 Menschen warten derzeit auf ein Organ, durch das sie eine Überlebenschance hätten: Die meisten, etwa 8.000, brauchen eine Niere. Nur ein Drittel wird eine vermittelt bekommen – und zwar nicht zwingend aus Deutschland, sondern von irgendjemandem aus einem der Eurotransplant-Länder. Lediglich von 769 deutschen Verstorbenen wurden 2017 Organspenden entnommen. Zu wenig. Gleichzeitig sterben jeden Tag im Schnitt drei Menschen, die auf der Warteliste stehen. All das klingt, als seien wir Deutschen herzloser und egoistischer als manche unserer Nachbarn – und als könnten wir mit der Freiwilligkeit der Organspende kaum umgehen. Schnell wird der Ruf nach einer Widerspruchslösung laut, wie es sie etwa in Belgien, Frankreich, Spanien und vielen osteuropäischen Ländern gibt und wie sie Großbritannien und – in leicht abgewandelter Form – in den Niederlanden erwogen wird. Die Regel bedeutet: Wer zu Lebzeiten nicht widerspricht,...

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Deutscher Herzbericht: Das schwache Herz der Frauen

Bessere Therapien, rechtzeitige Rettung im Notfall und weniger Raucher: All das hat zur Folge, dass Menschen in Deutschland seltener an Herzinfarkten sterben. Gleichzeitig bleiben Herzkrankheiten Todesursache Nummer eins. Das betrifft vor allem Frauen: Ihre Sterbeziffer ist bei Herzerkrankungen höher als die der Männer. Der aktuelle Herzbericht, der einmal jährlich erscheint, zeigt im Detail, wie es um die Herzgesundheit der Deutschen steht. Ausgewertet wurden Gesundheitsdaten bis ins Jahr 2015. Das sind die wichtigsten Ergebnisse: Weniger Infarkte enden tödlich Die Sterbeziffer nach Herzinfarkten hat sich innerhalb von 15 Jahren mehr als halbiert. Starben 1990 noch etwa 200 Männer und 110 Frauen pro 100.000 Einwohner daran, waren es im Jahr 2015 weniger als 65 Männer und etwa 50 Frauen. Das liege unter anderem an verbesserten Maßnahmen vor, während und nach einem Herzinfarkt, sagt Hugo Katus, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK), die den Herzbericht mit der Herzstiftung, der Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) und der für Pädiatrische Kardiologie (DGPK)...

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Medikamente: Wenn Krebs zum Geschäft wird

Stellen Sie sich vor, Sie haben Krebs und setzen all Ihre Hoffnung auf eine Chemotherapie – aber Sie bekommen nur wirkungsloses Kochsalz. Sie warten  darauf, dass die Behandlung anschlägt, aber nichts passiert. Bald kümmern Sie sich um eine Bestattungsvorsorge, damit Ihre Liebsten sich nicht mit der Frage der richtigen Sarggröße rumschlagen müssen. Und dann erinnern Sie sich an den Apotheker, der manchmal die Infusionsbeutel persönlich brachte, mit einem kleinen Geschenk und der Frage: "Wie geht es Ihnen heute?" Der Ihnen seine private Handynummer überließ und sagte: "Rufen Sie mich immer an!" In Essen wird diese Woche der Prozess gegen einen Apotheker aus Bottrop fortgesetzt, der in Zehntausenden Fällen Chemotherapie- und Antikörper-Infusionen unterdosiert haben soll – oft soll er sogar reine Kochsalzlösung ausgeliefert haben, ohne jeden Wirkstoff. Den Krankenkassen entstand ein Schaden von mindestens 56 Millionen Euro – der Schaden für die Patienten ist nicht bezifferbar. Tausende Menschen quälen sich mit der Frage, ob der Apotheker auch ihr Medikament streckte. Hat er sie benutzt, um Gott zu spielen? ...

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Liebe auf Distanz: Sexuelle Nähe trotz Fernbeziehung, geht das?

Frisch verliebt, aber weit auseinander: Wie erhält man sich die Lust auf den anderen, wenn sie oder er nicht am gleichen Ort wohnt? In dieser Quickiefolge gibt die Sexualtherapeutin und Ärztin Melanie Büttner viele praktische Tipps für Sex auf Distanz. Sexpodcast-Quickies sind kurze Folgen von Ist das normal?, in denen Melanie Büttner in unregelmäßigen Abständen einzelne Hörerfragen aufgreift. Hören Sie die aktuelle Folge direkt oben auf dieser Seite. Weitere Informationen Melanie Büttner gibt in dieser Folge zahlreiche Tipps und Hinweise zum Thema Sex und Fernbeziehung. Weitere Anregungen gibt es hier: Sextoys für die Fernbeziehung gibt es mittlerweile einige. Sie lassen sich mitunter mit dem Smartphone bedienen. Eine Auswahl haben beispielsweise Redakteure der englischsprachigen Onlinemagazine Bustle (hier)und Papermag (hier) zusammengestellt.Zu Selbstbefriedigung gibt es die Sexpodcastfolge "Sex mit sich selbst". Darin geht es unter anderem um die Frage, ob häufiges Masturbieren ungesund ist oder gar nur eine Notlösung bei mangelndem Sex. Sie wollen...

