Oliver Zdravkovic

Sport, Politik, Technik, Psychologie

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Kalte Planetenwelt: Neue Supererde in nächster Nachbarschaft

Es ist eine Frage, die unsere Phantasie anregt: Gibt es erdähnliche Planeten in nächster Nachbarschaft zu unserer Sonne? Das internationale Forschungsprojekt „Red dots“ kann bei seinem Versuch, diese Frage zu beantworten, nun einen weiteren Erfolg vermelden. Nachdem die Astronomen bei dem rund 4,3 Lichtjahre entfernten Roten Zwergstern Proxima Centauri bereits im Jahr 2016 fündig geworden waren, scheint ihnen dies nun auch für den sechs Lichtjahre entfernten Roten Zwerg Barnards Stern geglückt zu sein. Wie die Wissenschaftler in der heutigen Ausgabe der Zeitschrift „Nature“ berichten, sprechen ihre Ergebnisse für die Existenz eines Planeten von mindestens 3,2 Erdmassen, der seinen Mutterstern mit einer Periode von 233 Tagen umrundet. Barnards Stern im Sternbild Schlangenträger ist nach dem Dreifachsystem Alpha Centauri, zu dem auch Proxima Centauri gezählt wird, der zweitnächste Stern in Sonnenumgebung. Er...

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Zentrum der Milchstraße: Höllenfahrt ums Schwarze Loch

Im Zentrum der Milchstraße befindet sich ein gigantisches Schwarzes Loch, und es starrt uns an. So könnte man zusammenfassen, was Astronomen um Reinhard Genzel vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte in Chile entdeckt haben. Vier Millionen Mal so schwer wie die Sonne ist das Massenmonster. Befände es sich an der Stelle unseres Tagesgestirns, würde es dennoch bequem in die Bahn des innersten Planeten Merkur passen. Denn die Materie in einem Schwarzen Loch ist in unvorstellbarem Maße komprimiert, entsprechend extrem ist seine Gravitation. Nicht einmal das Licht kann ihr entkommen. Ein Glück, dass das Loch gut 26 000 Lichtjahre von uns entfernt ist. Dass es in seiner Umgebung ungemütlich ist, zeigen die nun in der Fachzeitschrift „Astronomy and Astrophysics“ veröffentlichten Beobachtungen. Zwischen Mai und Juli registrierten...

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Die Ursache für den Sojus-Fehlstart ist geklärt: Ein verbogener Sensor war Schuld

Ein Defekt an einem Sensor ist russischen Ermittlern zufolge für den Fehlstart der bemannten Sojus-Rakete vor drei Wochen verantwortlich. Beim Zusammenbau am Weltraumbahnhof Baikonur sei ein Sensorstift verformt worden, teilte der Leiter der nach dem Fehlstart gegründeten Untersuchungskommission, Oleg Skorobogatow, mit. Roskosmos-Vizechef Alexander Lopatin kündigte an, die für das Missgeschick Verantwortlichen würden zur Rechenschaft gezogen. Am 11. Oktober waren bei einer Sojus-Rakete kurz nach dem Start zur Internationalen Raumstation ISS Probleme aufgetreten - die Kapsel mit den beiden Raumfahrern Alexej Owtschinin und Nick Hague musste in der kasachischen Steppe notlanden. Die russische Raumfahrtbehörde bildete eine Untersuchungskommission und legte alle bemannten Flüge bis zur Veröffentlichung ihres Abschlussberichts auf Eis. ...

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Halloween am „Dark Matter Day“: Materie zum Gruseln

Was haben Philosophen sich abgemüht, um die Unterscheidung von Wissenschaft und Humbug sauber zu markieren. Der Wiener Kreis versuchte es mit der Forderung nach möglicher Verifikation, Karl Popper sah die Kluft zu Metaphysik und Pseudowissenschaft in dort fehlender empirischer Widerlegbarkeit begründet. Dass ein Abgrenzungskriterium wünschenswert und notwendig ist, darin waren sie sich einig. Wie sollte man sonst Sinn und Unsinn, Seriöses und Hokuspokus unterscheiden? Heute, knapp hundert Jahre später, kümmern uns derartige Sorgen weniger: Eine internationale Gruppe von Wissenschaftskommunikatoren aus der...

