Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

?

Krisenintervention: "Es geht um Ihren Sohn. Er ist bei einem Verkehrsunfall gestorben."

Frage: Frau Dr. Mundt, wie teilt man einem Menschen mit, dass sein Kind oder sein Partner gerade gestorben ist? Angélique Mundt: Es gibt keine Standardformulierung, nur eine klare Maßgabe: die Nachricht sofort überbringen, ohne grausam zu sein. Das ist eine Gratwanderung. Man fragt an der Tür, ob man eintreten darf, tritt ein und kommt dann zügig zum Thema. Ich übe das mit den Polizisten direkt vor dem Einsatz: Wer wird sprechen, was wollen sie sagen? Zwei Sätze genügen: "Es geht um Ihren Sohn Daniel. Er ist vor einer Stunde bei einem Verkehrsunfall gestorben." Frage: So schnell, ohne Vorwarnung? Mundt: Es muss so schnell gehen. Wenn bei Ihnen zwei Polizisten und ein Zivilist vor der Tür stehen, dann wissen Sie, dass es nicht um einen Strafzettel geht. Man darf keine langen Geschichten von Rettungsversuchen erzählen, sonst schalten die Angehörigen nach den ersten Worten innerlich auf Abwehr und hören die eigentliche Todesnachricht nicht mehr. Natürlich sollte man auch nicht grausam sein und sagen: "Ihr Kind ist vor einen ICE gesprungen und wird gerade in Einzelteilen von den Gleisen gesammelt",...

weiterlesen »


Psychologie: Einfach mal die Klappe halten

Die Terrasse der Mercury Bar mit ihren bunten Tischdecken schien in der Dunkelheit über dem schmutzigen Strand von Sansibar-Stadt zu schweben. Unter den Holzplanken schaukelten Plastikflaschen im trüben Wasser und oben saßen wir und tranken eiskaltes Kilimanjaro-Bier. Vor allem aber redeten wir. Über den Schmerz der frischen Trennung von meiner Freundin, darüber wie unsicher und orientierungslos ich mich fühlte. Ohnmacht und Schmerz blieben, als wir in gemieteten Motorrollern über die Mangobaumalleen der Insel bretterten. Sie blieben, als Konyagi, der scharfe klare tansanische Schnaps, mir beim Tanzen den Kopf vernebelte und ich am nächsten Tag mit schwerem Schädel nach Korallen schnorchelte. Vor allem aber blieben sie, obwohl ich darüber sprach – immer und immer wieder. Auf Sansibar mit dem guten Freund, der mich begleitete, und später auf deutschen Sofas, in italienischen Bars und eigentlich auch sonst zu jeder guten Gelegenheit.  Rückblickend muss ich über diese Reise schmunzeln, alles an ihr schreit nach Klischee: Meine Quarterlife Crisis – die Identitätskrise am Ende des ersten Lebensviertels. Anfangs war das...

weiterlesen »


Antipsychiatrie: Ich bin nicht verrückt, ich bin Revoluzzer!

Was passiert eigentlich, wenn ein psychisch gesunder Mensch in einer psychiatrischen Anstalt landet? Um diese Frage zu beantworten, unternahm der US-amerikanische Psychologe David Rosenhan (1929–2012) im Jahr 1969 einen kühnen Selbstversuch: Er und sieben andere völlig gesunde Testpersonen, viele von ihnen ebenfalls in einem klinischen Beruf tätig, stellten sich in psychiatrischen Krankenhäusern vor. Die Scheinpatienten berichteten von Stimmen in ihrem Kopf, die wahlweise "leer", "hohl" oder auch "plumps" sagten. Abgesehen davon blieben Rosenhan und seine Mitstreiter jedoch größtenteils bei der Wahrheit. Sie wurden allesamt stationär aufgenommen und teils über viele Wochen hinweg behandelt, obwohl sie seit der Einweisung stets angaben, die Symptome seien wie weggeblasen. Insgesamt bekamen die acht Simulanten zusammen in dieser Zeit knapp 2.100 Tabletten verschrieben. Während die Mitpatienten die Täuschungen oft schnell durchschauten, blieben die Ärzte bis zuletzt ahnungslos. Rosenhans Schlussfolgerung: Psychiater könnten keine validen Verfahren vorweisen, um psychische Erkrankungen zu diagnostizieren – alles fauler...