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Brustkrebs: Kann dieser Tropfen vor Krebs retten?

Das Gegenteil von gut ist bekanntlich gut gemeint. Dieser Lehrsatz gilt für gesundheitspolitische Wohltaten ganz besonders. Daher muss man der kommenden Koalition jetzt eine unpopuläre Aufgabe ins Pflichtenheft schreiben: die geordnete Abwicklung des Mammografieprogramms zur Früherkennung von Brustkrebs. Z+

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Schmerzmittel: Haste mal ‘ne Ibu?

Wenn die Wade ziept, der Kopf dröhnt, der Rücken schmerzt oder die Grippe an den Gliedern zerrt, nahm man früher Aspirin. Das hat sich geändert. Längst ist Ibu, kurz für Ibuprofen, die Lieblings-Kopfschmerztablette der Deutschen (siehe Grafik). Die Pille verspricht, dass wir ungehindert 90 Minuten auf dem Fußballfeld stehen können, den Kinoabend nicht absagen müssen oder auf der Arbeit funktionieren. Und das alles vermeintlich ohne große Nebenwirkungen. Nur: Stimmt das? Ist Ibu wirklich besser als Aspirin? Und nehmen wir nicht grundsätzlich zu viele Schmerzmittel?   Ibuprofen verkauft sich jedenfalls sehr gut. Die Präparate machen inzwischen mehr als die Hälfte der Schmerzmittel aus, die ohne Rezept über Apothekentresen gehen. Das zeigen Zahlen des IMS PharmaScope, die das Marktforschungsunternehmen IQVIA für ZEIT ONLINE ausgewertet hat. Zwischen 2007 und 2016, hat sich die Menge der verkauften Ibu-Packungen – 400 Milligramm-Tabletten sind rezeptfrei – fast verdoppelt. Und auch unter den ärztlichen Verschreibungen hat das Schmerzmittel Konjunktur. Der Ibu-Anteil am Schmerzmittelmarkt stieg zwischen...

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Multiresistente Erreger: Dieses Antibiotikum kommt aus uns selbst

Um Krankheitserreger abzutöten, setzen unsere Immun-, Haut und Schleimhautzellen gewissermaßen körpereigene Antibiotika frei. Diese sogenannten antimikrobiellen Peptide sind hochwirksam gegen verschiedene Keime. Da sie aber auch sehr instabil sind, eignen sie sich in ihrer natürlichen Form nicht für einen therapeutischen Einsatz. Jetzt haben niederländische Forscher einen dieser Wirkstoffe so verändert, dass er ausreichend stabil für eine Behandlung hartnäckiger Hautinfektionen ist. Selbst multiresistente Bakterien und solche, die durch einen Biofilm geschützt sind, wurden durch die neue Substanz sehr effektiv abgetötet. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Bakterien auch bei längerem Einsatz keine Resistenz dagegen entwickelt haben, wie die Mediziner im Fachblatt Science Translational Medicine berichten (de Breij et al. 2018). Noch in diesem Jahr soll eine klinische Studie anlaufen. "Das Peptid SAAP-148 hat ein breites Aktivitätsspektrum gegen multiresistente Bakterien, überdauernde Ruheformen von Bakterien und Biofilme, die schwer zu behandelnde Infektionen verursachen", schreiben Anna de Breij vom Medizinischen...

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Hanf-Therapie: Nachfrage nach Cannabis-Rezepten stärker als erwartet

Immer mehr Menschen erhalten Cannabis auf Rezept und stellen bei ihrer Krankenkasse einen Antrag auf Kostenübernahme. Das geht aus einer Umfrage unter den größten gesetzlichen Krankenkassen Techniker (TK), Barmer und AOK-Bundesverband hervor, berichtet die Rheinische Post. Demnach gingen bei den Versicherern in den vergangenen zehn Monaten mehr als 13.000 Anträge – und damit mehr als erwartet – ein. Im März 2016 wurde schwer kranken Patienten der Zugang zu Cannabis erleichtert. Es kann seitdem zum Beispiel in Form der Blüten zu Lasten der Krankenversicherung verordnet werden. Die Kassen müssen dem aber zustimmen. Voraussetzung ist laut Gesetz, dass alle üblichen Therapien versagt haben. Vor der Gesetzesänderung waren die gesetzlichen Kassen nur in Einzelfällen für die teure Therapie aufgekommen. Ursprünglich rechneten Gesetzgeber und Krankenkassen mit knapp 700 Patienten pro Jahr, die eine Cannabis-Therapie benötigen. Der Umfrage zufolge gingen aber allein bei den AOK-Kassen bislang 7.600 Anträge ein, wovon 64 Prozent genehmigt wurden. Die Barmer erreichten demnach bis Ende 2017 rund 3.200 Anträge,...

