Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

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Neuro-Enhancement: Doping fürs Gehirn – Mit Medikamenten mehr Erfolg im Beruf?

Eine einfache Google-Suche genügt, schon ist man auf den Internetseiten, die das Glück versprechen. Rezeptfrei und unkompliziert kann man hier etwa das ADHS-Medikament Ritalin oder den Wachmacher Modafinil bestellen. Geliefert wird in einer unauffälligen Verpackung und gerne auch anonym an ein Postfach.Die Betreiber der Websites geben an, dass sie ihren Firmensitz in der Slowakei, in Polen oder auf der Karibikinsel Curaçao haben, allzu häufig fehlt aber auch ein Impressum. Das ist nicht verwunderlich: Denn der Erwerb dieser Medikamente ohne ein ärztliches Rezept ist illegal.

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Doping am Arbeitsplatz: Neuro-Enhancement zielt nicht auf Rausch – sondern Gehirn-Effizienz

Eine einfache Google-Suche genügt, schon ist man auf den Internetseiten, die das Glück versprechen. Rezeptfrei und unkompliziert kann man hier etwa das ADHS-Medikament Ritalin oder den Wachmacher Modafinil bestellen. Geliefert wird in einer unauffälligen Verpackung und gerne auch anonym an ein Postfach. Die Betreiber der Websites geben an, dass sie ihren Firmensitz in der Slowakei, in Polen oder auf der Karibikinsel Curaçao haben, allzu häufig fehlt aber auch ein Impressum. Das ist nicht verwunderlich: Denn der Erwerb dieser Medikamente ohne ein ärztliches Rezept ist illegal.

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Liebe und Hormone: Wie der Körper aussucht, in wen man sich verliebt

Samantha Joel dachte, sie hätte einen Fehler übersehen. Die Psychologin ließ den Computer laufen, immer wieder. Sie hatte einen Algorithmus programmiert, eine künstliche Intelligenz, um verborgene Muster in Datensätzen zu finden. So wollte sie das bisher Unmögliche schaffen: mithilfe des Algorithmus vorhersagen, wer sich beim Kennenlernen in wen verlieben würde – nur aus Daten mit Persönlichkeitseigenschaften und Vorlieben von Männern und Frauen. Das klingt abstrakt, ist aber die Annahme vieler Onlinedating-Seiten: dass man vorhersagen kann, wer wen anziehend finden wird, wenn man nur genügend richtige Daten von den Partnern sammelt. Doch der Algorithmus fand nichts, absolut nichts. Hätte Joel sich etwas mehr mit der biologischen Seite des Verliebens beschäftigt – sie hätte vielleicht doch ein Muster entdeckt.

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Zeitumstellung 2017: Wann beginnt die Winterzeit?

Angefangen hat alles mit dem Öl. Vielen ist das gar nicht mehr klar, weil es so lange her ist, 37 Jahre schon. Die Bundesregierung hatte beschlossen, dass Energie gespart und Tageslicht besser genutzt werden müsse, also führte sie 1980 die Sommerzeit ein – als Konsequenz aus der Ölkrise der frühen Siebziger. Seitdem wird jeden Sommer und jeden Winter an der Uhr gedreht, wird – je nachdem – früher oder später mit Aufstehen, Heizen, Duschen und Kaffeetrinken angefangen. Völlig unnötig. Finden zumindest drei Viertel der Deutschen. Sie plädieren dafür, die Zeitumstellung abzuschaffen, wie Umfragen verschiedener Institute zeigen. Viele fühlen sich nach der verkürzten oder verlängerten Nacht schlapp, brauchen einige Tage, um sich an den neuen Rhythmus zu gewöhnen. Warum eigentlich? Was hilft dagegen? Und in welche Richtung wird der Zeiger noch mal gedreht? Fragen, die man sich immer wieder stellt. 1. Die Uhr vor- oder zurückdrehen? Vielleicht die wichtigste Frage von allen. Sie wird immer am letzten Sonntag im März (Sommerzeit) und am letzten Sonntag im Oktober (Winterzeit) aufgeworfen. Wer die Antwort nie weiß, sollte sich die alte Eselsbrücke merken: Im...