weiterlesen »


Thrombose: Bein, hart

Niemand schluckt gerne täglich eine Tablette – zumal wenn sie lebensbedrohliche Nebenwirkungen haben kann. Ich durfte immerhin wählen, wie gefährlich ich in Zukunft leben wollte. Nach einem Urlaub spürte ich Schmerzen in der rechten Wade. Es fühlte sich an wie ein Muskelkater, eigentlich nichts Besorgniserregendes. Doch es hätte mir wegen einer besonderen Vorgeschichte ein Alarmsignal sein sollen. Zwölf Jahre zuvor hatte sich ein Gerinnsel in meinem linken Unterschenkel gebildet, eine sogenannte tiefe Beinvenen-Thrombose. Mein Risiko für solch einen Zwischenfall, erfuhr ich, ist durch eine angeborene Gerinnungsstörung, eine sogenannte Faktor-V-Leiden-Mutation, deutlich erhöht – plötzlich war auch klar, warum mein Vater wiederholt Thrombosen gehabt hatte. Z+

weiterlesen »


Schlafforschung: So schlafen Sie 2018 richtig aus!

1. Das eigene Schlafoptimum finden Ab und zu kann man zwei Stunden schlafen, jeden Tag geht das aber nicht. Die Zeit war richtig, wenn Sie sich tagsüber ausgeglichen, leistungsfähig und wach fühlen, außer mittags. Die meisten Erwachsenen benötigen dafür täglich etwa sieben bis acht Stunden Schlaf, wenige etwas länger, wenige etwas kürzer. Sechs Stunden täglich gelten in der Schlafforschung bereits als "kurz" (Sleep Medicine Reviews, Vgontzas et al., 2014). Wer unter vier bleibt, ist vermutlich krank oder wird es. Sie schlafen richtig, wenn Sie an freien Tagen nicht viel länger schlafen als sonst auch und wenn Sie täglich etwa zu gleichen Zeit von selbst aufwachen. Ihr eigenes Optimum finden Sie in einem entspannten, partyfreien Urlaub heraus, ohne Wecker. Die eigentliche Herausforderung dürfte dann sein, Ihre Gewohnheit auch auf Ihr Berufsleben abzustimmen (siehe 6. Routine leben). 2. Kein Schlafdefizit ansammeln Schlaf ist flexibel: Wir können uns wach halten, obwohl wir müde sind, und aufstehen, wenn man uns zur Unzeit weckt. Doch die Flexibilität hat Grenzen: Wer tage- oder gar wochenlang zu...

weiterlesen »


Drogenumfrage: Sie haben noch nie Drogen genommen – ganz sicher?

Jetzt ist die Zeit, in der viele an ihre ganz persönlichen Erlebnisse des Jahres zurückdenken. ZEIT ONLINE wüsste gerne, was Sie 2017 dabei vielleicht begleitet hat. Alkohol, Gras, Koffein, Arzneimittel – sagen Sie uns, welche Drogen Sie aufputschen oder was Sie so richtig entspannt hat in den vergangenen zwölf Monaten. Drogen, das meint alle psychoaktiven Substanzen – von Alkohol und Tabak über Ecstasy, Koks, Pilze, Cannabis, Medikamente, Legal Highs bis hin zu Klebstoff oder koffeinhaltigen Energydrinks. Eben alles, was berauschen kann, Schmerzen lindert, leistungsfähiger macht, konzentrierter arbeiten lässt oder auch betäubt. Zusammen mit der größten Drogenumfrage, dem Global Drug Survey, wollen wir nicht nur erheben, was Sie nehmen und wie häufig, sondern auch erfahren, wie es Ihnen damit geht. Wenn Sie uns regelmäßig lesen, wissen Sie, dass ZEIT ONLINE nicht zum ersten Mal nach Ihrem Drogenkonsum fragt. Es ist das fünfte Mal, dass wir mit der weltweit größten unabhängigen Drogenumfrage zusammenarbeiten. Rund 120.000 Antworten aus Deutschland haben wir so bereits in den vergangenen vier Jahren ausgewertet. Der aktuelle...

weiterlesen »


Drogenumfrage: Werden Sie Teil der größten Selbsthilfegruppe!