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Masern: Einfach mal in den Impfpass gucken

Es war eine Meldung, die aufregend klingt: Die Zahl der Masernfälle in Deutschland habe sich im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht, schrieb die Agentur dpa vergangene Woche. Viele Medien griffen das am Wochenende auf – schnell war die Rede von der angeblich steigenden Zahl an Eltern, die ihre Kinder nicht impfen ließen. So entstand der Eindruck, die Masern seien gewaltig auf dem Vormarsch, weil es mehr Impfskeptiker gebe. Zwei Trugschlüsse, die auffallen, wenn man sich die Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) im Detail ansieht. Erstens: Die Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahr hat zwar stattgefunden, liegt aber im Bereich einer normalen jährlichen Schwankung. Und zweitens: Die Zahl der Eltern, die ihre Kinder – entsprechend der offiziellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (hier ein Impfkalender als PDF) – gegen Masern impfen lassen, sinkt nicht etwa hierzulande. Sie steigt! Was wiederum nicht bedeutet, dass Kinder überall rechtzeitig geimpft würden. Das Hauptproblem sind aber im Fall der Masern die nicht ausreichend geimpften Erwachsenen. Was sind Masern? ...

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Pornografie: Porno polarisiert

Über Sucht, den Einfluss von Pornos auf Jugendliche und über Darstellerinnen, die gerne Sexszenen drehen – dazu wollten die Hörer unseres Sexpodcasts mehr wissen. Deshalb legen wir nach: Im Gespräch beantworten die Ärztin und Sexualtherapeutin Melanie Büttner und ZEIT-ONLINE-Wissenschaftsredakteur Sven Stockrahm Hörerfragen zum Thema Porno. Die Meinungen zum Massenphänomen sind divers, offen darüber diskutiert wird aber selten. Vermitteln Sexfilme Jugendlichen, dass Gewalt beim Sex okay ist? Klären sie Kinder auch auf? Wie merke ich, ob ich schon süchtig nach Pornos bin? Und welche positiven Effekte können die Videos haben? Hören Sie die aktuelle Folge des Sexpodcasts direkt oben auf dieser Seite. In der Folge Macht Porno süchtig? haben wir uns schon ausführlich mit den Folgen hohen Pornokonsums beschäftigt. Hören Sie mehr dazu hier. Auf welche Quellen und Hintergründe Büttner sich stützt und welche Literatur sie zum Thema empfiehlt, finden Sie hier aufgelistet: Literatur und weitere Informationen Zahlreiche Publikationen, Studien und Nachschlagewerke thematisieren sexuelle Probleme durch...

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Schlangenbisse: Die Schlange war’s

Wenn in Nigeria Erntezeit ist und die Bauern auf den Feldern arbeiten, weiß Abdulrazaq Habib, dass er in den nächsten Monaten wenig schlafen wird. Der Medizin-Professor aus der nigerianischen Provinzhauptstadt Kano fährt dann ins acht Stunden entfernte Kaltungo General Hospital, wo Tag für Tag kleine Landbusse halten und Patienten abladen: Männer, die kaum noch atmen können, Kinder, denen Blut aus den Ohren läuft, Frauen, die Blut spucken. Schnell sind alle Betten belegt, die Kranken liegen dann auf dem Boden, auf der Veranda, in den Fluren. Abdulrazaq Habib schickt niemanden weg: Er weiß, wer von einer Schlange gebissen wurde, für den ist das Krankenhaus die einzige Chance zu überleben. Z+

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Winterblues: Winter? Zum Heulen!

Zuallererst ist es wichtig, eine echte Depression von einer depressiven Verstimmung zu unterscheiden. Melancholische Phasen, Trauer und schlechte Laune kennt jeder Mensch. Eine Depression dagegen ist eine Erkrankung, die häufig zusätzlich zu einer Psychotherapie mit Medikamenten behandelt werden muss. Rechtzeitig erkannt, kann sie heute gut behandelt werden. Zwar sind die Grenzen zwischen der depressiven Verstimmung und der Erkrankung Depression fließend – ein Psychiater kann aber meist eine recht klare Diagnose stellen. Mit einer echten Depression gehen meist körperliche Symptome einher: Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Verdauungsprobleme und anderes. Die Betroffenen sind antriebslos und können zum Teil den einfachen Alltag nicht bewältigen. Sie haben die Fähigkeit verloren, sich zu freuen. Diese Patienten können Probleme nicht mehr richtig einschätzen. Sie empfinden ihre Lage als aussichtslos – egal ob das objektiv so ist oder nicht. Manch Leidenden...