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Brave Jugend: Die Generation der Biedermännchen

Wild, so stellt man sich die Jugend vor. Ungezähmt, unkonventionell, unbeugsam. Man stellt sie sich so vor, weil sie lange so war, seit den 60er-Jahren. Seitdem es diese Phase gibt, die Forscher etwas förmlich Moratorium nennen und die bei allen anderen Pubertät heißt. Davor gab es so eine Phase gar nicht. Davor war man entweder Kind, oder man war erwachsen genug, um erwachsen genannt zu werden. Seit es sie aber gibt, die Pubertät, haben Teenager sie genutzt, um sich auszuprobieren. Vorbei.

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Biedermännchen: Pubertät ist auch nicht mehr das, was sie mal war

Wild, so stellt man sich die Jugend vor. Ungezähmt, unkonventionell, unbeugsam. Man stellt sie sich so vor, weil sie lange so war, seit den 60er-Jahren. Seitdem es diese Phase gibt, die Forscher etwas förmlich Moratorium nennen und die bei allen anderen Pubertät heißt. Davor gab es so eine Phase gar nicht. Davor war man entweder Kind, oder man war erwachsen genug, um erwachsen genannt zu werden. Seit es sie aber gibt, die Pubertät, haben Teenager sie genutzt, um sich auszuprobieren. Vorbei.

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Erinnerungen: "Nichts wird im Gedächtnis gespeichert, wie es wirklich war"

Wie und warum manche Momente zu Erinnerungen werden, manche im Nichts verschwinden und andere nach Jahren wieder auftauchen, war lange ein großes Mysterium. Seit mehr als einem Jahrhundert beschäftigen sich Psychologen damit, wo das Gedächtnis sitzt, wie es funktioniert, nach welchen Regeln es arbeitet. Inzwischen wissen sie, dass es nicht nur ein Gedächtnis gibt, sondern mehrere, jedes mit einer bestimmten Aufgabe. Eines ist für Menschen besonders kostbar: das autobiografische Gedächtnis. So wie man Fotos in einer Box sammelt, sammelt das autobiografische Gedächtnis alle Erinnerungen, die mit der eigenen Identität verknüpft sind. Sie sind das Fundament der Persönlichkeit, geben den Gedanken einen Rahmen, den Gefühlen Tiefe, dem Leben Bedeutung. Dieser Erinnerungen ist man sich meist sehr sicher – und doch sind gerade sie äußerst fragil, lückenhaft und ungenau. Wann immer sie abgerufen werden, sind sie veränderlich, anfällig für Verzerrungen und Manipulationen. Durch Fotos, Erzählungen anderer und durch die eigene Wahrnehmung. Gespeichert wird vor allem, was gerade zum Selbstbild passt.

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Gedächtnis und Identität: Die Erinnerung ist ein mieser Verräter

Wie und warum manche Momente zu Erinnerungen werden, manche im Nichts verschwinden und andere nach Jahren wieder auftauchen, war lange ein großes Mysterium. Seit mehr als einem Jahrhundert beschäftigen sich Psychologen damit, wo das Gedächtnis sitzt, wie es funktioniert, nach welchen Regeln es arbeitet. Inzwischen wissen sie, dass es nicht nur ein Gedächtnis gibt, sondern mehrere, jedes mit einer bestimmten Aufgabe. Eines ist für Menschen besonders kostbar: das autobiografische Gedächtnis. So wie man Fotos in einer Box sammelt, sammelt das autobiografische Gedächtnis alle Erinnerungen, die mit der eigenen Identität verknüpft sind. Sie sind das Fundament der Persönlichkeit, geben den Gedanken einen Rahmen, den Gefühlen Tiefe, dem Leben Bedeutung. Dieser Erinnerungen ist man sich meist sehr sicher – und doch sind gerade sie äußerst fragil, lückenhaft und ungenau. Wann immer sie abgerufen werden, sind sie veränderlich, anfällig für Verzerrungen und Manipulationen. Durch Fotos, Erzählungen anderer und durch die eigene Wahrnehmung. Gespeichert wird vor allem, was gerade zum Selbstbild passt.