Jetzt ist die Zeit, in der viele an ihre ganz persönlichen Erlebnisse des Jahres zurückdenken. ZEIT ONLINE wüsste gerne, was Sie 2017 dabei vielleicht begleitet hat. Alkohol, Gras, Koffein, Arzneimittel – sagen Sie uns, welche Drogen Sie aufputschen oder was Sie so richtig entspannt hat in den vergangenen zwölf Monaten. Drogen, das meint alle psychoaktiven Substanzen – von Alkohol und Tabak über Ecstasy, Koks, Pilze, Cannabis, Medikamente, Legal Highs bis hin zu Klebstoff oder koffeinhaltigen Energydrinks. Eben alles, was berauschen kann, Schmerzen lindert, leistungsfähiger macht, konzentrierter arbeiten lässt oder auch betäubt. Zusammen mit der größten Drogenumfrage, dem Global Drug Survey, wollen wir nicht nur erheben, was Sie nehmen und wie häufig, sondern auch erfahren, wie es Ihnen damit geht. Wenn Sie uns regelmäßig lesen, wissen Sie, dass ZEIT ONLINE nicht zum ersten Mal nach Ihrem Drogenkonsum fragt. Es ist das fünfte Mal, dass wir mit der weltweit größten unabhängigen Drogenumfrage zusammenarbeiten. Rund 120.000 Antworten aus Deutschland haben wir so bereits in den vergangenen vier Jahren ausgewertet. Der aktuelle...

weiterlesen »


Hanf-Therapie: Krankenkassen zahlen Großteil der Cannabis-Medikamente

Seit März dieses Jahres können Patienten Cannabis auf Rezept erhalten. Seitdem sind bei den Krankenkassen mehrere tausend Anträge eingegangen, weit mehr als die Hälfte wurde genehmigt. Das geht aus Zahlen der beiden größten gesetzlichen Kassen, AOK und Barmer, hervor. Bei der AOK gingen bis Anfang November 6.600 Anträge zur Erstattung von medizinischem Cannabis ein, sagte ein Sprecher auf Anfrage von ZEIT ONLINE. 65 Prozent dieser Anträge seien genehmigt worden. Nicht alle übrigen Anträge seien jedoch abgelehnt worden, viele seien nur formal nicht vollständig und könnten von Arzt und Patient überarbeitet und wieder eingereicht werden. "Häufig fehlen beispielsweise die gesetzlich vorgeschriebene medizinische Begründung des Antrags oder Ausführungen zu den bisherigen Therapien", sagte der Sprecher. Immer wieder erreichten die AOKs aber auch Anträge von Patienten, bei denen keine Erkrankungen im Sinne des Gesetzes vorliegen oder bei denen die Standardtherapien nicht ausgeschöpft wurden. Mitunter seien das Fälle von Bandscheibenvorfällen, die bislang nur mit Wärmetherapie behandelt wurden. Einzelfälle wie...

weiterlesen »


Sauna: Schwitzt euch gesund!

Elf Jahre lang war Heinola der Schauplatz für die Weltmeisterschaft der Profischwitzer. Von 1999 bis 2010 fand in dem finnischen Städtchen jährlich im August die Saunomisen Maailmanmestaruuskilpailut statt, zu deutsch: die Sauna-Weltmeisterschaft. Die Veranstaltung dauerte zwei Tage. In einer zum Start schon 110 Grad heißen Sauna mussten die Teilnehmer möglichst lang verharren. Jede halbe Minute gab es einen Aufguss. Wer die Sauna zuletzt ohne Hilfe verließ, hatte gewonnen. Die Sieger waren fast immer Finnen. Im Jahr 2010 nahm der Wettbewerb jedoch ein tragisches Ende und wurde danach nie wieder ausgetragen. Zwei Teilnehmer blieben so lange in der Kammer bis sie zusammenbrachen. Einer von ihnen, vollgepumpt mit Schmerzmitteln, starb vor Ort. Der andere kam mit schweren Verbrennungen in ein Krankenhaus. Sie haben es deutlich übertrieben mit dem berühmtesten Brauch der Finnen. Dabei soll das Schwitzen dem Körper eigentlich etwas gutes tun: Krankheiten austreiben und vorbeugen, den Kreislauf stärken und im besten Fall gleich das Leben verlängern. Doch funktioniert das auch? Schon seit rund 2.000 Jahren...

