Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

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Psychische Gesundheit: Diese App hilft mir nicht beim Einschlafen

Ein entspannendes Bad nehmen, heißen Tee trinken, einen ruhigen Spaziergang machen (gibt es eigentlich auch unruhige?), Tagebuch schreiben, etwas lesen, den Körper eincremen und mit dem Hund kuscheln (Echt jetzt?). Das alles soll mich besser einschlafen lassen. Behauptet die App: "So lernt dein Körper am besten, wann der Moment gekommen ist, um vom Alltag abzuschalten." Die App Moodpath ist die beliebteste und umsatzstärkste deutsche Psychologie-App. Das Berliner Startup will wissenschaftlicher und psychologischer sein, als die vielen Apps, die im mentalen Fitness-Segment florieren. Dafür schmückt sich ihre  Website mit den Sigeln renommierter Universitäten, von der New Yorker Columbia bis zur Charité, mit denen das Startup gerade an ersten Studien arbeitet. Der Grund, warum die meisten Nutzer die App herunterladen, ist wohl, dass Moodpath "Wege aus der Depression" verspricht. Ich lade sie aus einem anderen Grund herunter. Ich will wissen, ob sie mir bei einem Problem hilft, das ich schon lange habe: starke Einschlafstörungen. Jeden Abend brauche ich mindestens eine halbe, oft eine ganze und nicht selten mehrere...

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BDSM: Das Spiel von Dominanz und Unterwerfung

Bondage und Disziplin, Dominanz und Unterwerfung, Sadismus und Masochismus – oder einfach kurz BDSM. Wir sprechen über Sex mit Fessel und Peitsche, über Rollenfantasien mit Doktorspielen und Petplay. Worum es bei BDSM im Wesentlichen geht, erklärt die Sexualtherapeutin und Ärztin Melanie Büttner. Im Gespräch mit Sven Stockrahm, Vize-Ressortleiter für Wissen und Digital bei ZEIT ONLINE, geht es um alles außer Vanilla-Sex, um feste Regeln und die Lust, zu dominieren oder sich zu unterwerfen. Hören Sie die Podcastfolge direkt oben auf dieser Seite. Dies ist der erste Teil einer Trilogie von Ist das normal? zu BDSM. In dieser Folge nähern wir uns der Spielart und den zugrunde liegenden sexuellen Praktiken: Was meint BDSM genau? Woher kommt der Sadismus, wer war Leopold von Sacher-Masoch und was steckt hinter der Geschichte der O.? Wir sprechen darüber, was Menschen an BDSM fasziniert – vor allem abseits der Klischees aus der 50-Shades-of-Grey-Buch- und Filmreihe. Weitere Informationen, Studien und Literaturtipps: Über die zentralen Elemente von Sadomaso – Unterwerfung und Dominanz:...

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Seitenstechen: Was zwickt mich da in die Seite?

Das fiese Zwicken und Ziehen unterhalb des letzten Rippenbogens kennt fast jeder. Seitenstechen kann rechts, links oder – wenn wir Pech haben – auf beiden Seiten zugleich auftreten. Obwohl das Phänomen so verbreitet ist, weiß die Wissenschaft bis heute nicht genau, was dahintersteckt. Da der Schmerz spontan auftritt, ist er im Labor schwer reproduzierbar. Natürlich könnte man Menschen, die häufig unter Seitenstechen leiden, im Labor verkabelt übers Laufband jagen – dazu aufgerafft hat sich aber noch niemand. Vermutlich auch weil Seitenstechen nicht gefährlich ist und von selbst wieder verschwindet. Um dem Phänomen auf die Spur zu kommen, gibt es aber immerhin eine Reihe von Theorien. Z+Wählen Sie Ihren Zugang und lesen Sie direkt weiter. Sie sind bereits Digital-Abonnent? Hier anmelden

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Körperkontakt: "Zur Not hilft auch ein Hund oder eine Katze"

DIE ZEIT: Herr Grunwald, zuerst das Positive, Sie sind ja ein Anwalt der Berührung: Was bewirkt Körperkontakt, wenn er wohlmeinend ist? Z+Wählen Sie Ihren Zugang und lesen Sie direkt weiter. Sie sind bereits Digital-Abonnent? Hier anmelden