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Tank nach neun Jahren leer: Ende für Weltraumteleskop „Kepler“

Nach rund neun Jahren im All ist dem Weltraumteleskop „Kepler“ wie erwartet der Treibstoff ausgegangen. Das Teleskop sei deswegen in den Ruhestand entlassen worden, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Dienstag bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz mit. „Kepler“ solle künftig in seiner sicheren Umlaufbahn um die Sonne bleiben. Daten wird es keine mehr senden oder empfangen können. Der nach dem deutschen Astronomen Johannes Kepler (1571-1630) benannte Planetenjäger war 2009 in die Erdumlaufbahn gebracht worden, um nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems zu suchen. Seitdem hat „Kepler“ Hinweise auf Tausende von fernen Planeten gefunden. Bei der Mission traten allerdings auch immer wieder technische Schwierigkeiten auf, seit 2013 operiert „Kepler“ nur noch in begrenztem Modus. ...

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Wenn Galaxien kollidieren und neue Sterneninseln entstehen

Quelle: F.A.S. Veröffentlicht: 26.10.2018 16:24 Uhr

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Im Bann des Heimatsterns

In den unvorstellbaren Weiten des beobachtbaren Universums, eingebettet in die Milchstraße als eine von vielen Milliarden Galaxien und dort wiederum als ein Stern unter vielen Milliarden anderer, erscheint unser Sonnensystem als winzige kosmische Region. Für unser Verständnis des Alls spielt diese Region aber eine herausragende Rolle: Unser Sonnensystem ist der Ausgangspunkt für unsere Erkundung des Kosmos, keine andere Region können wir so detailliert untersuchen, nirgendwo sonst im Universum können wir Experimente durchführen. Das so in nächster kosmischer Nachbarschaft erworbene Wissen ist die Grundlage dafür, dass wir beobachtend im Rahmen der Astrophysik und Kosmologie auch die entferntesten Phänomene und Prozesse im All beschreiben und verstehen können. ...

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Esa: Raumsonde BepiColombo ist erfolgreich gestartet

Die ehrgeizige europäisch-japanische Raumfahrtmission zum Merkur ist angelaufen: Eine europäische Trägerrakete Ariane 5 startete am Samstag um 03.35 Uhr (MESZ) mit der Raumsonde BepiColombo an Bord vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana. Sowohl am Weltraumbahnhof als auch im Kontrollzentrum in Darmstadt (ESOC) war der Start der Mission mit Spannung verfolgt worden. Die Sonde hat um 4.21 Uhr (MESZ) ein Signal zur Erde gesendet. Damit konnte das Missionskontrollzentrum der Esa (ESOC) in Darmstadt die Kontrolle über die Mission übernehmen. Die ESOC-Mitarbeiter nahmen das Signal mit Applaus auf. Damit steht die Reise der 6,40 Meter hohen und 4,1 Tonnen schweren Raumsonde aber erst am Anfang. Laut Berechnungen der Europäischen Weltraumorganisation Esa erreicht die Sonde mit ihren...

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Zum Start der Doppelmission „BepiColombo“: Die Sonne und der Merkur vergeben nicht

Warum hat die Europäische Raumfahrtagentur gerade den Merkur als ihr nächstes großes Ziel gewählt? BepiColombo hat eine lange Vorgeschichte. Es ist eine Eckpfeiler-Mission des Horizon2000-Programms der Esa, also ein wissenschaftlich anspruchsvolles und entsprechend teures Projekt in Milliardenhöhe. Als der Merkur als Reiseziel in den neunziger Jahren vorgeschlagen wurde, war dieser Planet noch ein weißer Fleck auf unserer Landkarte. Und deshalb wissenschaftlich höchst interessant. Damals war Mariner 10 die einzige Sonde, die im Jahr 1973 den Merkur besucht hatte. Allerdings war sie nur dreimal vorbeigeflogen. Die amerikanische Messenger-Mission, die den Merkur zwischen 2011 und 2015 umkreist hat, war noch nicht in Planung. Zudem schien der innerste Planet des Sonnensystems gut erreichbar zu sein. ...

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Fehlstart einer Sojus-Rakete: Notgelandet in der kasachischen Steppe

Dieser Start der Sojus MS-10 sollte ein besonderer sein. Er war dem 100. Jahrestag der Gründung der Firma „Energie“ gewidmet, die die „Sojus“ baut. Deshalb waren zu dem Start auf den Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Dmitrij Rogosin, und sein amerikanischer Kollege von der Nasa, Jim Brandenstein, angereist. Marie Katharina Wagner Redakteurin in der Politik. F.A.Z. ...