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Krisenintervention: "Es geht um Ihren Sohn. Er ist bei einem Verkehrsunfall gestorben."

Frage: Frau Dr. Mundt, wie teilt man einem Menschen mit, dass sein Kind oder sein Partner gerade gestorben ist? Angélique Mundt: Es gibt keine Standardformulierung, nur eine klare Maßgabe: die Nachricht sofort überbringen, ohne grausam zu sein. Das ist eine Gratwanderung. Man fragt an der Tür, ob man eintreten darf, tritt ein und kommt dann zügig zum Thema. Ich übe das mit den Polizisten direkt vor dem Einsatz: Wer wird sprechen, was wollen sie sagen? Zwei Sätze genügen: "Es geht um Ihren Sohn Daniel. Er ist vor einer Stunde bei einem Verkehrsunfall gestorben." Frage: So schnell, ohne Vorwarnung? Mundt: Es muss so schnell gehen. Wenn bei Ihnen zwei Polizisten und ein Zivilist vor der Tür stehen, dann wissen Sie, dass es nicht um einen Strafzettel geht. Man darf keine langen Geschichten von Rettungsversuchen erzählen, sonst schalten die Angehörigen nach den ersten Worten innerlich auf Abwehr und hören die eigentliche Todesnachricht nicht mehr. Natürlich sollte man auch nicht grausam sein und sagen: "Ihr Kind ist vor einen ICE gesprungen und wird gerade in Einzelteilen von den Gleisen gesammelt",...

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Psychologie: Einfach mal die Klappe halten

Die Terrasse der Mercury Bar mit ihren bunten Tischdecken schien in der Dunkelheit über dem schmutzigen Strand von Sansibar-Stadt zu schweben. Unter den Holzplanken schaukelten Plastikflaschen im trüben Wasser und oben saßen wir und tranken eiskaltes Kilimanjaro-Bier. Vor allem aber redeten wir. Über den Schmerz der frischen Trennung von meiner Freundin, darüber wie unsicher und orientierungslos ich mich fühlte. Ohnmacht und Schmerz blieben, als wir in gemieteten Motorrollern über die Mangobaumalleen der Insel bretterten. Sie blieben, als Konyagi, der scharfe klare tansanische Schnaps, mir beim Tanzen den Kopf vernebelte und ich am nächsten Tag mit schwerem Schädel nach Korallen schnorchelte. Vor allem aber blieben sie, obwohl ich darüber sprach – immer und immer wieder. Auf Sansibar mit dem guten Freund, der mich begleitete, und später auf deutschen Sofas, in italienischen Bars und eigentlich auch sonst zu jeder guten Gelegenheit.  Rückblickend muss ich über diese Reise schmunzeln, alles an ihr schreit nach Klischee: Meine Quarterlife Crisis – die Identitätskrise am Ende des ersten Lebensviertels. Anfangs war das...

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Antipsychiatrie: Ich bin nicht verrückt, ich bin Revoluzzer!

Was passiert eigentlich, wenn ein psychisch gesunder Mensch in einer psychiatrischen Anstalt landet? Um diese Frage zu beantworten, unternahm der US-amerikanische Psychologe David Rosenhan (1929–2012) im Jahr 1969 einen kühnen Selbstversuch: Er und sieben andere völlig gesunde Testpersonen, viele von ihnen ebenfalls in einem klinischen Beruf tätig, stellten sich in psychiatrischen Krankenhäusern vor. Die Scheinpatienten berichteten von Stimmen in ihrem Kopf, die wahlweise "leer", "hohl" oder auch "plumps" sagten. Abgesehen davon blieben Rosenhan und seine Mitstreiter jedoch größtenteils bei der Wahrheit. Sie wurden allesamt stationär aufgenommen und teils über viele Wochen hinweg behandelt, obwohl sie seit der Einweisung stets angaben, die Symptome seien wie weggeblasen. Insgesamt bekamen die acht Simulanten zusammen in dieser Zeit knapp 2.100 Tabletten verschrieben. Während die Mitpatienten die Täuschungen oft schnell durchschauten, blieben die Ärzte bis zuletzt ahnungslos. Rosenhans Schlussfolgerung: Psychiater könnten keine validen Verfahren vorweisen, um psychische Erkrankungen zu diagnostizieren – alles fauler...

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© 2012 bis 4012 Oliver Zdravkovic • Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS). Wohnort: Österreich, Wien.