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Neurowissenschaft: So kann Ihr Gehirn alles lernen, was Sie wollen

Für die US-Amerikanerin Barbara Oakley war die Schulzeit grauenvoll. Ihre Eltern zogen berufsbedingt oft um und sie mit. Seattle, Boston, Los Angeles, eine Stadt in Georgia, ein Dörfchen in Texas und überall eine neue Schule. Zehn Umzüge hatte Oakley hinter sich, als sie 16 war. In den Fächern, die sie mochte, Sprachen, Geschichte, Kunst, kam sie trotzdem ganz gut hinterher. Aber Mathe und Physik? Den Anschluss hatte sie schon nach dem ersten Umzug verloren. „Dass man das Lernen lernen muss, weiß man erst, wenn man scheitert“, sagt sie heute. Zu zeigen, dass es geht, dass man alles lernen kann, was man will, ist heute ihre Lebensaufgabe. Aus dem Mädchen ohne Mathe-Talent ist eine Professorin für Ingenieurwissenschaften geworden – die kürzlich von der kanadischen McMaster University als herausragende Wissenschaftlerin für „Global Digital Learning“ ausgezeichnet wurde. Ihr Onlinekurs „Learning How to Learn“ ist der erfolgreichste der Welt.

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Genetik: Je älter der Vater, desto höher der Geek-Index

Anzeige Wolfgang war im Kindergartenalter, als ihm bewusst wurde, dass sein Vater anders ist als die Väter der anderen Kinder. Älter. Deutlich älter. Wolfgangs Papa hätte locker sein Opa sein können, und das war es auch, was viele um ihn herum dachten. Und Wolfgang? „Ich fand das damals ganz toll. Als Kind möchte man ja auch immer älter sein, das hab ich dann auch auf meine Eltern übertragen. So hab ich das in Erinnerung.“ Wolfgang kam 1984 zur Welt. Sein Vater war damals 70 Jahre alt. Der große Altersunterschied war immer wieder mal Thema, und geprägt habe es ihn gewiss. Gehadert habe er mit dem Alter des Vaters aber insgesamt wenig, erzählt Wolfgang. „Das lag wohl auch daran, dass mein Vater extrem unkonventionell war. Und er hat uns beigebracht, nichts darauf zu geben, was andere machen.“ Die Beziehung zwischen Eltern und Kindern ist in erster Linie eine sehr persönliche. Doch wie sich speziell eine späte Vaterschaft auf den Nachwuchs auswirkt, ist auch Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Viele Studien verweisen auf ein höheres Risiko gesundheitlicher Probleme beim Nachwuchs. Nun berichten Forscher, dass es auch Vorteile haben kann,...

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Ansteckend: Wir sind dem Gähnen hilflos ausgeliefert

Anzeige Das ansteckende Gähnen eines Mitmenschen ist so gut wie unwiderstehlich. Das schreiben britische Forscher in der Fachzeitschrift „Current Biology“. Sie hatten 36 Probanden vor einen Bildschirm gesetzt und ihnen Videos gähnender Menschen gezeigt. Einer Gruppe wurde das Mitgähnen erlaubt, der anderen nicht. Ergebnis: Die Probanden, die ihrem Drang nicht nachgeben sollten, gähnten fast genauso oft – wenn auch eher in unterdrückter Form. Ihr gefühltes Bedürfnis mitzugähnen war sogar höher als bei Probanden, die ihrem Gähnen freien Lauf lassen sollten. Neben dem ansteckenden Gähnen wird das Mundaufreißen meist mit Müdigkeit assoziiert. Der Zweck dahinter ist aber nicht ganz klar. Die Forscher um Beverley Brown von der Universität Nottingham nahmen auch das Gehirn der Probanden unter die Lupe. Dabei stellten sie mithilfe von sogenannter Transkranieller Magnetstimulation (TMS) fest, dass die Ansteckungsgefahr auch von der Erregbarkeit eines Teils der Großhirnrinde abhängt. Der sogenannte Motorkortex steuert absichtliche Bewegungen. Gähn-Forschung kann bei Krankheiten helfen Anzeige Die Forscher hoffen, dass die Studienergebnisse...