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Krankheitsüberträger: Die Zecken kommen

Der Gemeine Holzbock, ein kleines Krabbeltier, das mit dem Auge kaum zu erkennen ist, lauert ergeben auf einem Grashalm, bis unser nacktes Bein an ihm vorbeischlendert und er sich festklammern kann. Dann saugt er Blut. Und schlimmstenfalls gibt er auch Krankheitserreger weiter. Zecken wie der Holzbock sind nach den Mücken die zweitwichtigsten Überträger von für den Menschen gefährlichen Erregern (PLoS One: Gasmi et al., 2018). Neben Borreliose und der Hirnhautentzündung FSME übertragen Zecken Krankheiten, deren Namen nur wenige Ärzte kennen. Es geht den Zecken gut. Besser denn je vielleicht. Begünstigt durch den Klimawandel wandern die Tiere weltweit in Gebiete ein, in denen sie vorher unbekannt waren. 2018 dürfte in Deutschland zum besten Zeckenjahr seit Langem werden. Und Zecken sind nicht immer klein und braunrot wie der Holzbock. Manche sind groß und warten nicht so geduldig auf einem Grashalm, sondern laufen ihren Wirten hinterher – Hunderte Meter weit. Ende Juni zum Beispiel entdeckte ein Pferdebesitzer aus dem hessischen Wächtersbach im Gras seiner Koppel eine seltsame Zecke: fast zwei Zentimeter...

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Adipositas: Fettleibige ohne Lobby

Anonym lässt sich leichter offen sprechen. Erst recht über heikle Themen. Deshalb sind in diesem Gespräch die Namen der Expertinnen und Experten nicht gennant, sondern allein ihr Beruf. Z+

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Berührung: Komm mir nicht zu nahe

Sie hatte noch kaum Erfahrung in ihrem Beruf, da wurde Andrea Bubos von einer Patientin um eine besondere Hilfe gebeten. Die Frau hatte unerträgliche Schmerzen in den Schultern und wollte von der jungen Physiotherapeutin behandelt werden – mit einer einschränkenden Bitte allerdings: Sie ertrage es nicht, angefasst zu werden, ob es eine Heilung auch ohne Berührung gebe? Andrea Bubos, der diese Sorge noch nicht begegnet war, stutzte, dachte kurz nach, ergriff dann einen Besenstiel und setzte ihn als Hilfsmittel ein, um die Schultern mit dem hölzernen Ende des Stiels statt mit den eigenen Händen zu massieren. Es half, einigermaßen. Z+Wählen Sie Ihren Zugang und lesen Sie direkt weiter. Sie sind bereits Digital-Abonnent? Hier anmelden

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Iberogast: Erst als ein Mensch stirbt, lenkt Bayer ein

Eigentlich geht es in diesem Artikel nur um eine Packungsbeilage. Um das Stück Papier also, das man so schwer wieder zusammenfalten kann und das die meisten Menschen kaum lesen. Das Stück Papier, auf dem sich laut Gesetz all das wiederfinden muss, was ein Medikament schlimmstenfalls im Körper anrichten kann. Oft stehen hier Dinge, die sehr, sehr unwahrscheinlich sind und die das Potenzial haben, einzelne Menschen ganz schön in Panik zu versetzen. Um einen solchen Zettel geht es also. Genauer gesagt um den von Iberogast, einer pflanzlichen Tinktur, die mit der Heilkraft der Natur beworben wird und trotzdem schädlich sein kann. Und hier wird es grundsätzlicher. Es geht auch um eine zahnlose Arzneimittelbehörde und ein Pharmaunternehmen, das mit einer wahnwitzigen Blockadehaltung allem voran sich selbst und seiner Glaubwürdigkeit schadet. Eine Haltung, die erst mit dem Tod eines Patienten aufgegeben wurde. Iberogast, von Bayer vertrieben, soll gegen Magenbeschwerden helfen. 120 Millionen Euro soll der Konzern jährlich mit den bitteren, braunen Tropfen einnehmen, die rein pflanzlich sind. Etwas, das Bayer aktiv...

