Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

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Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz: "Dieses Gesetz ist extrem gefährlich"

Wer in einer psychiatrischen Klinik behandelt wird, soll in Bayern künftig der Polizei gemeldet, die Daten fünf Jahre gespeichert werden. Alarmiert und besorgt haben Medizinerinnen und Mediziner, Betroffenenverbände, die Opposition im Landtag und viele Bürgerinnen und Bürger in sozialen Netzwerken auf Bayerns Pläne zur Verschärfung seines Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes (Bay-PsychKHG) reagiert (ZEIT ONLINE berichtete). Andreas Heinz, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Charité Berlin, erklärt, welches Signal dieser Gesetzentwurf weit über Bayern hinaus an Erkrankte und Angehörige sowie die Öffentlichkeit sendet. ZEIT ONLINE: Herr Heinz, was würde das Gesetz in der Praxis für Ihre Arbeit bedeuten, würde es in ähnlicher Art in Berlin eingeführt? Andreas Heinz: Es würde bedeuten, dass sich die Art des Umgangs mit Patientinnen und Patienten aus der psychiatrischen Forensik, also dort wo psychisch kranke Straftäter behandelt und untergebracht werden, auf die Allgemeinpsychiatrie überträgt. Also auf einen Bereich, in dem wir Menschen helfen wollen, die nicht wegen Straftaten...

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Psychiatrie in Bayern: Aktenkundig psychisch krank

Menschen in psychischen Krisen "noch stärker als bislang" unterstützen und einen "Beitrag zur Entstigmatisierung psychisch kranker Menschen" leisten – das wolle die bayerische Staatsregierung. So jedenfalls steht es im Entwurf zum Bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (hier nachzulesen), den das Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bereits verabschiedet hat. Darauf angesprochen, lacht Thomas Kallert auf. Der Psychiater, der die Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken als Ärztlicher Direktor leitet, ist davon überzeugt: Wird umgesetzt, was in einigen der Absätze des geplanten Gesetzes steht, wird das komplette Gegenteil bewirkt. Und nicht nur er denkt so: Fachleute, Betroffenenverbände und Datenschützer sind entsetzt über die Pläne der Staatsregierung. "In dieser Form kriminalisiert und stigmatisiert das Gesetz psychisch kranke Menschen", sagt Kallert. Die Einweisung per Gerichtsbeschluss ist die Ausnahme Die meisten Menschen, die stationär in einer psychiatrischen Klinik behandelt werden, sind freiwillig dort und suchen Hilfe. Nur etwa jeder zehnte Betroffene in Bayern...

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Entwicklungshilfe: Fliegender Lebensretter

Es war eine Filmszene, die Patrick Patten nach Afrika verschlug: Eine Cola-Flasche fällt vom Himmel und landet im Sand der Kalahari. Und dann verändert sich alles. Bei dem afrikanischen Stamm, der die Flasche im Film Die Götter müssen verrückt sein für ein spirituelles Zeichen hält. Und bei Patrick Patten, der sein Leben infrage stellt. Der Amerikaner hat den westlichen Lebensstil schon lange satt: das Konsumverhalten. Die Oberflächlichkeit. Die Cola-Flaschen. Z+

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Aufklärung: Wenn Kinder in die Pubertät kommen

Ja, es kommt die Zeit, in der abschließbare Türen fürs Kinderzimmer Thema werden. Wenn der Nachwuchs in die Pubertät kommt und  beginnt, Gefühle für das andere oder das eigene Geschlecht zu entwickeln, sind Eltern manchmal ratlos. Wie man diese Phase begleitet, dazu hat die Sexualtherapeutin Melanie Büttner Ratschläge. Im zweiten Teil zu Aufklärung spricht sie mit Sven Stockrahm, dem stellvertretenden Ressortleiter für Wissen und Digital bei ZEIT ONLINE. Und sie beantwortet Hörerfragen, wie Mütter und Väter mit ihren Kindern auch über Pornos reden können. Und was, wenn man ins Kinderzimmer platzt, während sich die Tochter oder der Sohn gerade selbst befriedigen? Eine Folge über die Zeit, in der das Interesse an Sex wächst und die Eltern vielleicht nicht mehr die ersten Ansprechpartner für ihren Nachwuchs sind. Diese Folgen können Sie direkt oben auf dieser Seite anhören. Im ersten Teil zu Aufklärung ging es übrigens um die Sexualität von Kleinkindern. Hören Sie die Folge "Sex, aber bitte ohne Bienchen und Blümchen!" hier. Über Aufklärung und Sexualkundeunterricht in der Schule haben wir im...

