Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

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In ewiger Dämmerung: Von Welten, über denen immer eine tiefe Sonne leuchtet

Stets liegt ein goldener Schimmer über den Wäldern von Tamriel. Die Spieler des Computerspiels „Skyrim“ bewegen sich dort durch einen immerwährenden Spätnachmittag. Auch in der jüngsten Folge von „Assassin’s Creed“, dessen Held sich durch das ptolemäische Ägypten meuchelt, sind Tempel und Pyramiden ausschließlich von einer tiefstehenden Sonne beleuchtet. Keine Frage, in den Momenten des letzten oder des ersten Tageslichts erscheint uns die Erde wie verzaubert, vielleicht auch, weil sie immer so schnell vorübergehen, außer in hohen Breiten zur Sommerszeit und eben in digitalen Kunstwelten. ...

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Unsere Galaxis auf der Waage: Die Milchstraße hat die Masse von rund 960 Milliarden Sonnen.

Auf 960 Milliarden Sonnenmassen schätzen Astronomen die Gesamtmasse der Milchstraße. Darin enthalten sind die sichtbare und die unsichtbare Dunkle Materie, die mit rund 85 Prozent den Löwenanteil der Materie des Universums ausmacht. Frühere Untersuchungen hatten Werte zwischen 700 Milliarden und zwei Billionen Sonnenmassen ergeben. Der Grund für die große Schwankung ist die besondere Lage unseres Sonnensystems. Es befindet sich innerhalb der galaktischen Scheibe. Der für eine möglichst exakte Vermessung der Milchstraße notwendige Blick von außen ist dadurch verwehrt. Ekta Patel von University of Arizona in Tucson und seine Kollegen haben nun einen neuen Weg eingeschlagen, die Masse der Milchstraße präzise zu bestimmen. Sie analysierten die Bahnbewegungen bekannter Satellitengalaxien, die die Milchstraße auf elliptischen Bahnen umkreisen. ...

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Die Raumsonde Juno hört Gewitterblitze auf dem Jupiter

Wenn es blitzt, dann donnert es auch – diese Tatsache gilt zumindest in der Erdatmosphäre. Das Licht der elektrischen Entladung breitet sich mit Lichtgeschwindigkeit aus, das Donnergrollen bewegt sich viel langsamer als Schallwelle durch die Luft. Könnten Menschen statt Schall Radiowellen hören, dann klänge ein Gewitter jedoch eher wie ein verstörendes Knacken, ein unkoordiniertes Piepen oder manchmal auch wie ein langgezogenes Pfeifen. Ungefähr so wie die seltsamen Töne, die die Raumsonde Juno aufgefangen hat. Juno belauscht aber nicht die Erde, sondern den Jupiter: Seit dem 4. Juli 2016 kreist die Nasa-Sonde auf einer elliptischen Umlaufbahn um den größten Planeten unseres Sonnensystems. Diese führt Juno alle 53 Tage über die Pole des Jupiter. Dabei schießt sie nicht nur scharfe Bilder oder sammelt Daten über Jupiters ausgeprägtes Magnetfeld. Wie Wissenschaftler nun in zwei...

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„Opportunity“, bitte melden: Ein gewaltiger Sturm tobt auf dem Mars

Auf dem Mars tobt seit Tagen ein gewaltiger Sandsturm, der sich über den ganzen Planeten auszubreiten droht. Betroffen ist bislang ein riesiges Gebiet auf der nördlichen Hemisphäre, das etwa ein Drittel der Marsoberfläche ausmacht. Im Zentrum des Sturms befindet sich der  Marsrover „Opportuniy“. Der Sturm hat das kleine Gefährt, das seinen Strom aus Sonnenenergie gewinnt, lahmgelegt. Offenbar kann kein Licht mehr durch die dichten Staubwolken dringen. Ob „Opportunity“ wieder anspringt, sobald sich die Situation wieder beruhigt hat, können die Wissenschaftler von der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa derzeit nur hoffen, wie sie auf einer Pressekonferenz gestern Abend verkündeten. ...