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Ausstrahlung: Die Schattenseiten des Charismas

Legt man Bilder zweier Personen nebeneinander, können Menschen sicher sagen, welche von beiden im Leben erfolgreicher ist: Es ist jene mit mehr Charisma. Was aber die besondere Ausstrahlung ausmacht und wie sie die Mitmenschen verzaubert, ist weitaus schwieriger zu sagen. Forscher diskutieren darüber schon seit Jahrzehnten. Unbestritten war bislang aber eines: dass man gar nicht genug von dieser besonderen Ausstrahlung haben kann, die so beliebt und erfolgreich macht. Doch jetzt zeigen neue Untersuchungen etwas Erstaunliches. Zu viel Charisma kann doch schaden – vor allem denen, die andere führen sollen.

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Magische Ausstrahlung: Die Schattenseiten des Charismas

Legt man Bilder zweier Personen nebeneinander, können Menschen sicher sagen, welche von beiden im Leben erfolgreicher ist: Es ist jene mit mehr Charisma. Was aber die besondere Ausstrahlung ausmacht und wie sie die Mitmenschen verzaubert, ist weitaus schwieriger zu sagen. Forscher diskutieren darüber schon seit Jahrzehnten. Unbestritten war bislang aber eines: dass man gar nicht genug von dieser besonderen Ausstrahlung haben kann, die so beliebt und erfolgreich macht. Doch jetzt zeigen neue Untersuchungen etwas Erstaunliches. Zu viel Charisma kann doch schaden – vor allem denen, die andere führen sollen.

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Koblenz: AfD schickt Politiker als Beobachter zu Anti-Rassismus-Tagung

Anzeige Rechtspopulismus und Rechtsextremismus treten laut Experten zunehmend auch schon in Kindergärten auf. In Koblenz will die Fachtagung „Rechtspopulismus in der Kita? Umgang mit Rassismus und Diskriminierung“ aktuelle Entwicklungen beleuchten – denn diese sind beunruhigend. „Es gibt Kinder, die dort Hakenkreuze oder 88 (Abkürzung für „Heil Hitler“) malen“, sagt die Sozialwissenschaftlerin Antje Knieper-Wagner, die am Donnerstag einen Workshop an der Hochschule Koblenz leitet. „Andere Kinder malen das ab, und ihre Eltern erschrecken sich.“ Kinder rechter Eltern lernten schon zu Hause, wie man andere Menschen diskriminiert: „Es gibt Fünfjährige, die Frauen mit Kopftuch fragen: ‚Warum gehst du nicht in dein Land zurück?‘“ In Fallbeispielen geht es um die Frage, wie eine „Erziehungspartnerschaft“ mit Eltern funktionieren kann, die in der Kita abwertende und rassistische Bemerkungen fallen lassen. „Es gibt Eltern, die sagen: ‚Ich möchte nicht, dass mein Kind in einer Gruppe mit vielen Türken, Dunkelhäutigen oder Flüchtlingen spielt‘“, so die Expertin. Insgesamt komme so etwas häufiger auf dem Land als in den Städten...

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Frauenkörper: Unsere Idealmaße verändern sich schnell

Anzeige Dünn, fast schon untergewichtig – das gilt in westlichen Gesellschaften als das Idealbild einer attraktiven Frau. „Die Omnipräsenz des dünnen weiblichen Körpers in den Medien hat einen negativen Einfluss auf die Gesundheit“, schreiben Forscher jetzt in einer Studie – und zitieren damit erst einmal nur das Ergebnis vieler anderer Wissenschaftler vor ihnen: Der Medienkonsum ist demnach verbunden mit dem Wunsch nach einem dünnen Körper, steter Unzufriedenheit damit, einem geringen Selbstwertgefühl und Essstörungen. Diese Effekte hatten Wissenschaftler auch in nicht industrialisierten oder nicht westlichen Ländern beobachtet, wenn dort die Medienverbreitung zunahm. Fakt ist auch: In medienfernen Gesellschaften sind die Idealmaße eines Frauenkörpers größer. Dass der Wandel des Frauenbilds schnell geht, haben die Forscher jetzt nachgewiesen. Ihr Problem: Wie zeigt man das, wenn doch alle Welt schon von den Bildern der Superfrauen „durchseucht“ scheint? Ihre Lösung: Sie gingen dorthin, wo die „Epidemie“ noch nicht hingekommen ist – sprich: in Gegenden, die jetzt erst an Strom und damit an Fernseher angeschlossen werden. Wie sieht das...

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© 2012 bis 4012 Oliver Zdravkovic • Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS). Wohnort: Österreich, Wien.