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Nigeria: Mehr als hundert Menschen sterben an Lassafieber

Mindestens 101 Menschen sind in Nigeria an Lassafieber gestorben. Zu den Opfern der Erkrankung sollen auch Medizinerinnen und Mediziner sowie Pflegekräfte gehören, teilte die Organisation Ärzte ohne Grenzen mit. Sie hatten sich um erste Erkrankte gekümmert und nicht gewusst, dass ihre Patientinnen und Patienten am hochansteckenden Lassafieber erkrankt waren. Dem medizinischen Personal hätte teilweise aber auch die richtige Schutzausrüstung gefehlt. Insgesamt gibt es nach Zählung von Ärzte ohne Grenzen in Nigeria 1.781 Verdachtsfälle von Lassafieber. Bei 408 Fällen sei bereits der Verdacht bestätigt worden. Die Krankheit verläuft nicht immer tödlich, bisher seien 146 Menschen gestorben, bei den 101 Todesfällen sei die Krankheit zweifelsfrei bestätigt worden. Der Ausbruch sei nach Angaben der Organisation "einer der schlimmsten in den vergangenen Jahren". Ärzte ohne Grenzen ist nach eigenen Angaben vor Ort, um Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen zu schulen. Zwar gehe die Zahl der Erkrankten in Nigeria bereits zurück, eine Entwarnung bedeute das jedoch nicht, hieß es. Erkrankungsfälle hat...

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LSD: Montag – Zeit für einen Horrortrip

Es ist Freitag, der 16. April 1943. Albert Hofmann räumt sein Labor beim Pharmaunternehmen Sandoz in Basel etwas frustriert fürs Wochenende auf. Seine Suche nach einem Mittel zur Kreislaufstabilisierung kommt nicht voran. Und dann passiert es. Er erlebt einen gewaltigen Rausch, den er später als wunderbares Erlebnis bezeichnet. Der Chemiker war vor 75 Jahren etwas schlampig im Labor gewesen und mit dem Mittel in Berührung gekommen, an dem er forschte: Lysergsäurediethylamid, abgekürzt LSD. Hofmann beschrieb die Ereignisse an jenem Freitag bei einem Symposium in Basel zu seinem 100. Geburtstag 2006 so: "Ich musste das Labor verlassen, ich hatte das Gefühl, es passiert etwas mit Dir. Ich fuhr mit dem Velo nach Hause, legte mich hin und hatte ein wunderbares Erlebnis. Was immer ich mir vorstellte, war bildhaft vor mir, tief beglückend. Es dauerte drei, vier Stunden, und dann verschwand es. Die nette Nachbarin, plötzlich eine bösartige Hexe Am folgenden Montag wollte er dem Geheimnis auf die Spur kommen. Er nahm bewusst LSD ein, das er aus dem Pilz Mutterkorn gewonnen hatte, aber eine viel zu große Dosis....

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Alkohol: Bloß nicht mehr als ein Bier pro Tag!

Freuen Sie sich schon, endlich wieder mit Freunden abends draußen was trinken zu gehen? Falls ja, sollten Sie die wärmeren und helleren Abende vielleicht lieber mit Apfelschorle oder Cola light genießen statt mit Alkohol. Ansonsten könnte sich Ihr Leben verkürzen, oder Sie könnten ernsthaft krank werden – und das auch schon, wenn Sie nur ein Glas Wein oder Bier am Tag trinken. An zu viel Zucker, Fett und Kaffee stirbt es sich ja mitunter auch schneller? Und das Feierabendbier muss man sich auch nicht madig machen lassen? Stimmt. Doch es kann gut sein, dass Sie nicht nur die Gesundheitsfolgen von Alkohol falsch einschätzen, sondern vor allem, wie viel Sie trinken. © Jakob Börner zur Autorenseite Wussten Sie, dass es offizielle Empfehlungen gibt, wie viel Bier, Wein und Schnaps pro Woche nur geringe Schäden verursachen? Demnach sollten erwachsene Männer maximal 120 Gramm und Frauen nicht mehr als 70 Gramm reinen Alkohol pro Woche zu sich nehmen (siehe: BZgA). Macht für Männer neun Flaschen Bier à 330 Milliliter (bei fünf...