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Künstliche Intelligenz kommt auf die Raumstation

Alexander Gerst ist in seinem Element. Keine Frage, die kommenden sechs Monate werden für den deutschen Kommandanten an Bord der Internationalen Raumstation anstrengend und herausfordernd sein. Und womöglich auch fürchterlich einsam. Doch Unterstützung naht. Für die schweren Stunden an Bord läuft sich zur Zeit Cimon warm, jedenfalls im übertragenen Sinn, in der Art, wie es Computer üblicherweise zu tun pflegen. Der Juri Gagarin der Künstlichen Intelligenz Cimon hat keine Arme und auch keine Beine, nur einen besonders klugen Kopf, ein freundliches Gesicht mit einer...

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Zwergplanet Pluto: Dünen am Rande des Sonnensystems

Dünen gibt es nicht nur auf der Erde, dem Mars, der Venus und dem Saturnmond Titan, sondern auch auf dem Zwergplaneten Pluto. Diesen unerwarteten Befund lieferten Beobachtungen mit der New-Horizons-Sonde der Nasa, die an dem Himmelskörper im Jahr 2015 vorbeigeflogen war und sich diesem dabei bis auf einen Abstand von 12.500 Kilometern genähert hatte. Forscher um Matt Telfer von der Universität Plymouth identifizierten Oberflächenstrukturen am Rand der Sputnik Planitia (im Bild im rechten unteren Bereich zu sehen) als Dünen aus körnigem Methaneis. Plutos gesamte...

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Mission „Horizons“: Alexander Gerst ist auf der ISS angekommen

Nach einer Flugzeit von zwei Tagen ist der deutsche Astronaut Alexander Gerst am Freitagnachmittag auf der Internationalen Raumstation (ISS) angekommen. Er war am Mittwochmittag um 13.12 Uhr (MESZ) gemeinsam mit dem russischen Kommandanten Sergej Prokopjew und der amerikanischen Astronautin Serena Auñón-Chancellor vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur an Bord einer Sojus-Kapsel gestartet. Manfred Lindinger Redakteur im Ressort „Natur und Wissenschaft“. F.A.Z. ...

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Sie sind da: Sojus-Kapsel mit Alexander Gerst dockt erfolgreich an ISS an

Nach zwei Tagen Flug in einem engen Raumschiff ist der deutsche Astronaut Alexander Gerst an der Internationalen Raumstation (ISS) angekommen. Das Raumschiff „Sojus MS-09“ dockte am Freitag um 15:03 Uhr über dem östlichen China am russischen ISS-Modul „Rasswet“ (Morgendämmerung) an. Damit erreichte die Kapsel die Raumstation vier Minuten früher als zuvor erwartet. Das Manöver lief automatisch ab. Nach einem Druckausgleich sollte die Verbindungsluke zwischen der Station und der Sojus rund zwei Stunden später geöffnet werden und für Gerst und seine Crew-Kollegen den Weg frei machen in ihr neues Zuhause in der Schwerelosigkeit. Gerst war am Mittwoch mit dem russischen Kosmonauten Sergej Prokopjew und der amerikanischen Astronautin Serena Auñón-Chancellor vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zur ISS gestartet. ...

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Ankunft bei der ISS: Die Kapsel dockt an

Zwei Tage nach seinem Abschied von der Erde kommt der deutsche Astronaut Alexander Gerst am Freitag auf der Internationalen Raumstation (ISS) an. Seine Sojus-Kapsel soll um 15.07 Uhr MESZ am Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde andocken. Nach einem Druckausgleich solle die Verbindungsluke zur ISS zwischen 17.05 Uhr und 17.35 Uhr MESZ geöffnet werden, teilte die Flugleitzentrale bei Moskau der Deutschen Presse-Agentur mit. Gerst war am Mittwoch mit einer Sojus-Rakete vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zur ISS abgeflogen. Zahlreiche Fans von „Astro-Alex“ hatten bei Liveübertragungen in Deutschland mitgefiebert. Es ist Gersts zweite Weltraummission. Der Flug mit der Kapsel „Sojus MS-09“ war planmäßig auf zwei Tage angesetzt worden. Ankommen...

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Leben auf dem Mars? Wir wissen es nicht!

Auf dem Mars wurden organische Moleküle nachgewiesen. Deren Existenz war dort bereits seit langem erwartet worden, doch bisherige Versuche eines Nachweise, insbesondere mithilfe der Viking-Sonden, die 1976 auf dem Mars gelandet waren, hatten keine eindeutigen Befunde liefern können. Organische Moleküle sind im All keineswegs ungewöhnlich, da sie auch durch nicht-biologische Prozesse hergestellt werden. So waren bereits im vergangenen Jahr mithilfe der Raumsonde Dawn organische Moleküle auf der Oberfläche des Zwergplaneten Ceres nachgewiesen worden, wo sie vermutlich vor Ort durch chemische Reaktionen...