weiterlesen »


Hunger: Ignoranz ist keine Ausrede

Lesen Sie den Text hier im Original auf Englisch. Es quält mich, dass im 21. Jahrhundert noch immer Menschen verhungern. Wenn jemand keine Luft zum Atmen hat oder kein Wasser zum Trinken, dann finden wir das inakzeptabel. Warum nicht, wenn jemandem das Essen zum Leben fehlt? Bald werden wir in der Lage sein, Menschen zum Mars zu schicken. Aber wir sind außerstande, Millionen Menschen auf der Erde vor Hunger zu bewahren? Das kann einfach nicht wahr sein! Jeden Tag gehen 815 Millionen Menschen hungrig ins Bett, obwohl wir auf der Erde mehr als genug Nahrung produzieren, um alle satt zu machen. Warum? Aufgrund von Kriegen und dem Klimawandel, die heute die Hauptursachen für Hunger und Vertreibung sind. Daten zeigen: 60 Prozent derer, die Hunger leiden (489 Millionen Menschen), und mehr als 75 Prozent der aufgrund von Mangelernährung unterentwickelten Kinder (also 122 von 155 Millionen) leben in Konfliktgebieten. Wenn wir nicht bald etwas tun, werden viele Menschen, die hungernd aufgewachsen sind, als Erwachsene weniger leisten und verdienen – mit weitreichenden Konsequenzen für viele Gesellschaften und Länder. ...

weiterlesen »


Weihnachtsessen: Esst doch mal was Gesundes!

Ein Wunder, dass wir Weihnachten jedes Jahr aufs Neue überleben. Ernährungswissenschaftlern lassen die Festtage weiße Haare wachsen. Denn an diesen drei Tagen im Jahr stopfen wir uns mit Dingen voll, die krank, abhängig und fett machen. Ein Fest der Liebe? Nein, ein Fest des ungesunden Essens. Kartoffelsalat mit Würstchen – schon Heiligabend mittags fängt die Völlerei an. Die Eier in der Mayonnaise, voller Cholesterin, die Gefäße ächzen! Der erste Bissen der Festtage lässt das Schlaganfall- und Herzinfarkt-Risiko in die Höhe schießen. Und die Würstchen? Gepökelt, gesalzen, geräuchert – dem Darmkrebsforscher klingeln die Ohren. Nach einer kleinen Ruhepause geht es am Abend mit dem nächsten Schock weiter: Weihnachtsgans. Wer Kalorien zählt, der wird spätestens jetzt wahnsinnig. Das Schmalz trieft unter der gerösteten Gänsehaut hervor und die Thüringer Klöße strotzen vor Kohlenhydraten. Deutschland ist Weihnachtsspeckweltmeister Die Nahrungszufuhr während der Festtage ist so gewaltig, dass der Durchschnittsdeutsche jedes Jahr 800 Gramm an Gewicht zulegt (New England Journal of Medicine:...

weiterlesen »


Hunde und Schokolade: "Spuck die Praline aus, Rocky!"

Die Kugeln hängen, die Lichterkette funkelt, der Braten brutzelt im Ofen: Wenn es in Deutschland Heiligabend wird, döst in fast jedem zehnten Wohnzimmer ein Hund unterm Tannenbaum, umringt von Schokoweihnachtsmännern, Pralinen und Lebkuchen. Blöd nur, wenn Luna, Kira, Rocky oder Spike am Süßigkeitenteller knabbert, während alle gerade duschen, Oma abholen oder schnell noch ein Geschenk einpacken: Denn Schokolade ist Gift für Hunde! Fressen sie davon, sind Krämpfe, Unruhe und heftiges Übergeben die Folge – schlimmstenfalls endet die Schokoladenvergiftung tödlich. Wie britische Forscher jetzt vermelden, müssen im Vereinigten Königreich, wo allein 8,5 Millionen Hunde auf 65 Millionen Einwohner kommen, an den Feiertagen viermal so viele Vierbeiner wegen einer Vergiftung durch Schokolade behandelt werden wie im Jahresdurchschnitt. Diese besorgniserregende Zahl haben die Forscher passend zur Jahreszeit im Fachmagazin Veterinary Record (Noble et al., 2017) veröffentlicht. Die banale Ursache: In den Haushalten liegt im Advent und um die Feiertage einfach mehr Süßes herum und manch einer füttert sein Haustier aus...

weiterlesen »


Gendermedizin: Sind Männer und Frauen anders krank?