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Acrylamid: Vergolden, nicht verkohlen!

Die kleinsten und knusprigsten Pommes sind die leckersten – und die ungesündesten. Der Grund: Sie enthalten Acrylamid. Der Stoff gilt als krebsauslösend und befindet sich in Kartoffel-, Getreide- und Kaffeeerzeugnissen. Zahlreiche Verbraucherschutzgesetze sollen dafür sorgen, dass so wenig Acrylamid wie möglich auf unseren Tellern und in unseren Bechern landet. Jüngst entschieden etwa Richter im US-Bundesstaat Kalifornien, dass die Kaffeehauskette Starbucks auf ihren Produkten vor der schädlichen Wirkung warnen soll. Die EU-Kommission geht sogar noch einen Schritt weiter und möchte mit einer Verordnung erreichen, dass wir im Alltag weniger Acrylamid zu uns nehmen. Für Verbraucher ändert sich dadurch zwar zunächst wenig. Doch Lebensmittelhersteller und die Gastronomie müssen wahrscheinlich ihr Vorgehen in der Herstellung und Zubereitung von Lebensmitteln verändern. Was steht in der neuen Verordnung? Ab dem 11. April gilt die EU-Verordnung für jeden Betrieb, der Kartoffelerzeugnisse, Brot, Feinbackwaren, Frühstückscerealien, Säuglingsnahrung, Kaffee oder Kaffeeersatzprodukte herstellt, verarbeitet oder auf den Markt bringt....

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Blutdruck: Der Werte-Streit

Ein Arztbesuch kann messbar aufregend sein. Der Patient ist angespannt, die Situation unangenehm – das treibt den Blutdruck mitunter in die Höhe. Die Folge: Schätzungsweise 20 Prozent aller in den Praxen gemessenen Werte spiegeln nicht den alltäglichen Blutdruck wider. Würde sich der Arzt allein auf diese Daten verlassen und die Therapie danach ausrichten, gingen wohl Abertausende Patienten unnötig mit einem Rezept für einen Blutdrucksenker nach Hause. Z+Wählen Sie Ihren Zugang und lesen Sie direkt weiter. Sie sind bereits Digital-Abonnent? Hier anmelden

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Sexualaufklärung: Sex, aber bitte ohne Bienchen und Blümchen!

Mama, wie kommt das Baby in den Bauch und was ist ein Sperma? Sexualität fängt mit der Geburt an, doch wie sollten Eltern reagieren, wenn der Nachwuchs Fragen stellt oder sich auch mal in den Schritt fasst? Wann beginnt Aufklärung und was müssen Kinder schon wissen? Tipps und Rat gibt die Sexualtherapeutin Melanie Büttner im Gespräch mit Sven Stockrahm, stellvertretender Ressortleiter für Wissen und Digital bei ZEIT ONLINE. In diesem ersten Teil zur Aufklärung stehen Kleinkinder im Mittelpunkt. Wir besprechen, warum Doktorspiele ganz normal sind, aber auch, wie man Mädchen und Jungen vor Übergriffen schützen kann. Diese Folgen können Sie direkt oben auf dieser Seite anhören. Über Aufklärung und Sexualkundeunterricht in der Schule haben wir im Sexpodcast schon gesprochen. Die Folge "Sex gehört nicht nur in den Biounterricht" können Sie hier hören. In der kommenden Woche geht es dann weiter mit Aufklärung für Kinder ab der Pubertät. Auf welche Quellen und Hintergründe Melanie Büttner sich stützt und welche Literatur sie unter anderem zum Thema empfiehlt, finden Sie hier aufgelistet: ...

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Smartphone-Abhängigkeit: Bin ich süchtig nach meinem Smartphone?