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Alexander Gerst: Kommandant aus Leidenschaft

Heute um voraussichtlich 15:07 Uhr wird die Kapsel der Sojus-Rakete mit Alexander Gerst und zwei Crewmitgliedern aus Amerika und Russland an die Raumstation ISS andocken. Die letzten zwei Tage waren die Astronauten in der Rakete unterwegs. Dass Astro-Alex heute bereits zum zweiten Mal die ISS betritt, zeigt, dass er wie für das All gemacht ist. Manfred Lindinger Redakteur im Ressort „Natur und Wissenschaft“. F.A.Z. ...

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Thomas Reiter über das Leben auf der ISS

Thomas Reiter flog zweimal ins All und verbrachte mehr Zeit im Weltraum als jeder andere Europäer. Für 350 Tage, 55 Stunden und 40 Minuten war er getrennt von Familie und Freunden, von allem Bekannten – lebte nur mit seinen Kollegen auf engstem Raum im All. Reiter, 60, kann erzählen, was dieser Kontrast mit einem Menschen macht. Es war 1995, als er zur russischen Raumstation MIR flog, wo er als erster Deutscher in den Weltraum ausstieg. 2006 lebte er für ein halbes Jahr auf der internationalen Raumstation ISS. Heute berät Thomas Reiter den Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Herr Reiter, gibt es auf der ISS einen Putzplan? Jeden Samstag stand Putzen auf dem Arbeitsplan. Da mussten alle mitmachen. Es war klar festgelegt, was sauber zu machen ist. Die Oberflächen...

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Weltraumspaziergang inklusive: Auf der Raumstation warten auf Alexander Gerst fast 70 Experimente

Vier Jahre nach seiner ersten Mission ist Alexander Gerst abermals zur Internationalen Raumstation (ISS) aufgebrochen. Gemeinsam mit der amerikanischen Astronautin Serena Auñón-Chancellor und dem russischen Kosmonauten Sergej Prokopjew hob er am Mittwochmittag pünktlich um 13.12 Uhr deutscher Zeit vom russischen Kosmodrom in Baikonur in Kasachstan an Bord einer Sojus-Kapsel ab. Zwei Tage benötigen die drei Raumfahrer für den Flug zum Außenposten, der in einer Höhe von etwa 400 Kilometern um die Erde kreist. Dort werden Gerst und seine beiden Kollegen das nächste halbe Jahr verbringen. Von August an wird Gerst als erster Deutscher das Kommando über die ISS übernehmen. Auch mindestens ein Außenbordeinsatz steht für den Zweiundvierzigjährigen auf dem Programm. ...

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In hohem Bogen ins All: Raketenstart zur Raumstation

In hohem Bogen ins All: Raketenstart zur Raumstation In hohem Bogen ins All Raketenstart zur Raumstation Von Alexander Gerst und zwei Crew-Mitglieder aus Amerika und Russland sind heute Mittag erfolgreich gen ISS abgehoben. Der Start in Bildern.

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Alexander Gerst: Mit 28.000 Stundenkilometern ins All

Vier Jahre nach seiner ersten Mission bricht der deutsche Astronaut Alexander Gerst abermals ins All auf. Um 13.12 Uhr deutscher Zeit wird Gerst  mit einer Sojus-Rakete vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zur Raumstation ISS starten. „Die Stimmung in der Crew ist super. Beobachten desinteressierte Kamele am Wegesrand“, twitterte der 42-Jährige am Morgen während der Busfahrt vom Hotel zum Startkomplex. Beim Verlassen des Kosmonautenhotels strahlte Gerst und winkte in seinem blauen Overall in die Menge. Er fliegt als Copilot gemeinsam mit dem russischen Kommandanten Sergej Prokopjew und der amerikanischen Ärztin Serena Auñón-Chancellor in einer Sojus-Raumkapsel. Von August an hat Gerst das  Kommando über die ISS und der fünfköpfigen Besatzung – als erster Deutscher überhaupt. 2014 hatte Gerst rund sechs Monate als Bordingenieur auf der Internationalen Raumstation verbracht. Die allerletzten...

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© 2012 bis 4012 Oliver Zdravkovic • Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS). Wohnort: Österreich, Wien.