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Schönheitsideal: Schöne Beine: Was man dafür tun kann – oder besser lassen sollte

Ob im Moulin Rouge oder im Folies Bergère: In jedes Bühnenbild ihrer Revuen musste eine Treppe eingebaut werden. Spätestens am Ende der Show schritt sie diese herunter, der Höhepunkt des Abends. Das war im Paris der Zwanzigerjahre, und alle Welt war verliebt in die Beine einer Frau, die sich Mistinguett nannte. So wohlproportioniert, straff und gradlinig waren die, dass der Bildhauer Rodin ihr geschrieben haben soll: "Müsste ich die Muse der Music Hall gestalten, so müsste sie Ihre Beine haben." Z+

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Gesundheitsbericht: Gesünder, langlebiger, aber auch zu dick

Den Menschen in Europa geht es gut. Etwa so lassen sich die Ergebnisse des neuesten Gesundheitsberichts der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Region Europa zusammenfassen. Die Menschen leben länger, sterben seltener an Unfällen oder Verletzungen und die Impfquote steigt – auch wenn vereinzelt Staaten in diesem Jahr einen rasanten Anstieg an Maserninfektionen verzeichneten. Die WHO hat sich zur Aufgabe gemacht, die Gesundheit in der gesamten Region bis zum Jahr 2020 deutlich zu verbessern. Alle drei Jahre veröffentlicht sie einen Bericht, um die Fortschritte hin zu einem gesünderen Europa zu überprüfen (PDF: WHO Regional Office for Europe, 2018). Hier sind die neuesten Ergebnisse im Überblick: <!-- <!-- ©  77,9 Jahre betrug die durchschnittliche Lebenserwartung im Jahr 2015. Die durchschnittliche Lebenserwartung bei der...

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Dokumentarfilm "Eingeimpft": Anti-Impf-Lobbyismus statt Aufklärung

Ein "riesentolles Abenteuer" sei die Wissenschaft, sagt der Regisseur David Sieveking. Sein Film Eingeimpft läuft diese Woche in den deutschen Kinos an. Der Regisseur sucht in dem Dokumentarfilm gemeinsam mit seiner Frau nach einer Antwort auf die Frage, ob und mit welchen Impfungen er seine Kinder versorgen soll. Objektivität darf man dabei indes nicht erwarten. Sievekings Arbeitsweise zog schon heftige Kritik auf sich, als vor wenigen Wochen das Buch zum Film erschien. So sagte die Psychologin Cornelia Betsch ZEIT ONLINE, Sieveking verschweige den wissenschaftlichen Konsens und lasse vor allem abseitige Stimmen zu Wort kommen. Er nehme eine völlig falsche Perspektive ein, die Zweifel säe und damit Verschwörungstheorien Vorschub leiste. Aber wem genau hat Sieveking eigentlich zugehört? Wem gibt er in seinem Film Raum, die eigene Position darzulegen? Eine Recherche von ZEIT ONLINE zeigt: Im Film kommen Personen als vermeintlich unabhängige Experten zu Wort, die Gelder von Anti-Impf-Lobbyisten erhalten, die wiederum Impfungen mit dem Holocaust vergleichen. "Oft mündet die Kritik am Mainstream in eine naive unkritische Haltung...

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Schamhaar: Worauf muss ich bei der Intimrasur achten?

Schamhaar stört beim Oralsex – also ab damit! Doch steigt mit einer Komplettrasur das Risiko, sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten anzustecken? Worauf ist beim Rasieren, Waxing und Epilieren zu achten? Welche Methode der Haarentfernung ist besonders schonend? Antworten auf diese Fragen hat die Sexualtherapeutin, Buchautorin und Ärztin am Klinikum rechts der Isar, Melanie Büttner. Weiter erklärt sie, wie eine getrimmte Scham die Lust steigern kann. Hören Sie diese Folge des Sexpodcasts Ist das normal? direkt oben auf dieser Seite. Mit der ZEIT-ONLINE-Wissenschaftsredakteurin Alina Schadwinkel spricht Büttner auch über eine seit Jahrhunderten andauernde Debatte: Infantilisiert die Intimrasur Frauen, wie mancher Medizinpsychologe sagt? Oder ist die Haarentfernung im Schambereich sogar ein Zeichen purer Emanzipation, weil sie die Vagina zur Schau stellt? Denn eine glatte Scham "ist eine Mode, die kommt und geht", sagt Büttner. "Haare galten stets nur an bestimmten Körperstellen als akzeptabel – vor allem für Frauen." Weitere Informationen und Literaturtipps: In ihrem Buch...