Neulich tapste mein achtzehn Monate alter Sohn im Wohnzimmer auf mich zu und streckte mir strahlend ein Kinderbüchlein entgegen. Er wollte wohl, dass ich ihm etwas über die Tiere darin erzähle. Ich aber bekam davon nichts mit. Denn ich war versunken, verschwunden, verloren in den Untiefen einer Twitter-Debatte — auf meinem Smartphone. Erst als meine Frau sagte: "Jetzt schau doch mal! Da will dir jemand was zeigen", schaute ich hoch. Und schämte mich: Wie konnte ich meinen Sohn für mein Telefon übersehen? Allein bin ich mit solchen Aussetzern allerdings nicht. Smartphones nehmen im Alltag vieler Menschen inzwischen eine zentrale Rolle ein. Und die psychologische Forschung der vergangenen Jahre legt nahe, dass zu viel Zeit am Smartphone wohl wirklich krankhaft werden kann. Problematische Smartphone-Nutzung, das ist inzwischen ein psychologischer Fachbegriff. Problematisch wird es erschreckend häufig Die meisten Studien dazu basieren bisher auf Fragebögen wie dem Mobile Phone Problem Use Scale (MPPUS), den die Psychologin Adriana Bianchi und ihr Kollege James Phillips von der Monash University in Australia...

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Menstruationstassen: Tasse statt Tampon

Als Niloofar Gohari* ihre Menstruationstasse das erste Mal ausprobierte, war sie vor allem neugierig. Sie saß zu Hause auf der Toilette, faltete den daumengroßen Silikonbecher wie auf der Gebrauchsanweisung angegeben zu einem Stift zusammen und schob ihn vorsichtig in ihre Scheide. Dann ließ sie los und die Tasse entfaltete sich wieder. "Tatsächlich war ich überrascht, wie einfach das ging", erinnert sich die 24-Jährige. Menstruationstassen sollen das Blut der weiblichen Regelblutung auffangen und damit Tampons ersetzen. Beim Entfalten saugen sie sich an der Scheidenwand fest und erzeugen einen Unterdruck, der dafür sorgt, dass die glockenförmige Tasse nicht verrutscht und das Menstruationsblut aufgefangen wird. Aus Silikon, durchsichtig, glockenförmig: So sieht eine Menstruationstasse aus. © BSIP/Getty Images "Seit drei Jahren boomt der Markt", sagt Bettina Steinbrugger, "mittlerweile kennen wir über 50 verschiedene Hersteller." Die Österreicherin Steinbrugger stellt selbst keine Menstruationstassen her. Trotzdem kennt sie sich mit ihnen aus:...

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Münster: Psychisch labil, was soll das bedeuten?

Psychisch erkrankt könnte er gewesen sein, der Mann, der einen Campingbus in eine Menschenmenge in Münsters Altstadt lenkte. Ob er mit der klaren Absicht handelte, ihm vermutlich völlig fremde Frauen, Männer und Kinder zu verletzen oder sogar zu töten, ist nicht bekannt. Zwei Menschen starben bei dem Angriff, mehr als 20 wurden teils schwer verletzt. Kurz nachdem der Wagen zum Stehen kam, erschoss sich der Fahrer dann selbst. Sein Motiv? Unbekannt. Vielleicht wird es auch nie eindeutig zu klären sein. Trotz der wiederholten Bitte der Polizei, nicht zu spekulieren, welchen Hintergrund die Tat hatte, fragen sich viele, was gemeint ist, wenn es heißt: Der 48-jährige mutmaßliche Fahrer sei psychisch auffällig gewesen. 2014 und 2016 sei dies gewesen. Auch der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) erwähnte dies bei einem Besuch des Tatorts am Sonntagmittag. Er verwies darauf, dass Freunde und Gesundheitsämter von einer psychischen Labilität gewusst hätten. Der Spiegel berichtete von einem möglichen vorherigen Suizidversuch des Deutschen, der wohl schon länger in Münster wohnte. Die Nachrichtenagentur dpa...

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Infektionen: Geht eine Krankheit schneller vorbei, wenn man das Fieber nicht unterdrückt?

Fieber ist keine Krankheit, sondern ein Symptom. Und das Senken des Fiebers mittels Medikamenten heilt den Patienten daher auch nicht. Im Gegenteil, es kann die Genesung sogar herauszögern. Denn tatsächlich hat das Fieber einen Sinn, das sagen nicht nur die Anhänger alternativer Heilmethoden. Auch die "Schulmediziner" raten zunehmend davon ab, bei erhöhter Temperatur immer gleich zum Medikamentenschrank zu laufen und etwas einzunehmen. Z+

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Ernährung: So viel Zucker nehmen wir zu uns

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