DIE ZEIT: Frau Zemp, neulich habe ich mit einem Bekannten telefoniert. Auf die Frage, wie es ihm gehe, hat er unter viel Weh und Ach gesagt, er habe die Grippe. Typisch Mann? Elisabeth Zemp: (lacht) Sie sprechen an, dass Männer, wenn ihnen körperlich etwas fehlt, dies sehr expressiv ausdrücken können. In der Tendenz ist das ja auch so. Jedenfalls bei physischen Leiden. ZEIT: Gibt es denn so was wie eine Männergrippe? Zemp: Ein Virus bleibt ein Virus, aber jeder Mensch erlebt eine Viruserkrankung anders. Wie wir sie erleben, ist an stereotype Vorstellungen von Geschlecht gekoppelt, von denen wir ein bestimmtes Repertoire mitbekommen. Wie singt doch Herbert Grönemeyer in Männer? "Außen hart und innen ganz weich." ZEIT: Haben denn Männer und Frauen einen anderen Körper? Zemp: (zögert) Jein. ZEIT: Jein? Zemp: Ja und nein. ...

weiterlesen »


Asexualität: Sex ist nichts für mich

Wer asexuell ist, spürt meist keine sexuelle Anziehung. Bin ich asexuell, weil ich keine Lust mehr auf Sex habe? Nein, das ist etwas anderes. Im Gespräch mit der Sexualtherapeutin und Ärztin Melanie Büttner spricht ZEIT-ONLINE-Wissenschaftsredakteurin Alina Schadwinkel über Liebe ohne Sex und darüber, wo Asexuelle Gleichgesinnte finden. Forscher sehen heute Asexualität als eine vierte Orientierung neben Hetero-, Bi- und Homosexualität. Und wie bei jeder sexuellen Anziehung können Grenzen auch verschwimmen. Schon mal die Begriffe greysexuell oder demisexuell gehört? Eine Folge über Sexualität und Beziehungen jenseits der verbreiteten Meinung, unsere Gesellschaft sei zu sehr auf Sex fixiert. Sie können die aktuelle Folge direkt oben auf dieser Seite anhören. Hintergründe, Studien und Quellen sind uns wichtig. Deshalb verweisen wir zu jeder Folge an dieser Stelle darauf.  Weitere Informationen Ist Asexualität eine sexuelle Orientierung, und was weiß man darüber? Dazu hat der Mediziner und Psychologe Anthony F. Bogaert geforscht und im Magazin Annual Review of Sex Research...

weiterlesen »


Kristina Hänel: "Zur Not werde ich Reitlehrerin"

ZEIT ONLINE: Frau Hänel, in Ihrer Praxis können Frauen Schwangerschaftsabbrüche durchführen lassen. Darüber haben Sie online informiert. Weil das nach Paragraf 219a (hier im Wortlaut) des Strafgesetzbuches verboten ist, hat das Amtsgericht Gießen Sie zu einer Geldstrafe verurteilt. Sie hätten das verhindern können, indem sie einlenken. Stattdessen sind Sie jetzt vorbestraft – aber auch Deutschlands neue Vorkämpferin für Frauenrechte. Viele hoffen, dass Ihr Fall bis vors Verfassungsgericht geht und der veraltete Paragraf gekippt wird. Wann haben Sie beschlossen, diesen Weg zu gehen? Kristina Hänel: Als die Vorladung kam, bin ich aus allen Wolken gefallen. Ich war schockiert, aber sofort kam von allen Seiten Unterstützung. Als ich mit der Petition auf change.org dann an die Öffentlichkeit gegangen bin, habe ich gemerkt: Genau jetzt habe ich eine Chance, etwas zu ändern. Jede Frau sollte das Recht haben, sich frei und anonym zu informieren. ZEIT ONLINE: Was haben Sie gedacht, als die Vorladung da war? Hänel: Da schießen einem viele Gedanken durch den Kopf. Es geht auch um meine Existenz als...

weiterlesen »


© 2012 bis 4012 Oliver Zdravkovic • Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS). Wohnort: Österreich, Wien.