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Unfall bei Raketenstart: Sojus-Kapsel mit zwei Mann an Bord notgelandet

Der Start einer bemannten russischen Sojus-Raumkapsel zur Internationalen Raumstation ISS ist nach russischen Medienberichten fehlgeschlagen. Die Kapsel mit zwei Mann an Bord sei in Kasachstan notgelandet, meldete die russischen Nachrichtenagentur Interfax. Die beiden Raumfahrer seien unverletzt. Beim Start vom Weltraumbahnhof Baikonur habe die zweite Stufe der Sojus-Trägerrakete versagt, teilten russische Raumfahrtquellen mit. An Bord der Sojus waren der russische Kosmonaut Alexej Owtschinin und der amerikanische Astronaut Nick Hague. Die zwei Raumfahrer sollten am Vormittag zu einem etwa halbjährigen Forschungsaufenthalt auf der ISS aufbrechen und die Besatzung des Außenpostens verstärken. Das Raumschiff „MS-10“ hätte nach rund sechs Stunden Flugzeit am Nachmittag an die ISS andocken sollen. ...

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Totenkopf-Asteroid nähert sich um Halloween der Erde

Grusel- und Science-Fiction-Fans freuen sich über einen Asteroiden, der sich um Halloween der Erde nähert und einem Totenkopf ähnelt. „Er hat zwei Dellen, die man als Augen interpretieren könnte“, sagte Rüdiger Jehn vom europäischen Raumflugkontrollzentrum ESOC in Darmstadt. „Da spielt aber viel Fantasie mit.“ Der Asteroid habe einen Durchmesser von 600 Metern und die beiden Krater seien jeweils etwa 100 Meter groß. Gefährlich wird 2015 TB145 der Erde nicht. Er fliege in einer Entfernung von etwa 40 Millionen Kilometern an der Erde vorbei und sei selbst mit großen Teleskopen nur als Lichtpunkt zu erkennen. „Er kann aber weiterhin Science-Fiction-Fans als Grundlage dienen, um Spaß zu haben“, sagte der Experte der Europäischen Weltraumorganisation (Esa). Am nächsten kommt er der Erde am 7. November, sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde, Sven Melchert,...

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Die Asteroidensonde „Mascot“ hat ihre Mission beendet. Alles hat nicht geklappt.

Ohne Bremsraketen oder Steuerdüsen musste die kleine Sonde auskommen. Nicht einmal ein Landegestell hatte man ihr angeschraubt. Als blanker, zehn Kilo schwerer Kasten von der Größe eines Mikrowellenherds wurde sie am frühen Mittwochmorgen vergangener Woche von ihrem Mutterschiff, der japanischen Raumsonde „Hayabusa 2“ getrennt und aus 51 Meter Höhe auf eine steinige Oberfläche fallen gelassen. Nach sechs Minuten prallte sie dort das erste Mal auf und sprang danach noch einige Male torkelnd empor, bis sie zur Ruhe kam. Es klingt ziemlich lieblos, wie da mit einem Stück deutscher Wertarbeit umgesprungen...

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Astronomie: Erste Mond außerhalb unseres Sonnensystems aufgespürt?

Zwei Astronomen haben bei einem rund 8000 Lichtjahre entfernten Planeten vielversprechende Hinweise auf einen Mond ausgemacht. Sollte sich die Beobachtung des amerikanischen Hubble-Teleskops bestätigen, wäre es der erste Mond, der außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt wurde. Wie Alex Teachey und David Kipping von der Columbia-Universität in New York in der Zeitschrift „Science Advances“ berichten, hätte der Mond nach den Befunden etwa die Größe des Planeten Neptun und wäre vermutlich gasförmig. Ein solch großer Trabant ist in unserem Sonnensystem unbekannt. Der Exo-Mond umkreist, wenn er existiert, den extrasolaren juptiterähnlichen Gasplaneten „Kepler-1625b“. Die beiden Forscher hatten mit dem´Weltraumteleskop „Hubble“ den Stern Kepler-1625 ins Visier genommen, bei dem das Weltraumteleskop „Kepler“ im vergangenen Jahr einen Planeten entdeckt hatte. Kepler-1625b zieht von der Erde aus gesehen auf...

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Neuer Kommandat der ISS: Alexander Gerst übernimmt das Ruder

Astronaut Alexander Gerst hat als erster Deutscher das Kommando und somit die Gesamtverantwortung auf der Internationalen Raumstation (ISS) übernommen. „Das ist eine erstaunliche Maschine“, sagte der 42 Jahre alte Gerst bei der feierlichen Zeremonie auf der ISS rund 400 Kilometer über der Erde. Als Kommandant wolle er die ISS als „fantastische Plattform“ für Experimente weiterführen, sagte Gerst, der gleichzeitig auch in die Zukunft blickte. „Wir sind erst am Beginn der Erkundung des Weltalls“, sagte er hinsichtlich noch unerforschter Bereiche des Universums und sprach dabei auch von möglichen bemannten Missionen zum Mars. Mit der Kommandoübernahme beginnt der zweite Teil des sechsmonatigen Aufenthalts des Astronauten der europäischen Weltraumagentur ESA auf der Raumstation. ...

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