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Künstliche Befruchtung: Diese Kinder sind doch nicht so gesund

Immer häufiger greift der Mensch in einen Prozess ein, der für die Entstehung neuen Lebens zentraler nicht sein könnte: die Befruchtung der Eizelle durch das Spermium. Es ist der Moment, in dem das Erbgut von Vater und Mutter verschmilzt. Bei einer natürlichen Befruchtung wird die Eizelle im Eileiter befruchtet und wandert dann in die Gebärmutter, um sich dort einzunisten. Bei zwei bis fünf Prozent der Neugeborenen in entwickelten Ländern aber läuft es ganz anders: Menschliche Hände sorgen mit Mikroskop und Pipette dafür, dass es zur Befruchtung kommt. Erst die Erfindung der künstlichen Befruchtung verhalf vielen Menschen zu einem eigenen Kind. Sie sorgt dafür, dass der Stammbaum von Familien nicht aufhört. Kaum ein Eingriff der modernen Medizin dürfte das Leben vieler Menschen so stark verändert haben. Jedes Jahr kommen mehr Kinder dank künstlicher Befruchtung zur Welt. Mehr als eine Viertelmillion Kinder sind inzwischen in Deutschland so entstanden (IVF-Register: Jahrbuch 2016), weltweit sind es mehr als acht Millionen. Vor Kurzem feierte Louise Brown ihren 40. Geburtstag, der erste Mensch, der durch künstliche...

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Künstliche Befruchtung: Diese Kinder sind doch anders

Immer häufiger greift der Mensch in einen Prozess ein, der für die Entstehung neuen Lebens zentraler nicht sein könnte: die Befruchtung der Eizelle durch das Spermium. Es ist der Moment, in dem das Erbgut von Vater und Mutter verschmilzt. Bei einer natürlichen Befruchtung wird die Eizelle im Eileiter befruchtet und wandert dann in die Gebärmutter, um sich dort einzunisten. Bei zwei bis fünf Prozent der Neugeborenen in entwickelten Ländern aber läuft es ganz anders: Menschliche Hände sorgen mit Mikroskop und Pipette dafür, dass es zur Befruchtung kommt. Erst die Erfindung der künstlichen Befruchtung verhalf vielen Menschen zu einem eigenen Kind. Sie sorgt dafür, dass der Stammbaum von Familien nicht verödet. Kaum ein Eingriff der modernen Medizin dürfte das Leben vieler Menschen so stark verändert haben. Jedes Jahr kommen mehr Kinder durch künstliche Befruchtung zur Welt. Mehr als eine Viertelmillion Kinder sind inzwischen in Deutschland so entstanden (IVF-Register: Jahrbuch 2016), weltweit sind es mehr als acht Millionen. Vor Kurzem feierte Louise Brown ihren 40. Geburtstag, der erste Mensch, der durch künstliche...

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Zusatzleistungen: Was mache ich, wenn mein Arzt mir etwas verkaufen will?

Es gibt Situationen, in der das Neinsagen besonders schwerfällt. In der Arztpraxis zum Beispiel, wenn man als Patientin oder Patient einem Doktor gegenübersitzt, der einem eine Vorsorgeuntersuchung anbietet: "Das empfehle ich allen meinen Patienten in diesem Alter, dann sind wir auf der sicheren Seite." Fast beiläufig fügt er noch hinzu: "Das wird allerdings leider nicht von der Kasse übernommen, das müssten Sie selbst zahlen." Bei der Gesundheit will man natürlich nicht sparen. Andererseits stellt sich die Frage: Wenn die Untersuchung wirklich so wichtig wäre, wieso wird sie dann nicht von der Krankenkasse übernommen? Individuelle Gesundheitsleistungen, kurz IGEL, sind ärztliche, zahnärztliche oder psychotherapeutische Leistungen, die Patientinnen und Patienten grundsätzlich selbst bezahlen müssen, weil sie nicht im festgeschriebenen Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind. Lesen Sie weitere Texte zum Thema in der neuen Ausgabe. Das aktuelle...

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© 2012 bis 4012 Oliver Zdravkovic • Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS). Wohnort: Österreich, Wien.